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Die Drachenfriedhof-Saga / Bandath-Reihe Bd. 3

Die Abenteuer von Bandath, dem Zwergling

Bandath-Reihe Band 3

„Nuzze nit de drey sorten zauberey. Gar mechtic wesen wird erscheyn, vol bosheyt unt fillt land mit finsternis.“

Prophezeiung von Um-Ba-Tha,
1.000 Jahre vor den Drummel-Drachen-Kriegen

Der Drachenfriedhof – Seit Jahrtausenden ein Ort, um den sich Sagen und Mythen ranken. Niemand ist je dort gewesen, keiner von der Suche nach ihm zurückgekehrt.

Als die magischen Fähigkeiten des Zwerglings Bandath angegriffen werden, weiß er, dass etwas passiert ist, das nie hätte geschehen dürfen. Doch wer steckt dahinter?
Die Magier von Go-Ran-Goh, deren Spiel immer undurchsichtiger wird?
Oder sind es die Gorgals, die in riesigen Heerscharen aus den westlichen Urwäldern hervorgebrochen sind? Ihre Armeen erobern ein Reich nach dem anderen und nähern sich unaufhaltsam den Drummel-Drachen-Bergen. Oder ist es gar ihr Heerführer selbst, dieses geheimnisvolle Wesen, das seine Befehle mit „Pyr der Schwarze“ unterzeichnet?

Als es in den Drummel-Drachen-Bergen von feindlichen Gorgals nur so wimmelt, werden plötzlich Verbündete zu Feinden, und dort, wo man keine Hilfe erwartet hätte, findet man welche …

Bandath und seine Freunde müssen sich trennen. Jeder auf sich gestellt, steht vor einer Aufgabe, die sich als die schwierigste seines Lebens erweisen wird.
Die Lösung all dieser Probleme kann Bandath nur auf dem Drachenfriedhof finden. Eine gefährliche Reise beginnt …

„Ich sag’s doch immer wieder: Kleines Ährchen-Knörgi, große Wirkung.“ Niesputz
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  • Aus dem Kapitel: Ein Abend wie kein anderer

    Der Troll schmetterte die Hand auf den Tisch, dass das Holz krachte. „Ihr habt ja keine Ahnung!“ Das Gespräch am Tisch, das in den letzten Minuten immer lauter geworden war und beinahe in einen Streit ausgeartet wäre, brach abrupt ab. Stille breitete sich auch im restlichen Schankraum aus und die Blicke wandten sich dem Tisch und dem Verursacher des lauten Rufes zu. Der fremde Troll griff nach seinem Bierkrug, aus dem der Schaum bei seiner heftigen Attacke geschwappt war, und nahm einen Schluck, der den Krug leerte. Krachend landete der Krug wieder auf der Tischplatte. Ein Geräusch, das unnatürlich laut in der Totenstille des Wirtshauses wirkte. Der Troll wischte sich den Schaum von den Lippen. „Keine Ahnung habt ihr.“ Jetzt klangen die Worte schon bedeutend leiser und eher resignierend, als zornig.
    „Wir waren eine stolze Truppe, sag’ ich euch, unser Hauptmann und wir – 200 Soldaten. Bis wir in den Hinterhalt der Gorgals gelaufen sind. Ich sage euch, so etwas habe ich noch nicht erlebt und ich habe schon so manchen Kampf überstanden. Gegen Wasserdrachen habe ich gekämpft und gegen Elfen“, ein provozierender Blick schoss an den Nachbartisch, an dem unter anderem zwei Elfen saßen.
    „Nichts hatten wir zu fürchten, kein Gegner war uns zu stark. Und jetzt? Ich bin der letzte Überlebende unserer Truppe. Die haben uns einfach aufgerieben, mit ihren langen Speeren, den großen Schilden, ihren gezackten Schwertern und ihrer höllischen Kampfweise. Kamen plötzlich von allen Seiten und haben alle niedergemacht, bis auf den letzten Mann.“
    „Und wie hast du überlebt?“, klang eine Frage aus der Zuhörerschaft. Der Troll durchforstete den Schankraum auf der Suche nach dem Frager. „Ich war auf einem Botengang. Als ich zu meiner Einheit zurückkam, lagen alle erschlagen auf dem Boden der Schlucht, in die sie von den Gorgals getrieben worden waren.“
    Er sah zum Wirt. „Was ist? Kriege ich noch ein Bier bevor ich mich schlafen legen muss?“ Er war ein Taglicht-Troll und die Dämmerung brach herein. Ihn würde bald die seiner Rasse eigene Müdigkeit überfallen und nichts könnte ihn dann vom Schlafen abhalten.
    „Kannst du denn auch bezahlen?“, fragte Kendor, der Wirt.
    „Das geht auf mich“, mischte sich ein kleiner Mann ein, der bei den Elfen am Tisch saß. Der Troll drehte sich ihm zu und sein Blick wanderte langsam an der kleinen Gestalt abwärts und wieder hoch.
    „Wer … was bist du? Ich sehe Halblingsfüße, dein Gesicht scheint aber eher zwergisch zu sein, wenn auch ohne Bart.“
    Der Angesprochene tippte sich zum Gruß mit den Fingern an das Lederband, das seine Haare über der Stirn zusammen hielt. „Bandath“, entgegnete er. „Freier Hexenmeister und seit einem Jahr Ratsmitglied von Neu-Drachenfurt. Ich bin ein Zwergling.“
    „Ein Zauberer?“, knurrte der Troll und machte Anstalten, das Bier von sich zu schieben, das Kendor in diesem Moment vor ihn hinstellte.
    „Vorsicht Freund“, knurrte ein Troll, der neben Bandath am Tisch saß und knackte mit den Fingern. „Du hast gerade ein Bier von meinem Freund spendiert bekommen und ich rate dir, es nicht abzulehnen. Und außerdem ist Bandath kein Zauberer und auch kein Magier. Er ist ein Hexenmeister. Und das ist viel mehr, als die Strohköpfe der Magierfeste Go-Ran-Goh jemals zugeben werden.“
    Mit neu erwachtem Interesse nahm der Flüchtling aus dem Westen jetzt doch das Bier und musterte die Runde am Nachbartisch. Außer den beiden Elfen, dem Hexenmeister und dem Troll, der gerade mit ihm gesprochen hatte, saßen dort noch ein Zwerg, eine ausgesprochen schlanke und sehr hübsche Zwergin und auf der Tischplatte erkannte er die winzige Gestalt eines Knörgis.
    Er trank einen Schluck, hob den Bierkrug dann nachträglich dem Spender entgegen und nickte Bandath zu. „Und was willst du dafür?“
    „Mich morgen mit dir unterhalten, ohne großes Publikum. Ich will genau wissen, was im Westen los ist.“
    Der Troll nickte schweigend, leerte den Krug und stand auf. „Wenn da noch ein ordentliches Mahl für mich drin ist.“
    „Pass auf Troll“, tönte die Stimme des Knörgis von der Tischplatte. „Übertreib es nicht. Schon manch einer hat gedacht, uns ausnutzen zu können und es hinterher bitter bereut … wenn er noch bereuen konnte.“
    Dem Troll, solcherart angesprochen, rutschten die Augenbrauen hoch. Weil aber niemand im Umkreis über die Worte des Kleinen lachte, dachte er, dass es besser sei, die Truppe am Tisch ernst zu nehmen. Keiner von ihnen machte den Eindruck, als ließe er sich die Knack-Vogel-Eier vom Frühstückstisch stehlen. Und da ihm außerdem der Name Bandath vage bekannt vorkam, nickte er einfach einen weiteren Abschiedsgruß, gähnte und begab sich zu seinem Schlafplatz außerhalb des Wirtshauses. Er hatte nicht gelogen, was seine Flucht betraf. Und noch weniger, was die Gorgals und seine Truppe anging. Und er würde dem Hexenmeister alles erzählen, was ihn interessierte. Kein Problem. Er schätzte, dass die Gorgals spätestens Mitte des Sommers hier wären, denn die Drummel-Drachen-Berge waren das erklärte Ziel ihrer Heerführer.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 340
Erscheinungsdatum 16.04.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86282-220-1
Verlag Acabus Verlag
Maße (L/B/H) 20,5/14,2/2,7 cm
Gewicht 1125 g
Auflage 1
Buch (Taschenbuch)
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