In Teufels Küche

Ein Restaurantkritiker packt aus

Jörg Zipprick

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Beschreibung

Der bekannteste investigative Restaurantkritiker Europas blickt in die Töpfe der Sterneküche und auf den Hype, den Köche ums Kochen machen.

Der "Schlächter der Köche" wird er in Italien genannt: Restauranttester Jörg Zipprick hat 20 Jahre lang hinter die Kulissen der Spitzengastronomie geschaut. Er erzählt von interessanten Begegnungen mit berühmten Köchen wie Frédy Girardet oder Eckart Witzigmann, exquisiten Menüs und Gourmet-Restaurants, die fast keiner kennt. Aber er wird auch da konkret, wo alle anderen schweigen: beim Niedergang der Sterne-Küche.

Große Köche, die beste Zutaten versprechen, kaufen drittklassige Ware oder tricksen ihre Gäste aus: Rotzunge wird als Seezunge serviert, Abfälle werden als Stopfleber verkauft, veredelt wird mit glutamathaltigen Gewürzmischungen. Während ein Koch früher ein guter Handwerker war, muss er heute ein Medienprofi sein, der Kochen vielfach nur noch vorspielt.

Auch die Rolle des Restaurantkritikers nimmt Jörg Zipprick kritisch aufs Korn. Heute ist man nicht mehr kundiger Vorkoster, sondern Claqueur gernegroßer Herdmeister, bei denen Private Equity Fonds eingestiegen sind, die als Anzeigenkunden auf die Berichterstattung Einfluss nehmen wollen. Trotzdem gibt es sie noch, die wirklich erstklassige Gourmet-Küche, die nicht immer teuer sein muss. Jörg Zipprick verrät in dem Buch auch, wo man sie findet.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 288 (Printausgabe)
Altersempfehlung 16 - 99 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 16.11.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783838723310
Verlag Lübbe
Dateigröße 1633 KB

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Ein Augenöffner
von Johannes am 16.03.2011
Bewertet: Buch (gebunden)

Jörg Zipprick spuckt den Köchen gehörig in die Suppe, und das völlig zu Recht. Denn was mittlerweile auf so manchem Teller landet, macht nicht gerade Appetit auf mehr: Rotzungen, die dem Gast als teure Seezunge untergejubelt werden, minderwertige und geschmacksfreie Trüffel, mit Chemie zum sündhaft teuren Edelprodukt aufgemotzt,... Jörg Zipprick spuckt den Köchen gehörig in die Suppe, und das völlig zu Recht. Denn was mittlerweile auf so manchem Teller landet, macht nicht gerade Appetit auf mehr: Rotzungen, die dem Gast als teure Seezunge untergejubelt werden, minderwertige und geschmacksfreie Trüffel, mit Chemie zum sündhaft teuren Edelprodukt aufgemotzt, oder "Heringskaviar", den es so eigentlich gar nicht gibt, und der im Chemiebaukasten zusammengebastelt wird. Apropos Chemie: auch dazu weiß Zipprick einiges zu erzählen. Erschreckend, was in sich einem molekularen Menü so alles an Zusatzstoffen verbirgt, und für was diese Dinge sonst noch so verwendet werden. Und auch den aktuellen Starkult um die Köche, der teils seltsame Blüten treibt, prangert er an und entlarvt die treibenden Kräfte dahinter. Zipprick versäumt es aber nicht, für seine Leser bei all den Hiobsbotschaften noch die echten gastronomischen Perlen herauszupicken, die eine ehrliche und gute Küche bieten. Das versöhnt dann doch irgendwie wieder ein wenig mit der Welt. Sehr unterhaltsam serviert und absolut lesenswert!


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