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Die Hure Babylon

Roman

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Sie sprachen vom himmlischen Frieden – und riefen zum Kreuzzug auf. Sie mahnten zu Mäßigung und Keuschheit – und führten ein Leben in Verworfenheit. Rom war die biblische Hure Babylon …
Südfrankreich im 12. Jahrhundert: Der junge Edelmann Arnaut ist verzweifelt, denn wieder hat seine heimliche Geliebte, die Vizegräfin Ermengarda von Narbonne, ihr Kind verloren – ein Fingerzeig des Himmels? Arnaut will Buße tun und sich dem Kreuzzug ins Heilige Land anschließen. Mit dem fränkischen Heer zieht er gen Osten und muss doch bald erkennen, dass es weniger um Erlösung als um Macht und Eitelkeit der Herrschenden geht, dass im Namen Gottes Verrat und unvorstellbare Greueltaten begangen werden. Gefährliche Abenteuer warten auf ihn, Kampf, Intrigen – und so manche Versuchung …

Gewinner des HOMER-Literaturpreises 2014!
Rezension
Ulf Schiewes spannender historischer Roman ist ein echtes Lesevergnügen.
Ruhrnachrichten, 05.11.2012
Portrait
Ulf Schiewe wurde 1947 geboren. Eigentlich wollte er Kunstmaler werden, doch statt der "brotlosen Kunst" widmete er sich der Technik und wurde Software-Entwickler und später Marketingmanager für Softwareprodukte.
Seit frühester Jugend war Ulf Schiewe eine Leseratte, die spannende Geschichten in exotischer Umgebung faszinierten. Im Lauf der Jahre erwuchs aus der Lust am Lesen der Wunsch, selbst einen großen historischen Roman zu schreiben, der im "Bastard von Tolosa" , seinem ersten Roman, mündete.
Ulf Schiewe ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und lebt in München.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 608 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 02.11.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783426415757
Verlag Droemer eBook
Dateigröße 1016 KB
Verkaufsrang 48.044
eBook
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Die Hure Babylon
von meggie aus Mertesheim am 11.02.2013
Bewertet: Buch (gebunden)

Arnaut und Ermengarda sind glücklich miteinander. Bis Ermengarda schwanger wird und das Kind verliert. Arnaut sieht darin eine Strafe Gottes und trennt sich von Ermengarda. Und er nimmt das Kreuz und schließt sich dem Kreuzzug ins Heilige Land an. Doch auf dem langen Weg wird ihm immer mehr klar,... Arnaut und Ermengarda sind glücklich miteinander. Bis Ermengarda schwanger wird und das Kind verliert. Arnaut sieht darin eine Strafe Gottes und trennt sich von Ermengarda. Und er nimmt das Kreuz und schließt sich dem Kreuzzug ins Heilige Land an. Doch auf dem langen Weg wird ihm immer mehr klar, dass dieser Kreuzzug nicht der Wille Gottes sein kann. Mit „Die Hure Babylon“ liegt mir der dritte historische Roman von Ulf Schiewe vor, den ich zusammen mit dem Autor in einer Leserunde lesen durfte. Ulf hat dabei Rede und Antwort gestanden und hierfür möchte ich mich auch nochmals herzlich bedanken. Der Roman schießt an den zweiten Band der Frankreich-Reihe „Die Comtessa“ an. Man ist gleich wieder mittendrin im Geschehen. Durch die sehr bildhafte Schreibweise ist das Kopfkino sehr gefordert. Die Detailverliebtheit ist wunderbar und so möchte man am liebsten in das Buch hineinschlüpfen, um alles live und in Farbe zu sehen. Doch neben den wunderschönen Szenen gibt es natürlich auch das krasse Gegenteil. Gerade die Kreuzzüge waren Massenmorde an Christen und Muslime. Auf beiden Seiten starben Tausende von Menschen. Auch hier konnte ich mir zeitweise zu gut vorstellen, wie das wohl abgelaufen sein musste. Der Autor beschönigt nichts und erfasst das ganze Ausmaß dieser unnötigen Kriege im angeblichen Auftrag Gottes. Das Ende des Buches ist mehr als offen, obwohl im Epilog manches angedeutet wird. Trotzdem bleibt ein Stück Hoffnung, dass die Reihe vom Autor fortgeführt wird, was auch ich stark befürworten würde. Die ersten beiden Bände der Reihe, „Der Bastard von Tolosa“ und „Die Comtessa“ müssen nicht zwingend vorher gelesen werden, jedoch ist es zum Verständnis mancher Szenen besser, den Inhalt der beiden Bücher zu kennen. Ich muss nochmals auf die Schreibweise des Autors eingehen, denn gerade diese finde ich sehr erwähnenswert. Mit Liebe zum Detail, jedoch keinen unnötigen Ausschweifungen wird Szene um Szene beschrieben und so fühlt man sich mittendrin, sei es beim Krieg, den einfachen Gesprächen zwischen den Soldaten, den Ängsten und Sorgen der Frauen und den mutigen Handlungen der Männer. Eine gute Mischung aus sympathischen und unsympathischen oder gar verhassten Charakteren sowie Beschreibungen der Landschaft, Orte und Geschehnisse haben es mir sehr schwer gemacht, das Buch aus der Hand zu legen. Fazit: Ein wortgewaltiges, bildhaftes Buch und ein würdiger Nachfolger der vorher erschienen Bände.

Religion ist Macht
von Zabou1964 aus Krefeld am 29.12.2012
Bewertet: Buch (gebunden)

Ich hatte das große Glück, diesen Roman in einer begleiteten Leserunde gemeinsam mit dem Autor lesen zu dürfen. Bereits die beiden Vorgänger „Der Bastard von Tolosa“ und „Die Comtessa“ hatten mich sehr begeistert. Deshalb war ich sehr gespannt, wie sich das Schicksal der Figuren aus diesen beiden Geschichten weiterentwickelt.... Ich hatte das große Glück, diesen Roman in einer begleiteten Leserunde gemeinsam mit dem Autor lesen zu dürfen. Bereits die beiden Vorgänger „Der Bastard von Tolosa“ und „Die Comtessa“ hatten mich sehr begeistert. Deshalb war ich sehr gespannt, wie sich das Schicksal der Figuren aus diesen beiden Geschichten weiterentwickelt. Arnaut de Montalban ist ein Ritter und Edelmann. Er ist der Geliebte von Ermengarda, der Vizegräfin von Narbona. Doch ihre Beziehung steht unter keinem guten Stern. Ermengarda ist zwar eine Scheinehe eingegangen, aber dennoch eine freie und selbstbewusste Herrscherin. Als sie durch eine Fehlgeburt ihr Kind verliert, fühlt Arnaut sich schuldig. Er glaubt, Gott verurteile die Liebe zwischen ihm und Ermengarda. Um seine Schuld zu tilgen, schließt er sich einem Kreuzzug ins Heilige Land an. Doch schon bald muss er erkennen, dass dieser „Heilige Krieg“ nichts mit Gott zu tun haben kann. Und er beginnt, am Glauben zu zweifeln. Laut eigener Aussage hat Ulf Schiewe mit diesem Roman ein „Anti-Kriegsbuch“ geschrieben, „das nichts verklären soll“. Wer also romantische Beschreibungen von heroischen Kriegern sucht, der sollte die Finger von diesem Buch lassen. Die Schilderungen der Geschehnisse sind sehr realistisch und oft auch brutal. So brutal und grauenhaft, wie dieser sinnlose Krieg nun einmal war. Der Autor hat die historischen Ereignisse seiner Geschichte zugrunde gelegt und einige Figuren hinzuerfunden. Im Anhang gibt es ein Personenregister, das sehr genau erklärt, welche Charaktere real existiert haben. Die Darstellungen der Orte und Schlachten sind sehr detailliert und somit nichts für zartbesaitete Leser. Die Zeiten waren hart und genauso beschreibt Ulf Schiewe sie. Hier wird nichts beschönigt. Dieser Roman wird mich noch lange beschäftigen. Ulf Schiewe regt mit seiner Geschichte zum Nachdenken an. Der zentrale Satz ist für mich „Religion ist Macht“. Die Parallelen zur Gegenwart sind nicht von der Hand zu weisen. Wann lernen die Menschen endlich, den Glauben der Anderen zu respektieren? Wie viele Kriege sollen noch im „Namen des Herrn“ geführt werden? Und wer ist überhaupt der „richtige“ Gott? Glauben nicht alle im Grunde an denselben Gott? Fazit: Ulf Schiewe ist erneut ein grandioses Meisterwerk gelungen. Fesselnd und spannend führt er den Leser durch die Zeit des Zweiten Kreuzzugs im Jahre 1147 bis 1149, wobei er die Ereignisse sehr realistisch schildert und die Motive dieses „Heiligen Krieges“ kritisch hinterfragt.