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Schachnovelle

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Stefan Zweigs berühmte Novelle erstmals bei dtv in der Bibliothek der Erstausgaben.


Die ›Schachnovelle‹ gilt als die berühmteste Erzählung im umfangreichen novellistischen Werk Stefan Zweigs. Sie erschien in seinem Todesjahr 1942 in Buenos Aires und gilt als Musterbeispiel einer klassischen Novelle, in der das bedrückende Geschehen um einen Gestapo-Häftling mit psychologischer und stilistischer Brillanz entwickelt wird.

Stefan Zweigs berühmte Novelle erstmals bei dtv in der Bibliothek der Erstausgaben.

Portrait

Stefan Zweig wurde am 28. November 1881 in Wien geboren. Er stammte aus einem großbürgerlichen jüdischen Elternhaus und begann schon während seines Philosophiestudiums zu schreiben und zu veröffentlichen. Von 1919 bis 1934 lebte er in Salzburg, 1934 emigrierte er nach der Machtergreifung Hitlers nach England und 1941 über die USA nach Brasilien. Er zählt zu den bedeutendsten Erzählern und Essayisten des 20. Jahrhunderts und machte sich schon früh einen Namen als Übersetzer von Verlaine, Baudelaire und Verhaerens. Als engagierter Intellektueller und überzeugter Pazifist trat er vehement gegen Nationalismus und Revanchismus ein und knüpfte auf seinen vielen Reisen ein internationales Netzwerk mit vielen prominenten gleichgesinnten Künstlern seiner Zeit. 1938 fanden sich seine Werke auf der Liste zur Bücherverbrennung in Österreich. Die Zerstörung seiner geistigen Heimat Europa, die Unmenschlichkeit des Nationalsozialismus und die Greuel des Krieges, die ihm auch im Exil gegenwärtig waren, wurden für ihn schließlich unerträglich. Am 23. Februar 1942 schied er in Petrópolis, Brasilien, freiwillig aus dem Leben.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Herausgeber Joseph Kiermeier-Debre
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 112 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 21.01.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783423416139
Verlag Dtv
Dateigröße 1716 KB
eBook
4,99
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Über die Begegnung mit einem Schachweltmeister auf einem Passagierdampfer. Erinnerungen werden wach. Tolles Buch. Über die Begegnung mit einem Schachweltmeister auf einem Passagierdampfer. Erinnerungen werden wach. Tolles Buch.

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Durchweg berührend mit imposanten Stil. Durchweg berührend mit imposanten Stil.

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Ein Klassiker. Was bleibt nach dem Krieg in der Psyche des Menschen zurück? Verstörend, aber toll. Ein Klassiker. Was bleibt nach dem Krieg in der Psyche des Menschen zurück? Verstörend, aber toll.

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Verfasst zu Beginn des zweiten Weltkrieges im Exil beschreibt "Schachnovelle" eine intensive Partie und ist gleichzeitig eine Warnung vor den Grauen des Nazi-Regimes. Verfasst zu Beginn des zweiten Weltkrieges im Exil beschreibt "Schachnovelle" eine intensive Partie und ist gleichzeitig eine Warnung vor den Grauen des Nazi-Regimes.

„Wahnsinnig genial! “

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Stefan Zweig zeigt auf, wie schmal der Grad zwischen Genialität und Wahnsinn doch sein kann. Des Weiteren wird in dem kurzen Werk eine äußerst subtile Art der Folter detailgenau beschrieben: die Isolation, die völlige Abschottung von der Außenwelt. Zudem lehrt der Autor den Leser auch auf so wenigen Seiten die Faszination des Schachspielens zu würdigen. Nicht umsonst zählt dieses Werk zu den großen Klassikern der deutschsprachigen Literatur. Stefan Zweig zeigt auf, wie schmal der Grad zwischen Genialität und Wahnsinn doch sein kann. Des Weiteren wird in dem kurzen Werk eine äußerst subtile Art der Folter detailgenau beschrieben: die Isolation, die völlige Abschottung von der Außenwelt. Zudem lehrt der Autor den Leser auch auf so wenigen Seiten die Faszination des Schachspielens zu würdigen. Nicht umsonst zählt dieses Werk zu den großen Klassikern der deutschsprachigen Literatur.

Kundenbewertungen

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Schlägt Bild Text? Oder stellt sich diese Frage gar nicht?
von Dr. M. am 04.07.2018
Bewertet: gebundene Ausgabe

Angeblich liefert das Kino den Beweis für die Überlegenheit von Bildern. Aber Verfilmungen wirken gelegentlich auch irritierend auf Menschen, die das verfilmte Werk vorher gelesen haben. Die eigene Phantasie hatte sich die Geschichte ganz anders vorgestellt als die Verfilmung sie nun zeigt. In den letzten Jahren ergriff nun so... Angeblich liefert das Kino den Beweis für die Überlegenheit von Bildern. Aber Verfilmungen wirken gelegentlich auch irritierend auf Menschen, die das verfilmte Werk vorher gelesen haben. Die eigene Phantasie hatte sich die Geschichte ganz anders vorgestellt als die Verfilmung sie nun zeigt. In den letzten Jahren ergriff nun so eine Art Mittelding zwischen einem literarischen Werk und seiner Verfilmung Platz: die sogenannte Graphic Novel - Weltliteratur als Comic. Schon an dieser Wortschöpfung kann man erkennen, dass diese Kunstform nicht im deutschsprachigen Raum entstand. Thomas Humenau zeichnet in diesem Band die "Schachnovelle" von (oder besser nach) Stefan Zweig als Comic. Man kann sich natürlich auf den Standpunkt stellen, dies sei ein Sakrileg. Beruhigender wäre allerdings der Standpunkt, es würde sich bei dieser Graphic Novel um eine eigenständiges Kunstwerk handeln, das nicht die Schachnovelle ersetzen oder sie illustrieren möchte. Vielmehr erzählt Humenau diese Geschichte auf seine ganz eigene grafische Weise. Wenn man es so betrachtet, kann man damit seinen Frieden schließen, sollte dies überhaupt notwendig sein. Natürlich ersetzt auch diese Graphic Novel nicht das ursprüngliche Werk Zweigs. Es erzählt die Geschichte stattdessen mit einer ganz anderen Ausdrucksform und sicher auch für eine ganz andere Zielgruppe. Humenau macht das sehr gut. Wenn man die Geschichte kennt und offen für neue Kunstformen ist, dann wird man seine Freude an dieser neuen Form haben. Kennt man Zweigs Novelle hingegen nicht, dann wird sich vielleicht der eine oder andere Betrachter dieses Bandes das Original besorgen, was schließlich auch ein Erfolg wäre. Ich empfand die Umsetzung der Novelle in diese Form als sehr gut gelungen, würde das Original allerdings immer vorziehen.

Wie wirkt sich staatliche Isolation eines Individuums auf dessen Psyche aus?
von einer Kundin/einem Kunden am 26.11.2016
Bewertet: Taschenbuch

Die größte Folter des Dr. B. besteht in seiner Konfrontation mit dem Alleinsein und dem absoluten Nichtstun können. Als Einzelhäftling der Gestapo ist er in ein kleines, karges Hotelzimmer gesperrt, ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt und anderen Mitmenschen. Nach Monaten gelingt es ihm auf dem Weg zu einem seiner,... Die größte Folter des Dr. B. besteht in seiner Konfrontation mit dem Alleinsein und dem absoluten Nichtstun können. Als Einzelhäftling der Gestapo ist er in ein kleines, karges Hotelzimmer gesperrt, ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt und anderen Mitmenschen. Nach Monaten gelingt es ihm auf dem Weg zu einem seiner, immer wieder zwischendurch stattfindenden Verhöre, ein Theoriebuch über 150 große Schachweltmeisterschaftspartien zu klauen. Mit diesem beschäftigt sich Dr. B. in seinem Zimmer so intensiv – nichts anderes bietet ihm auch nur irgendwie die Möglichkeit sich die schier endlos anhaltende Zeit vertreiben zu können –, dass er nach einiger Zeit alle in diesem Buch vorgestellten Spiele theoretisch in seinen Gedanken auswendig nachspielen kann. Als ihm dies keinen Reiz mehr bietet, versucht er seine Persönlichkeit zu spalten, um innerlich gegen sich selbst antreten zu können – Schwarz gegen Weiß. Dieser schizophrene Zustand führt aber bald dazu, dass er nur noch mehr, rund um die Uhr, in Schach denken und träumen kann. Als sich Dr. B. schließlich selbst verletzt ist seine Situation bereits eskaliert. Der Arzt diagnostiziert ihm eine Schachvergiftung und sorgt für seine Freilassung. Auf einem Passagierdampfer von New York nach Buenos Aires trifft Dr. B. zufällig auf den ihm bis dato unbekannten aktuellen Schachweltmeister Mirko Czentovic. Als er diesen auf einem mit physischen Figuren ausgestatteten Schachbrett, welches er in realer Form seit mehr als 20 Jahren nicht mehr zu Gesicht bekommen hat, besiegt, kommen in ihm seine Erinnerungen, an seine grauenvolle Einzelhaft in jenem Hotelzimmer wieder hoch. … Stefan Zweig schafft es auf nicht mal 100 Seiten die psychische Entwicklung eines Gefangenen in staatlicher Einzelhaft, basierend auf persönlichen Erlebnissen, aus soziologischer Perspektive packend und gleichzeitig erschreckend plastisch darzustellen. Dieses primäre Element kombiniert mit der fiktiven Geschichte rund um das zeitlose, königliche, die-Menschheit-wahrscheinlich-bis-in-alle-Ewigkeit-faszinierende Spiel des Schachs, macht die 'Schachnovelle' zu einem Meisterwerk.

Zeitlos aktuell
von Xirxe aus Hannover am 01.09.2016
Bewertet: Taschenbuch

Auf einer mehrtägigen Schiffsreise von New York nach Buenos Aires in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts, wird der österreichische Ich-Erzähler Zeuge einer beeindruckenden Schachpartie. Der an Bord weilende Schachweltmeister spielt gegen eine Gruppe Amateure, ohne dass der geringste Zweifel an dessen Sieg besteht. Doch dann mischt sich ein... Auf einer mehrtägigen Schiffsreise von New York nach Buenos Aires in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts, wird der österreichische Ich-Erzähler Zeuge einer beeindruckenden Schachpartie. Der an Bord weilende Schachweltmeister spielt gegen eine Gruppe Amateure, ohne dass der geringste Zweifel an dessen Sieg besteht. Doch dann mischt sich ein unbekannter Passagier ein und das Spiel endet mit einem Remis. Am nächsten Tag soll ein weiteres Spiel stattfinden und der Ich-Erzähler fordert den Unbekannten zur Teilnahme auf. Dieser sträubt sich zunächst und erzählt ihm zur Erklärung seine Geschichte. Dieses kleine Büchlein, das gerade mal 104 Seiten mit verhältnismäßig groß gedruckten Buchstaben hat, ist sicherlich beeindruckender als viele andere Bücher, die einen drei- oder viermal so großen Umfang aufweisen. Vielleicht liegt es daran, dass Stefan Zweig viel mit Gegensätzlichkeiten gearbeitet hat, die eher im Gedächtnis bleiben. Einmal der introvertierte, ungebildete und langsame Schachweltmeister. Und der umgängliche, intellektuelle und beinahe manische 'Dilettant'. Oder der Ich-Erzähler, für den Schach 'nur' ein Spiel ist und sein Gegner, der alles als Wettkampf sieht und jede Niederlage als persönlichen Affront empfindet. Aber auch die Art, wie Zweig Schach beschreibt, wird mir im Gedächtnis bleiben. Insbesondere, weil er selbst überhaupt keinen großen Bezug dazu hatte. Zitat: "Ist es nicht auch eine Wissenschaft, eine Kunst, schwebend zwischen diesen Kategorien wie der Sarg Mohammeds zwischen Himmel und Erde, eine einmalige Bindung aller Gegensatzpaare; uralt und doch ewig neu, mechanisch in der Anlage und doch nur wirksam durch Phantasie, begrenzt in geometrisch starrem Raum und dabei unbegrenzt in seinen Kombinationen, ständig sich entwickelnd und doch steril, ein Denken, das zu nichts führt, eine Mathematik, die nichts errechnet, eine Kunst ohne Werke, eine Architektur ohne Substanz und nichtsdestominder erwiesenermaßen dauerhafter in seinem Sein und Dasein als alle Bücher und Werke...* Dazu die unglaublich genauen Beschreibungen der einzelnen Charaktere und Situationen, die derart zeitlos gut sind, dass Manches klingt, als wäre es eben erst geschrieben worden. Zitat: "Nun hatten die Nationalsozialisten, längst ehe sie ihre Armeen gegen die Welt aufrüsteten, eine andere ebenso gefährliche und geschulte Armee in allen Nachbarländern zu organisieren begonnen, die Legion der Benachteiligten, der Zurückgesetzten, der Gekränkten." Ein kleines, aber sehr feines Büchlein, das man nicht nur in der Schule lesen sollte - sofern es dort überhaupt noch im entsprechenden Kanon steht.