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Imperium

Roman

Eine deutsche Südseeballade

In »Imperium« erzählt Christian Kracht eine Aussteigergeschichte in den deutschen Kolonien der Südsee, indem er virtuos und gut gelaunt mit den Formen des historischen Abenteuerromans eines Herman Melville, Joseph Conrad, Robert Louis Stevenson oder Jack London spielt.

Die Welt wollte er retten, eine neue Religion stiften, gar ein eigenes Reich gründen – eine Utopie verwirklichen, die nicht nur ihn selbst, sondern die Menschheit erlöst, fernab der zerstörerischen europäischen Zivilisation, die gerade aufbricht in die Moderne und in die Katastrophen des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Doch in der Abgeschiedenheit der Südsee, in einer Kolonie des wilhelminischen Deutschland, gerät ein von einem vegetarischen Spleen besessener Sonnenanbeter in eine Spirale des Wahnsinns, die die Abgründe des 20. Jahrhunderts ahnungsvoll vorwegnimmt. In seinem vierten Roman zeichnet Christian Kracht die groteske, verlorene Welt von Deutsch-Neuguinea, eine Welt, die dem Untergang geweiht ist und in der sich doch unsere Gegenwart seltsam spiegelt. Zugleich aber ist Christian Krachts »Imperium« eine erstaunliche, immer wieder auch komische Studie über die Zerbrechlichkeit und Vermessenheit menschlichen Handelns.
Portrait
In Saanen in der Schweiz wurde Christian Kracht am 29. Dezember 1966 geboren. Nach der Schule nahm er in den USA das Studium der Filmwissenschaften auf, arbeitete bei verschiedenen Presseerzeugnissen und begann dann zu reisen - durch Asien ebenso wie durch Afrika oder den Südpazifik. Er zählt zu den modernen deutschsprachigen Schriftstellern. Seine Werke sind in 30 Sprachen übersetzt. 2012 erhielt Christian Kracht den Wilhelm-Raabe-Preis, für den Roman »Die Toten« 2016 den Schweizer Buchpreis sowie den Hermann-Hesse-Literaturpreis.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 25.07.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-18535-1
Reihe Hochkaräter
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 19,3/12,6/2,7 cm
Gewicht 223 g
Auflage 7. Auflage
Verkaufsrang 18995
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

ein spleeniger Außenseiter

Beate Müller-Egberink, Thalia-Buchhandlung Landau

August Engelhart verläßt das wilhelmische Deutschland um in der Südsee eine Kolonie zu gründen. Dieses Werk ist so unglaublich verrückt und zeigt die Vermessenheit eines Besessenen der dort das Leben eines Einsiedlers führt und an seinem Wahn zerbricht. In großartiger Sprache erzählt, abenteuerlich und unfassbar spannend. Dieser Roman gehört unbedingt zu meinen Lieblingsbüchern. Bitte auf jeden Fall lesen.

Bitte anschieben

Florian Kuhrt, Thalia-Buchhandlung Ingolstadt

Das Beste an "Imperium" von Christian Kracht findet sich auf den Seiten 52/53, auf denen eloquent beschrieben wird, wie "das Schwarzwasserfieber in den Gouverneuer gekommen war". Das war dann für mich aber leider auch der Höhepunkt des Buches. Die Geschichte um den Fruktarier aus dem Westen, der sich einbildet, einen Kokosnusskult in der Südsee zu etablieren, scheint zunächst ganz interessant, entbehrt aber entgegen den Werken klassischer Abenteuerromanciers einer Entwicklung und eines Spannungsbogens, was auch mit einer gelungenen Adaption der Sprache des 19.ten Jahrhunderts nicht auszugleichen ist. Eine Aneinanderreihung von verschiedenen, in ihrer Chronologie für einen Handlungsfortschritt nahezu irrelevanten Ereignisse, die wenig bis garnicht aufeinander aufbauen, macht noch keine Geschichte. Das gewagte Auslassen jeglicher wörtlicher Rede wirkt in diesem Fall zusätzlich kontraproduktiv, weil die ohnehin unsympathischen Figuren dadurch noch leb- und seelenloser erscheinen. Was man zunächst für den humorvollen Aufhänger hielt für eine dann greifende, tiefergehende Erzählung, IST schon die ganze Geschichte. Das Konzept oder gar ein Ziel des Buches erschließt sich mir nicht. Trotz allem: Schöne Sprache, ungewohntes Setting.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
14 Bewertungen
Übersicht
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3
0
1
0

Wunderbare Seiten eloquenter Wahnsinn
von einer Kundin/einem Kunden aus Bremen am 08.10.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Gemeinsam mit dem Protagonisten August Engelhardt begibt sich der Leser auf eine abenteuerliche Reise, die mit atemberaubenden Tempo bereits nach einigen Seiten an Grenzen stoßen lässt.

Ein guter alter Abenteuerroman
von einer Kundin/einem Kunden am 10.11.2013

In "Imperium" erzählt Chrisian Kracht eine Aussteigergeschichte in den deutschen Kolonien der Südsee. Aber auch eine Geschichte von den Anfängen des Vegetarismus. Durch Christian Krachts bildhafter Sprache entdeckt der Leser den klassischen Abenteuerroman neu. Es war an der Zeit, dass ein Werk wie dieses am Markt erscheint. Fass... In "Imperium" erzählt Chrisian Kracht eine Aussteigergeschichte in den deutschen Kolonien der Südsee. Aber auch eine Geschichte von den Anfängen des Vegetarismus. Durch Christian Krachts bildhafter Sprache entdeckt der Leser den klassischen Abenteuerroman neu. Es war an der Zeit, dass ein Werk wie dieses am Markt erscheint. Fasst war der Abenteuerroman in Vergessenheit geraten, doch Christian Kracht hat dem entgegen gewirkt.

Man wird in eine andere Welt und Zeit entführt
von einer Kundin/einem Kunden am 01.09.2013

Christian Kracht nimmt den Leser mit auf die Insel Kabakon. Diese hat der junge Vegetarier August Engelhardt gekauft, um einen Sonnenorden zu gründen, dessen Vorsatz es ist, lediglich von Kokosnüssen und ihren Erzeugnissen, wie Ölen, zu leben. Einige Männer folgen dieser Idee, allerdings nicht nur zu Engelhardts Gunsten. "Imp... Christian Kracht nimmt den Leser mit auf die Insel Kabakon. Diese hat der junge Vegetarier August Engelhardt gekauft, um einen Sonnenorden zu gründen, dessen Vorsatz es ist, lediglich von Kokosnüssen und ihren Erzeugnissen, wie Ölen, zu leben. Einige Männer folgen dieser Idee, allerdings nicht nur zu Engelhardts Gunsten. "Imperium" ist eine kurzweilige Geschichte, die den Leser auf wenigen Seiten in ihren Bann zieht. Die Begegnungen und Einfälle des, doch recht schrulligen, Protagonisten werden auf amüsante Weise geschildert. Gute Unterhaltung!