Sie haben noch keinen tolino eReader? Jetzt informieren.

Victoria Report

Ein Mara-Podolski-Roman

(2)
Die junge Journalistin Mara Podolski kehrt mit einem brisanten Bericht über die Ernährungsindustrie aus Tansania zurück und will diesen unter dem Titel "Victoria-Report" in Deutschland veröffentlichen. Doch kaum hat sie ihre Reportage einem Verlagshaus angeboten, sieht sie sich mit ernsthaften Problemen konfrontiert: Lobbyisten der deutschen Regierung wie auch die Anwälte eines Dresdner Nahrungsmittelkonzerns versuchen die Veröffentlichung mit allen Mitteln zu verhindern.

Mara Podolski wird eingeschüchtert und verfolgt. Beruflich verunsichert und finanziell ruiniert, ist sie schon bald auf einen Geldjob angewiesen. Sie wendet sich an ihren ehemaligen Arbeitgeber, der ihr das Verfassen eines Nachrufs überantwortet.
Bei den Recherchen dazu stellt Podolski fest, dass der Autounfall der tödlich verunglückten Frau mit ihrem Bericht aus Tansania in Zusammenhang stehen könnte.

Je hartnäckiger die Journalistin daran arbeitet, Einzelheiten einer manipulierten Wahrheit an den Tag zu fördern, desto skrupelloser stellen sich ihr die Widersacher in den Weg.
Als Podolski begreift, dass ihr Sohn Clive als letztes Druckmittel gegen sie in einer Kinderklinik gefangen gehalten wird, geht sie aufs Ganze. Es kommt zu einem blutigen Kräftemessen zwischen einem übermächtigen Konzern, der seine Verfehlungen zu vertuschen sucht, und der jungen Frau, die plötzlich um ihr eigenes und um Clives Leben fürchten muss.
… weiterlesen

Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Seitenzahl 637 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 11.01.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783863370268
Verlag Weissbooks
Dateigröße 1792 KB
eBook
4,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
In der Cloud verfügbar
Per E-Mail verschenken i
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.

Wird oft zusammen gekauft

Victoria Report

Victoria Report

von C. B. Stoll
eBook
4,99
+
=
Stiller Tod

Stiller Tod

von Roger Smith
(5)
eBook
8,99
+
=

für

13,98

inkl. gesetzl. MwSt.

Alle kaufen

Kundenbewertungen

Durchschnitt
2 Bewertungen
Übersicht
1
0
1
0
0

Der Fisch stinkt vom Kopfer her
von Stefan Heidsiek aus Darmstadt am 02.03.2013
Bewertet: Buch (gebunden)

Was ist heute noch wirklich die Wahrheit? Und durch wie viele und welche Filter wird diese mittlerweile gepresst, bis sie uns als solche verkauft wird? Zwei zentrale Fragen des Romans, der, ganz im Stile von John Le Carrés „Der ewige Gärtner“, literarische Mittel nicht nur nutzt, um Missstände anzuprangern,... Was ist heute noch wirklich die Wahrheit? Und durch wie viele und welche Filter wird diese mittlerweile gepresst, bis sie uns als solche verkauft wird? Zwei zentrale Fragen des Romans, der, ganz im Stile von John Le Carrés „Der ewige Gärtner“, literarische Mittel nicht nur nutzt, um Missstände anzuprangern, sondern auch um ein klareres Bild der gegenwärtigen Situation zu vermitteln. Im Wissen, dass die Realität stets schlimmer ist, als die Fiktion, lässt Stoll uns seine bitteren Pillen auf leeren Magen schlucken. Seine Figuren, allen voran Mara Podolski, sind scharf gezeichnet, sperrig und echt, wodurch recht früh die üblichen Schranken zwischen Leser und Protagonisten fallen. Erstaunlich, dass es hier besonders die weiblichen Charaktere sind, welche Stoll als „Ermittler“ und damit letztlich als Triebfeder seiner Handlung nutzt, wohingegen den Männern in den meisten Fällen die Rolle des zu bekämpfenden Gegenparts zufällt. Trotz dieser Gewichtung verweigert sich der Autor jedoch jeglichem Schwarz-Weiß-Denken. Ganz im Gegenteil: Selbst die „Bösewichte“ in „Victoria-Report“ sind auf den ersten Blick nicht als solche zu erkennen. Mit manch einem, wie zum Beispiel dem Opportunisten Kaprolat, beginnt man, trotz fester moralischer Grundsätze, gar unwillkürlich zu sympathisieren. Zu schmal der Grat zwischen Idealismus und Machterhaltungskämpfen, zwischen wohlwollenden Absichten und schlechten Taten. Gerade diese vielen Ecken und Kanten der Figuren sind es, die den Roman abrunden. Stolls Sprache ist dabei nicht ohne einen gewissen Zynismus, der uns, oftmals ätzend und triefend, den Spiegel vors Gesicht hält und dabei die Komplexität der Handlung unterstreicht. Überhaupt kommt „Victoria-Report“ erstaunlich stilsicher daher. Obwohl eindeutig auf reale Begebenheiten bezogen, baut der Autor sein Wissen äußerst subtil ein und verschont den Leser mit längeren Vorträgen. Dadurch bleibt das Tempo durchgehend hoch, was insofern bedeutsam ist, da es an anderer Stelle leider hapert. Und zwar beim Spannungsbogen. Dieser wird dem Anspruch eines Thrillers bzw. Kriminalromans nur gegen Ende gerecht, reicht doch die Brisanz der Thematik allein nicht aus, um den Leser die Seiten fester packen zu lassen. Mögliche Bedrohungsmomente werden zugunsten gutgemeinter, aber wenig schlagkräftiger Wendungen verschleppt. Der Erfolg von Podolskis Ansinnen steht, trotz des völlig unausgeglichenen Kräfteverhältnisses, nie wirklich außer Frage. Hinzu kommt, dass das Verschwinden ihres Sohnes Clive einfach zu lange keinerlei Rolle im Gefüge der Handlung spielt. Dies ist auch der einzige Punkt, in dem die Authentizität ein wenig ins Wanken gerät. Das sich eine Mutter, die nach längerer Zeit in Afrika nach Hause zurückkehrt und trotz mehrmaliger Versuche Lebensgefährten und Sohn nicht erreicht, einfach in die Arbeit stürzt, wirkt, auch angesichts ihrer späteren Reaktionen in Bezug auf ihr Kind, schlicht unglaubwürdig. Ansonsten stellt Mara Podolski allerdings C. B. Stolls Faustpfand dar. Auch weil ihm mit ihr eine Figur gelungen ist, die genug Facetten aufweist, um über mehrere kommende Geschichten interessant zu sein. Diese sind, wie auf der Internetseite des Autors zu sehen, bereits in Planung. Am Ende ist „Victoria-Report“ vor allem eins: Eine äußerst erhellende, informative und mit knallharten Fakten gespickte Lektüre, dessen schwer verdauliche Botschaft den Magen nachhaltig grummeln lässt, in Punkto Spannung aber (noch!) nicht wirklich satt macht.

Literarischer Leckerbissen
von Ch. Dam am 02.02.2013
Bewertet: Buch (gebunden)

Ob Feinschmecker, Junkfood-Zombie, Bio-Anbeter, Fertiggerichtvertilger, Selbstversorger oder Gummibärchenfresser: Dieses Buch ist ein Muss für all jene, die ohne Essen verhungern würden. Kaufen, reinziehen!