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EisTau

Roman

(16)

»Die Hölle ist die Summe unserer Versäumnisse.«
Zeno hat sein Leben als Glaziologe einem Alpengletscher gewidmet. Als das Sterben seines Gletschers nicht mehr aufzuhalten ist, heuert er auf einem Kreuzfahrtschiff an, um Touristen das Wunder der Antarktis zu erklären. Doch auf seiner Reise verzweifelt er an der Ignoranz der Urlauber, der mangelnden Achtung vor der fremden Welt und der fortschreitenden Schmelze. Als dann ein populärer Künstler hinzustößt und ein großes Spektakel auf dem Eis plant, ist für Zeno endgültig der Augenblick gekommen, etwas zu unternehmen.

Portrait
Ilija Trojanow, 1965 in Sofia geboren, floh mit seiner Familie 1971 über Jugoslawien und Italien nach Deutschland, wo sie politisches Asyl erhielt. 1972 siedelte die Familie nach Kenia über. Von 1985 bis 1989 studierte Trojanow Rechtswissenschaften und Ethnologie an der Universität München, später gründete er hier den Kyrill & Method Verlag sowie den Marino Verlag. 1998 zog Trojanow nach Bombay, 2003 nach Kapstadt. Seine Bücher wurden mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet, unter anderem erhielt er 2006 den Preis der Leipziger Buchmesse für den Roman ›Der Weltensammler‹ (dtv 13581), 2009 den Preis der Literaturhäuser sowie den Würth-Preis für Europäische Literatur. 2017 wurde er mit dem Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln ausgezeichnet, 2018 mit dem Usedomer Literaturpreis. Ilija Trojanow lebt in Wien.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 176
Erscheinungsdatum 01.02.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-14288-5
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19/12,1/1,7 cm
Gewicht 192 g
Verkaufsrang 8.888
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

„Der Gletscher stirbt“

Evelyn Röwekamp, Thalia-Buchhandlung Rostock

Zeno hat sein halbes Leben als Glaziologe dem Erhalt der Gletscher gewidmet, aber sein Gletscher stirbt. Er beginnt auf einem Kreuzfahrtschiff zu arbeiten und versucht verzweifelt Touristen die Schönheit der Antarktis nahezubringen. Die Ignoranz, die mangelnde Achtung der Menschen vor der Natur, all das ist von großer Aktualität.
Trojanow trifft den Nerv der Zeit mit diesem Thema und er tut das mit einer außergewöhnlichen Sprache.
Zeno hat sein halbes Leben als Glaziologe dem Erhalt der Gletscher gewidmet, aber sein Gletscher stirbt. Er beginnt auf einem Kreuzfahrtschiff zu arbeiten und versucht verzweifelt Touristen die Schönheit der Antarktis nahezubringen. Die Ignoranz, die mangelnde Achtung der Menschen vor der Natur, all das ist von großer Aktualität.
Trojanow trifft den Nerv der Zeit mit diesem Thema und er tut das mit einer außergewöhnlichen Sprache.

„Ein kleines Juwel in dieser oft viel zu lauten und schnellen Welt“

Claudia Engelmann, Thalia-Buchhandlung Korbach

Zeno Hintermeier, Glaziologe aus Leidenschaft, dem sein Lieblingsgletscher abhanden gekommen ist, lässt sich seit einigen Jahren auf einem Kreuzfahrtschiff als Expeditionsleiter anwerben. Von der Welt und den Menschen enttäuscht, flüchtet er sich in die Antarktis, will den Touristen die Schönheit des Eises nahe bringen, sie sensibilisieren für die Vergänglichkeit der Natur. Auf der MS Hansen wird er Mister Iceberger genannt, dort wird er „zum Worthalter des eigenen Gewissens. Etwas muss geschehen. Es ist höchste Zeit.“ Hintermeier, rastlos und getrieben, obwohl die nahe Pensionierung lockt, muss erkennen, dass Antarktis-Touristen offensichtlich keinerlei ernsthaftes Interesse bekunden, die Welt auch nur im Kleinen zu retten. Sein Halt in dieser aus den Angeln gehobenen Welt ist Pauline, mit der er jedes Jahr für ein paar Monate eine Kabine auf dem Schiff teilt, denn dort sind sie füreinander ein Segen, obwohl sie im wahren Leben nicht wirklich füreinander geschaffen sind. Zwischen kalbenden Eisbergen und einem Landausflug auf die Falkland-Inseln durchquert er in Gedanken sein Leben, seine Kindheit in Bayern, seine Trennung von seiner Frau Helena. Seine so oft wütende Welt wird immer wieder durchkreuzt von merkwürdigen Erzählungen, von eigensinnigen Kollegen an Bord, aber auch von den üblichen Haltestationen wie Half Moon Island oder Port Lockroy. Als eine zunächst harmlose Episode mit einem Soldaten auf Deception Island und der medienwirksame Plan eines Künstlers, der mit allen Passagieren ein gigantisches SOS formen will, seine Verzweiflung auf die Spitze treibt, schleicht sich ein ungeheurer Gedanke in seinen Kopf, der alles zum Einsturz bringt.
Zeno Hintermeier, ein Mensch der Einsamkeit und Stille, ein ewiger Zweifler, der irgendwann zum Kämpfer wird, der laut, böse und zynisch wird, setzt am Ende alles auf eine Karte. Er kämpft zwar nicht gegen Windmühlen, aber sein Kampf scheint genauso hoffnungslos zu sein...ein Buch, das laut und langsam gelesen werden will, dessen Sätze man sich auf der Zunge zergehen lassen sollte, das im tiefsten Inneren berührt und den Leser vielleicht ein bisschen beseelter zurücklässt. Ein kleines Juwel in dieser oft viel zu lauten und schnellen Welt.

Zeno Hintermeier, Glaziologe aus Leidenschaft, dem sein Lieblingsgletscher abhanden gekommen ist, lässt sich seit einigen Jahren auf einem Kreuzfahrtschiff als Expeditionsleiter anwerben. Von der Welt und den Menschen enttäuscht, flüchtet er sich in die Antarktis, will den Touristen die Schönheit des Eises nahe bringen, sie sensibilisieren für die Vergänglichkeit der Natur. Auf der MS Hansen wird er Mister Iceberger genannt, dort wird er „zum Worthalter des eigenen Gewissens. Etwas muss geschehen. Es ist höchste Zeit.“ Hintermeier, rastlos und getrieben, obwohl die nahe Pensionierung lockt, muss erkennen, dass Antarktis-Touristen offensichtlich keinerlei ernsthaftes Interesse bekunden, die Welt auch nur im Kleinen zu retten. Sein Halt in dieser aus den Angeln gehobenen Welt ist Pauline, mit der er jedes Jahr für ein paar Monate eine Kabine auf dem Schiff teilt, denn dort sind sie füreinander ein Segen, obwohl sie im wahren Leben nicht wirklich füreinander geschaffen sind. Zwischen kalbenden Eisbergen und einem Landausflug auf die Falkland-Inseln durchquert er in Gedanken sein Leben, seine Kindheit in Bayern, seine Trennung von seiner Frau Helena. Seine so oft wütende Welt wird immer wieder durchkreuzt von merkwürdigen Erzählungen, von eigensinnigen Kollegen an Bord, aber auch von den üblichen Haltestationen wie Half Moon Island oder Port Lockroy. Als eine zunächst harmlose Episode mit einem Soldaten auf Deception Island und der medienwirksame Plan eines Künstlers, der mit allen Passagieren ein gigantisches SOS formen will, seine Verzweiflung auf die Spitze treibt, schleicht sich ein ungeheurer Gedanke in seinen Kopf, der alles zum Einsturz bringt.
Zeno Hintermeier, ein Mensch der Einsamkeit und Stille, ein ewiger Zweifler, der irgendwann zum Kämpfer wird, der laut, böse und zynisch wird, setzt am Ende alles auf eine Karte. Er kämpft zwar nicht gegen Windmühlen, aber sein Kampf scheint genauso hoffnungslos zu sein...ein Buch, das laut und langsam gelesen werden will, dessen Sätze man sich auf der Zunge zergehen lassen sollte, das im tiefsten Inneren berührt und den Leser vielleicht ein bisschen beseelter zurücklässt. Ein kleines Juwel in dieser oft viel zu lauten und schnellen Welt.

„Unbedingt lesen!!!“

Ingo Roza, Thalia-Buchhandlung Velbert

Endlich ein neuer Trojanow - und was für ein Buch! Der Autor zeigt, daß ein "Ich bin dann mal weg!" auch eine literarische Konsequenz und ein literarisches Engagement haben kann. Dieser großartige Roman ist keine beliebige Reisedokumentation, sondern ein sprachliches Manifest für den Erhalt unserer Natur im besten romantischen Sinne.
Unbedingt lesen!
Endlich ein neuer Trojanow - und was für ein Buch! Der Autor zeigt, daß ein "Ich bin dann mal weg!" auch eine literarische Konsequenz und ein literarisches Engagement haben kann. Dieser großartige Roman ist keine beliebige Reisedokumentation, sondern ein sprachliches Manifest für den Erhalt unserer Natur im besten romantischen Sinne.
Unbedingt lesen!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
16 Bewertungen
Übersicht
12
4
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großartig - unbedingt lesen
von einer Kundin/einem Kunden am 22.01.2014

Zeno ist Gletscherforscher. Sein ganzes Leben hat er der Erforschung seines Gletschers gewidmet und muss erkennen, dass das Sterben des Gletschers nicht aufzuhalten ist. Aus Verzweiflung und Frustration (über unser aller Gedankenlosigkeit und Ignoranz) verläßt er seinen Universitätsposten. Seine neue Arbeitsstelle tritt er auf einem Kreuzfahrtschiff, das die Antarktis... Zeno ist Gletscherforscher. Sein ganzes Leben hat er der Erforschung seines Gletschers gewidmet und muss erkennen, dass das Sterben des Gletschers nicht aufzuhalten ist. Aus Verzweiflung und Frustration (über unser aller Gedankenlosigkeit und Ignoranz) verläßt er seinen Universitätsposten. Seine neue Arbeitsstelle tritt er auf einem Kreuzfahrtschiff, das die Antarktis bereist, an. Er versucht den Touristen Achtung für die Schönheit einer der letzten, unberührten Gegenden abzuringen. Er bemüht sich ihnen beizubringen, wie wichtig es ist , dass sich der Mensch zurücknimmt und versteht.... "Es überfordert den Menschen, im Sinne einer Zukunft zu handeln, die er nicht mehr erleben wird." "Eistau" von Ilija Trojanow trifft den Verstand, das Herz und die Seele.

Alles über Gletscher
von Dorothee Jaschke aus Reutlingen am 06.04.2012
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

erfahren Sie in diesem Buch. Ilija Trojanow nimmt uns mit auf ein Schiff und wir erleben, wie Zeno verzweifelt kämpft, redet und doch bei den Touristen auf taube Ohren trifft.Ganz nebenbei erfahren wir viel über Gletscher und die Wunder der Natur. Lesenswert!

Wortgewaltig und aufrührerisch
von einer Kundin/einem Kunden am 29.03.2012
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Der Glaziloge Zeno muß das Zurückweichen der geliebten Gletscher mit Schmerz miterleben. Und so bricht er mit seinem bisherigen Leben und heuert auf einem Kreuzfahrschiff Richtung Antarktis an. Doch der südliche Kontinent ist schon lange nicht mehr unberührt und Zeno zerbricht an der Ignoranz der Touristen dieser Naturschönheit gegenüber.... Der Glaziloge Zeno muß das Zurückweichen der geliebten Gletscher mit Schmerz miterleben. Und so bricht er mit seinem bisherigen Leben und heuert auf einem Kreuzfahrschiff Richtung Antarktis an. Doch der südliche Kontinent ist schon lange nicht mehr unberührt und Zeno zerbricht an der Ignoranz der Touristen dieser Naturschönheit gegenüber. Respektlos organisiert ein Künstler ein Spektakel mit Fackeln, bei dem alle Passagiere ein SOS bilden sollen. Zeno reagiert und sorgt dafür, dass das SOS auch Wahrheit wird. Der Autor füht uns die Machtlosigkeit vor Augen oder kann Zeno den Lauf der Dinge Verändern? Ein Plädoye für mehr Bewusstsein unserer Umwelt gegenüber, aber ganz besonders so sensiblen Gegenden wie dem Südpol. Der Roman ist sichtbar eine Liebeserklärung an die Antarktis.