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Knockemstiff

Donald Ray Pollock

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Beschreibung

Donald Ray Pollock, geboren 1954, wuchs im US-Bundesstaat Ohio auf. Mit siebzehn Jahren brach er die Highschool ab und nahm einen Job in einer Fleischfabrik an. Danach arbeitete er über dreißig Jahre in einer Papiermühle, zumeist als Lastwagenfahrer. Ende der achtziger Jahre holte er in Abendkursen seinen Schulabschluss nach und schrieb sich an der Ohio State University ein. 2008 erschien sein Debüt 'Knockemstiff', 2011 der Roman 'Das Handwerk des Teufels', für den er u.a. mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet wurde. Donald Ray Pollock lebt in Chillicothe, Ohio.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 24.06.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95438-014-5
Verlag Liebeskind
Maße (L/B/H) 20,1/13,3/2,3 cm
Gewicht 347 g
Auflage 1
Übersetzer Peter Torberg
Verkaufsrang 129154

Buchhändler-Empfehlungen

Ein gewaltiges Buch!

Axel Korinth, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Das Kaff Knockemstiff liegt irgendwo in Ohio. So sehr seine Einwohner auch versuchen der Öde zu entfliehen, kommen sie doch immer wieder zurück in die „Senke“, wo Gewalt, Missbrauch und Drogen allgegenwärtig sind. In lose miteinander verbundenen Geschichten, die sich über einen Zeitraum von etwa 50 Jahren erstrecken, erzählt Donald Ray Pollock von den Einwohnern Knockemstiffs, von denen er selbst einmal einer war. Ein im wahrsten Sinne des Wortes gewaltiges Buch, das gleichermaßen erschreckt wie fasziniert.

Höllentrip

Silke Walther, Thalia-Buchhandlung Radebeul

Wann habe ich zum letzten mal ein Buch mit solcher Sprachgewalt gelesen? Faulkner und Bukowski fallen mir ein. Mehrmals war ich dabei, es aus der Hand zu legen, um diesen Schmutz, diese Desillusionen, das ganze Dilemma der einzelnen Protagonisten nicht mehr erleben zu müssen. Ich konnte nicht. All die Brutalität, diese unheilvollen Schicksale der Menschen lassen den Leser nicht mehr los, lassen ihn am Ende mit all diesen verwobenen Geschichten allein.

Kundenbewertungen

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Bezaubernd kranke Literatur für eine entzauberte kranke Welt
von Julia Stadler aus Mannheim am 30.09.2013

Während andere Autoren sich gerne mal auf Mord, Prostitution und Drogen versteifen wird man in Knockemstiff mit wesentlich mehr konfrontiert, nämlich quasi mit fast allem was der menschlichen Abschaum so zu bieten hat. Der in 18 Kapitel unterteilte Debütroman von Donald Ray Pollock spielt in dem öden, verdreckten und abgefuckte... Während andere Autoren sich gerne mal auf Mord, Prostitution und Drogen versteifen wird man in Knockemstiff mit wesentlich mehr konfrontiert, nämlich quasi mit fast allem was der menschlichen Abschaum so zu bieten hat. Der in 18 Kapitel unterteilte Debütroman von Donald Ray Pollock spielt in dem öden, verdreckten und abgefucktem Städtchen Knockemstiff. Die in den verschiedenen Geschichten auftauchenden Protagonisten stehen diesem in ihrer Verkommenheit in nichts nach. Gleichzeitig entsteht durch die sprachgewaltige Darstellung sowie die durchdacht konstruierten Handlungsstränge Pollocks ein Sog der Widerwärtigkeit, der einen mit nach unten zieht und bis zum Ende nicht mehr aus diesem sittenlosen Morast namens Knockemstiff freigibt. Es ist eine wahre Freude an diesem grausamen Schicksal, das von Generation zu Generation vererbt zu werden scheint, teilzuhaben und mit zu erleben wie die einzelnen Lebenswege aufeinanderprallen, wobei jedes mal mindestens ein Einwohner als Verlierer das Feld räumen muss.

"Hier macht einer Sprache zu seiner Waffe, um gezielt zurückzuschießen." ...auch als E Book...
von einer Kundin/einem Kunden aus Neuss am 31.07.2013
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Nach "Das Handwerk des Teufels", einem der besten und schwärzesten Noir Romane ever, war ich gespannt wie ein Flitzebogen, ob die nun endlich ins Deutsche übersetzten Erzählungen Pollocks ebenso gut und packend sind. - Sind sie! 18 Gewehrschüsse ohne Schalldämpfer. (Fast) Alle auf die 10. Treffer, versenkt. Wehrlos. Pollock... Nach "Das Handwerk des Teufels", einem der besten und schwärzesten Noir Romane ever, war ich gespannt wie ein Flitzebogen, ob die nun endlich ins Deutsche übersetzten Erzählungen Pollocks ebenso gut und packend sind. - Sind sie! 18 Gewehrschüsse ohne Schalldämpfer. (Fast) Alle auf die 10. Treffer, versenkt. Wehrlos. Pollock, bald 60, fing spät mit dem Schreiben an. Es hat sich viel angesammelt. Vor allem Gift. Gift, wie es nur in den Hillybilly Höllenvorstädten wie Knockemstiff (Schlagtsietot) köcheln, brodeln und punktuell explodieren kann. Eigentlich ist es falsch, von einzelnen Gewehrschüssen zu sprechen, "Knockemstiff" ist eine einzige geballte Schrottladung mit eben 18 Kugeln, die einen trifft, egal wie sehr man versucht auszuweichen. Bei jeder Geschichte schaute ich auf die Landkarte, die auf Seite 8/9 abgebildet ist. Wer wohnt wo...denn alle Geschichten, alle Geschehnisse, alle Charaktere sind miteinander verbunden, so dass man schlussendlich einen Roman gelesen hat. So fragmentiert wie eine Schrotladung. Aber genauso tödlich! Pollock gehört für mich jetzt schon zu den modernen amerikanischen Klassikern. Er hat seinen eigenen Stil, auch wenn man erahnt, welche Bücher er gelesen haben könnte. Pollock ist wie Faulkner als Dörrobst. Noch reduzierter, knapper und vor allem lakonischer. Und dadurch noch schmerzvoller. "Das war, bevor sie alt genug für andere Dinge war, und seit sie anfing, mit Jungs herumzumachen, hat sie einen gesucht, der sie von hier wegbringt. Ich wünschte, ich wäre derjenige, wirklich, aber ich glaube nicht, dass ich jemals die Senke hier verlasse, nicht mal für Tina. Ich bin schon mein ganzes Leben Lang hier, wie ein Giftpilz an einem verrotteten Baumstumpf, nicht mal in die Stadt gehe ich, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt." Ich verspreche Ihnen keine Unterhaltungsliteratur, sondern: LITERATUR! Danke Liebeskind! Danke, Herr Kill! Nach Sallis vielleicht auf der nächsten Lit.Cologne!?


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