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Der letzte Krupp

Arndt von Bohlen und Halbach: Das Ende einer Dynastie

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Arndt von Bohlen und Halbach war der letzte Erbe der Krupp-Dynastie. Er hat es nie angetreten. Verzichtete in einer Nacht- und Nebelaktion auf vier Milliarden, um den größten deutschen Stahlkonzern zu retten. Es wurde ihm nicht gedankt. Sein Leben war ein einziges Scheitern. Am 8. Mai 1986 starb Arndt von Bohlen und Halbach, der sich gern Baron nannte und auch "der letzte Krupp". Er war schön, klug, reich - und sehr unglücklich. Wenn je ein Leben einsam war, dann dieses. Er war nicht willkommen, nicht in der Familie auf der Villa Hügel und nicht bei Krupp, jener Firma, die hundert Jahre deutscher Kriegs- und Industriegeschichte prägte. Er war der Spielball von Erbinteressen. Großmutter Bertha, "die Soldatin" der Familie, sorgte für die Scheidung der Eltern. "Ein Erbe ist genug!" Und Berthold Beitz, der Mächtige im Konzern, rang Arndt in einem nächtlichen Coup den Erbverzicht ab. Der letzte Krupp gehörte nirgendwohin. Er hatte keine Chance. Hanns-Bruno Kammertöns hat zwei Jahre lang diesem Leben hinterher-recherchiert, das in den Veröffentlichungen über die Vorfahren nicht vorkommt. Und dabei war der jüngste Spross die Summe ihrer verhängnisvollen Merkmale: Phobien, Realitätsverlust, Homosexualität, Vereinsamung. Zwischen Arndts wilden Jahren als Playboy und seinem Tod liegen die spektakuläre Hochzeit mit Hetty von Auersperg, homosexuelle Beziehungen, Orgien in Marrakesch, Geisterinszenierungen im Jagdschloss Blühnbach, Schönheitsoperationen, Alkohol, Drogen und Verfall. Die Scheinwelt eines Exzentrikers, wie wir sie aus der Boulevardpresse kennen. Zehn Jahre nach dem Tod waren Zeitzeugen bereit, offen Auskunft zu geben über die Lebenshintergründe dieser tragischen Gestalt der frühen bundesrepublikanischen High Society. Entstanden ist das Bild eines programmatischen Scheiterns. Die Geschichte der bedeutendsten deutschen Familiendynastie, wie sie so noch nicht geschrieben wurde, und ihres unseligen Endes - dem vergeudeten Leben des letzten Krupp.
Durchgesehene und erweiterte Neuausgabe, die erste Ausgabe erschien 1998.

Portrait

Hanns-Bruno Kammertöns studierte Jura, danach arbeitete er bei der WAZ in Essen, um 1986 zur ZEIT zu wechseln. Seit Ende 2001 ist er leitender Redakteur bei der ZEIT, seit 2009 verantwortlich für die Titelgeschichten.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 248
Erscheinungsdatum 08.11.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8375-0930-4
Verlag Klartext
Maße (L/B/H) 22,5/16,5/2,5 cm
Gewicht 536 g
Abbildungen zahlreiche Abbildungen
Auflage 1
Verkaufsrang 100.204
Buch (gebundene Ausgabe)
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