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Das Geheimnis der Maurin

Roman

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Andalusien 1491: Die schöne Zahra und ihre Familie müssen vor den christlichen Eroberern nach Portugal fliehen, werden jedoch auf ihrer Flucht von Soldaten überfallen. Zahras kleine Tochter wird dabei entführt. Nur einer kann das Mädchen retten: Gonzalo, der Bruder ihres Geliebten Jaime. Doch dieser hat keinen Grund, Zahra zu helfen, hat er sie doch schon lange vor Jaime geliebt und seine Niederlage nie verwunden …
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 576 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 03.12.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783426415252
Verlag Knaur eBook
Dateigröße 1173 KB
eBook
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Geschichtliche Ereignisse zur Vertreibung der Mauren in Spanien
von einer Kundin/einem Kunden am 28.04.2014
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Buch setzt dort an, wo die Geschichte der „Maurin“ endet, mit dem Ende der Zeit der Reconquista. Wer den ersten Band mochte, wird auch mit dem zweiten zufrieden sein. Zahra die Maurin, die mit dem Christen Jaime zusammen in Granada lebt, erzieht die Kinder im muslimischen Glauben. Ihre... Das Buch setzt dort an, wo die Geschichte der „Maurin“ endet, mit dem Ende der Zeit der Reconquista. Wer den ersten Band mochte, wird auch mit dem zweiten zufrieden sein. Zahra die Maurin, die mit dem Christen Jaime zusammen in Granada lebt, erzieht die Kinder im muslimischen Glauben. Ihre Schwägerin ist Jüdin. Die Spanier unter Königin Isabella I von Kastilien haben das Emirat Granada eingenommen, die letzte muslimische Bastion. Somit wird der Konflikt aller Glaubensrichtungen eingewoben. Zuerst trifft es die Juden. Mit dem Consejo de la Suprema y General Inquisición müssen Juden zum Christentum konvertieren oder das Land verlassen. Später gilt das Gesetz auch für die Mauren. Gut beschrieben wird, wie die christliche Kirche sogenannte Marranen verfolgte. Ohne Unterlass wurden die Zwangsgetauften überprüft, in wie weit die Conversos gute Christen geworden sind. Der Häresie überführte Conversos wurden zum Feuertod verurteilt und während sogenannter Autodafés öffentlich auf dem Scheiterhaufen verbrannt. An dieser Stelle hätte ich mir ein wenig mehr Einblick gewünscht. Der Teil wurde mir etwas zu verharmlost. Lea Korte versteht es, die maurische Kultur zu vermitteln. Alles in allem ist dieser Roman zu empfehlen: Eine spannendes und unterhaltendes Buch im geschichtlichen Gewand. Frau Korte hat recht gut recherchiert und bringt die Zeit zum Ende der Reconquista gut herüber. Allerdings lässt das Buch mehr oder weniger nur die Sicht der Maurin zu. Mit dem christlichen Jaime und dessen Bruder, beide aus hohem Stand, wäre die Möglichkeit dagewesen, auch die andere Seite sprechen zu lassen. Innenpolitisch führte die Angst vor der Macht der Inquisition zu einer tiefen Spaltung der spanischen Gesellschaft. Frau Korte erwähnt den Verlust von Kultur und Wissenschaft (Verbrennung der maurischen Bücher in Granada), ein Frevel ohnegleichen. Mit einher lief aber auch ein großer wirtschaftlicher Verlust, da ein Großteil der Bevölkerung vertrieben oder getötet wurde. Nicht erwähnt werden die politischen Hintergründe der Spanier, der Zusammenschluss der Reiche Aragon und Kastilien zum Großspanischen Reich unter Isabella, nicht bedacht die Santa Hermandad (Gesetz, das die lokale und Polizei und Justiz einschränkte), nicht genannt wird Crist?bal Col?n . Die Entdeckung Amerikas hatte auch Folgen für Spanien. Seitens der christlichen Seite aus hätte der Leser sicher gern eine Einsicht erhalten, zu verstehen, zu welchem Zweck dieses Gemetzel diente. Die Person der Zahra erscheint mir im zweiten Band noch etwas unglaubwürdiger als im ersten. Wir erleben eine halsstarrige Frau, die grundsätzlich macht, was sie will und sich grundsätzlich gegen ihren Mann wendet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass um diese Zeit eine Frau es gewagt hätte, ihr gesamtes Leben in Rebellion zu verbringen und dass es ein Jaime auch nur ansatzweise zugelassen hätte. Ebenso hätte er es nicht erlaubt, seine Kinder muslimisch erziehen zu lassen. Dem Vater oblag das Recht, die Religion für seine Kinder zu bestimmen. Insbesondere hätte ein fürsorglicher Vater in diesen Zeiten dafür Sorge getragen, dass seine Kinder „auf der richtigen Seite“ gestanden hätten. Das Ende … das ist Geschmackssache. Mir hätte es besser gefallen, wenn die letzte Seite weggelassen worden wäre. Insgesamt hat mir das Buch gefallen als kurzweilige Lektüre und ich würde es verschenken.

Religionskonflikte
von Martina Meyen aus Sankt Augustin am 31.01.2013
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die Verfolgung und Unterdrückung der moslemischen und jüdischen Bewohner von Granada sind das zentrale Thema in dem neuen historischen Roman von Lea Korte. Sie erzählt die Geschichte ihrer Heldin Zahra weiter. Zahra hat sich sehr verändert, sie ist reifer geworden, hat sie doch jetzt die Verantwortung für ihre große... Die Verfolgung und Unterdrückung der moslemischen und jüdischen Bewohner von Granada sind das zentrale Thema in dem neuen historischen Roman von Lea Korte. Sie erzählt die Geschichte ihrer Heldin Zahra weiter. Zahra hat sich sehr verändert, sie ist reifer geworden, hat sie doch jetzt die Verantwortung für ihre große Familie. Die unbeschwerten und rebellischen Tage sind längst Vergangenheit. Es ist bereits mein zweites Buch von Lea Korte und ich finde es sehr faszinierend wie sie Fiktion und Wirklichkeit miteinander verbindet. Im Personenverzeichnis am Anfang des Buches kann man genau nachlesen, welche Personen aus ihrem Roman tatsächlich gelebt haben. Sie schreibt sehr lebendig, ein kurzes Vorwort und schon ist man gefesselt von der spannenden Handlung. Ich finde, Lea Korte ist noch besser geworden, sie schreibt noch intensiver und fesselnder. Sowohl die „actionreichen“ Szenen als auch die ruhigen Momente hat sie mir sehr nahe gebracht. Die Religionskonflikte und vor allem das Wissen, dass die Autorin tatsächlich Geschehenes beschreibt, das geht schon sehr unter die Haut und ließ mich streckenweise schaudern. Da in Zahras Haushalt neben Mauren auch Christen und Juden vertreten sind, erfahre ich die Repressalien gegen die Andersgläubigen durch die Christen hautnah. Besonders der Konflikt zwischen Zahra und Jaime, der für die Christen arbeitet, wird so gut dargestellt. Das Leid und die Unterdrückung verändern die Menschen und das wird am Beispiel von Zahra sehr deutlich. An ihr hat Lea Korte sehr anschaulich gezeigt, was die Veränderungen, die im Land und vor allem in Granada statt finden, aus einem Menschen machen können. Auch wenn ich mit Zahra nicht immer einer Meinung bin und ich ihr Verhalten oftmals nicht nachvollziehen kann, geht mir das Schicksal dieser einst so starken Frau und ihrer buntgemischten Familie doch sehr nah. Die historischen Ereignisse, die Lea sehr geschickt in ihren Roman eingebaut hat, machen mich streckenweise fassungslos. Lea Korte hat mir wieder ein Stück Geschichte nahe gebracht, das mir gar nicht so bewusst war und das auf eine sehr fesselnde und emotionale Art und Weise.

Spannend, bewegend und historisch glaubhaft
von Zabou1964 aus Krefeld am 20.01.2013
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Nachdem mir bereits der erste Band um die Maurin Zahra sehr gut gefallen hatte, wollte ich natürlich wissen, wie ihre Geschichte weitergeht. Der Roman beginnt mit der Flucht der Familie nach Portugal. Die Christen haben Andalusien zurückerobert, auch Granada ist in ihre Hände gefallen. Zahra und Jaime fliehen nach... Nachdem mir bereits der erste Band um die Maurin Zahra sehr gut gefallen hatte, wollte ich natürlich wissen, wie ihre Geschichte weitergeht. Der Roman beginnt mit der Flucht der Familie nach Portugal. Die Christen haben Andalusien zurückerobert, auch Granada ist in ihre Hände gefallen. Zahra und Jaime fliehen nach Portugal, wo noch Glaubensfreiheit herrscht. Doch auf dem Weg dorthin werden sie überfallen, die vierjährige Chalida wird entführt. Zahra ist außer sich vor Sorge um ihr Kind. Um Chalida aus den Händen der Entführer befreien zu können, kehrt sie mit ihren Lieben nach Granada zurück. Was sie und ihre Familie dort erwartet, übertrifft jedoch ihre schlimmsten Befürchtungen. In diesem zweiten Band treten die Konflikte zwischen den Religionen sehr stark in den Vordergrund. Zahras Familie ist ein gutes Beispiel für das friedliche Miteinander verschiedener Glaubensgemeinschaften. Sie selbst ist Muslima und erzieht ihre Kinder im muslimischen Glauben. Ihr Geliebter Jaime, Vater ihrer Kinder, ist Christ. Ihre Schwägerin Deborah ist Jüdin. Als die Christen jedoch immer mehr versuchen, die Muslime zu bekehren, die Juden sogar zwangsgetauft werden, wird Zahra immer verbitterter. Ihr Hass auf die Christen überschattet auch ihre Liebe zu Jaime, der zu allem Übel in die Dienste der kastilischen Könige getreten ist. Besonders im zweiten Teil des Romans, der in der Zeit von 1499 bis 1502 angesiedelt ist, nehmen die Konflikte überhand. Man merkt, dass Lea Korte für diesen Roman sehr gut recherchiert hat. Ihre historischen Kenntnisse machen dieses Buch authentisch. Besonders am Beispiel Zahras erkennt der Leser, wie die Mauren die Machtübernahme durch die Christen empfunden haben mögen. Aber auch Jaime als Christ, der mit einer Maurin zusammenlebt, dient als Beispiel für die „andere Seite“. Denn obwohl er in den Diensten des Erzbischofs Talavera steht, fühlt er sich doch Zahra und seinen Kindern verbunden und versucht, sie zu schützen. Die Geschichte ist spannend erzählt. Es fiel mir sehr schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Obwohl man dieses Buch auch ohne Kenntnis des ersten Bandes verstehen könnte, empfehle ich „Die Maurin“ zuvor gelesen zu haben. Die Entwicklung Zahras wird besonders deutlich, wenn man den Anfang ihrer Geschichte kennt. In einem Nachwort erklärt Lea Korte die historischen Zusammenhänge. Ein Personenverzeichnis, ein Glossar, zwei Landkarten sowie der Stammbaum der kastilischen Königsfamilie bieten weitere Details und runden diesen historischen Roman ab. Fazit: Lea Korte ist mit „Das Geheimnis der Maurin“ ein spannender, bewegender und historisch glaubwürdiger Roman gelungen.