Sie haben noch keinen tolino eReader? Jetzt informieren.

Sunset

Roman

(27)
Feuchtwanger, Brecht und das kalifornische Exil - der Roman einer ungewöhnlichen Freundschaft.

Weltberühmt und wohlhabend, aber argwöhnisch beschattet von den Chargen der McCarthy-Ära, lebt Lion Feuchtwanger 1956 noch immer im kalifornischen Exil - der letzte der großen deutschen Emigranten. Als ihn an einem Augustmorgen die Nachricht vom plötzlichen Tod Bertolt Brechts erreicht, ist er tief erschüttert. Er hatte Brechts Genie entdeckt, hatte ihn gefördert, war ihm eng verbunden gewesen.

In stummer Zwiesprache mit dem toten Freund ruft Feuchtwanger die Stationen dieser Freundschaft wach, ihren Beginn im München der Räterepublik, die literarischen Triumphe der Zwanzigerjahre, die Flucht und das Leben im Exil. Aus seinen Erinnerungen kristallisieren sich zugleich die Antriebsfedern des eigenen literarischen Schaffens heraus: die Trauer um die als Säugling verstorbene Tochter, seine Schuldgefühle und sein Ehrgeiz, die Traumata seiner Kindheit - und schließlich die Liebe und die Vergänglichkeit. Am Ende des Tages, als die Sonne im Stillen Ozean versinkt, ist der alte Feuchtwanger sich seiner Stärken und Schwächen hell bewusst und hat eine Bilanz des eigenen Lebens gezogen.
… weiterlesen

Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Seitenzahl 192 (Printausgabe)
Altersempfehlung 16 - 99
Erscheinungsdatum 01.12.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783838723365
Verlag Bastei Entertainment
Verkaufsrang 39.164
eBook
7,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
In der Cloud verfügbar
Per E-Mail verschenken i
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.

Wird oft zusammen gekauft

Sunset

Sunset

von Klaus Modick
(27)
eBook
7,99
+
=
Klack

Klack

von Klaus Modick
(25)
eBook
8,49
+
=

für

16,48

inkl. gesetzl. MwSt.

Alle kaufen

Buchhändler-Empfehlungen

„Ein Buch, in das man eintaucht und sich zusammen mit Feuchtwanger durch diesen Tag treiben lässt...“

Claudia Engelmann, Thalia-Buchhandlung Korbach

1956 befindet sich Lion Feuchtwanger, einer der letzten deutschen Schriftsteller im Exil, in Los Angeles. Ein Tag wie jeder andere, der wie immer mit dem immer sonnigen Wetter und seinen morgendlichen Gymnastikübungen beginnt. Ein Postbote unterbricht diese jäh und überreicht ihm ein Telegramm mit der Nachricht, dass Bertolt Brecht in Berlin gestorben ist. Völlig erschüttert hält Feuchtwanger inne und erinnert sich an „seinen“ Brecht, denn er hatte ihn gefördert und sich um ihn gekümmert, war sein väterlicher Mentor geworden. Beide standen sich nahe, obwohl sie in vielen Dingen grundverschieden waren. Während Feuchtwanger seinen üblichen amerikanischen Alltag durchlebt, kreisen seine Gedanken und Erinnerungen nicht nur um Brecht, sondern wandern zurück in die 20er Jahre in Deutschland, in die Zeit seiner ersten schriftstellerischen Erfolge, aber auch die politisch schwierige Zeit des Dritten Reichs, die ihn schließlich wie so viele andere Schriftsteller ins Exil nach Amerika führt. Hier entsteht eine große deutsche Gemeinde, ein Treffpunkt intellektueller und künstlerischer Größen wie Einstein, Chaplin, die Brüder Mann, Zuckmayer, Werfel und vielen anderen. Eine Zeit, erfüllt von lebhaften und geistvollen Diskussionen, aber auch immer wieder vergiftet von Neid und Missgunst untereinander. Zumal der dunkle Schatten der McCarthy-Ära drohend über allen hängt und die einzelnen Befindlichkeiten oft den Rand des Unerträglichen steigert. Der Tag zieht langsam an Feuchtwanger vorbei, seine Gedanken versinken auch in seine eigene Vergangenheit, an die schwierige Zeit, als seine kleine Tochter starb, an seine Trauerphase und seine Schuldgefühle. So ist dieser denkwürdige Tag, der mit Brechts Todesnachricht begann, auch ein zuweilen erschütterndes Resümee seines Innenlebens. Am Ende zieht der Nebel der Nacht zur Tür hinein und legt sich wie ein tröstlicher Schleier über den Tag.
Klaus Modick hat über Lion Feuchtwanger promoviert, ist ein exzellenter Kenner dieses großen Schriftstellers – und das spürt man einfach in jedem Satz. Ein Buch, in das man eintaucht, sich zusammen mit Feuchtwanger durch diesen Tag treiben lässt und bei dem man am Ende, wenn die Sonne untergeht, auch ein wenig traurig zurückbleibt, weil die letzte Seite gelesen ist. Wer mehr über diese bewegende Zeit der deutschen Exilgemeinde in den 50er Jahren in Amerika erfahren will, dem sei auch das großartige Buch „Das unbelehrbare Herz“ von Salka Viertel empfohlen.







1956 befindet sich Lion Feuchtwanger, einer der letzten deutschen Schriftsteller im Exil, in Los Angeles. Ein Tag wie jeder andere, der wie immer mit dem immer sonnigen Wetter und seinen morgendlichen Gymnastikübungen beginnt. Ein Postbote unterbricht diese jäh und überreicht ihm ein Telegramm mit der Nachricht, dass Bertolt Brecht in Berlin gestorben ist. Völlig erschüttert hält Feuchtwanger inne und erinnert sich an „seinen“ Brecht, denn er hatte ihn gefördert und sich um ihn gekümmert, war sein väterlicher Mentor geworden. Beide standen sich nahe, obwohl sie in vielen Dingen grundverschieden waren. Während Feuchtwanger seinen üblichen amerikanischen Alltag durchlebt, kreisen seine Gedanken und Erinnerungen nicht nur um Brecht, sondern wandern zurück in die 20er Jahre in Deutschland, in die Zeit seiner ersten schriftstellerischen Erfolge, aber auch die politisch schwierige Zeit des Dritten Reichs, die ihn schließlich wie so viele andere Schriftsteller ins Exil nach Amerika führt. Hier entsteht eine große deutsche Gemeinde, ein Treffpunkt intellektueller und künstlerischer Größen wie Einstein, Chaplin, die Brüder Mann, Zuckmayer, Werfel und vielen anderen. Eine Zeit, erfüllt von lebhaften und geistvollen Diskussionen, aber auch immer wieder vergiftet von Neid und Missgunst untereinander. Zumal der dunkle Schatten der McCarthy-Ära drohend über allen hängt und die einzelnen Befindlichkeiten oft den Rand des Unerträglichen steigert. Der Tag zieht langsam an Feuchtwanger vorbei, seine Gedanken versinken auch in seine eigene Vergangenheit, an die schwierige Zeit, als seine kleine Tochter starb, an seine Trauerphase und seine Schuldgefühle. So ist dieser denkwürdige Tag, der mit Brechts Todesnachricht begann, auch ein zuweilen erschütterndes Resümee seines Innenlebens. Am Ende zieht der Nebel der Nacht zur Tür hinein und legt sich wie ein tröstlicher Schleier über den Tag.
Klaus Modick hat über Lion Feuchtwanger promoviert, ist ein exzellenter Kenner dieses großen Schriftstellers – und das spürt man einfach in jedem Satz. Ein Buch, in das man eintaucht, sich zusammen mit Feuchtwanger durch diesen Tag treiben lässt und bei dem man am Ende, wenn die Sonne untergeht, auch ein wenig traurig zurückbleibt, weil die letzte Seite gelesen ist. Wer mehr über diese bewegende Zeit der deutschen Exilgemeinde in den 50er Jahren in Amerika erfahren will, dem sei auch das großartige Buch „Das unbelehrbare Herz“ von Salka Viertel empfohlen.







Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Dresden

Für Liebhaber biographischer Romane ist dieses Buch ein Muss: Brecht und Feuchtwanger im Exil - mit all ihren Befindlichkeiten. Für Liebhaber biographischer Romane ist dieses Buch ein Muss: Brecht und Feuchtwanger im Exil - mit all ihren Befindlichkeiten.

Inga Roos, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Im Exil in Californien treffen sich die Deutschen Exilautoren und versuchen irgendwie weiter zu machen, doch ihre Heimat ist nicht mehr dieselbe und ihre Literatur muss sich ändern Im Exil in Californien treffen sich die Deutschen Exilautoren und versuchen irgendwie weiter zu machen, doch ihre Heimat ist nicht mehr dieselbe und ihre Literatur muss sich ändern

Anette Dingeldein, Thalia-Buchhandlung Varel

Unterhaltsam und informativ erzählt Modick von der ungleichen langjährigen Freundschaft zwischen Lion Feuchtwanger und Bertolt Brecht. Nicht nur für Literaturinteressierte. Unterhaltsam und informativ erzählt Modick von der ungleichen langjährigen Freundschaft zwischen Lion Feuchtwanger und Bertolt Brecht. Nicht nur für Literaturinteressierte.

Kerstin Brummack, Thalia-Buchhandlung Berlin

Beeindruckender Erinnerungstext: Feuchtwanger im amerikanischen Exil, L.A. McCarthy Ära. Brechts Tod ist Anstoß für eine emotionale und hellsichtige Bilanz. Eindringlich. Beeindruckender Erinnerungstext: Feuchtwanger im amerikanischen Exil, L.A. McCarthy Ära. Brechts Tod ist Anstoß für eine emotionale und hellsichtige Bilanz. Eindringlich.

„Ein Meisterwerk“

Maren Oberwelland

„Sunset“ ist ein Meisterwerk der Gegenwartsliteratur!
Ausgehend vom Tode Brechts im Jahr 1956 beschreibt Klaus Modick die Beziehung zwischen den Schriftstellern Lion Feuchtwanger und Bertolt Brecht, deren Dreh- und Angelpunkt Feuchtwangers Villa Aurora gewesen zu sein scheint, in der auch Modick selbst ein Stipendium genossen hat. „In stummer Zwiesprache mit dem toten Freund ruft Feuchtwanger die Stationen dieser Freundschaft wach, ihren Beginn im München der Räterepublik, die literarischen Triumphe der Zwanzigerjahre, die Flucht und das Leben im Exil.“ - Eine Beziehung zwischen Hassliebe und väterlicher Freundschaft, die geprägt war von politisch brisanten Zeiten, Vertreibung und Verrat.
Modick, der sich schon seit Jahrzehnten mit Lion Feuchtwanger beschäftigt und auch über ihn promovierte, gewährt dem Leser einen Einblick in den Alltag der Schriftsteller im amerikanischen Exil. Nicht jedes Detail basiert auf der Wirklichkeit, dennoch hält der Autor sich eng an die Fakten.
Trotz dieses zunächst trocken anmutenden Themas, ist „Sunset“ nicht nur ein Buch für eingeweihte Literaturwissenschaftler, sondern durchaus eines für die breite Masse der Literaturinteressierten, denn Modick erzählt mit einer Leichtigkeit, die ihresgleichen sucht. Nicht umsonst hat Klaus Modick es in diesem Jahr auf die Longlist des Deutschen Buchpreises geschafft.
„Sunset“ ist ein Meisterwerk der Gegenwartsliteratur!
Ausgehend vom Tode Brechts im Jahr 1956 beschreibt Klaus Modick die Beziehung zwischen den Schriftstellern Lion Feuchtwanger und Bertolt Brecht, deren Dreh- und Angelpunkt Feuchtwangers Villa Aurora gewesen zu sein scheint, in der auch Modick selbst ein Stipendium genossen hat. „In stummer Zwiesprache mit dem toten Freund ruft Feuchtwanger die Stationen dieser Freundschaft wach, ihren Beginn im München der Räterepublik, die literarischen Triumphe der Zwanzigerjahre, die Flucht und das Leben im Exil.“ - Eine Beziehung zwischen Hassliebe und väterlicher Freundschaft, die geprägt war von politisch brisanten Zeiten, Vertreibung und Verrat.
Modick, der sich schon seit Jahrzehnten mit Lion Feuchtwanger beschäftigt und auch über ihn promovierte, gewährt dem Leser einen Einblick in den Alltag der Schriftsteller im amerikanischen Exil. Nicht jedes Detail basiert auf der Wirklichkeit, dennoch hält der Autor sich eng an die Fakten.
Trotz dieses zunächst trocken anmutenden Themas, ist „Sunset“ nicht nur ein Buch für eingeweihte Literaturwissenschaftler, sondern durchaus eines für die breite Masse der Literaturinteressierten, denn Modick erzählt mit einer Leichtigkeit, die ihresgleichen sucht. Nicht umsonst hat Klaus Modick es in diesem Jahr auf die Longlist des Deutschen Buchpreises geschafft.

Herbert Konkel, Thalia-Buchhandlung Münster

Deutsche Schriftsteller leben scheinbar sorglos im amerikanischen Exil. Modick zeigt aber das Fragile, den Zwang und die politischen Pressionen dieses unfreiwilligen Lebens. Lesen! Deutsche Schriftsteller leben scheinbar sorglos im amerikanischen Exil. Modick zeigt aber das Fragile, den Zwang und die politischen Pressionen dieses unfreiwilligen Lebens. Lesen!

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Nach diesem Roman bedauere ich es, dass ich nicht mehr Zeit zum Lesen habe. Denn jetzt möchte ich etwas von Lion Feuchtwanger lesen! Nach diesem Roman bedauere ich es, dass ich nicht mehr Zeit zum Lesen habe. Denn jetzt möchte ich etwas von Lion Feuchtwanger lesen!

„Im kalifornischen Exil“

Ingrid Böhmer-Pietersma, Thalia-Buchhandlung Kleve

Ein Tag im Leben des alten Lion Feuchtwangers, den im August 1956 in seinem kalifornischen Exil die Nachricht vom Tod seines Freundes Bertolt Brecht erreicht. Zwischen den immer schwerer zu bewältigenden Herausforderungen des Alltags hält der alternde Feuchtwanger inne und erinnert sich an die vielen anderen Exilanten. Wir begegnen z.B. Hanns Eichler, Thomas Mann, Alfred Döblin, Heinrich Mann, Einstein – und vor allem Bertolt Brecht. Fakten werden hier interessant und einfühlsam verpackt, mit vielen privaten und familiären Details versehen, entsteht eine ganz besondere Atmosphäre. Klaus Modick zeichnet ein authentisches Bild des großen Lion Feuchtwangers; eines wohlhabenden, großzügigen Intellektuellen, der Willkür der Geschichte ausgeliefert und trotzdem nicht verbittert.

Ein nur knapp 200 Seiten starkes Buch, das ganz viel beinhaltet, über Feuchtwanger, über Brecht und ihre Zeit, so dicht und kompetent geschrieben – sehr, sehr empfehlenswert.
Ein Tag im Leben des alten Lion Feuchtwangers, den im August 1956 in seinem kalifornischen Exil die Nachricht vom Tod seines Freundes Bertolt Brecht erreicht. Zwischen den immer schwerer zu bewältigenden Herausforderungen des Alltags hält der alternde Feuchtwanger inne und erinnert sich an die vielen anderen Exilanten. Wir begegnen z.B. Hanns Eichler, Thomas Mann, Alfred Döblin, Heinrich Mann, Einstein – und vor allem Bertolt Brecht. Fakten werden hier interessant und einfühlsam verpackt, mit vielen privaten und familiären Details versehen, entsteht eine ganz besondere Atmosphäre. Klaus Modick zeichnet ein authentisches Bild des großen Lion Feuchtwangers; eines wohlhabenden, großzügigen Intellektuellen, der Willkür der Geschichte ausgeliefert und trotzdem nicht verbittert.

Ein nur knapp 200 Seiten starkes Buch, das ganz viel beinhaltet, über Feuchtwanger, über Brecht und ihre Zeit, so dicht und kompetent geschrieben – sehr, sehr empfehlenswert.

„Leise, nachdenklich und ambitioniert!“

Stefanie Gabelt, Thalia-Buchhandlung Bad Salzuflen

Klaus Modick schafft es mit diesem Buch, einen leisen, nachdenklichen und sprachlich ansprechenden Rückblick auf die Freundschaft Lion Feuchtwangers mit Bertholt Brecht zu werfen. So wird man als Leser Zeuge banaler und auch tragischer Momente im Leben dieser beiden bedeutenden Persönlichkeiten. Dieses Buch ist absolut empfehlenswert! Klaus Modick schafft es mit diesem Buch, einen leisen, nachdenklichen und sprachlich ansprechenden Rückblick auf die Freundschaft Lion Feuchtwangers mit Bertholt Brecht zu werfen. So wird man als Leser Zeuge banaler und auch tragischer Momente im Leben dieser beiden bedeutenden Persönlichkeiten. Dieses Buch ist absolut empfehlenswert!

„Einblick in ein Stück Literaturgeschichte“

Gisela Beuthner, Thalia-Buchhandlung Wittmund

Kalifornien 1956:
Hier lebt der jüdische Schriftsteller Lion Feuchtwanger noch immer im Exil, während die meisten Künstlerkollegen längst nach Deutschland zurückgekehrt sind. So auch Bertold Brecht, dessen Genie Feuchtwanger bereits in der Zeit der Räterepublik in München erkannt, den er gefördert und mit dem er gemeinsame Arbeiten verfasst hat. Die Nachricht von Brechts Tod im August 1956 erschüttert ihn tief.
Klaus Modick, der über Leben und Werk Lion Feuchtwangers promoviert hat und sich somit bestens auskennt, lässt den Schriftsteller in diesem sehr interessanten Buch nicht nur über seine Beziehung zu Brecht nachdenken. Es geht auch um Reflektionen über das eigene Schreiben, über das Leben im Exil und damit verbundene Schwierigkeiten, aber auch über ganz Privates wie z. B. das Erkennen eigener Schwächen oder die Wahrnehmung seines Alterns. Diese spannende Lektüre hat viele lesenswerte Facetten und gewährt Einblick in ein kleines Stück deutscher Literaturgeschichte, das Modick sprachlich wie dramaturgisch beeindruckend aufbereitet hat.
Kalifornien 1956:
Hier lebt der jüdische Schriftsteller Lion Feuchtwanger noch immer im Exil, während die meisten Künstlerkollegen längst nach Deutschland zurückgekehrt sind. So auch Bertold Brecht, dessen Genie Feuchtwanger bereits in der Zeit der Räterepublik in München erkannt, den er gefördert und mit dem er gemeinsame Arbeiten verfasst hat. Die Nachricht von Brechts Tod im August 1956 erschüttert ihn tief.
Klaus Modick, der über Leben und Werk Lion Feuchtwangers promoviert hat und sich somit bestens auskennt, lässt den Schriftsteller in diesem sehr interessanten Buch nicht nur über seine Beziehung zu Brecht nachdenken. Es geht auch um Reflektionen über das eigene Schreiben, über das Leben im Exil und damit verbundene Schwierigkeiten, aber auch über ganz Privates wie z. B. das Erkennen eigener Schwächen oder die Wahrnehmung seines Alterns. Diese spannende Lektüre hat viele lesenswerte Facetten und gewährt Einblick in ein kleines Stück deutscher Literaturgeschichte, das Modick sprachlich wie dramaturgisch beeindruckend aufbereitet hat.

„Leben im kalifornischen Exil“

Kerstin Stegemann-Konrad, Thalia-Buchhandlung Stade

Der neue Roman von Klaus Modick beginnt im Haus von Lion und Marta Feuchtwanger, an einem sonnigem Morgen im August 1956.Lion Feuchtwanger erhält aus Berlin die Nachricht vom Tod seines Freundes Bertolt Brechts.
Erschüttert und einsam, Marta ist für zwei Tage verreist, verfällt Lion Feuchtwanger in eine Rückschau auf diese Freundschaft und auch auf sein Leben.Angefangen mit der ersten Begegnung der beiden ungleichen Freunde, über die goldenen Zwanzigerjahre in Berlin, bis hin schließlich zur Flucht in das amerikanische Exil.

Klaus Modick läßt den Leser an den Gedanken Lion Feuchtwangers teilhaben, und zeichnet so ein wunderbares Porträt, dieses letzten verbliebenen Exilanten in Kalifornien.Gleichzeitig entsteht ein beeindruckendes Bild über deutsches Emigrantenleben während, beziehungsweise nach dem Zweiten Weltkrieg in Amerika.

Ein wirklich großartig erzählter Roman!
Der neue Roman von Klaus Modick beginnt im Haus von Lion und Marta Feuchtwanger, an einem sonnigem Morgen im August 1956.Lion Feuchtwanger erhält aus Berlin die Nachricht vom Tod seines Freundes Bertolt Brechts.
Erschüttert und einsam, Marta ist für zwei Tage verreist, verfällt Lion Feuchtwanger in eine Rückschau auf diese Freundschaft und auch auf sein Leben.Angefangen mit der ersten Begegnung der beiden ungleichen Freunde, über die goldenen Zwanzigerjahre in Berlin, bis hin schließlich zur Flucht in das amerikanische Exil.

Klaus Modick läßt den Leser an den Gedanken Lion Feuchtwangers teilhaben, und zeichnet so ein wunderbares Porträt, dieses letzten verbliebenen Exilanten in Kalifornien.Gleichzeitig entsteht ein beeindruckendes Bild über deutsches Emigrantenleben während, beziehungsweise nach dem Zweiten Weltkrieg in Amerika.

Ein wirklich großartig erzählter Roman!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
27 Bewertungen
Übersicht
20
7
0
0
0

von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Eine kurze Episode aus Feuchtwangers Leben im Exil, mit einer unglaublichen Leichtigkeit und Eleganz erzählt.

Erinnerung
von einer Kundin/einem Kunden am 27.11.2013
Bewertet: Taschenbuch

Pacific Palisades, eine schöne Adresse, auch wenn man, so wie Lion Feuchtwanger auch 1956 noch immer im Exil wohnt. Missträuisch beäugt von den Lemuren McCarthys. An diesem noblen Ort erreicht ihn die Nachricht vom Tode Bertolt Brechts.Feuchtwanger ist tief betroffen, er hat Brechts Genie entdeckt, er hat ihn gefördert,... Pacific Palisades, eine schöne Adresse, auch wenn man, so wie Lion Feuchtwanger auch 1956 noch immer im Exil wohnt. Missträuisch beäugt von den Lemuren McCarthys. An diesem noblen Ort erreicht ihn die Nachricht vom Tode Bertolt Brechts.Feuchtwanger ist tief betroffen, er hat Brechts Genie entdeckt, er hat ihn gefördert, er ist ihm Freund geworden. Feuchtwanger beginnt sich zu erinnern.

Ein besonderer Tag im Leben Lion Feuchtwangers
von einer Kundin/einem Kunden am 04.05.2013

Lion Feuchtwanger, der letzte große deutsche Schriftsteller im amerikanischen Exil, erhält am Morgen eines Tages, den er alleine verbringt, seine Frau ist unterwegs, ein Telegramm, in dem er vom Ablebens Bertold Brechts informiert wird. Diese Nachricht erschüttert ihn, schließlich hat er Brecht entdeckt, gefördert und war mit ihm befreundet.... Lion Feuchtwanger, der letzte große deutsche Schriftsteller im amerikanischen Exil, erhält am Morgen eines Tages, den er alleine verbringt, seine Frau ist unterwegs, ein Telegramm, in dem er vom Ablebens Bertold Brechts informiert wird. Diese Nachricht erschüttert ihn, schließlich hat er Brecht entdeckt, gefördert und war mit ihm befreundet. Erinnerungen an viele Stationen und Geschehnisse dieser Beziehung werden wach, aber auch tiefe Einblicke in sein eigenes Innenleben, seine Motive, Ängste, Freuden und alles, was wichtig war in seinem Leben. Als die Sonne an diesem Tag untergeht, hat Feuchtwanger eine klare hellsichtige Lebensbilanz gezogen. Klaus Modick erzählt hier, zum Teil dokumentarisch, zum Teil fiktional in beeindruckend dichter Sprache vom Leben Lion Feuchtwangers und seines Umfelds und bietet spannende Einblicke, wie Literatur entsteht