Der Beweis des Jahrhunderts

Die faszinierende Geschichte des Mathematikers Grigori Perelman

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Im Jahr 2000 veröffentlichte das Clay Institute eine Liste mit sieben Rätseln der Mathematik und setzte ein Preisgeld von jeweils einer Million US-Dollar für deren Lösung aus. Eines dieser berühmten »Millennium-Probleme« war der Beweis der Poincaré-Vermutung, an dem sich die klügsten Köpfe seit fast hundert Jahren die Zähne ausbissen. 2002 wurde der Beweis erbracht – von Grigori Jakowlewitsch »Grischa« Perelman, einem exzentrischen russisch-jüdischen Mathematiker. Es war eine Sensation, die Welt der Mathematik lag ihm zu Füßen, und er bekam das Preisgeld zugesprochen. Aber er lehnte ab, nicht nur das Geld, sondern zunehmend auch die Welt. Heute lebt Grischa Perelman, den manche mit Isaac Newton vergleichen, ohne Festanstellung und völlig zurückgezogen bei seiner Mutter in St. Petersburg. Warum war gerade er in der Lage, das Problem zu lösen – und was ist danach mit ihm geschehen?

Masha Gessen begibt sich auf Perelmans Spuren, von seinen Anfängen als Wunderkind im Leningrad der 1970er Jahre bis zu seinem Rückzug. Aus Gesprächen mit ehemaligen Mitschülern, Lehrern und Kollegen entsteht nach und nach das Bild eines Mannes, dessen fast übermenschliche gedankliche Strenge ihn zu mathematischen Höchstleistungen befähigt, aber auch immer stärker von der Welt entfremdet.

»Der Beweis des Jahrhunderts« ist eine spannende Reise in die Welt der Mathematik. Vor allem aber erzählt es die faszinierende Geschichte eines der größten Genies unserer Zeit. Eine Geschichte von Triumph und Tragik.
Portrait

Masha Gessen wurde 1967 in der Sowjetunion in eine russischjüdische Familie geboren und hat sich in ihrer Jugend intensiv mit Mathematik beschäftigt. 1981 emigrierte sie mit ihrer Familie in die USA, kehrte aber 1994 nach Russland zurück und lebt heute hauptsächlich dort, aber auch in den USA. Sie schrieb u. a. für die New York Times, Slate, Vanity Fair und The New Statesman, ist feste Mitarbeiterin der Zeitschrift Itogi sowie politische Kolumnistin der Zeitung Matador; außerdem arbeitet sie als Russlandkorrespondentin für New Republic und hat mehrere Bücher verfasst. 2012 erschien ihre aufsehenerregende Biografie über Wladimir Putin, Der Mann ohne Gesicht.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 321
Erscheinungsdatum 17.06.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-42370-7
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 20,3/12,6/3 cm
Gewicht 420 g
Originaltitel Perfect Rigor. A Genius and the Mathematical Breakthrough of the Century
Auflage 3
Übersetzer Michael Müller
Buch (gebundene Ausgabe)
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Die Poincaré-Vermutung bewiesen, das Preisgeld von einer Million Dollar abgelehnt, wohnhaft bei Muttern. Grigorij Perelman aus Sankt Petersburg ist der Prototyp des verhuschten und genialen Mathematikers. Für Gespräche mit Journalisten steht er nicht zur Verfügung - nicht einmal für Masha Gessen, die sich als Putin-Biographin einen großen Ruf erworben hat. So blieb der russisch-amerikanischen Autorin nur das Hörensagen als Quelle. Dennoch: Durch Gespräche mit Jugendfreunden, Kommilitonen, Lehrern und Kollegen Perelmans ist ihr eine hervorragende Annäherung an dieses Phantom gelungen. Bei der Gelegenheit schildert sie die Ausbildungs- und Forschungsbedingungen im Mathematikbetrieb der ehemaligen Sowjetunion und wie dort Talente aus ideologischen Gründen oder ethnischem Proporz rausgekantet wurden. Auch Perelman wäre als Jude fast nicht zum Studium zugelassen worden. Geschafft hat er es dennoch – dank eines Sieges bei der Mathe-Olympiade. Peinlich für die kommunistischen Apparatschiks, denen es dank des Untergangs der UdSSR freilich erspart blieb, mitzuerleben, wie Perelman eines der schwersten Rätsel seines Fachs knackte. Gessen schildert diese merkwürdige und unendlich schöpferische Existenz mit hoher Präzision und packender Schreibe. Eine spannende und atemberaubende Biographie! Die Poincaré-Vermutung bewiesen, das Preisgeld von einer Million Dollar abgelehnt, wohnhaft bei Muttern. Grigorij Perelman aus Sankt Petersburg ist der Prototyp des verhuschten und genialen Mathematikers. Für Gespräche mit Journalisten steht er nicht zur Verfügung - nicht einmal für Masha Gessen, die sich als Putin-Biographin einen großen Ruf erworben hat. So blieb der russisch-amerikanischen Autorin nur das Hörensagen als Quelle. Dennoch: Durch Gespräche mit Jugendfreunden, Kommilitonen, Lehrern und Kollegen Perelmans ist ihr eine hervorragende Annäherung an dieses Phantom gelungen. Bei der Gelegenheit schildert sie die Ausbildungs- und Forschungsbedingungen im Mathematikbetrieb der ehemaligen Sowjetunion und wie dort Talente aus ideologischen Gründen oder ethnischem Proporz rausgekantet wurden. Auch Perelman wäre als Jude fast nicht zum Studium zugelassen worden. Geschafft hat er es dennoch – dank eines Sieges bei der Mathe-Olympiade. Peinlich für die kommunistischen Apparatschiks, denen es dank des Untergangs der UdSSR freilich erspart blieb, mitzuerleben, wie Perelman eines der schwersten Rätsel seines Fachs knackte. Gessen schildert diese merkwürdige und unendlich schöpferische Existenz mit hoher Präzision und packender Schreibe. Eine spannende und atemberaubende Biographie!

Kundenbewertungen

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Zwischen Himmel und Erde...
von einer Kundin/einem Kunden am 10.10.2013

Sagt Ihnen der Name Grische Perleman etwas? Klingt nach Assinger und Millionenquiz. Perleman löste eines der größten Rätsel des Mathematik-Himmels, es gelang ihm der Beweis der sogenannten Poincaré-Cermutung, an der sich Generationen von Wissenschaftern die Zähne ausgebissen haben. Perleman schlug die mit der Lösung des Problems verbundenen eine Million... Sagt Ihnen der Name Grische Perleman etwas? Klingt nach Assinger und Millionenquiz. Perleman löste eines der größten Rätsel des Mathematik-Himmels, es gelang ihm der Beweis der sogenannten Poincaré-Cermutung, an der sich Generationen von Wissenschaftern die Zähne ausgebissen haben. Perleman schlug die mit der Lösung des Problems verbundenen eine Million Dollar aus, und zog sich immer mehr und mehr zurück. Masha Gessen unternimmt den Versuch dieses Genie zu ergründen.