1948

Roman

(4)
Portrait
1930 in Tel Aviv geboren, verkörpert Yoram Kaniuk zionistische und israelische Geschichte. Er wurde im Unabhängigkeitskrieg verwundet, zog für zehn Jahre nach New York, kehrte 1961 nach Israel zurück. Für seine Romane, Geschichten und Kinderbücher erhielt er zahlreiche Preise, zuletzt den renommierten Sapir-Preis für „1948“. Die Universität Tel Aviv verlieh ihm 2011 die Ehrendoktorwürde. Sein Roman „Adam Hundesohn“ wurde in 20 Sprachen übersetzt und 2008 verfilmt.

Ruth Achlama, Jahrgang 1945, lebt seit 1974 in Israel und übersetzt seit fast dreißig Jahren aus dem Hebräischen ins Deutsche, darunter Werke von Amoz Oz, Abraham B. Jehoschua und Meir Shalev.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 248
Erscheinungsdatum 21.01.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-351-03523-5
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 22,1/13,1/2,5 cm
Gewicht 389 g
Originaltitel Taschach (1948)
Auflage 3. Auflage
Übersetzer Ruth Achlama
Buch (gebundene Ausgabe)
19,99
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„Erinnerungen eines jungen, idealistischen Israelis “

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Yoram Kaniuk ist ein anerkannter israelischer Autor, der, nachdem er eine schwere Krebserkrankung überstanden hat, es endlich geschafft hat, seine Erinnerungen an seine Jugend zu Papier zu bringen. Dies sind aber keine gewöhnlichen Jugenderinnerungen, denn Yoram Kaniuk ist 1930 in Israel geboren. Er ist der Sohn eines Museumsdirektors und einer Lehrerin. 1948 bricht er das Gymnasium kurz vor dem Abitur ab und tritt einer zionistischen Jugendgruppe bei, die ihn davon überzeugt für Israel zu kämpfen.

Er beschreibt ein erschreckendes und erschütterndes Bild dieses Unabhängigkeitskrieges. Viele der Kämpfer waren wie er fast noch Kinder, die gar nicht wirklich wussten, wofür sie kämpfen. Die Anführer waren nicht besser informiert, denn auch sie wussten nicht, was sie machen sollten, denn sie hatten weder eine militärische Ausbildung noch praktische Kampferfahrung. Es mangelte an funktionierenden Waffen und Munition, und die Versorgung war ungeklärt. Somit hatten die Kämpfer oft so gut wie gar nichts zu essen und zu trinken. Es gab kaum eine vernünftige Kommunikation zwischen den einzelnen kämpfenden Gruppen.

Yoram Kaniuk beschreibt dies aus seiner Erinnerung heraus. Es sagt selbst, dass er nicht sicher ist, ob er alles so korrekt erinnert. Herausgekommen ist eine Abrechnung mit dem Unabhängigkeitskrieg von 1948, der bereits 1920 in Jerusalem begann, und dem, was das Land Israel daraus gemacht hat. Die wirklichen Kämpfer sind namenlos geblieben, gefeiert und erinnert wird bis heute nur an die Befehlshaber, die damals gar nicht wirklich mitgekämpft haben. Der Autor ist ein bewundernswerter, eigenwilliger Mann, der mit einigen Mythen zur israelischen Staatsgründung aufräumt. Sein Standpunkt ist: „… und ich dachte an meinen Vater und die Haschomer Hazair mit ihrem binationalen Staat, der mir damals wie heute als die einzig annehmbare Lösung erscheint, wenn auch eine, in der ich nicht leben könnte, …“ (S. 137) Auch heute noch steht er dem Staat Israel kritisch gegenüber, so dass es mich wundert, dass er im eigenen Land trotzdem hoch geachtet wird.

Was mich an diesem Buch verwundert hat, ist, dass der Aufbau Verlag dieses Buch als Roman bezeichnet. Schließlich erzählt der Autor seine Geschichte, auch wenn er zugibt, dass seine Erinnerungen trügen können. Aber ist das nicht bei jeder Erinnerung so? Im Anhang gibt es ein Glossar, welches ausführlicher hätte sein können. Ich persönlich brauchte doch noch ein Lexikon nebenbei, damit ich die im Buch benutzten Begriffe alle verstehen konnte.

Herausgekommen ist ein unwahrscheinlich wichtiges und ergreifendes Buch zum Thema Israel.
Yoram Kaniuk ist ein anerkannter israelischer Autor, der, nachdem er eine schwere Krebserkrankung überstanden hat, es endlich geschafft hat, seine Erinnerungen an seine Jugend zu Papier zu bringen. Dies sind aber keine gewöhnlichen Jugenderinnerungen, denn Yoram Kaniuk ist 1930 in Israel geboren. Er ist der Sohn eines Museumsdirektors und einer Lehrerin. 1948 bricht er das Gymnasium kurz vor dem Abitur ab und tritt einer zionistischen Jugendgruppe bei, die ihn davon überzeugt für Israel zu kämpfen.

Er beschreibt ein erschreckendes und erschütterndes Bild dieses Unabhängigkeitskrieges. Viele der Kämpfer waren wie er fast noch Kinder, die gar nicht wirklich wussten, wofür sie kämpfen. Die Anführer waren nicht besser informiert, denn auch sie wussten nicht, was sie machen sollten, denn sie hatten weder eine militärische Ausbildung noch praktische Kampferfahrung. Es mangelte an funktionierenden Waffen und Munition, und die Versorgung war ungeklärt. Somit hatten die Kämpfer oft so gut wie gar nichts zu essen und zu trinken. Es gab kaum eine vernünftige Kommunikation zwischen den einzelnen kämpfenden Gruppen.

Yoram Kaniuk beschreibt dies aus seiner Erinnerung heraus. Es sagt selbst, dass er nicht sicher ist, ob er alles so korrekt erinnert. Herausgekommen ist eine Abrechnung mit dem Unabhängigkeitskrieg von 1948, der bereits 1920 in Jerusalem begann, und dem, was das Land Israel daraus gemacht hat. Die wirklichen Kämpfer sind namenlos geblieben, gefeiert und erinnert wird bis heute nur an die Befehlshaber, die damals gar nicht wirklich mitgekämpft haben. Der Autor ist ein bewundernswerter, eigenwilliger Mann, der mit einigen Mythen zur israelischen Staatsgründung aufräumt. Sein Standpunkt ist: „… und ich dachte an meinen Vater und die Haschomer Hazair mit ihrem binationalen Staat, der mir damals wie heute als die einzig annehmbare Lösung erscheint, wenn auch eine, in der ich nicht leben könnte, …“ (S. 137) Auch heute noch steht er dem Staat Israel kritisch gegenüber, so dass es mich wundert, dass er im eigenen Land trotzdem hoch geachtet wird.

Was mich an diesem Buch verwundert hat, ist, dass der Aufbau Verlag dieses Buch als Roman bezeichnet. Schließlich erzählt der Autor seine Geschichte, auch wenn er zugibt, dass seine Erinnerungen trügen können. Aber ist das nicht bei jeder Erinnerung so? Im Anhang gibt es ein Glossar, welches ausführlicher hätte sein können. Ich persönlich brauchte doch noch ein Lexikon nebenbei, damit ich die im Buch benutzten Begriffe alle verstehen konnte.

Herausgekommen ist ein unwahrscheinlich wichtiges und ergreifendes Buch zum Thema Israel.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
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Problem
von einer Kundin/einem Kunden am 31.07.2013

Das Buch ist großartig. Das Problem damit ist mit Garantie, dass es nur jene lesen werden, welche zumindest Ahnung von der Geschichte Israels haben, der Gründung des Staates 1948. Diejenigen welche mit großer Ignoranz ihre Ahnungslosigkeit hinsichtlich des Staates Israel zu Tage tragen, und permanent gegen seine Existenz wettern,... Das Buch ist großartig. Das Problem damit ist mit Garantie, dass es nur jene lesen werden, welche zumindest Ahnung von der Geschichte Israels haben, der Gründung des Staates 1948. Diejenigen welche mit großer Ignoranz ihre Ahnungslosigkeit hinsichtlich des Staates Israel zu Tage tragen, und permanent gegen seine Existenz wettern, werden es leider nicht lesen. Aber das hieße ohnehin Perlen vor die Säue werfen.