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The Rest is Noise

Das 20. Jahrhundert hören. Ausgezeichnet mit dem National Book Critics Circle Award und Guardian First Book Award 2008

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In seinem gefeierten Buch erzählt Alex Ross über die Musik des 20. Jahrhunderts.
Indem wir ihm zuhören, lauschen wir der eigenen Geschichte: den großen Biografien, den utopischen Träumen, den schicksalhaften Veränderungen.
Portrait
Alex Ross, geboren 1968, ist seit 1996 Musikkritiker des New Yorker. »The Rest is Noise«, sein erstes Buch, wurde ein ungeheurer Erfolg: ein von der Kritik mit Lob und Preis gefeierter Bestseller, der in 15 Ländern erscheinen wird. Ross ist »MacArthur Fellow« und lebt in New York.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 703
Erscheinungsdatum 15.01.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-30189-3
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 18,8/12,1/5 cm
Gewicht 495 g
Originaltitel The Rest Is Noise: Listening to the Twentieth Century
Abbildungen mit 21 Abbildungen, mit 21 Abbildungen
Übersetzer Ingo Herzke
Buch (Taschenbuch)
16,00
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Einfach toll
von einer Kundin/einem Kunden aus Lenzburg am 27.08.2014

Das Buch ist sehr interessant, liefert tausenderlei Informationen über Komponisten und Musiker, ihre Beziehungen untereinander, Anektoten, Querbezüge zur Literatur etc. Und das alles spannend erzählt, eingebettet in die Geschichte des 20. Jahrhunderts. Für alle, die etwas an Musik oder generell kulturell interessiert sind ein Muss!

Ein profunder Einblick in eine doch ganz eigene Welt
von Michael Lehmann-Pape am 05.02.2013

Vorweg gesagt, ein „einfaches“ Buch liegt hier wahrlich nicht vor, was nicht zu letzt auch dem gewählten Thema an sich geschuldet ist. Eng gedruckt führt Alex Cross den Leser ausführlich durch die eher „E“ Musik des 20. Jahrhunderts (auch wenn Cross selbst die leidige Unterscheidung zwischen „E“ und „U“ Musik... Vorweg gesagt, ein „einfaches“ Buch liegt hier wahrlich nicht vor, was nicht zu letzt auch dem gewählten Thema an sich geschuldet ist. Eng gedruckt führt Alex Cross den Leser ausführlich durch die eher „E“ Musik des 20. Jahrhunderts (auch wenn Cross selbst die leidige Unterscheidung zwischen „E“ und „U“ Musik relativiert und auch „Grenzgänger“ in seine Darstellung mit einbezieht, auf Jazz und Rock´n Roll mitverweist). Von Strauß und Mahler in der „neuen Welt“ über Sibelius, von Ravel über Strawinsky und der sowjetischen Musik der stalinistischen Ära, von Copland über Cage, Schostakowitsch bis zur Avantgarde der 60er und 70er Jahre, vielfachen Spuren geht Cross nachher und ordnet diese in seine chronologische Abfolge ein. Von 1900 bis 1933 (das goldene Zeitalter, Falk, Jazz, Berlin in den Zwanzigern u.a.), von 1933 bis 9145 (Radiomusik Amerikas, Hollywood, ebenso der Blick auf Russland mit u.a. Prokofjew) und die Zeitspanne von 1945 – 2000 sind die drei großen Epochen, die Cross zugrunde legt. Künstler und konkrete Werke sind es dabei, die Cross nicht nur im Buch „zum klingen“ bringt, sondern, dankenswerter Weise, auch als Hörerlebnisse auf einer Internet Page dem Buch entsprechend zur Verfügung stellt. Eine große Hilfestellung, keine Frage, alleine schon, wenn man sich die intensive Auseinadersetzung mit „Daphne“ aus dem Spätwerk Richard Strauss zu Gemüte führt. Da ist es hier und da fast zwingend notwendig, die interpretatorischen Ausführungen im Buch zugleich nachhören zu können. So erschließt sich Seite für Seite an der kundigen Hand des Autors die vielschichtige und umfassende Entwicklung, die „Welt der Musik“ des 20. Jahrhunderts. Wobei nicht nur für das Thema und die vorliegende Breite eine hohe Komplexität vorliegt, sondern auch in Stil und Sprache ein sehr konzentriertes Lesen erforderlich ist. Cross schreibt nicht locker und populär vor sich hin, sondern teilt tatsächlich sein profundes Wissen auch auf hohem sprachlichen Niveau mit. Selbst da, wo die Beatles in den Fokus rücken und von Cross durchaus mit dem „Darmstadt-Sound“ und den progressiven Experimenten der Darmstädter Komponisten jener Zeit in Verbindung gesetzt werden, muss man schon genau und konzentriert lesen, um die Zusammenhänge dann im Gesamten zu erfassen. Eine im Übrigen an sich spannende Phase im Buch, die zeigt, wie musikalische Avantgarde und neues erproben von Komponisten hier und da in der Populärmusik Widerhall und Weiterentwicklung fand (Riley, Rech und Glass mit ihrem Minimalismus der klaren Tonalität später dann bei Velvet Underground und anderen). Alex Cross legt eine umfassende Betrachtung der jüngeren Musikgeschichte auf hohem Niveau vor, in der er dem interessierten Leser Musiker, Komponisten, Zeitströmungen, Werkgeschichte, gegenseitige Beeinflussungen, aber auch Abkoppelungen von allgemeinen musikalischen Entwicklungen durch ein ganze Jahrhundert lang fundiert und profund vorlegt. Thema und Darreichungsform erfordern allerdings ein konzentriertes Lesen und die Bereitschaft, Cross tatsächlich tief in die Materie hinein zu folgen.

Kenntnisreich, spannend und wohlklingend: Musikkritiker Alex Ross erzählt das 20. Jahrhundert aus musikalischer Perspektive
von Mag. Valentin Robert Lorenzi aus Tulln am 07.02.2011
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Dieses Buch ist ein tatsächlich seltenes und rares Geschenk, wofür es eine Vielzahl von Gründen gibt: Ross (Musikkritiker des "New Yorker") schildert anhand einer großen Phrase die lange und dicht gedrängte Geschichte des 20. Jahrhunderts. Und dies vollbringt er anhand wichtiger Angelpunkte aus der Musikgeschichte, beginnend im Fin de... Dieses Buch ist ein tatsächlich seltenes und rares Geschenk, wofür es eine Vielzahl von Gründen gibt: Ross (Musikkritiker des "New Yorker") schildert anhand einer großen Phrase die lange und dicht gedrängte Geschichte des 20. Jahrhunderts. Und dies vollbringt er anhand wichtiger Angelpunkte aus der Musikgeschichte, beginnend im Fin de Siecle und (vorläufig) endend im Umfeld von Boulez an den Rändern des letzten Jahrhunderts. Ein weiterer Grund für meine Empfehlung muss natürlich sein, dass sich Ross stets über Stil- und Genregrenzen hinwegsetzt und nicht starr in den (ohnehin zumeist hinfälligen) Unterscheidungen zwischen E- und U-Musik-Kategorien denkt bzw. argumentiert. Eine der zentralen Leistungen von Ross ist aber ganz sicherlich, eine monumentale Fülle an Daten und musikhistorischen Hotspots, die eine unglaubliche zeitliche Distanz überspannen, in eine spannende und konsistente Erzählung zu packen. Zeugnisse hierfür sind etwa das Aufeinandertreffen der Musikstars Richard Strauss und Gustav Mahler bei der österreichischen Uraufführung der "Salome" in Graz (1906), das zu einem riesigen Medienerignis hochstilisiert wurde, oder auch der nicht minder bedeutende Komponist György Ligeti, der im Jahr 1967 den Klängen von "A Day in the Life" aus "Sgt. Pepper´s Lonely Hearts Club Band" der Beatles seine Aufmerksamkeit schenkt. Ganz nebenbei darf man noch erwähnen, dass in diesem Band alles in feinster Weise kommentiert ist, der Umgang mit Quellenmaterial lässt eigentlich nichts zu wünschen übrig. Als tolle und sinnvolle Ergänzung gibt uns Ross die Möglichkeit, wichtige, zentrale Musik des frisch vergangenen Jahrhunderts zu er-hören: auf einer von Ross betriebenen Homepage finden sich Musik- und Notenbeispiele, zudem eine (besonders praktisch!) iTunes-Playlist. Zusammenfassend will ich Ihnen dieses farbenreiche Buch-Ereignis ans Herz legen, an dem für einen echten Musikfan und Auskenner schlichtweg kein Weg vorbeiführt. Tauchen Sie ein in die Klänge der wohl ersten Epoche der Menschheit, der man akustisch auf Speichermedien nachspüren kann.