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Der Fremde

(21)
«Ich begriff, dass ich das Gleichgewicht des Tages, das ungewöhnliche Schweigen des Strandes zerstört hatte, an dem ich glücklich gewesen war. Dann schoss ich noch viermal auf einen leblosen Körper, in den die Kugeln eindrangen, ohne dass man es sah. Und es waren gleichsam vier kurze Schläge an das Tor des Unheils.»
Die Geschichte eines jungen Franzosen in Algerien, den ein lächerlicher Zufall zum Mörder macht, wurde 1942 im besetzten Frankreich zu einer literarischen Sensation. Der Roman bedeutete den schriftstellerischen Durchbruch für Albert Camus und gilt heute als einer der Haupttexte des Existentialismus.
Portrait
Albert Camus


Albert Camus wurde am 7. November 1913 in ärmlichen Verhältnissen als Sohn einer Spanierin und eines Elsässers in Mondovi, Algerien, geboren. Von 1933 bis 1936 studierte er an der Universität Algier Philosophie. 1934 trat er der Kommunistischen Partei Algeriens bei und gründete im Jahr darauf das «Theater der Arbeit». 1937 brach er mit der KP. 1938 entstand sein erstes Drama «Caligula», das 1945 uraufgeführt wurde. Camus zog 1940 nach Paris. Neben seinen Dramen begründeten der Roman «Der Fremde» und der Essay «Der Mythos von Sisyphos» sein literarisches Ansehen. 1957 erhielt Albert Camus den Nobelpreis für Literatur. Am 4. Januar 1960 starb er bei einem Autounfall.
Das Gesamtwerk von Albert Camus liegt im Rowohlt Verlag vor.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 160 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.02.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783644026216
Verlag Rowohlt E-Book
Dateigröße 2175 KB
Übersetzer Uli Aumüller
Verkaufsrang 41.944
eBook
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Buchhändler-Empfehlungen

„„Der Fremde“, der viele Fragen aufwirft“

Jasmin Spieler, Thalia-Buchhandlung Dessau-Roßlau

Inwieweit bestimmt der Zufall, oder nach Camus „die zärtliche Gleichgültigkeit der Welt“, über den Verlauf unseres Lebens? Wie können wir frei unser Selbst leben, wenn wir parallel am Maßstab der Gesellschaft gemessen werden? Wie viel Absurdes, Unerklärliches kann der Mensch ertragen? Wie viel Verantwortung für seine Handlungen übernehmen? Und wie schafft er es, sich selbst und seiner Welt einen Sinn, eine Bedeutung zu geben? So viele Fragen, die dieses Buch aufwirft, und vom „Fremden“ (dem Protagonisten Meursault, dem absurden Held, der wütend und hilflos macht) recht spät, vom Leser nur selbst beantwortet werden können. Sehr lesenswert. Inwieweit bestimmt der Zufall, oder nach Camus „die zärtliche Gleichgültigkeit der Welt“, über den Verlauf unseres Lebens? Wie können wir frei unser Selbst leben, wenn wir parallel am Maßstab der Gesellschaft gemessen werden? Wie viel Absurdes, Unerklärliches kann der Mensch ertragen? Wie viel Verantwortung für seine Handlungen übernehmen? Und wie schafft er es, sich selbst und seiner Welt einen Sinn, eine Bedeutung zu geben? So viele Fragen, die dieses Buch aufwirft, und vom „Fremden“ (dem Protagonisten Meursault, dem absurden Held, der wütend und hilflos macht) recht spät, vom Leser nur selbst beantwortet werden können. Sehr lesenswert.

Florian Rudewig, Thalia-Buchhandlung Kassel

Ein Roman über Sinnhaftigkeit und Bewusstsein. Ein moderner Klassiker! Ein Roman über Sinnhaftigkeit und Bewusstsein. Ein moderner Klassiker!

Sabine Rößler, Thalia-Buchhandlung Wildau

Camus gilt es immer wieder neu zu entdecken. Zeitlose Literatur, einfach genial. Camus gilt es immer wieder neu zu entdecken. Zeitlose Literatur, einfach genial.

Anja Werner, Thalia-Buchhandlung Leverkusen

Ohnmächtig folgt man Camus in die unabwendbare Katastrophe. Ein fesselnder Bericht eines Mordes. Ohnmächtig folgt man Camus in die unabwendbare Katastrophe. Ein fesselnder Bericht eines Mordes.

Kundenbewertungen

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Mit Genuss wiedergelesen
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 20.01.2017

Erstaunlich wie aktuell Camus immer noch ist. Allein bei der Sprache hat man das Gefühl, dass junge Autoren sich noch immer an dem großen Franzosen orientieren. Klare, kurze Sätze ohne viel Brimborium. Und man spürt den philosophischen Blick des Autors auf die Welt, die er als etwas Absurdes empfand.... Erstaunlich wie aktuell Camus immer noch ist. Allein bei der Sprache hat man das Gefühl, dass junge Autoren sich noch immer an dem großen Franzosen orientieren. Klare, kurze Sätze ohne viel Brimborium. Und man spürt den philosophischen Blick des Autors auf die Welt, die er als etwas Absurdes empfand. Habe mir direkt auch die Biographie von Irsis Radisch gekauft. Bin schon sehr gespannt.

Vertrauter Fremder
von Thomas Röthlisberger aus Bern am 04.08.2016
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Vor ungefähr 25 Jahren habe ich «der Fremde» von Albert Camus gelesen. Als Pflichtlektüre im Französisch Unterricht im Gymnasium. Vom Inhalt ist mir nicht mehr viel im Gedächtnis geblieben. Dies liegt eher an meiner mangelhaften Sprachbegabung als an meinem Erinnerungsvermögen. Mit dem Französisch hatte ich immer zu kämpfen und... Vor ungefähr 25 Jahren habe ich «der Fremde» von Albert Camus gelesen. Als Pflichtlektüre im Französisch Unterricht im Gymnasium. Vom Inhalt ist mir nicht mehr viel im Gedächtnis geblieben. Dies liegt eher an meiner mangelhaften Sprachbegabung als an meinem Erinnerungsvermögen. Mit dem Französisch hatte ich immer zu kämpfen und es ist mir heute schleierhaft, warum ich damals den Roman nicht parallel zum Unterricht in Deutsch gelesen habe um die Geschichte besser verstehen zu können und um bei den anschliessenden Diskussionen nicht ahnungslos schweigen zu müssen. Geblieben ist mir das französische Wort für Leichenhalle – la morgue. Schon damals fand ich es belustigend, dass ich mir ein solch unwichtiges Wort besser merken konnte als andere. Die Sonne sei schuld gewesen, dass ein introvertierter Einzelgänger eines Tages einen Algerier grundlos am Strand erschiesst. Diese seltsame Ausrede hat mich damals weder befremdet noch begeistert. Ich war noch zu jung, um solche absurden Äusserungen auf irgend eine Art und Weise einordnen zu können. Es hat mich nicht interessiert. Frankreich und Algerien waren für mich weit weg. Als wohlbehüteter Gymnasiast waren existenzielle Fragen eher theoretischer Natur und hatten wenig mit meinem Leben zu tun. Insofern ist mir «der Fremde» fremd geblieben. Geblieben ist mir die Erinnerung an mühsame Diskussionen, die nie so richtig in Gang kommen wollten, weil wahrscheinlich auch alle anderen in der Klasse nur wenig damit anfangen konnten oder unsere Französischkenntnisse einfach nicht ausreichten um formulieren zu können, was wir dachten. Unsere Französischlehrerin, mit algerischen Wurzeln notabene, konnte sich noch so bemühen uns zum Reden zu animieren. Wir blieben stumm oder sagten nur, was sie von uns hören wollte. In dem Sinne warf sie Perlen vor die Säue. Und dann waren da noch die Zirpen, die grillten. Sie meinte natürlich Grillen, die zirpten, was nicht nur sie sehr lustig fand. Ich hatte keine Ahnung, was gute Literatur ausmacht. Literatur hatte mir noch nicht viel zu sagen, vor allem nicht auf Französisch. Von Albert Camus hatte ich zuvor noch nie etwas gehört. Auch ein Literaturnobelpreis konnte mich nicht beeindrucken. Und Pflichtlektüre blieb eine eher lästige Pflicht, welche per Definition irgend eine Form von Vergnügen ausschliesst. Zum Glück hat sich diese Einstellung bald geändert. Albert Camus wäre in diesem Jahr hundert Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass erscheint er und seine Bücher erneut in den Medien und brachte mich auf die Idee «der Fremde» noch einmal zu lesen. Diesmal jedoch auf Deutsch. (übersetzt von Uli Aumüller) Welch eine Offenbarung. Genau so muss gute Literatur sein. In kurzen aber präzisen Sätzen entwickelt der Autor seine Geschichte. Bereits im ersten von elf Kapiteln, auf Seite 10 erscheint die Leichenhalle - la morgue - und etwas später die zirpenden Grillen. Gerade durch die kurzen Sätze entsteht der Eindruck, dass zwischen den Zeilen noch viel mehr ausgesagt wird, als eigentlich geschrieben steht. Und auch weil die Geschichte relativ kurz ist, meint man, dass jeder Satz und jede Szene eine besondere Bedeutung haben muss. Die Geschichte schreit förmlich nach Interpretation, weil man sich permanent fragt, warum Albert Camus das so geschrieben hat, wie er es geschrieben hat. Erst die Interpretation von Wolfhard Keiser brachte mir einige neue Erkenntnisse, auf die ich selber nicht gekommen wäre. Die von Albert Camus gewählte Ich-Perspektive ist ein geschickter Schachzug. Ich als Leser lerne die Welt aus der Perspektive des Protagonisten kennen und kann als toleranter Mensch sogar gewisse Sympathien für ihn empfinden, auch wenn mir seine gleichgültige Lebenseinstellung fremd bleibt. In Konflikt gerate ich erst, als er zum sinnlosen Mörder wird. Darf ich einen Mörder sympathisch finden? Sogar während der Gerichtsverhandlung stehe ich eher auf der Seite des Angeklagten, weil die hilflosen aber erfolgreichen Erklärungsversuche des Staatsanwaltes mir zu absurd erscheinen und nicht der Wahrheitsfindung dienen. Es scheint so als ob wir das Sinnlose und Unerklärbare nicht ertragen könnten. «Der Mord war in keinem Augenblick ein Willensakt. Er entzog sich völlig menschlicher Einflussnahme und stellte gewissermassen ein von einem unerklärlichen Schicksal gesteuerten Ereignis dar.» Aber genügt diese Erklärung als Rechtfertigung eines Verbrechens? Über den Inhalt will ich nun aber nicht mehr verraten, als ich es bereits getan habe, da ich jedem sein eigenes Lesevergnügen gönne. Ich habe das dünne Büchlein in einem Zug in ca. vier Stunden durchgelesen. In der Schule brauchten wir mehrere Wochen dafür.

Der Fremde
von einer Kundin/einem Kunden aus Nürnberg am 12.06.2016
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ein kurzer Roman über das Schicksal eines Menschen, dessen Leben durch eine unüberlegte Handlung komplett verändert wird. Erst als es zu spät ist, wird ihm der Wert des Lebens bewusst. Dieses Buch schildert die innere Einstellung der Hauptfigur zum Leben und den Ereignissen, die stattfinden vor und nach dem einschneidenden... Ein kurzer Roman über das Schicksal eines Menschen, dessen Leben durch eine unüberlegte Handlung komplett verändert wird. Erst als es zu spät ist, wird ihm der Wert des Lebens bewusst. Dieses Buch schildert die innere Einstellung der Hauptfigur zum Leben und den Ereignissen, die stattfinden vor und nach dem einschneidenden Vorfall und dessen Folgen. Leider ist mir der Sinn einiger Szenen in diesem Buch noch schleierhaft und ca. die erste Hälfte ist sehr langatmig und mit wenig Handlung. Mit dem dramatischen Schluss und der Wendung der Sichtweise kann sich der Leser aber in die Hauptfigur hineinversetzen.