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Lea

Novelle

Pascal Mercier

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Beschreibung

Die achtjährige Lea hat sich nach dem Tod der Mutter in eine eigene Welt zurückgezogen, zu der auch der Vater keinen Zutritt hat. Erst der Klang einer Geige holt sie ins Leben zurück. Sie erweist sich als außerordentliche musikalische Begabung und mit achtzehn liegen ihr Publikum und Musikwelt zu Füßen. Doch Martin van Vliet, ihren anfangs überglücklichen Vater, treibt es immer tiefer in die Einsamkeit. Bei dem verzweifelten Versuch, die Liebe und Nähe seiner Tochter zurückzugewinnen, verstrickt er sich in ein Verbrechen ...

Pascal Mercier, 1944 in Bern geboren, lebt in Berlin. Nach Perlmanns Schweigen (1995) und Der Klavierstimmer (1998) wurde sein Roman Nachtzug nach Lissabon (Carl Hanser Verlag 2004) einer der großen Bestseller der vergangenen Jahre und in zahlreiche Sprachen übersetzt. 2007 folgte die Novelle Lea. Unter seinem bürgerlichen Namen Peter Bieri veröffentlichte er, ebenfalls bei Hanser, Das Handwerk der Freiheit. Über die Entdeckung des eigenen Willens (2001).
Pascal Mercier wurde 2006 mit dem Marie-Luise-Kaschnitz-Preis ausgezeichnet und 2007 in Italien mit dem Premio Grinzane Cavour für den besten ausländischen Roman geehrt. 2007 erhielt er die Lichtenberg-Medaille der Universität Göttingen.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 256 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.09.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783446241176
Verlag Hanser
Dateigröße 1251 KB
Verkaufsrang 18062

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Entfremdung zwischen Vater und Tochter und Musik als Bindeglied
von Stefanie Loebel aus Berlin am 14.04.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Eine eindrucksvolle und beklemmende Geschichte über das Nicht-Loslassen-Können eines Vaters sowie darüber, warum neben einer bedingungslosen Leidenschaft auch immer noch weitere Aspekte dem Leben eines Menschen einen Sinn geben sollten. Eine Geschichte über Musik als Heilung, der Schwierigkeit, Gefühle zu zeigen, und einer Beses... Eine eindrucksvolle und beklemmende Geschichte über das Nicht-Loslassen-Können eines Vaters sowie darüber, warum neben einer bedingungslosen Leidenschaft auch immer noch weitere Aspekte dem Leben eines Menschen einen Sinn geben sollten. Eine Geschichte über Musik als Heilung, der Schwierigkeit, Gefühle zu zeigen, und einer Besessenheit, die schließlich in einer Tragödie endet. Wunderschön geschrieben und hervorragend durch das Nachwort des Autors abgerundet.

Ein weiteres Meisterwerk vom Schweizer Pascal Mercier (eigentlich Peter Bieri)
von einer Kundin/einem Kunden am 16.10.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Es isit die traurig-schöne Vater Tochter Beziehung eines Vaters einer berühmten Geigenspielerin Frankreichs. Die Geschichte spielt in Frankreich der heutigen Zeit. Der Vater erzählt einem für ihn fremden die Lebensgeschichte seiner Tochter. Tragisch, schön, und liebevoll.

Pascal Mercier - Lea
von einer Kundin/einem Kunden aus Oberhausen am 19.10.2010
Bewertet: Einband: Taschenbuch

In einem kleinen Café lernen sich Adrian Herzog und Marjin van Vliet kennen. Beide wollen nach Bern. Martjin bietet Adrian an ihn mitzunehmen. Unterwegs erzählt er dann seinem neuen Reisegefährten, die Geschichte seiner Tochter Lea. Das kleine Mädchen, dessen Mutter früh an Krebs stirbt, lauscht auf einem Bahnhof, dem Geigenspie... In einem kleinen Café lernen sich Adrian Herzog und Marjin van Vliet kennen. Beide wollen nach Bern. Martjin bietet Adrian an ihn mitzunehmen. Unterwegs erzählt er dann seinem neuen Reisegefährten, die Geschichte seiner Tochter Lea. Das kleine Mädchen, dessen Mutter früh an Krebs stirbt, lauscht auf einem Bahnhof, dem Geigenspiel einer Straßenmusikerin. In ihr wird der Wunsch wach, ebenso virtuos dieses Musikinstrument zu beherrschen. Martjin bestrebt danach seiner Tochter den Wunsch zu erfüllen, kauft ihr eine Geige und schon bald stellt er sein ganzes Leben auf Leas Spiel ein. Er vernachlässigt in den nächsten Jahren seine Arbeit und lebt nur für ihre Karriere. Für sie wird er sogar straffällig: er veruntreut Gelder des Instituts, um Lea eine Guarneri del Gesu zu kaufen, eine dieser besonders wertvollen und seltenen Instrumente aus dem 17. Jahrhundert. Die ersten Anzeichen einer geistigen Entrückung kann oder will er einfach nicht sehen, bis es zu spät ist und er sie in ein Sanatorium einweisen muss. Adrian Herzog lernt durch die Geschichte und deren mehr als tragischem Ende einen anderen Blickwinkel auf sein eigenes Leben zu werfen und die Beziehung zu seiner eigenen Tochter zu hinterfragen. Für ihn wird das Treffen mit diesem Fremden zu Welt erschütternden Erfahrung. Klein, aber fein kommt die Novelle "Lea" daher und hatte es nach dem großen Erfolg des "Nachtzug nach Lissabon" nicht einfach, weil die vorherrschenden Themen keine einfachen sind: Fremdheit und Entfremdung von Menschen, hier speziell Vater und Tochter; das Abgleiten eines Menschen in einen Wahn, der Verlust der Bodenhaftung; das Aufstauen von Ungesagtem und Missverständnissen bis zur Explosion. Kein "gewichtiges", aber ein "richtiges" Buch, nämlich richtig, um diese Thematik zu bearbeiten. Ein Buch, auf welches man sich einlassen muss... und dafür belohnt wird. Ganz große Klasse - Danke Herr Mercier!

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