Der Himmel auf ihren Schultern

Roman

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Ein dunkles Geheimnis schweißt sie zusammen - Enkel und Großvater sind unzertrennlich. Doch dann stirbt der Großvater. Der Enkel reist in dessen Vergangenheit und findet nördlich des Polarkreises eine grausame Wahrheit. Im stalinistischen Russland war der Großvater Kommandant eines Gefangenenlagers. Wie konnte er all die Jahre mit dieser Last auf seinen Schultern leben? Rettete ihn seine tiefe Liebe zum Enkel? In einer kraftvoll poetischen Sprache erzählt Lededew von Russlands Hölle, einem Ort, an dem das Leben endet und das Sterben ewig weitergeht.
Die neue Stimme aus Russland - dieser packende Roman brennt sich tief in die Seele ein.

Portrait
Franziska Zwerg, geboren 1969, studierte in Berlin und Moskau Slawistik, Germanistik und Theaterwissenschaft. Sie übersetzte u.a.›Ich bin Tschetschene‹ von German Sadulajew und ›Milch und Honig‹ von Wladimir Lortschenkow.
Sergej Lebedew wurde 1981 in Moskau geboren, zu jung, um den Gulag selbst erfahren zu haben. Umso erstaunlicher ist seine literarische Auseinandersetzung mit diesem Thema.›Der Himmel auf ihren Schultern‹ ist sein erster Roman und stand auf der Longlist des russischen »Nazbest«-Preises (Nationaler Bestseller) 2011. Zuvor sind in Russland seine Gedichte, Essays und journalistischen Texte erschienen.

Lebedew war viele Jahre auf geologischen Expeditionen im Norden Russlands und in Zentralasien unterwegs, bevor er zu schreiben anfing.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 336
Erscheinungsdatum 21.02.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-10-042510-2
Verlag S. Fischer
Maße (L/B/H) 22,1/14,8/3 cm
Gewicht 501 g
Originaltitel Predel zabvenija
Auflage 2
Übersetzer Franziska Zwerg, Franziska Seppeler
Buch (gebundene Ausgabe)
19,99
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Bleierne Schwermütigkeit!
von einer Kundin/einem Kunden am 25.07.2013

Lebedews Werk ist eine schwere Kost und sicherlich nicht für jeden Leser geeignet. Der Autor wählt einen namen- und gesichtslosen Erzähler namens "Ich", der zweite große Protagonist ist "der zweite Großvater"; obwohl noch ein paar wenige Protagonisten geschrieben werden, werden sie ebenso nicht beschrieben. Keinen Namen. Keinen Ort. Keine... Lebedews Werk ist eine schwere Kost und sicherlich nicht für jeden Leser geeignet. Der Autor wählt einen namen- und gesichtslosen Erzähler namens "Ich", der zweite große Protagonist ist "der zweite Großvater"; obwohl noch ein paar wenige Protagonisten geschrieben werden, werden sie ebenso nicht beschrieben. Keinen Namen. Keinen Ort. Keine Jahreszahl. Irgendwo in der Tundra. Irgendwo in einem Dorf. Irgendwo ein Lager. Das Lager ist allerdings nicht als Arbeitslager des 2. Weltkrieges zu verstehen, sondern ein Bergwerk. Von dem war "der zweite Großvater" Lagerkommandant. "Ich" erzählt seine Geschichte sehr schwermütig, bleiern, langwierig, detailreich und absolut eigenwillig. Lebedew lässt seinem Erzähler kaum die Chance von irgendwo nach irgendwo zu gelangen, tritt an der Stelle, kommt vom 100sten ins 1000ste ohne irgendwas zu erzählen. Und so zieht sich - die zwar schöne Sprache, aber der langwierige Stil - 250 Seiten dahin, um irgendwann einmal bei 25 Seiten "Traum" anzulangen, um wieder keine Story zu haben. Irgendwo bei Seite 300 wird einem dann in 3 Seiten der grausame Tod des 7jährigen Sohnes "des zweiten Großvaters" erzählt, allerdings kann man trotzdem immer noch keine richtige "Grausamkeit des zweiten Großvaters" erkennen; die Härte die man Kindern damals entgegenbrachte, gab es überall auf der Welt (und gibt es), da muss man nicht zu dieser Lektüre greifen. Im Prinzip kann man sagen, dass Lebedew 330 Seiten Story ohne Story geschrieben hat. Fazit: So sehr man sich eine tiefgehende, russische Geschichte über den grausamen "zweiten Großvater" wünscht, der Zeit seines Lebens ein extremes Geheimnis um sein Leben machte und den keiner gemocht hatte (wirklich erkennen kann man den Grund hierfür nicht), so sehr wird man enttäuscht. Der Protagonist "Ich" erzählt zwar (sehr) viel, sagt aber nichts. Man wünscht sich Namen, Gesichter, Orte oder auch nur eine kleine Beschreibung; all das bekommt man nicht. Es ist einfach eine schön erzählte, unscheinbare, schwermütige, bleierne Trägheit und Trauer die den Autor umgibt. Er kann mit der Sprache und mit den Details umgehen, an dem Höhepunkt der Geschichte selbst muss er noch arbeiten. 3 Sterne für die Beschreibungen der Tundra, der Dörfer, der auserzählten Kindheit; mehr ist leider aus dem Buch nicht herauszuholen. Schade!