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Krampus

Roman

Brom

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Beschreibung

Seit Krampus, der Herr des alten Julfestes, vor über 500 Jahren vom Nikolaus entmachtet und in die neue Welt verbannt wurde, sitzt er angekettet in einer dunklen Höhle fest und schmiedet finstere Rachepläne. Denn nach seinem Sturz erhob der Nikolaus das Weihnachtsfest zum neuen Jahreshöhepunkt im Dezember. Jetzt, nach all den Jahrhunderten, gelingt es Krampus endlich, sich aus seinen Fesseln zu befreien. Und er kennt nur noch einen Gedanken: Der Nikolaus muss sterben!

"Mit seinem Ideenreichtum hat Brom eine weitere einmalige Geschichte kreiiert, die nicht nur über die gesamte Strecke zu fesseln weiß, sondern auch noch mit einer ehrbaren Moral und sozialkritischer Stellungnahme punktet."

Brom, Jahrgang 1965, wurde in Albany im amerikanischen Bundesstaat Georgia geboren. Da sein Vater Pilot bei der U.S. Army war, verbrachte Brom einen Teil seiner Jugend im Ausland, unter anderem in Japan und Deutschland, wo er zur Schule ging; aus dieser Zeit rührt auch seine Angewohnheit her, seinen Vornamen nicht zu benutzen. Bereits mit 21 arbeitete Brom als Illustrator für Firmen wie Coca-Cola und IBM. Später begann er, sich auf die visuelle Umsetzung von Rollenspielen wie „Dungeons & Dragons“ und anderer Fantasywelten zu konzentrieren; er schuf außerdem Sammelkarten für Spielsysteme wie „Magic: The Gathering“ und arbeitet für zahlreiche Verlage und Computerspielhersteller. Brom hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht und lebt heute mit seiner Familie in Seattle.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 504
Erscheinungsdatum 02.09.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-65334-0
Verlag Knaur
Maße (L/B/H) 22,2/15,4/4,3 cm
Gewicht 726 g
Originaltitel Krampus: The Yule Lord
Abbildungen 22 schwarz-weiße Fotos
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Jakob Schmidt
Verkaufsrang 113279

Buchhändler-Empfehlungen

„Weihnachten ist eine Lüge“

Caroline Böttcher, Thalia-Buchhandlung Dortmund

Diese Geschichten ist wirklich (alp)traumhaft. Es geht in erster Hinsicht um den abgewrackten Musiker Jesse, der von Frau und Kind verlassen wurde und sein Leben nicht auf die Reihe bekommt. Doch dann gelangt dieser junge Mann zufällig in den Besitz des Weihnachtssacks. Endlich hat Jesse die Möglichkeit seiner Tochter etwas zu schenken, da der Sack ihm jedes Spielzeug gibt, was er sich vorstellt. Aber schließlich will der Nikolaus seinen Sack zurück haben und nicht nur er… Währenddessen sitzt Krampus, der Herr der Julzeit, gefangen in einer Höhle wartend darauf endlich frei zu kommen, um Rache am Weihnachtsmann zu nehmen. Denn dieser hat ihn vor fünfhundert Jahren hintergangen und angekettet. Und je weiter die Zeit verstrich mergelte Krampus immer mehr aus, während Santa Claus “sein Fest“ zum Höhepunkt des Jahres erhob. Das Einzige was Krampus zu seiner Befreiung braucht, ist der Sack. Interessant ist die Beziehung zwischen Jesse und Krampus zu beobachten. Denn immerhin ist Krampus ein Gott. Jedoch lässt sich Jesse ungerne herumschupsen, auch wenn er ein ziemlicher Versager ist. Dennoch ist Jesse einer meiner Lieblingscharaktere überhaupt geworden- Kaputt, aber nicht gebrochen, selbstsüchtig und manchmal etwas unsicher, aber auch willensstark und liebevoll. Wie auch in dem Buch “Der Kinderdieb“ zu beobachten ist, sind die Charaktere wie in der realen Welt weder nur böse oder nur gut. Jeder hat seine Stärken und Schwächen, seine Abgründe oder eher seine heroischen Momente. Der Ideenreichtum dieses Autors nimmt wahrlich kein Ende… was auch nur zu hoffen ist. Zudem schafft er es etwas zu erschaffen, was einfach nicht zu vergleichen ist. Was ich Brom ebenfalls hoch anrechne ist, dass man nicht ahnt ob die Protagonisten überleben oder nicht. Das Cover finde ich einfach großartig, ebenso wie die Illustrationen, in der Mitte des Buches und die Innenseiten des Bucheinschlags. Fazit: Eine sagenhafte Interpretation der Geschichte des Julherrn und des Nikolaus.

Süßes, sonst gibt´s Saures!

S. Flemming, Thalia-Buchhandlung

Von wegen, der Nikolaus ist immer der Gute! Dieses Buch verbindet nicht nur einen guten Fantasyroman mit jahrzentealter Überlieferung eines Brauches, nein, es stellt die Sage an einigen Ecken gehörig auf den Kopf und lässt den Leser so stellenweise wirklich schmunzeln. Gut umgesetzt und mehr als passend zur Weihnachts... ähm ... Entschuldigung, Julzeit, ist dieses schaurigschöne Märchen für all diejenigen empfehlenswert, die gern Fantasylektüre lesen, die einen nicht so schnell wieder loslässt.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
11
0
1
1
0

von einer Kundin/einem Kunden aus Darmstadt am 28.11.2017
Bewertet: anderes Format

Alte Bräuche und Sagen sorgen hier für Spannung und Nervenkitzel, den man nicht mehr aus der Hand legen kann. Toll!

Dunkler Zauber, fessenlnd, einnehmend und spannend ...
von Sharon Baker aus Mönchengladbach am 26.11.2017

Musiker Jesse kehrt nach einen Gig frustriert zu seinem Wohnwagen zurück und fühlt sich mehr den je als Versager. Kein Geld, kein Weihnachtsgeschenk für seine Tochter und dabei ist der große Tag schon morgen. Während er noch grüblerisch im Wagen sitzt und der Flasche Alkohol gut zuspricht, stürzt vor seinen Augen der Weihnachtsm... Musiker Jesse kehrt nach einen Gig frustriert zu seinem Wohnwagen zurück und fühlt sich mehr den je als Versager. Kein Geld, kein Weihnachtsgeschenk für seine Tochter und dabei ist der große Tag schon morgen. Während er noch grüblerisch im Wagen sitzt und der Flasche Alkohol gut zuspricht, stürzt vor seinen Augen der Weihnachtsmann ab und wird von dunklen Gestalten bedroht. Jesse kann nicht glauben, was er dort sieht und zweifelt an seinen Verstand, so nimmt er die Beine in die Hand und verschwindet. Bei seiner Rückkehr und seinem Selbstgespräch, das er sich alles nur ausgedacht hat, fällt ihn der Sack des Weihnachtsmanns in die Hände und bevor er es sich versehen kann, wird er selbst verfolgt. Was wollen sie nur von ihm? Und was sind das für Gestalten? Und wer bitte ist den dieser Krampus? Als ich damals „Der Kinderdieb“ gelesen und mich diese schaurige Geschichte voll in den Bahn gezogen hatte, war ich auf der Suche nach mehr von diesem Autor und bin auf den Krampus gestoßen. Ein Werk, was Gott sei Dank ins deutsche übersetzt wurde und zur Weihnachtszeit spielt, mit einer Figur, die schon lange in Vergessenheit geraten ist. Kurz um, ich musst es sofort haben, allerdings dauerte es etwas bis ich es lass. Ob der Zauber wieder auf mich übergegangen ist, erfahrt ihr jetzt. Jesse ist ein absoluter Versager, kein Geld, kein Heim, seine Frau hat ihn verlassen und seine Tochter darf er nur selten sehen. Dabei liebt er seine Mädels über alles und wünscht sich ein normales Leben. Nur ist seine Liebe zur Musik, größer, aber der Erfolg bleibt aus und so tingelt er von Bar zu Bar, wo ihn keiner richtig zuhört und er von der Hand in den Mund lebt. So ist sein Gig an Weihnachten eine Katastrophe und statt Geld bekommt er eine Flasche Alkohol. Jesse nimmt es wie immer so hin, statt mal auf den Tisch zu hauen und bestätigt sein Loserdasein. Aber dann bekommt er den Weihnachtsmannsack in die Hände und siehe da, wenn man hineingreift bekommt man Spielsachen heraus, zum ersten Mal kann er bei seiner Tochter punkten und fühlt sich super. Nur, das dieses Wunder Nebenwirkungen hat und er bald, selbst zum Gejagten wird und er vor einer schaurigen Gestalt steht, den Krampus. Jesse mag zwar ein ungewöhnlicher Buchcharakter sein, aber dieses absolut menschliche, hat der Autor wieder Mal klasse eingefangen und man liest einfach gerne weiter, um zu sehen ob er dem Hokuspokus verfällt, oder sich Weiterentwickelt. Überhaupt hat sich Brom wieder einer tollen Geschichte angenommen, immerhin lässt er die alten nordischen Götter aufleben und diese Zeit in unserer jetzigen neu erstrahlen. Der Krampus erschreckt einen zutiefst, immerhin schickt er seine Belznickel aus, um Jesse einzufangen, weil der etwas hat, womit der Krampus wiedererwachen kann. Außerdem gibt er optisch nicht unbedingt den Sympathen, aber je man liest und mehr über ihn erfährt, ändert sich die Meinung, man wünscht ihn Erfolg und möchte mehr über sein Julfest erfahren und wieso ihm dieses Unrecht widerfahren ist. Allerdings schwankt man bei ihm auch immer ein bisschen hin und her, denn so einfach macht es uns dieser Charakter nämlich nicht, einerseits möchte er das Gute, nämlich die Natur feiern, aber anderseits geht er dafür über Leichen und seine Rachegier ist übergroß. Es fiel mir schon schwer diese Figur einzuschätzen, aber das machte auch den Reiz aus. So ein bisschen Krampus in unserer Zeit würde auf jeden gar nicht schaden. Der Autor hat hier wirklich wieder den Zauber der alten Zeit eingefangen und schreibt einfach düster, fesselnd, einnehmend und absolut spannend. Dabei sind seine Figuren lebendig, strahlen soviel Individualität aus und können einen einfach begeistern und überzeugen. Natürlich nimmt Brom vor Brutalität und Bösartigkeit kein Blatt vor dem Mund und bleibt somit seinem Stil treu. Dabei schafft er es, mit seiner Sprache Bilder zu schaffen, die eine unglaubliche Wirkungskraft haben und einen richtig mitreißen. Eine Geschichte wieder für die Großen und mit jeder Menge Witz und Bosheit, aber vom Feinsten.

von einer Kundin/einem Kunden aus Eisenach am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Der Weihnachtsmann auf Abwegen. Klasse Ansatz und die Umsetzung überzeugt. Ganz klare Empfehlung!


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