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Das Kalkwerk

Roman

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In der Nacht vom 24. zum 25. Dezember erschießt Konrad seine verkrüppelte, seit Jahren an den Rollstuhl gefesselte Frau. Zwei Tage später findet ihn die Polizei halb erfroren in einer ausgetrockneten Jauchegrube. Er läßt sich widerstandslos abführen. Thomas Bernhard beschreibt in seinem Roman Konrads Gründe für diese Tat.

Portrait

Thomas Bernhard, 1931 in Heerlen (Niederlande) geboren, starb im Februar 1989 in Gmunden (Oberösterreich). Er zählt zu den bedeutendsten österreichischen Schriftstellern und wurde unter anderem 1970 mit dem Georg-Büchner-Preis und 1972 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Der Suhrkamp Verlag publiziert eine Werkausgabe in 22 Bänden.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 224 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 10.12.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783518734551
Verlag Suhrkamp
Dateigröße 1210 KB
eBook
7,99
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Kundenbewertungen

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Experiment
von Patrick Nagl aus Wien am 14.01.2014
Bewertet: Buch (gebunden)

Gegenstand des Experimentes des Hauptprotagonisten Konrad ist dessen philiosophische Abhandlung über das menschliche Gehör. Jahrzehnte arbeitet Konrad an seinen Ausführungen, alles wird dabei zum Objekt seiner Studien - bis unerwartet der Tod eintritt. Einfach genial!

Nicht ohne Komik
von Daniel Buess aus Basel am 10.10.2010
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Thomas Bernhard, ein Fall für sich. Schwergewichtig, widerborstig und schwer verdaulich. Die monologisch langatmige Art des Erzählens und die zum Teil erschöpfenden Wiederholungen und Variationsschlaufen muss man mögen, sonst lässt man besser die Finger von Bernhard. Er ist das Gegenteil von Rosamunde Pilcher. In "Kalkwerk" erzählt Bernhard die Geschichte... Thomas Bernhard, ein Fall für sich. Schwergewichtig, widerborstig und schwer verdaulich. Die monologisch langatmige Art des Erzählens und die zum Teil erschöpfenden Wiederholungen und Variationsschlaufen muss man mögen, sonst lässt man besser die Finger von Bernhard. Er ist das Gegenteil von Rosamunde Pilcher. In "Kalkwerk" erzählt Bernhard die Geschichte eines Gelehrten oder Pseudo-Gelehrten, der mit seiner behinderten Frau in einem Kalkwerk lebt und sich mit ausufernden Gehör-Studien befasst. Als Folge der Isolation, in der sich das Paar befindet, verliert er jeden Realitätsbezug und ermordet seine Frau. Die Geschichte als solche erinnert vage an "Shining", ist aber - anders als bei Steven King - nicht auf Spannungseffekte aus. Bernhard berichtet endlos, sozusagen in einer verbalen Zermürbungstaktik, über alltägliche Widrigkeiten, gegen die der geistig höher entwickelte Mensch vergeblich ankämpft. Das ist nicht ohne Komik.

"...und mit allen Leuten experimentiere er..."
von Benjamin Haase aus Bremen, Weserpark am 31.07.2009
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Im Laufe seiner Studie über das „perfekte Gehör“ erschießt der Privatwissenschaftler Konrad seine im Rollstuhl gefesselte Frau, die er monatelang im ehemaligen Kalkwerk mit seinen Experimenten traktiert hat. In der Rekonstruktion des Hergangs durch verschiedene „Zeugenberichte“ möchte man Konrads Sätze schnell lesen, weil sie das Tempo und die Aggressivität... Im Laufe seiner Studie über das „perfekte Gehör“ erschießt der Privatwissenschaftler Konrad seine im Rollstuhl gefesselte Frau, die er monatelang im ehemaligen Kalkwerk mit seinen Experimenten traktiert hat. In der Rekonstruktion des Hergangs durch verschiedene „Zeugenberichte“ möchte man Konrads Sätze schnell lesen, weil sie das Tempo und die Aggressivität von Ohrfeigen haben, die man sich aber gleichzeitig mehrmals geben lassen muss... Thomas Bernhards „Geistesmensch“ erforscht sein Thema wieder einmal bis in die Verrücktheit und Redundanz hinein irritierend genau und bildet damit auch eine Herausforderung für den eigenen Intellekt! Das "Kalkwerk" gehört dabei für mich zu einem von seinen Besten, gerade weil es nachhaltig verwirrend und verstörend ist.