Rommel

Das Ende einer Legende

(1)
Selbst der britische Gegner bewunderte den Mut
und die ritterliche Kampfführung des als genial
geltenden »Wüstenfuchses«. Noch heute erscheint
Erwin Rommel vielen als Inbegriff des vorbildlichen
deutschen Soldaten. Ralf Georg Reuth
zeigt auch den anderen Rommel – den Mann, der
seinem »Führer« bis zum erzwungenen Selbstmord
treu blieb und dessen Ruhm nicht zuletzt
eine Schöpfung von Joseph Goebbels war.
Portrait
Ralf Georg Reuth, geboren 1952 in Oberfranken, studierte Geschichte sowie Germanistik und promovierte 1983 über Hitlers Strategie. Er ist Journalist und Autor mehrerer Bücher zur Geschichte und Vorgeschichte des Dritten Reiches, aber auch zur Wende 1989/90.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 307
Erscheinungsdatum 17.09.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-30218-0
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 19,8/12,1/2,5 cm
Gewicht 311 g
Abbildungen mit 11 farbigen und 33 schwarz-weißen Abbildungen, schwarz-weiss Illustrationen, farbigen Illustrationen, mit 11 farbigen und 33 schwarz-weißen Abbildungen
Buch (Taschenbuch)
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Denkmalsturz
von Werner Jaroschek aus Duisburg am 14.11.2012

Denkmalsturz Man fragt sich, was eine weitere Rommel-Biographie soll, wo doch über diesen Soldaten schon fast mehr als genug gesagt worden ist. Aber der Untertitel ‚Ende einer Legende’ signalisiert, hier geht es nicht um eine Biographie. Der Autor weist nach, kein Feldherr wurde so instrumentalisiert wie Rommel. Goebbels brauchte... Denkmalsturz Man fragt sich, was eine weitere Rommel-Biographie soll, wo doch über diesen Soldaten schon fast mehr als genug gesagt worden ist. Aber der Untertitel ‚Ende einer Legende’ signalisiert, hier geht es nicht um eine Biographie. Der Autor weist nach, kein Feldherr wurde so instrumentalisiert wie Rommel. Goebbels brauchte den tapferen Soldaten, der nichts von seinen Leuten verlangte, was er sich nicht auch selbstzumutete. Die NS-Propaganda verfälschte ihn sogar zum Arbeitersohn und SA-Führer, was selbst Rommel nicht verhindern oder einen Korrektur erzwingen konnte. Die Engländer verherrlichten seine Leistung, um ihre eigenen Schwächen und ihre im Krieg absinkende Bedeutung zu mindern. Denn letztlich hätten ihre noch größeren Helden diesen Soldaten besiegt. Die entstehende Bundeswehr brauchte den ritterlichen und sauberen Soldaten, um die im Krieg erheblich angekratzte Ehre der Wehrmacht zu reduzieren. Reuth schreibt keine Biographie, sondern untersucht Leben und Wirken Rommels nach vier Themenbereichen: Hitlers General-der Heerführer- die Propagandaschöpfung-das Opfer. In einem Schlusskapitel resümiert der Autor die Legende, indem er klar legt, wie Rommel eigentlich zu sehen ist, wenn man alle Instrumentalisierungen beiseite lässt. Übrig bleibt dann ein gewiss tapferer Soldat, Vorbild der ihm unterstellten Truppen. Aber eben auch ein Mensch von sehr großem Ehrgeiz und sehr viel Eitelkeit, wie es besonders in den Briefen an seine Familie erkennbar wird. Er fühlte sich durch die Nähe zu Hitler so geschmeichelt, dass er nicht erkennen wollte, einem Verbrecher zu dienen, obwohl er früh von den Massenmorden Kenntnis hatte. Er war so begrenzt ins Soldat-Sein, dass er nicht erkannte, ein Eid kann unmöglich bindend sein, den man einem Verbrecher gegenüber geleistet hat. Und letztlich gibt es eine Hierarchie der Werte. Wenn hohe Werte in Konkurrenz treten, muss man abwägen, welchem Wert man den Vorrang gibt. Da steht das Leben und Bestehen des eigenen Volkes sicherlich wesentlich höher als der Eid. Dass Rommel sich nur sehr halbherzig dem Widerstand gegenüber zur Verfügung stellte, seinen Führer bis zum Ende verehrte, der ihn zur Selbsttötung zwang, reduziert sein Ansehen. Diese Problematik um Treue und Eid macht das Buch lesenswert. Nachdenklich aber macht auch, wie Ehrgeiz und Eitelkeit die eigene Unabhängigkeit reduzieren und einen zum Opportunisten machen.