Wenn das Schlachten vorbei ist

Roman

T. C. Boyle

(23)
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Beschreibung

An einem Märztag 1946 schippert Beverly mit Ehemann Till und dessen Bruder vorder wilden Südküste Kaliforniens. Sie wollen in der Nähe der Inseln vor dem Santa-Barbara-Kanal angeln. Doch dann bricht ein Unwetter aus, und nur Beverly kommt knapp mit dem Leben davon.
Etwa fünfzig Jahre später kämpft ihre Enkelin Alma, eine Umweltschützerin, für die Wiederherstellung des ökologischen Gleichgewichts dieser Inseln. Sie sind von Ratten verseucht, von Wildschweinen überlaufen, von fremden Adlern heimgesucht. Im gegnerischen Lager engagiert sich Dave LaJoy, um das Leben der Tiere zu retten. Wer hat recht? Soll man die Rettung eines Ökosystems verfolgen oder Töten um jeden Preis verhindern?

"Boyle hat eines seiner ältesten Themen weiterentwickelt, nie war er so bitter und böse, nie war es ihm so ernst."
Bernd Kielmann, Buch-Magazin April 2016

T. Coraghessan Boyle, geboren 1948 in Peekskill, New York, unterrichtet an der University of Southern California in Los Angeles. Für seinen Roman ›World's End‹ erhielt er 1987 den PEN/Faulkner-Preis. Als Enfant terrible der amerikanischen Gegenwartskultur wurde T. C. Boyle zum Pop- und Literaturstar seiner Generation..
Dirk van Gunsteren (* 1953 in Düsseldorf) ist ein deutscher literarischer Übersetzer aus dem Englischen und Niederländischen und freiberuflicher Redakteur. 2007 erhielt van Gunsteren den mit 15.000 € dotierten Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis für seine Übersetzung angelsächsischer Literatur, 2018 erhielt er den Übersetzerpreis der Landeshauptstadt München.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 464
Erscheinungsdatum 01.11.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-14269-4
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19,2/12,1/3 cm
Gewicht 380 g
Originaltitel When the Killing's Done
Übersetzer Dirk van Gunsteren

Buchhändler-Empfehlungen

Töten um zu retten?

Martina Wolf, Thalia-Buchhandlung Heilbronn

Zwei Gruppen von Umweltschützern liefern sich einer erbitterten Schlacht. Schauplatz sind die Channel Islands vor der Südküste Kaliforniens. Die Biologin Alma und ihr Freund Tim haben den offiziellen Auftrag, das aus dem Gleichgewicht geratene Ökosystem auf den Inseln wieder herzustellen, um die heimischen Tierarten zu retten. Dies gelingt natürlich nur, wenn sie die dort eingewanderten (oder von Menschen eingeschleppten) Ratten vergiften und massenweise Wildschweine abschießen. Der fanatische Tierschützer Dave LaJoy und seine Freunde sind damit gar nicht einverstanden, gilt es doch jedes Lebewesen dieser Erde zu schützen. Uns so entsteht ein Kampf, bei dem nicht nur so mancher Vierbeiner sein Leben verliert. Ein guter, spannender, bitterböser Roman zu einem hochinteressanten Thema. Allerdings wird so mancher Boyle-Fan den scharfen Witz seiner früheren Bücher vermissen.

Umweltschützer VS Tierschützer

Kai Reinhard, Thalia-Buchhandlung Zweibrücken

In Boyles neuem Roman stehen sich zwei Menschen gegenüber, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite versucht Alma, eine Wissenschaftlerin das aus dem Gleichgewicht geratene Ökosystem wieder herzustellen, indem sie Ratten vergiften lässt, dessen Population dafür gesorgt hat, dass einige Vögel auf der Insel fast ausgestorben sind und auf der anderen Seite kämpft der fanatische und zugleich romantische Rabauke Dave LaJoy mit allem Mittel darum, genau diese Ratten zu retten. Dieser Kampf spitzt sich nach und nach immer mehr zu. Sehr gut hat mir gefallen, dass es in diesem Roman kein Gut oder Böse gibt, kein Richtig oder Falsch. Der Leser wird mit den einzelnen Betrachtungsweisen der einzelnen Protagonisten konfrontiert und muss sich selbst seine Gedanken machen. So ist er hin und her gerissen, zwischen den verschiedenen Betrachtungsweisen. Leider hätte hier meiner Meinung nach Boyle etwas mehr daraus machen können und manchmal baut er in dem Roman einen sehr guten Spannungsbogen auf, bricht diesen aber dann leider ab, ohne ihn richtig zu Ende zu führen. Zwar nicht Boyles bester Roman, aber für alle, die sich für das Thema interessieren empfehlenswert zu lesen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
23 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 23.07.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Verbissen kämpfen zwei Naturschützergruppen gegeneinander um eine Inselwelt der Santa Barbara Bucht Kaliforniens zu erhalten. Was auch immer Naturschutz heißen mag, wer weiß das noch? Und ob auch dabei nicht völlig naturunabhängige Gründe wie Rache, Karriere, Loyalität etc. die zwingende Rolle spielen, wer kann sich da sicher se... Verbissen kämpfen zwei Naturschützergruppen gegeneinander um eine Inselwelt der Santa Barbara Bucht Kaliforniens zu erhalten. Was auch immer Naturschutz heißen mag, wer weiß das noch? Und ob auch dabei nicht völlig naturunabhängige Gründe wie Rache, Karriere, Loyalität etc. die zwingende Rolle spielen, wer kann sich da sicher sein? Bereits in Ein Freund der Erde verselbstständigte sich der Aktivismus des Protagonisten, weil es irgendwann kein Zurück mehr zu geben schien. Und doch ist hier Boyles Kritik am Sachzwang des kapitalistischen Systems deutlich, das Ergebnisse, Erfolge braucht und Moral dabei zwangsläufig zur Variablen erklären muss. So strampeln Boyles Figuren wie Hamster im Rädchen ausweglos innerhalb dieses Systems. Und damit ist Boyle ganz am Puls der Zeit, denn mir springt da der Vergleich zur amerikanischen Regierung ins Auge.

Gibt es eine Rechtfertigung für das Abschlachten einer Tierart???
von einer Kundin/einem Kunden aus Landau am 31.08.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

In diesem Roman ist der Autor so kontrovers, bitter- und böse, zynisch, aber auch gekonnt und intelligent reflektiert, wie gewohnt, doch hier fährt er nochmals so richtig auf. Er lässt zwei unterschiedliche, feindselig und kompromisslose Gruppen von Umwelt-/Tierschützern aufeinanderprallen das es nur so kracht. Die ethischen Fra... In diesem Roman ist der Autor so kontrovers, bitter- und böse, zynisch, aber auch gekonnt und intelligent reflektiert, wie gewohnt, doch hier fährt er nochmals so richtig auf. Er lässt zwei unterschiedliche, feindselig und kompromisslose Gruppen von Umwelt-/Tierschützern aufeinanderprallen das es nur so kracht. Die ethischen Fragen die er dabei aufwirft haben mich so intensiv beschäftigt, und, da er alle Positionen argumentativ geschickt unterlegt, es mir nachhaltig schwer gemacht Position zu beziehen. Lesen Sie selbst. Dieser Autor regt zum Denken an, hinterlässt sie aber auch ein wenig frustriert, bewusst werden Fragen aufgeworfen mit denen sie einzig mit sich selbst zu einer Lösung finden müssen. Ganz und gar großartig!!!

Boyle widmet sich wieder Mal der Destruktivität des Menschen
von einer Kundin/einem Kunden am 08.01.2016

"Wenn das Schlachten vorbei ist" - ein spannender und nachdenklicher Öko-Thriller des grossen Schriftstellers T.C. Boyle. Naturschützer gegen Tierschützer - wer hat Recht? Eine sehr schwierige Frage, die in ihrer Komplexität kaum mit einfachen Phrasen beantwortet werden kann. Für mich haben beide Gruppen der Ökologie-Bewegung... "Wenn das Schlachten vorbei ist" - ein spannender und nachdenklicher Öko-Thriller des grossen Schriftstellers T.C. Boyle. Naturschützer gegen Tierschützer - wer hat Recht? Eine sehr schwierige Frage, die in ihrer Komplexität kaum mit einfachen Phrasen beantwortet werden kann. Für mich haben beide Gruppen der Ökologie-Bewegung teilweise Recht - aber nur so lange, bis der Mensch Gewalt gegen Menschen rechtfertigt - sobald dies eintritt, wird jeglicher Wunsch nach Veränderung destruktiv und verhindert positive Veränderungen, die nur auf Zusammenarbeit der Menschen aufgebaut werden können! Beide Seiten schildert Boyle anschaulich und man bekommt in diversen Szenen Sympathie mit beiden Gruppen. So dass es für den Leser sehr schwierig wird sich für eine der beiden Ideologien zu entscheiden. Ich denke es ist etwas vom traurigsten, was passiert, dass von Menschen eingeschleppte fremde Arten die einheimischen Arten ausrotten. Jedoch denke ich, so unsympathisch der der radikale Tierschützer David Francis LaJoy an manchen Stellen auch ist, eher recht hat: Wie kann man die einheimischen Arten schützen, ohne dabei Unmengen anderer Arten qualvoll sterben zu lassen? Und dabei wäre das Problem ja nicht gelöst, denn: wie will man verhindern, dass in Zukunft nicht wieder vom Menschen überall auf der Welt fremde Arten eingeschleppt werden, die das heimische Ökosystem zerstören? Ist dies nicht eine unmögliche Aufgabe, die die Biologin Alma Boyd Takesue zu lösen versucht? Jedenfalls denke ich, dass es eine unmögliche Aufgabe ist, solange der Mensch mit modernen Fahr- und Flugzeugen herumreist. Gut konstruierte Geschichte, die auf einfache "Gut gegen Böse"-Schematas verzichtet.


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