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Dichterliebe

Roman

(2)
Ein hintergründiger Roman über deutsche Befindlichkeiten und sensible Künstlerseelen.

Der Lyriker Henry Steiger war in der DDR ein Star. Dann kam die Wende und mit ihr ein unsanftes Erwachen. Im Westen liest niemand Gedichte, sagt sein Verleger und rät zu einem Liebesroman. Aber Henry hält Prosa für unter seiner Würde. Bis die junge West-Kollegin Sidonie seine Phantasie beflügelt. Ein deutsch-deutscher Roman, der der Welt der DDR die raue Wirklichkeit nach der Wende gegenüberstellt, treffsicher und voll subtiler Komik.

Für Henry Steiger bedeutet die Wende 1989 nicht nur Befreiung. Der so eigensinnige wie angesehene DDR-Lyriker ist nun ein auf Stipendien angewiesener Hungerkünstler. Ein alter silberner Porsche ist das letzte Relikt der Hoffnung, den Ruhm in die neue Zeit retten zu können. In Wahrheit steckt Henry in einer Lebenskrise. Mit anderen Stipendiaten führt er in einer Künstlerenklave bei billigem Wein lächerliche Kämpfe um die wahre Kunst, buhlt um jeden Rock und trauert seinem alten Status hinterher. In Dichterliebe fragt Petra Morsbach ernst und ironisch zugleich nach dem Platz des Künstlers in der Gesellschaft. Dabei gelingt ihr ein überraschend klarer und humorvoller Blick zurück auf eine vermeintlich „gute alte Zeit“, als die Welt, auch die der Literatur, noch in Ordnung schien.

Rezension
„Der originellste Ost-Roman der Saison“
Portrait
Petra Morsbach, 1956 geboren, studierte im München und St. Petersburg. Danach arbeitete sie zehn Jahre lang als Dramaturgin und Regisseurin. Seit 1993 lebt sie als freie Schriftstellerin in der Nähe von München. Bisher schrieb sie mehrere, von der Kritik hoch gelobte Romane, u.a. „Plötzlich ist es Abend“, „Opernroman“ und "Gottesdiener" (alle im Taschenbuch bei btb). Im Frühjahr 2013 erscheint ihr neuer Roman "Dichterliebe" im Knaus Verlag. Für ihr Werk wurde Petra Morsbach mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
Zitat
"Der Roman (...) ist genau, sprachmächtig und amüsant. Eine Geschichte, die als gute Geschichte über sich hinausgreift."
… weiterlesen

Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 288 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 11.03.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783641105808
Verlag Albrecht Knaus Verlag
Verkaufsrang 52.350
eBook
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
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Kundenbewertungen

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Seinerzeit, im realen Sozialismus
von einer Kundin/einem Kunden am 02.08.2013
Bewertet: Buch (gebunden)

Henry Steiger war ein Star, ein richtiger Star der Lyrik in der DDR. Doch dann kam die Wende. Wer hatte da noch die Zeit Gedichte zu lesen? Sein Verleger meint, ein Roman muss es sein. Doch so einfach ist das nicht, wenn man nunmehr als Hungerkünstler auf ein Stipendiat... Henry Steiger war ein Star, ein richtiger Star der Lyrik in der DDR. Doch dann kam die Wende. Wer hatte da noch die Zeit Gedichte zu lesen? Sein Verleger meint, ein Roman muss es sein. Doch so einfach ist das nicht, wenn man nunmehr als Hungerkünstler auf ein Stipendiat angewiesen ist. Da gibt´s ja nichts anderes als eine Lebenskrise. Doch zum Glück kam Sidonie daher, und das Leben ward nicht mehr schwer. Amüsant, die teutonischen Befindlichkeiten.

Dichterliebe. Eine sensible Künstlerseele.
von Gisela Busemann aus Leer (Ostfriesland) am 23.06.2013
Bewertet: Buch (gebunden)

Es ist bekannt dass nicht für jeden ehemaligen DDR-Bürger die Wende Befreiung und ein Segen war. Ganz besonders den Künstlern, wie Lyrikern und Schriftstellern fiel der Umdenkungsprozess schwer, was ich persönlich recht gut nachempfinden kann. In ihrem Roman „Dichterliebe“ stellt sich die Autorin Petra Morsbach ernst und ironisch... Es ist bekannt dass nicht für jeden ehemaligen DDR-Bürger die Wende Befreiung und ein Segen war. Ganz besonders den Künstlern, wie Lyrikern und Schriftstellern fiel der Umdenkungsprozess schwer, was ich persönlich recht gut nachempfinden kann. In ihrem Roman „Dichterliebe“ stellt sich die Autorin Petra Morsbach ernst und ironisch zugleich die Frage der Romanfigur des Henry Steiger nach dem Platz des Künstlers in der Gesellschaft. Der Ruhm des einst angesehenen DDR-Lyrikers Henry Steiger ist nach der Wende ein wenig verblasst. Nun ist er auf Stipendien angewiesen und kommt mehr recht als schlecht durchs Leben. Er steckt in einer tiefen Lebenskrise, trauert seinem alten Status nach und der guten alten Zeit auch die der Literatur wehleidig nach, die unwiederbringlich vorbei ist. Lyrik ist nicht mehr gefragt und als sein Verleger ihm zu einem Liebesroman rät, wehrt Steiger sich anfangs mit Händen und Füssen, denn er hält Prosa unter seiner Würde. Doch die junge Westkollegin Sidonie beflügelt letztendlich seine Fantasie. Für mich ist das Buch einer der beste Ost-Romane mit einem überraschenden klaren, humorvollen Blick zurück auf die vermeintlich gute alte Zeit. Kompliment an die Autorin, sie hat dem Leser Einblick in die manchmal unergründliche, sensible Künstlerseele gewährt. Anders lieben müssen wir als gestern Und mit schärferem Verstand. Und die Träume ganz beim Namen nennen. Und die ganze Last der Wahrheit kennen. RAINER KIRSCH