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Delete

Thriller

Eine mörderische Wirklichkeit.

Vier Studenten werden vermisst. Sie alle haben dasselbe Online-Computerspiel gespielt - und offenbar die reale Welt, in der sie leben, für eine Simulation gehalten. Während Hauptkommissar Eisenberg noch rätselt, ob überhaupt ein Verbrechen vorliegt, verschwindet eine weitere junge Frau spurlos. Gemeinsam mit seiner »Sonderermittlungsgruppe Internet« beginnt Eisenberg zu recherchieren. Hat ein Serienkiller fünf Menschen auf dem Gewissen? Oder ist das ganze bloß ein perfider Scherz? Doch bald gerät Eisenberg selbst in ein grausames Spiel mit der Realität ...

»Olsberg lässt das Internet lebendig werden.« NDR
Rezension
"Eine spannende Mischung aus klassischem Kriminalroman und modernem Computerthriller bietet Karl Olsberg mit seinem Roman "Delete". [...]. Olsberg entwickelt eine von Anfang bis Ende spannende Handlung, setzt geschickt Klischees über Computerfreaks ein und unterhält bestens.", Aachener Zeitung (dpa), 07.12.2013
Portrait
Karl Olsberg, geboren 1960, promovierte über Anwendungen Künstlicher Intelligenz, war Marketingdirektor eines TV-Senders, Geschäftsführer und erfolgreicher Gründer zweier Unternehmen in der »New Economy«. Er wurde unter anderem mit dem »eConomy Award« der Wirtschaftswoche für das beste Start Up 2000 ausgezeichnet. Heute arbeitet er als Unternehmensberater und lebt mit seiner Familie in Hamburg. Er veröffentlichte bereits zahlreiche Bücher, darunter seine Thriller »Enter« und »Delete«.
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  • PROLOG
    Du spürst ihre Blicke. Du kannst sie nicht sehen, aber du
    weißt, sie sind da. Es ist, als kitzele ihr Atem dein Ohr.
    Menschen liegen auf der Wiese, lesend, liebend, gelangweilt.
    Kinder kreischen, Hunde streiten. Pollen jucken
    in der Nase. Es ist viel zu hell. Die Alte auf der Parkbank
    füttert Tauben. Sie weiß nicht, dass es keine Tauben gibt.
    Du willst schreien, aber das ist sinnlos. Sie kennen dein
    Flehen, doch sie erhören es nicht. Ihr Experiment würde
    nicht funktionieren, wenn alle die Wahrheit wüssten.
    Deine Hand tastet nach den Schläuchen in deinem Hals,
    den Drähten in deinem Hinterkopf. Doch natürlich spürst
    du nichts außer dem Schorf der Stellen, die du letzte Nacht
    blutig gekratzt hast.
    Tief durchatmen.
    Ein Ball rollt auf dich zu. Er trägt das verblichene Emblem
    der vorletzten Fußballweltmeisterschaft. Ein kleiner
    Junge rennt ihm hinterher. Du hebst den Ball auf, spürst
    sein Gewicht. Deine Finger ertasten seine aufgeplatzte
    Oberfläche. Du führst ihn zum Gesicht, riechst Leder,
    Gras, das bittere Aroma von Hundekot.
    Dies ist kein Ball.
    Der Junge bleibt ein paar Schritte vor dir stehen. Er ist
    höchstens acht. Er wirkt ängstlich. Wahrscheinlich sieht
    er den gehetzten Blick in deinen Augen. Du versuchst zu
    lächeln. Wirfst ihm den Ball zu. Er hebt ihn auf und rennt
    davon, als wärst du ein zähnefletschendes Monster.
    Die Wahrheit isoliert dich. Die Wahrheit tut weh. Aber
    die Ungewissheit ist noch weitaus schlimmer. Was, wenn
    die Träumer doch recht haben? Was, wenn du dein ganzes
    Leben einer fixen Idee nachgejagt bist wie ein paranoider
    Irrer?
    Es sind ihre Zweifel, nicht deine. Sie säen sie in deine
    Gedanken. Sie wollen nicht, dass du die Wahrheit siehst.
    Manchmal wünschst du dir, die Zweifel wären so stark,
    dass du vergisst, was du weißt. Dass du an Tauben und
    Fußbälle glaubst. Dass du einfach nur durch den Park
    gehst, die Sonne auf der Stirn spürst, den Sommer riechst,
    lebst.
    Doch Vergessen ist unmöglich. Die Wahrheit lässt sich
    nicht unterdrücken. Du spürst sie einfach, ihre Blicke, ob
    interessiert, ob mitleidig oder voll perverser Lust an deinem
    Leid, was ändert das? Wut keimt in dir auf, ziellose
    Wut. Ein Laut entfährt dir. Die Leute drehen sich um. Du
    fixierst den Blick auf den Kiesweg.
    Sie werden dich nicht befreien. Du bist Teil des Experiments.
    Dein Leid ist kalkuliert. Dein Geist bäumt sich auf.
    Doch wie könntest du dich je dem Willen der Allmächtigen
    widersetzen?
    1.
    Hauptkommissar Adam Eisenberg justierte die Optik seines
    Fernglases. Die Sattelzugmaschine hatte etwa zweihundert
    Meter entfernt auf einem abgelegenen Freigelände
    südlich des Hamburger Hafens gehalten, an der erwarteten
    Stelle. Zwei Männer stiegen aus. Einer von ihnen öffnete
    den Container. Der zweite sicherte die Szene aus ein
    paar Schritten Entfernung, die Pistole im Anschlag.
    "Lotsen, bereit?", fragte Eisenberg in sein Headset. Er
    sprach gedämpft, obwohl die Straftäter viel zu weit entfernt
    waren, um ihn zu hören, noch dazu windwärts.
    "Lotse 1, bereit."
    "Lotse 2, bereit."
    "Lotse 3, bereit. Verdächtige Fahrzeuge nähern sich von
    Westen. Geschätzte Ankunftszeit in etwa sieben Minuten."
    "Verstanden. Zugriff auf mein Kommando", gab Eisenberg
    zurück, während er seine Augen an die Okulare
    presste. Das Innere des Containers war dunkel, sein Inhalt
    nicht erkennbar.
    Einen Moment lang geschah nichts.
    Obwohl die angespannte Haltung der beiden Männer
    das Gegenteil anzeigte, befürchtete Eisenberg, dass der
    Container leer war. Doch dann trat die erste bleiche Gestalt
    ins Licht. Es war ein Mädchen, dunkelhaarig, mit
    olivfarbener Haut, fünfzehn oder sechzehn Jahre alt. Sie
    trug ein schmutziges T-Shirt und eine Jogginghose, die an
    einer Stelle eingerissen war. Schützend hielt sie einen Arm
    über die Augen, als blende sie das Licht.
    Eisenbergs Kehle schnürte sich zu. Er hörte seinen Puls
    in den Ohren. Seine Hand glitt unwillkürl
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 420
Erscheinungsdatum 15.10.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8333-0939-7
Verlag Berlin Verlag Taschenbuch
Maße (L/B/H) 18,9/11,7/3,5 cm
Gewicht 330 g
Verkaufsrang 91900
Buch (Taschenbuch)
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Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
4
2
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von einer Kundin/einem Kunden aus Koblenz am 01.07.2017
Bewertet: anderes Format

Interessanter Grundgedanke: Mal ehrlich in den Zeiten des DarkNet, wie weit ist diese Geschichte von einer möglichen Realität weg?

Dieser Roman macht "wirklich" nachdenklich über die Wirklichkeit
von Leselampe am 05.10.2014
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Sehr Lesenswert! Karl Olsberg greift mit seinem Roman „Delete“ eine alte Frage auf, die uns Menschen bereits seit Plato beschäftigt: Ist diese Welt, in der wir Leben die tatsächliche? Oder sind wir lediglich eine Projektion oder Simulation ein einer übergeordneten Realität. In Form eines spannenden Romans, der sich zwischen eine... Sehr Lesenswert! Karl Olsberg greift mit seinem Roman „Delete“ eine alte Frage auf, die uns Menschen bereits seit Plato beschäftigt: Ist diese Welt, in der wir Leben die tatsächliche? Oder sind wir lediglich eine Projektion oder Simulation ein einer übergeordneten Realität. In Form eines spannenden Romans, der sich zwischen einem handwerklich gut konstruierten Krimi und mit reichlich wissenschaftlichen Fakten bewegt, erinnert er mich an Werke wie „Hüte dich vor den wilden Tieren“ von Valerian Vandyke, das ich noch gelungener finde oder an die Klassiker von Phillip K. Dick (Minority Report, Total Recall). Auf jeden Fall lesen! Das Buch regt zum Nachdenken an.