Sie haben noch keinen tolino eReader? Jetzt informieren.

Der ungeladene Gast

Roman

(27)
Eine stürmische Nacht, ein rauschendes Fest und ein Geheimnis, das nie hätte ans Tageslicht gelangen dürfen

Ein schöner Frühlingsabend im Jahr 1912: Es ist Emerald Torringtons zwanzigster Geburtstag. Das schon etwas heruntergekommene Sterne-Anwesen blitzt und glänzt, ein großes Dinner mit Freunden der Familie ist geplant. Doch ein Zugunglück, nur einige Meilen entfernt, sorgt dafür, dass eine Schar derangiert aussehender Passagiere vor der Tür steht und Einlass begehrt. Von nun an läuft nichts mehr nach Plan – und dann taucht auch noch ein Nachzügler auf, der ein dunkles Geheimnis mit der Hausherrin teilt. Während draußen ein nächtlicher Sturm heraufzieht, beginnen drinnen Anstand und Dekorum davonzuwehen und dem Chaos den Weg zu bereiten …

Der neue Roman der Bestsellerautorin Sadie Jones ist ein vergnüglicher Ritt durch die Welt des untergehenden englischen Landadels, dessen Konventionen sie mit maliziösem Vergnügen vorführt. Ein köstlich furchterregendes Drama voller dunkler Überraschungen und Liebeswirren, durchblitzt von charmant schadenfrohem Humor.

Rezension
»Sadie Jones wird voll und ganz dem Ruf der britischen Literatur gerecht, selbst schwierige Themen mit Leichtigkeit zu behandeln. Mit viel Charme und altmodischem Sprachwitz.«
Portrait
Sadie Jones, 1967 in London geboren, arbeitete als Drehbuchautorin, unter anderem für die BBC. 2005 verfilmte John Irvin ihr Drehbuch „The Fine Art of Love“ mit Jacqueline Bisset in der Hauptrolle. Ihr preisgekröntes Romandebüt „Der Außenseiter“ (2008) wurde in Großbritannien auf Anhieb ein Nr.-1-Bestseller und war auch in Deutschland ein großer Presse- und Publikumserfolg. 2012 erschien bei der DVA "Der ungeladene Gast". „Jahre wie diese“ ist ihr vierter Roman.
… weiterlesen

Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 320 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 03.09.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783641087999
Verlag DVA
Originaltitel The uninvited guests
Übersetzer Brigitte Walitzek
eBook
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
In der Cloud verfügbar
Per E-Mail verschenken i
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.

Wird oft zusammen gekauft

Der ungeladene Gast

Der ungeladene Gast

von Sadie Jones
(27)
eBook
8,99
+
=
Sturm über Beauregard Abbey

Sturm über Beauregard Abbey

von Elizabeth Edmondson
eBook
9,99
+
=

für

18,98

inkl. gesetzl. MwSt.

Alle kaufen

Buchhändler-Empfehlungen

Florian Rudewig, Thalia-Buchhandlung Kassel

Eine moderne Form des Sommernachttraumes. Atmosphärisch und schriftstellerisch beeindruckend. Eine moderne Form des Sommernachttraumes. Atmosphärisch und schriftstellerisch beeindruckend.

B. Gebhardt, Thalia-Buchhandlung Aurich

Pures Lesevergnügen ist es, was Jones hier bietet! Ich habe jede Seite genossen, da es umwerfend ist, wie sie die Charaktere zeichnet, die sich so an alte Konventionen klammern. Pures Lesevergnügen ist es, was Jones hier bietet! Ich habe jede Seite genossen, da es umwerfend ist, wie sie die Charaktere zeichnet, die sich so an alte Konventionen klammern.

„Eine ganz andere Sadie Jones“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Ich habe Ihnen an dieser Stelle bereits zweimal Bücher von Sadie Jones vorgestellt. „Der Außenseiter“ ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher – einfach großartig! Auch „Kleine Kriege“ hat mir gut gefallen, auch wenn ich es als nicht ganz so stark empfand. Umso erfreuter war ich, als ich sah, dass eine neue Sadie Jones erscheint. Mir war schon klar, dass es diesmal ein ganz anderes Buch sein wird. Aber, dass es so anders ist, hätte ich dann doch nicht erwartet!

Sadie Jones erzählt die Geschichte einer Geburtstagsfeier an einem Frühlingstag 1912 in England. Emerald Torrington wird 20 Jahre alt. Sie lebt mit ihrer Mutter Charlotte, ihrem Stiefvater Edward, ihrem ein Jahr älteren Brüder Clovis und der Nachzüglerin Smudge auf dem heruntergekommenen und verschuldeten Anwesen Sterne. Am Abend erwarten sie Emeralds beste Freundin Patience mit ihrer Mutter. Zusätzlich hat sich auch der reiche Nachbar John angekündigt, den Charlotte als Retter für ihr Haus auserkoren hat. Doch Emerald ist hiervon nicht wirklich überzeugt. Für die Feier muss das Haus noch auf Hochglanz gebracht werden. Jeder der Familie und die beiden Angestellten Florence und Pearl kümmern sich ganz unterschiedlich darum. Am Nachmittag treffen die Gäste ein, allerdings statt der Mutter von Patience, begleitet sie ihr Bruder Ernest. Und die Gäste bringen eine erschreckende Nachricht mit. Auf einer Nebenstrecke hat es einen schrecklichen Zugunfall gegeben. Sterne ist das nächste Haus. Die Familie soll die nur leicht verletzten Gäste aufnehmen bis die Eisenbahngesellschaft sie wieder abholen kann. Die Familie ist entsetzt und schickt den Kutscher erneut los zum Bahnhof. Doch merkwürdigerweise tauchen die ungeladenen Gäste zu Fuß auf. Es sind anscheinend alles Fahrgäste der 3. Klasse. Die Familie ist überfordert. Plötzlich taucht zusätzlich ein einzelner Passagier auf, und dieser scheint ein Gentleman zu sein. Doch dieser Mann bringt endgültig alles durcheinander. Im Laufe des Abends kommt nämlich heraus, dass er Charlotte bereits kennt. Und er kennt ihr gut gehütetes Geheimnis. Ein denkwürdiger Abend beginnt, der im absoluten Chaos endet.

Die Sprache von Sadie Jones ist schon großartig. Sie hat die unterschiedlichen Charaktere hervorragend herausgearbeitet und beschreibt sie sehr ironisch und schadenfroh. Herausgekommen ist eine sehr schräge Geschichte, die den Dünkel der gehobenen, aber dem Untergang geweihten englischen Gesellschaftsschicht mit all seinen Spleens wunderbar auf den Punkt bringt. Dieser Roman sprüht vor verrückten Einfällen und endet in einem großen Finale.

Das Buch hat seinen ganz eigenen Charme. Es ist verrückt und überdreht. Und es ist total anders als die anderen beiden Bücher dieser Autorin. Ich weiß nicht, ob mir dieses Buch besser gefallen hätte, wenn ich nicht gewusst hätte, wer die Autorin ist. So war ich von diesem Buch etwas irritiert. Ich hatte mir einfach mehr Substanz erhofft. Trotz alledem ist es ein sehr witziges und schräges Buch. Ein wenig Charles Dickens, ein wenig Nancy Mitford und ganz viel britischer Humor. Und deshalb bekommt es trotzdem 4 Sterne von mir.
Ich habe Ihnen an dieser Stelle bereits zweimal Bücher von Sadie Jones vorgestellt. „Der Außenseiter“ ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher – einfach großartig! Auch „Kleine Kriege“ hat mir gut gefallen, auch wenn ich es als nicht ganz so stark empfand. Umso erfreuter war ich, als ich sah, dass eine neue Sadie Jones erscheint. Mir war schon klar, dass es diesmal ein ganz anderes Buch sein wird. Aber, dass es so anders ist, hätte ich dann doch nicht erwartet!

Sadie Jones erzählt die Geschichte einer Geburtstagsfeier an einem Frühlingstag 1912 in England. Emerald Torrington wird 20 Jahre alt. Sie lebt mit ihrer Mutter Charlotte, ihrem Stiefvater Edward, ihrem ein Jahr älteren Brüder Clovis und der Nachzüglerin Smudge auf dem heruntergekommenen und verschuldeten Anwesen Sterne. Am Abend erwarten sie Emeralds beste Freundin Patience mit ihrer Mutter. Zusätzlich hat sich auch der reiche Nachbar John angekündigt, den Charlotte als Retter für ihr Haus auserkoren hat. Doch Emerald ist hiervon nicht wirklich überzeugt. Für die Feier muss das Haus noch auf Hochglanz gebracht werden. Jeder der Familie und die beiden Angestellten Florence und Pearl kümmern sich ganz unterschiedlich darum. Am Nachmittag treffen die Gäste ein, allerdings statt der Mutter von Patience, begleitet sie ihr Bruder Ernest. Und die Gäste bringen eine erschreckende Nachricht mit. Auf einer Nebenstrecke hat es einen schrecklichen Zugunfall gegeben. Sterne ist das nächste Haus. Die Familie soll die nur leicht verletzten Gäste aufnehmen bis die Eisenbahngesellschaft sie wieder abholen kann. Die Familie ist entsetzt und schickt den Kutscher erneut los zum Bahnhof. Doch merkwürdigerweise tauchen die ungeladenen Gäste zu Fuß auf. Es sind anscheinend alles Fahrgäste der 3. Klasse. Die Familie ist überfordert. Plötzlich taucht zusätzlich ein einzelner Passagier auf, und dieser scheint ein Gentleman zu sein. Doch dieser Mann bringt endgültig alles durcheinander. Im Laufe des Abends kommt nämlich heraus, dass er Charlotte bereits kennt. Und er kennt ihr gut gehütetes Geheimnis. Ein denkwürdiger Abend beginnt, der im absoluten Chaos endet.

Die Sprache von Sadie Jones ist schon großartig. Sie hat die unterschiedlichen Charaktere hervorragend herausgearbeitet und beschreibt sie sehr ironisch und schadenfroh. Herausgekommen ist eine sehr schräge Geschichte, die den Dünkel der gehobenen, aber dem Untergang geweihten englischen Gesellschaftsschicht mit all seinen Spleens wunderbar auf den Punkt bringt. Dieser Roman sprüht vor verrückten Einfällen und endet in einem großen Finale.

Das Buch hat seinen ganz eigenen Charme. Es ist verrückt und überdreht. Und es ist total anders als die anderen beiden Bücher dieser Autorin. Ich weiß nicht, ob mir dieses Buch besser gefallen hätte, wenn ich nicht gewusst hätte, wer die Autorin ist. So war ich von diesem Buch etwas irritiert. Ich hatte mir einfach mehr Substanz erhofft. Trotz alledem ist es ein sehr witziges und schräges Buch. Ein wenig Charles Dickens, ein wenig Nancy Mitford und ganz viel britischer Humor. Und deshalb bekommt es trotzdem 4 Sterne von mir.

„ein Zugunglück und ein gerettes Pony....“

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln



Eine Begegnung mit dem Unwirklichen verändert für die Familie Swift-Torrington einfach alles ! Emeralds 20. Geburtstag soll gefeiert werden - bescheiden , aber doch standesgemäß - ein Diner mit speziell geladenen Gästen ist angesetzt ! Doch dann entwickelt sich durch ein Zugunglück alles anders ! Merkwürdige Reisende müssen aufgenommen und versorgt werden , unter ihnen Charlie Traversham-Beechers - ein dunkler Schatten aus Charlottes Vergangenheit ! Der Abend und die Nacht verlaufen wie ein böser Traum, schlimme Wahrheiten kommen ans Licht und Tabus brechen auf ! Einzig Imogen, ein hellsichtiges Kind mit besonderen künstlerischen Fähigkeiten übersteht den ganzen Zauber unbeschadet !
Das Ganze ist angelegt wie ein Theaterstück von Shakespeare mit Bildern und Verwandlungen und als solches hat es mir auch sehr gut gefallen ....und das Ding mit dem Pony war schon recht witzig !


Eine Begegnung mit dem Unwirklichen verändert für die Familie Swift-Torrington einfach alles ! Emeralds 20. Geburtstag soll gefeiert werden - bescheiden , aber doch standesgemäß - ein Diner mit speziell geladenen Gästen ist angesetzt ! Doch dann entwickelt sich durch ein Zugunglück alles anders ! Merkwürdige Reisende müssen aufgenommen und versorgt werden , unter ihnen Charlie Traversham-Beechers - ein dunkler Schatten aus Charlottes Vergangenheit ! Der Abend und die Nacht verlaufen wie ein böser Traum, schlimme Wahrheiten kommen ans Licht und Tabus brechen auf ! Einzig Imogen, ein hellsichtiges Kind mit besonderen künstlerischen Fähigkeiten übersteht den ganzen Zauber unbeschadet !
Das Ganze ist angelegt wie ein Theaterstück von Shakespeare mit Bildern und Verwandlungen und als solches hat es mir auch sehr gut gefallen ....und das Ding mit dem Pony war schon recht witzig !

„Ein ungewöhnlicher Roman“

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Norderstedt

Jones legt hier eine Mischung aus gesellschaftskritischer Satire und Schauerroman vor. Eine dubiose Mischung, ein wenig gewöhnungsbedürftig. Und doch legt man das Buch, einmal begonnen, schwerlich wieder aus der Hand. Gar zu faszinierend fallen die Charaktere auf, gar zu schonungslos richtet die Autorin über die englische "upper class" einer untergehenden Epoche. Also irgendwie skurril und doch irgendwie richtig lesenswert.

Jones legt hier eine Mischung aus gesellschaftskritischer Satire und Schauerroman vor. Eine dubiose Mischung, ein wenig gewöhnungsbedürftig. Und doch legt man das Buch, einmal begonnen, schwerlich wieder aus der Hand. Gar zu faszinierend fallen die Charaktere auf, gar zu schonungslos richtet die Autorin über die englische "upper class" einer untergehenden Epoche. Also irgendwie skurril und doch irgendwie richtig lesenswert.

„Schauerlich-schönes Sittengemälde“

Wiebke Renken, Thalia-Buchhandlung Günthersdorf

Im Hause der Familie Torrington geht es drei Jahre nach dem Tod des Vaters darum, den Familienbesitz zu halten und nach außen die Ettikette zu vertreten. Gäste sind geladen, denn das Geburtstagsfest der zwanzigjährigen Tochter Emerald steht an und soll standesgemäß oppulent gefeiert werden. Ein schwieriger Akt, denn in der Nähe entgleist ein Zug – und die Familie wird verpflichtet, den Reisenden im Hause Unterkunft zu bieten. Im Verlauf der Geschichte bröckelt so manche Fassade....

Excellenter Spannungsaufbau, thematisch geht es um Moral, Anstand und Zivilcourage, psychologisch fein gezeichnet, klassisch-britisch verpackt, platziert in die Zeit um 1900. Ein bisschen Buddenbrooks, ein wenig Edgar Allan Poe, elegant und schauerlich-schön. Hat mich vom Anfang bis zum Ende fasziniert, danke!!!
Im Hause der Familie Torrington geht es drei Jahre nach dem Tod des Vaters darum, den Familienbesitz zu halten und nach außen die Ettikette zu vertreten. Gäste sind geladen, denn das Geburtstagsfest der zwanzigjährigen Tochter Emerald steht an und soll standesgemäß oppulent gefeiert werden. Ein schwieriger Akt, denn in der Nähe entgleist ein Zug – und die Familie wird verpflichtet, den Reisenden im Hause Unterkunft zu bieten. Im Verlauf der Geschichte bröckelt so manche Fassade....

Excellenter Spannungsaufbau, thematisch geht es um Moral, Anstand und Zivilcourage, psychologisch fein gezeichnet, klassisch-britisch verpackt, platziert in die Zeit um 1900. Ein bisschen Buddenbrooks, ein wenig Edgar Allan Poe, elegant und schauerlich-schön. Hat mich vom Anfang bis zum Ende fasziniert, danke!!!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
27 Bewertungen
Übersicht
9
10
7
0
1

Der ungeladene Gast
von einer Kundin/einem Kunden aus Wildeck am 30.03.2016
Bewertet: Taschenbuch

Es ist schon eine Weile her, dass ich das Buch gelesen habe, aber es fällt mir auch schwer, eine Rezension dazu zu schreiben. Am Anfang setzt sich der Reiz der Leseprobe fort: wir befinden uns auf einem etwas heruntergekommenen Anwesen im England des Jahres 1912. Die Familie Torrington wird es... Es ist schon eine Weile her, dass ich das Buch gelesen habe, aber es fällt mir auch schwer, eine Rezension dazu zu schreiben. Am Anfang setzt sich der Reiz der Leseprobe fort: wir befinden uns auf einem etwas heruntergekommenen Anwesen im England des Jahres 1912. Die Familie Torrington wird es nicht mehr lange halten können, deshalb reist der Ehemann und Stiefvater ab, um weitere Finanzmittel zu erbitten. Es ist der Geburtstag der ältesten Tochter und am Abend soll es eine große Feier geben. Die Vorbereitungen laufen und alle sind beschäftigt. So beschäftigt, dass die jüngste Tochter - wie so oft - wieder einmal wenig Beachtung findet. In einem solchen Fall kommen Kinder ja durchaus auf die verrücktesten Ideen. Die von Imogen, genannt "Smudge" sind so verrückt, dass das Lesen wirklich Spaß macht. Leider zieht sich die ganze Aktion ziemlich hin und läuft am Ende total aus dem Ruder - das fand ich dann eher nervig als witzig. Überhaupt - das Ende: mitten in die Vorbereitungen hinein platzen die Insassen eines in der Nähe verunglückten Zuges. Damit endete ja die Leseprobe. Fragen wie: Wer sind die Leute? Was ist passiert? Wie geht es weiter? fesseln eine ganze Weile. Obwohl nicht so richtig viel passiert, war ich die ganze Zeit über fasziniert und wollte am liebsten immer weiterlesen, egal wie müde ich war. Und dann kam es irgendwann: das Ende. Die Auflösung entbehrt jeglicher Realität. Das ist aber nicht einmal das, was mich gestört hat. Ich lese auch gern völlig Fantastisches - sondern die Vermischung von realistischem Anfang und fantastischem Ende. Das hat mich irgendwie verärgert (?) zurück gelassen.

Der ungeladene Gast
von HK1951/trucks am 04.08.2015
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wir schreiben das Jahr 1912: Sterne ist der etwas in die Jahre gekommene Landsitz der Familie Torrington, auf dem auch der 20. Geburtstag der Tochter Emerald stattfinden soll. Längst hat er den Glanz der alten Tage verloren, doch es wird noch auf Traditionen geachtet und der Schein gewahrt. Der... Wir schreiben das Jahr 1912: Sterne ist der etwas in die Jahre gekommene Landsitz der Familie Torrington, auf dem auch der 20. Geburtstag der Tochter Emerald stattfinden soll. Längst hat er den Glanz der alten Tage verloren, doch es wird noch auf Traditionen geachtet und der Schein gewahrt. Der Stiefvater versucht, das Gut zu retten finanziell. Diesen Geburtstag wird die älteste Tochter so schnell nicht vergessen, denn es kommen ungebetene Gäste hinzu... Ein Zugunglück schwemmt ungeladene Gäste ins Haus, die die Geschichte der Familie beeinflussen werden... Sadie Jones´ Sprache ist sehr schön – altmodisch zwar und man muss sich erst ein wenig an sie gewöhnen, aber dann liest sich die Geschichte flüssig und spannend. Auch an Wendungen mangelt es nicht, was die Geschichte lebendig hält. Das Cover ist sehr schön gewählt und passt sowohl zur Zeit als auch zur Geschichte. Ich kann das Buch auch den Lesern empfehlen, die nicht allzu gern historische Romane lesen, denn „Der ungeladene Gast“ ist soviel mehr als nur das. Sadie Jones hat einen sehr vielfältigen Roman geschaffen, der Spannung, Liebe, Freundschaft, Intrigen und vieles mehr bietet.

Der ungeladene Gast
von miss.mesmerized am 01.04.2015

Emeralds Geburtstagsparty steht an und sie ist entschlossen zu feiern, auch wenn über der Familie ein großer finanzieller Druck lastet und sie drohen das geliebte Elternhaus zu verlieren. ihr Steifvater macht sich daher auf, um ein Darlehen zu bitten. Viele Gäste sind nicht geladen. neben Mutter Charlotte und den... Emeralds Geburtstagsparty steht an und sie ist entschlossen zu feiern, auch wenn über der Familie ein großer finanzieller Druck lastet und sie drohen das geliebte Elternhaus zu verlieren. ihr Steifvater macht sich daher auf, um ein Darlehen zu bitten. Viele Gäste sind nicht geladen. neben Mutter Charlotte und den Geschwistern Imogen, genannt Smudge, und Bruder Clovis werden Patience und ihr Bruder Ernest, die zu Kindertagen mit Emerald und Clovis eng befreundet waren, erwartet, sowie John, der Emporkömmling, der sich Hoffnungen auf eine Vermählung mit Emerald macht. Doch der Abend verläuft anders als geplant. Ein Zugunglück in der Nähe lässt das Haus plötzlich mit Menschenmassen überlaufen, denen sich keiner der kleinen Gesellschaft wirklich gewachsen sieht. Und dann taucht da noch ein vermeintliches Zugopfer auf, das jedoch ganz andere Motive für den Besuch hegt und die Familienbande bis aufs Extremste strapazieren wird. Der Roman lebt von einer herrlich distanziert-ironischen Sprache, die ihn zu einem wahren lesevergnügen werden lässt. Die Handlung schleppt sich für meinen Geschmack bisweilen etwas dahin und kommt kaum voran. Insbesondere die Episoden um die völlig gestörte Smudge entbehren nicht einer urkomischen Groteske und das Mutter-Kinder Verhältnis ist ebenfalls ein Ausbund an Absurdität – all dies von einem Erzähler kommentiert, der die passenden Worte für die Gedanken des Lesers findet. Eine Zeitreise 100 Jahre in die Vergangenheit, die zum echten Vergnügen wird.