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Dunkle Gewässer

Krimi

(30)
Sue Ellen findet, dass ihre tote Freundin May Lynn etwas Besseres verdient hat. Wenn schon kein Filmstar aus ihr wird, wie sie sich immer erträumte, soll wenigstens ihre Asche in Hollywood verstreut werden. Beim Durchsuchen von May Lynns Habseligkeiten stößt sie mit ihren Freunden Terry und Jinx auf einen Hinweis, der sie zur Beute eines Banküberfalls führt. Zusammen mit Sue Ellens labiler Mutter flüchten die drei Freunde Hals über Kopf mit dem Floß in Richtung Süden. Habgierige Verwandte und der wenig gesetzestreue Constable hängen sich sofort an ihre Fersen. In Panik geraten die Flüchtenden jedoch erst, als sie merken, dass der sagenumwobene Killer Skunk ebenfalls hinter ihnen her ist. Dem wahnsinnigen Fährtenleser ist angeblich noch nie jemand entkommen.
Portrait
Joe R. Lansdale, geboren 1951 in Gladewater in Texas, hat mehr als ein Dutzend Romane geschrieben, für die er zahlreiche Auszeichnungen erhielt, u.?a. den American Mystery Award, den Edgar Award und sieben Bram Stoker Awards. Seine Werke sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Er lebt mit seiner Familie in Nacogdoches, Texas.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 320 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 21.02.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783608103588
Verlag Tropen
Dateigröße 3807 KB
Übersetzer Hannes Riffel
eBook
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Buchhändler-Empfehlungen

Kevin Beckmann, Thalia-Buchhandlung Wuppertal

Spannender Südstaaten Krimi im Texas der 20er Jahre. Drei Freunde begeben sich auf einen wahnwitzigen Trip den Sabine River hinunter. Gespickt mit absurden Charakteren. Spannender Südstaaten Krimi im Texas der 20er Jahre. Drei Freunde begeben sich auf einen wahnwitzigen Trip den Sabine River hinunter. Gespickt mit absurden Charakteren.

Florian Rudewig, Thalia-Buchhandlung Kassel

Klasse Südstaaten-Thriller als Jugendgeschichte und "Roadmovie. Mit vielen tollen Einfällen und Figuren. Blutig und augenzwinkernd. Klasse Südstaaten-Thriller als Jugendgeschichte und "Roadmovie. Mit vielen tollen Einfällen und Figuren. Blutig und augenzwinkernd.

B. Gebhardt, Thalia-Buchhandlung Aurich

Eine Abenteuergeschichte, die es in sich hat. Von der ersten Seite an hat man das Gefühl, mitten in der Story zu sein. Und auf der letzten ist es schade, dass sie nun vorbei ist. Eine Abenteuergeschichte, die es in sich hat. Von der ersten Seite an hat man das Gefühl, mitten in der Story zu sein. Und auf der letzten ist es schade, dass sie nun vorbei ist.

Sabrina Küpper, Thalia-Buchhandlung Neu-Ulm

Das raue Leben in amerikanischen Südstaaten der 20er Jahre. Nichts für schwache Gemüter, aber sehr, sehr gut! Das raue Leben in amerikanischen Südstaaten der 20er Jahre. Nichts für schwache Gemüter, aber sehr, sehr gut!

Stefanie Schmidt, Thalia-Buchhandlung Weiterstadt

Dieser spannende und ungewöhnliche Krimi kommt mit abenteuerlustigen Protagonisten und morbider Stimmung daher und erinnert mich im besten Sinne an den Film "Stand by me". Lesen! Dieser spannende und ungewöhnliche Krimi kommt mit abenteuerlustigen Protagonisten und morbider Stimmung daher und erinnert mich im besten Sinne an den Film "Stand by me". Lesen!

„Dunkle Gewässer“

Petra Dressing, Thalia-Buchhandlung Kaiserslautern

Ein toller Roman und eine abstruse Abenteuergeschichte, angesiedelt in den Südstaaten der Dreißiger Jahre. Tragisch, komisch und aberwitzig wird die Geschichte der unfreiwilligen Heldin Sue Ellen erzählt, die sich trotz aller Widrigkeiten nicht unterkriegen lässt und sich mit ihren Freunden und ihrer lethargischen Mutter auf die Reise macht, gefolgt vom trinkenden Stiefvater, dem mordlüsternen Sheriff und einem monsterähnlichen Kopfgeldjäger. Das alles schildert Lansdale aus der Sicht der Protagonistin, mal schnoddrig, mal noch kindlich - aber trotz ihrer nicht vorhandenen Bildung und ihrer doch etwas problematischen sozialen Herkunft, sprüht diese vor Weisheit, Mut und Herzenswärme, was den Roman wirklich lesenswert macht. Ein toller Roman und eine abstruse Abenteuergeschichte, angesiedelt in den Südstaaten der Dreißiger Jahre. Tragisch, komisch und aberwitzig wird die Geschichte der unfreiwilligen Heldin Sue Ellen erzählt, die sich trotz aller Widrigkeiten nicht unterkriegen lässt und sich mit ihren Freunden und ihrer lethargischen Mutter auf die Reise macht, gefolgt vom trinkenden Stiefvater, dem mordlüsternen Sheriff und einem monsterähnlichen Kopfgeldjäger. Das alles schildert Lansdale aus der Sicht der Protagonistin, mal schnoddrig, mal noch kindlich - aber trotz ihrer nicht vorhandenen Bildung und ihrer doch etwas problematischen sozialen Herkunft, sprüht diese vor Weisheit, Mut und Herzenswärme, was den Roman wirklich lesenswert macht.

„Über die reinigende Kraft des Sabine Rivers...“

Moritz Revermann, Thalia-Buchhandlung Neuss


"Oft macht es mehr Spaß, Pläne zu schmieden, als sie dann in die Tat umzusetzen. Erwartungen, hatte ich einmal einen alten Mann sagen hören, sind wie fette Vögel: Besser man dreht ihnen den Hals um, bevor sie wegfliegen. "

Sue Ellen ist noch nicht ganz 17, doch wie so oft, wenn man schwache Eltern hat, keine wirklichen Vorbilder oder moralische Instanzen, können Heranwachsende die Kraft und Weisheit weitaus älterer, dafür aber in ihren Gewohnheiten festgefahrener Menschen im Strömungstakt eines unwirtlichen Flusses entwickeln. Die Mutter labil und dem Alkoholnebel preisgegeben, der Vater ein gewalttätiges Arschloch, lebt Sue Ellen schon lange ihr eigenes Leben.

Sue Ellen und ihre Freunde, der schwule Terry und die schwarze Jinx, geraten eher ungewollt in ein Abenteuer, das ihr Leben verändern wird. So oder so. Wasser findet seinen Weg. Immer. Und so wird der Sabine River (der nicht das erste Mal bei Lansdale eine wichtige Rolle spielt) zur treibenden und rettenden Kraft in einer wundervollen Mischung aus Abenteuer- und Schauerroman. Lansdale eben. Manchmal gleitet man einfach so dahin, dann haut es einen wieder an die rauen Klippen der Realität.

Lansdale zeichnet seine Figuren und vor allem seine weibliche Heldin mit einer burschikosen Warmherzigkeit, die seinesgleichen sucht (und genau hier liegt der Unterschied zwischen William Gay und Joe R. Lansdale; bei Gay gibt es keine Warmherzigkeit und keinen Wortwitz. Er beschreibt erbarmungslos, während bei Lansdale immer ein Stück blauer Himmel zwischen dahinjagenden Wolken zu sehen ist (Grüße vom Sabine River an die Stadt zwischen Neckar und Rhein)). Unangestrengt erzählt er eine Geschichte, die von einer großen Stimme des Südens, Mark Twain, beeinflusst ist . Ginge es nach mir, so könnte ich unendlich lange genau solchen Geschichten zuhören. So voller Weisheit, Wärme und dem Wissen: Menschen können ungeahnte Kräfte und Moral entwickeln, für die sie keinen Gott brauchen. Nur ihren Verstand.

"Mich ärgerte, dass Mama der Meinung war, sie hätte die Prügel verdient, schließlich hätten Männer das Sagen. So steht es in der Bibel, hat sie mir erklärt. Kein Wunder, dass ich keine Lust mehr hatte, drin zu lesen."

Einen Dank an dieser Stelle dem kongenialen Übersetzer Hannes Riffel. Nur jemand, der den Autoren und sein Werk so gut kennt, kann so unangestrengte Arbeit abliefern. Riffel ist Übersetzer, Verleger und Buchhändler. Und dem Golkonda Verlag ist es mit zu verdanken, dass die Fahne des texanischen Osten weiter in deutsche Brachlandschaften gesteckt wird.


"Oft macht es mehr Spaß, Pläne zu schmieden, als sie dann in die Tat umzusetzen. Erwartungen, hatte ich einmal einen alten Mann sagen hören, sind wie fette Vögel: Besser man dreht ihnen den Hals um, bevor sie wegfliegen. "

Sue Ellen ist noch nicht ganz 17, doch wie so oft, wenn man schwache Eltern hat, keine wirklichen Vorbilder oder moralische Instanzen, können Heranwachsende die Kraft und Weisheit weitaus älterer, dafür aber in ihren Gewohnheiten festgefahrener Menschen im Strömungstakt eines unwirtlichen Flusses entwickeln. Die Mutter labil und dem Alkoholnebel preisgegeben, der Vater ein gewalttätiges Arschloch, lebt Sue Ellen schon lange ihr eigenes Leben.

Sue Ellen und ihre Freunde, der schwule Terry und die schwarze Jinx, geraten eher ungewollt in ein Abenteuer, das ihr Leben verändern wird. So oder so. Wasser findet seinen Weg. Immer. Und so wird der Sabine River (der nicht das erste Mal bei Lansdale eine wichtige Rolle spielt) zur treibenden und rettenden Kraft in einer wundervollen Mischung aus Abenteuer- und Schauerroman. Lansdale eben. Manchmal gleitet man einfach so dahin, dann haut es einen wieder an die rauen Klippen der Realität.

Lansdale zeichnet seine Figuren und vor allem seine weibliche Heldin mit einer burschikosen Warmherzigkeit, die seinesgleichen sucht (und genau hier liegt der Unterschied zwischen William Gay und Joe R. Lansdale; bei Gay gibt es keine Warmherzigkeit und keinen Wortwitz. Er beschreibt erbarmungslos, während bei Lansdale immer ein Stück blauer Himmel zwischen dahinjagenden Wolken zu sehen ist (Grüße vom Sabine River an die Stadt zwischen Neckar und Rhein)). Unangestrengt erzählt er eine Geschichte, die von einer großen Stimme des Südens, Mark Twain, beeinflusst ist . Ginge es nach mir, so könnte ich unendlich lange genau solchen Geschichten zuhören. So voller Weisheit, Wärme und dem Wissen: Menschen können ungeahnte Kräfte und Moral entwickeln, für die sie keinen Gott brauchen. Nur ihren Verstand.

"Mich ärgerte, dass Mama der Meinung war, sie hätte die Prügel verdient, schließlich hätten Männer das Sagen. So steht es in der Bibel, hat sie mir erklärt. Kein Wunder, dass ich keine Lust mehr hatte, drin zu lesen."

Einen Dank an dieser Stelle dem kongenialen Übersetzer Hannes Riffel. Nur jemand, der den Autoren und sein Werk so gut kennt, kann so unangestrengte Arbeit abliefern. Riffel ist Übersetzer, Verleger und Buchhändler. Und dem Golkonda Verlag ist es mit zu verdanken, dass die Fahne des texanischen Osten weiter in deutsche Brachlandschaften gesteckt wird.

„Huckleberry Splatterpunk“

Claudius Kaboth, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Seit seinen Anfängen als 'Splatterpunk'-Autor, läßt Lansdale es gerne in südlich-ländlicher Umgebung krachen. Vielleicht geht in den Übersetzungen viel vom Slang-Charme der Bücher verloren, aber irgendwie kann ich die Begeisterung für seine Werke (gelesen: Drive In, Der Gott der Klinge, Schlechtes Chilli) bis jetzt nicht ganz nachvollziehen. Close, but no cigar. Bei `Dunkle Gewässer' würde ich stattdessen 'Nächtliche Vorkommnisse' von William Gay empfehlen, von dem sich anscheinend auch Lansdale beeindrucken ließ. Seit seinen Anfängen als 'Splatterpunk'-Autor, läßt Lansdale es gerne in südlich-ländlicher Umgebung krachen. Vielleicht geht in den Übersetzungen viel vom Slang-Charme der Bücher verloren, aber irgendwie kann ich die Begeisterung für seine Werke (gelesen: Drive In, Der Gott der Klinge, Schlechtes Chilli) bis jetzt nicht ganz nachvollziehen. Close, but no cigar. Bei `Dunkle Gewässer' würde ich stattdessen 'Nächtliche Vorkommnisse' von William Gay empfehlen, von dem sich anscheinend auch Lansdale beeindrucken ließ.

„Immer flussabwärts auf dem Sabine River“

Sabrina Bredlow, Thalia-Buchhandlung Jena

Was hier so unbekümmert als »Krimi« betitelt wird, ist keiner. Natürlich gibt es den altbewährten Kampf von Gut und Böse und die obligatorische Leiche, aber diese Leiche ist nur der letzte Anstoß für die abenteuerliche Flucht von Terry, Jinx und Sue Ellen aus ihren miesen Verhältnissen. Die drei Freunde haben es im hinterwäldlerischen Texas zur Zeit der Großen Depression nicht einfach: Terry ist schwul, Jinx schwarz und Sue Ellen so dickköpfig, sich den Annäherungsversuchen ihres Vaters zu widersetzen. Als dann ihre Freundin May Lynn tot aus dem Fluss gezogen wird und die drei Freunde die verschollene Beute eines Banküberfalls finden, fliehen sie über Nacht aus ihrem erbärmlichen Leben. An ihre Fersen heften sich üble Gestalten. Eine wilde Jagd auf die Drei und vor allem auf das Geld beginnt…

Witzig und schonungslos kommt diese Abenteuergeschichte daher und überzeugt vor allem durch ihre jugendlichen Helden, die kein Blatt vor den Mund nehmen und das Leben beim Schopf packen.
Was hier so unbekümmert als »Krimi« betitelt wird, ist keiner. Natürlich gibt es den altbewährten Kampf von Gut und Böse und die obligatorische Leiche, aber diese Leiche ist nur der letzte Anstoß für die abenteuerliche Flucht von Terry, Jinx und Sue Ellen aus ihren miesen Verhältnissen. Die drei Freunde haben es im hinterwäldlerischen Texas zur Zeit der Großen Depression nicht einfach: Terry ist schwul, Jinx schwarz und Sue Ellen so dickköpfig, sich den Annäherungsversuchen ihres Vaters zu widersetzen. Als dann ihre Freundin May Lynn tot aus dem Fluss gezogen wird und die drei Freunde die verschollene Beute eines Banküberfalls finden, fliehen sie über Nacht aus ihrem erbärmlichen Leben. An ihre Fersen heften sich üble Gestalten. Eine wilde Jagd auf die Drei und vor allem auf das Geld beginnt…

Witzig und schonungslos kommt diese Abenteuergeschichte daher und überzeugt vor allem durch ihre jugendlichen Helden, die kein Blatt vor den Mund nehmen und das Leben beim Schopf packen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
30 Bewertungen
Übersicht
18
10
0
1
1

Witzig, charmant, brillant. Und Spannend.
von NiWa aus Euratsfeld am 23.02.2018
Bewertet: gebundene Ausgabe

Texas um die 1930er-Jahre. May Lynns Leiche wird im Sabine River gefunden, doch niemand hat Interesse daran. Nicht einmal ihr Vater nimmt an ihrer Beerdigung teil. Ihre Freunde meinen, May Lynn hat einen würdigeren Abschied verdient. Sie gehen die Reise mit May Lynns Überresten nach Hollywood an, damit zumindest... Texas um die 1930er-Jahre. May Lynns Leiche wird im Sabine River gefunden, doch niemand hat Interesse daran. Nicht einmal ihr Vater nimmt an ihrer Beerdigung teil. Ihre Freunde meinen, May Lynn hat einen würdigeren Abschied verdient. Sie gehen die Reise mit May Lynns Überresten nach Hollywood an, damit zumindest ihr Traum von L.A. wahr werden kann. Joe R. Lansdale hat mit diesem Buch einen spannenden Coming-of-Age-Roman kreiert, der den Leser auf den Sabine River und damit auf die dunklen Gewässer von Texas entführt. May Lynns aufgedunsener Leichnam wird am Sabine River beim Angeln entdeckt. Sue Ellen und Terry sind dabei und können nicht glauben, wie egal dieser Leichenfund den Erwachsenen ist. Daher beschließen sie gemeinsam mit Jinx, ihrer Freundin May Lynn einen besseren Abschied zu ermöglichen: May Lynn wollte immer Filmstar werden. Daher liegt eine Einäscherung mit der Überführung nach Hollywood auf der Hand. Wäre ihnen nur nicht ein wahnsinniger Killer und Sue Ellens tobender Stiefvater auf den Fersen … Sue Ellen hat keinen rechten Plan für ihr Leben. Sie weiß nicht, was aus ihr werden soll. Doch sie weiß nur zu gut, dass sie sich für keinen Mann die Haare hochstecken wird und schon gar nicht in dem hinterwäldlerischen Dorf ein Dasein als Ehefrau fristen will. Terry ist der Hahn im Korb. Er steckt voller Elan und Tatendrang und hat einen Sturschädel, gegen den fast niemand ankommen kann. Niemand außer Jinx. Denn die aufgeweckte Schwarze hat es faustdick hinter den Ohren und sie ist eine Person, der niemand Paroli bieten kann. Felsenfest von sich und ihrer Einstellung überzeugt, lässt sie sich niemals die Schneid abkaufen und steht für sich und ihre Freunde ein. „‚Sie ist trotzdem ein Menschenkind‘, sagte Mama. ‚Und die sind alle von Gott geschaffen worden‘. ‚Dann braucht er dringend eine neue Gussform‘ sagte Jinx“ (S. 200) Meiner Meinung nach geht es vor allem um Menschen am Rand der Gesellschaft. Lansdale stellt Arme, Aussichtslose, wie zum Beispiel das schwarze Mädchen Jinx, in den Vordergrund, um ihnen in seinem Roman eine Perspektive zu geben. Sue Ellen kommt aus einer Familie, die wohl dem ‚White Trash‘ zuzuordnen ist. Und der Junge Terry hat ganz andere Probleme … Dieses Dreiergespann hat mich sofort für sich eingenommen. Ich bin von ihnen hingerissen! Sie sind Freunde, die füreinander einstehen, die auf gesellschaftliche Normen pfeifen und eben tun, was ihrer Meinung nach getan werden muss. Außerdem ist es ein sehr spannender Roman, bei dem die Seiten fliegen. Es ist blutig, es geschieht Unvorhergesehenes und ständig nehmen Sue Ellen, Terry und Jinx die Beine in die Hand. Obwohl Joe R. Lansdale mit einem sehr locker-frechen Schreibstil besticht, der einem gleichzeitig schmunzeln und bangen lässt, handelt es sich um eine düstere Erzählung. Man fühlt wie bedrohlich das Leben zu dieser Zeit gewesen ist. Man spürt, wie sehr die Jugendlichen um ein besseres Dasein bemüht sind, es ihnen aber an Möglichkeiten fehlt. Außerdem zeigt Lansdale wie es im Texas der 30er-Jahre war: schwüle Nächte, giftige Schlangen und gefährliche Menschen, vor denen es sich zu hüten galt. Mich hat Joe R. Lansdale mit „Dunkle Gewässer“ wieder vollkommen überzeugt. Witzig, charmant, brillant erzählt er vom Texas der 30er-Jahre, dem Sabine River und von drei Freunden, die aufbrechen, um ihrer Freundin May Lynn die letzte Ehre zu erweisen.

Dunkle Gewässer
von Mel aus Hiddenhausen am 12.06.2016
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Die Bücher von Lansdale bestechen durch seine bildgewaltigen Beschreibungen. Oftmals haben die Geschichten etwas schaurig-romantisches an sich. "Dunkle Gewässer" hat mir gut gefallen. Dabei sein zu dürfen, wie Sue Ellen, ihre Mutter, Freund Terry und Jinx, die mit der unvergleichlichen Kodderschnauze, sich auf den beschwerlichen Weg nach Hollywood machen ,... Die Bücher von Lansdale bestechen durch seine bildgewaltigen Beschreibungen. Oftmals haben die Geschichten etwas schaurig-romantisches an sich. "Dunkle Gewässer" hat mir gut gefallen. Dabei sein zu dürfen, wie Sue Ellen, ihre Mutter, Freund Terry und Jinx, die mit der unvergleichlichen Kodderschnauze, sich auf den beschwerlichen Weg nach Hollywood machen , um die Asche einer Freundin zu verstreuen, hat mir ein paar gute Lesestunden beschert. Wer Lansdale kennt, der weiß vielleicht, dass seine Bücher nicht sonderlich spektakulär enden, vielmehr liegt das Augenmerk auf die starken Dialoge seiner Protagonisten. So gerne ich auch seine Bücher lese, muss ich sagen, dass mir bei "Dunkle Gewässer" etwas gefehlt hat. Für mich waren viele Begebenheiten vorhersehbar (auch die Auflösung des Todesfalls) sodass ich am Ende enttäuscht war. Mein Fazit Für Fans von Lansdale sicher ein Muss, für mich ein aufregendes Abenteuer, dem leider zum Ende hin die Luft ausgegangen ist.

Unfassbar
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 07.06.2016
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Dieses Buch zu lesen ist wie in eiskaltes Wasser zu springen, ich hab mich immer wieder dabei erwischt einen Satz ein zweites oder drittes Mal gelesen zu haben und mir dabei die innere Frage gestellt zu haben, "steht das da wirklich??" Was aber auf eine sehr positive Art gemeint ist.... Dieses Buch zu lesen ist wie in eiskaltes Wasser zu springen, ich hab mich immer wieder dabei erwischt einen Satz ein zweites oder drittes Mal gelesen zu haben und mir dabei die innere Frage gestellt zu haben, "steht das da wirklich??" Was aber auf eine sehr positive Art gemeint ist. Dieses Buch macht einfach sprachlos, es ist so provozierend geschrieben dass es auch als Komödie durchgehen würde wenn es nicht so brutal und gleichzeitig auch ernst wäre. Zumindest vom Thema her. Ich bin der Meinung dass man es auf jeden Fall mal gelesen haben sollte, ich kann da auch sofort ein weiteres Buch des Autors empfehlen das in eine ähnliche Richtung geht und mir vielleicht sogar noch etwas besser gefällt: "Das Dickicht".