Der falsche Inder

Roman. Ausgezeichnet mit dem Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis 2010

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Ein geheimnisvolles arabisches Manuskript im ICE Berlin-München, das niemandem zu gehören scheint und worin acht Mal auf verschiedene Weise die Lebensgeschichte desjenigen erzählt wird, der es zufällig findet und liest. Abbas Khider verbindet das Tragische mit dem Komischen, das Groteske mit dem Alltäglichen, die Exotik des Orients mit den Lebenserfahrungen eines Flüchtlings. Er beeindruckt durch seinen ungeschönten Blick und die Beiläufigkeit, mit der er vom Elend wie von Wundern erzählt.

Portrait
Abbas Khider wurde 1973 in Bagdad geboren. Mit 19 Jahren wurde er wegen seiner politischen Aktivitäten verhaftet. Nach der Entlassung floh er 1996 aus dem Irak und hielt sich als »illegaler« Flüchtling in verschiedenen Ländern auf. Seit 2000 lebt er in Deutschland und studierte Literatur und Philosophie in München und Potsdam. 2008 erschien sein Debütroman Der falsche Inder, es folgten die Romane Die Orangen des Präsidenten (2011), Brief in die Auberginenrepublik (2013) und Ohrfeige (2016). Er erhielt verschiedene Auszeichnungen, zuletzt wurde er mit dem Nelly-Sachs-Preis, dem Hilde-Domin-Preis und dem Adelbert-von-Chamisso-Preis geehrt. Außerdem ist er zum Mainzer Stadtschreiber für das Jahr 2017 gewählt worden. Abbas Khider lebt in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 160
Erscheinungsdatum 08.07.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-74460-2
Verlag btb
Maße (L/B/H) 18,8/11,6/1,7 cm
Gewicht 158 g
Verkaufsrang 25.877
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„sehr lesenswert, ein Roman mit humanitärem Anliegen !“

Martin Pasqué, Thalia-Buchhandlung Freiburg im Breisgau

Sie werden zwar durch die Aussparung der sicher höchst unschönen Details der Erlebnisse des Autoren während seiner Exil-Odyssee verschont, der wirklich lakonische Stil und die Leichtigkeit, wie er seine verschiedenen Zwischenaufenthalte bis zum momentanen Endpunkt Deutschland zu schildern vermag, weiß zu beeindrucken.Das Buch habe ich sehr nachdenklich aus der Hand gelegt, betroffen durch die soeben erlebte Irrfahrt, betroffen durch die Zusammenfassung der Einzelschicksale gegen Ende des Romans, betroffen durch die Selbstbeschuldigung des "Unglücksraben", der durch seine Anwesenheit meint, dass dadurch Unglück über andere hereinbricht! Man spürt selbst die beschriebene Leere, die in einem wächst von Fluchtort zu Fluchtort, von Gefängnis zu Gefängnis, von Verlust zu Verlust wieder eines bedeutsamen Menschen, der einem durch Gewalt oder durch Trennung genommen wurde .Ein Buch ,dass Sie durch den beiläufigen Schreibstil erst so richtig mitnimmt, da man genau weiß, dass hinter diesen Schilderungen weit mehr an furchtbaren persönlichen Erlebnissen steckt, als der Autor mitteilen möchte.
Ich finde das Buch sehr lesenswert, ein Roman mit humanitärem Anliegen, der uns ohne hochgehobenen Zeigefinger vermittelt, was es heißt , als "falscher Inder" da zu stehen und unter ungerechten Machtstrukturen, religiöser, ethnischer und politischer Intoleranz sowie unter permanenter Gewalt überleben zu wollen, und uns aufzeigt, wie das Menschenrecht auf ein würdevolles Leben in Ruhe und Frieden mit Füßen getreten wird.
Sie werden zwar durch die Aussparung der sicher höchst unschönen Details der Erlebnisse des Autoren während seiner Exil-Odyssee verschont, der wirklich lakonische Stil und die Leichtigkeit, wie er seine verschiedenen Zwischenaufenthalte bis zum momentanen Endpunkt Deutschland zu schildern vermag, weiß zu beeindrucken.Das Buch habe ich sehr nachdenklich aus der Hand gelegt, betroffen durch die soeben erlebte Irrfahrt, betroffen durch die Zusammenfassung der Einzelschicksale gegen Ende des Romans, betroffen durch die Selbstbeschuldigung des "Unglücksraben", der durch seine Anwesenheit meint, dass dadurch Unglück über andere hereinbricht! Man spürt selbst die beschriebene Leere, die in einem wächst von Fluchtort zu Fluchtort, von Gefängnis zu Gefängnis, von Verlust zu Verlust wieder eines bedeutsamen Menschen, der einem durch Gewalt oder durch Trennung genommen wurde .Ein Buch ,dass Sie durch den beiläufigen Schreibstil erst so richtig mitnimmt, da man genau weiß, dass hinter diesen Schilderungen weit mehr an furchtbaren persönlichen Erlebnissen steckt, als der Autor mitteilen möchte.
Ich finde das Buch sehr lesenswert, ein Roman mit humanitärem Anliegen, der uns ohne hochgehobenen Zeigefinger vermittelt, was es heißt , als "falscher Inder" da zu stehen und unter ungerechten Machtstrukturen, religiöser, ethnischer und politischer Intoleranz sowie unter permanenter Gewalt überleben zu wollen, und uns aufzeigt, wie das Menschenrecht auf ein würdevolles Leben in Ruhe und Frieden mit Füßen getreten wird.

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