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Die Taube

In fünf Monaten wird der Wachmann einer Pariser Bank, der als einzigen Nutzen seiner Tätigkeit das Öffnen des Tores vor dem Direktionswagen erkannt hat, das Eigentum an seiner kleinen Mansarde endgültig erworben haben, wird ein weiterer Markstein seines Lebensplanes gesetzt sein. Doch dieser fatalistische Ablauf wird an einem heißen Freitagmorgen im August 1984 jäh vom Erscheinen einer Taube in Frage gestellt.
Portrait
Patrick Süskind, geboren 1949 in Ambach am Starnberger See, studierte in München und in Aix-en-Provence mittlere und neuere Geschichte und verdiente seinen Lebensunterhalt zunächst mit dem Schreiben von Drehbüchern. 1984 erschien sein Ein-Personen-Stück >Der Kontrabaß<, 1985 sein Roman >Das Parfum<, der 2005 von Tom Tykwer verfilmt wurde. 1987 folgte die Erzählung >Die Taube< und 1991 >Die Geschichte von Herrn Sommer<, mit Illustrationen von Jean-Jacques Sempé. Patrick Süskinds Werk ist in über fünfzig Sprachen übersetzt.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 112 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 23.04.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783257601763
Verlag Diogenes Verlag AG
Dateigröße 2114 KB
Verkaufsrang 15221
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Maja Günther, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein Kammerspiel der besonderen Art! Federleicht kommt die Angst daher & offenbart die tiefsitzenden Selbstzweifel, das "erstarrt sein" im eigenen Leben... Aufwühlend & irritierend!

Kundenbewertungen

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Einfach fabelhaft!
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 04.04.2019

Auf knapp 100 Seiten begibt sich Patrick Süskind auf eine kleine Reise in die Gedankenwelt von Jonathan Noel. Einem Mann, der nach schwerer Vergangenheit zurückgezogen in seiner winzigen Pariser Ein-Zimmer-Wohnung haust und ein Leben in völliger Ereignislosigkeit gewählt hat. Diese friedliche Ruhe und rettende Monotonie finden j... Auf knapp 100 Seiten begibt sich Patrick Süskind auf eine kleine Reise in die Gedankenwelt von Jonathan Noel. Einem Mann, der nach schwerer Vergangenheit zurückgezogen in seiner winzigen Pariser Ein-Zimmer-Wohnung haust und ein Leben in völliger Ereignislosigkeit gewählt hat. Diese friedliche Ruhe und rettende Monotonie finden jedoch in einem weiteren Schicksalsschlag plötzlich ein jähes Ende – auf dem Weg zur Etagentoilette sieht sich Noel mit einer Taube konfrontiert, die zum Fenster hereingeflogen im Flur vor seiner Wohnung sitzt und den Eingang zum rettenden Unterschlupf versperrt; mit unerhört blicklosen Augen das Chaos beschaut, das nun über den neurotischen Einzelgänger hereinbricht. Eine Verkettung des Unglücks folgt diesem Schockmoment, mit dessen Bewältigung Noel gänzlich überfordert ist, unfähig die kleinste Unebenheit in seiner sorgsam eintönig gewählten Existenz zu ertragen oder zu überwinden. Plötzlich heimatlos in der Stadt umherirrend verdichtet sich das große Durcheinander des folgenden Tages zu einem Psychogramm eines im Grunde sehr einsamen Mannes. Süskind zeigt seinem Leser in feinsinniger Beobachtung das fragile innere Gleichgewicht eines komplexen Seelenlebens und lässt es von einem einzigen grauen Flügelschlag aus den Fugen geraten. Genüsslich schildert er die wirren Gedankenspiele des völlig Verzweifelten und verschnürt darin eine sprachlich geniale, subtile Parabel über die Lächerlichkeit der kleinen Dinge, die sich zuweilen ehe wir es uns versehen gurrend aufplustern können und die noch so sicher geglaubten Verhältnisse gründlich ins Chaos stürzen.

Wundervoll!
von Malinka am 21.11.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

"Als ihm die Sache mit der Taube widerfuhr, die seine Existenz von einem Tag zum anderen aus den Angeln hob, war Jonathan Noel schon über fünfzig Jahre alt, blickte auf eine wohl zwanzigjährige Zeitspanne von vollkommener Ereignislosigkeit zurück und hätte niemals mehr damit gerechnet, dass ihm überhaupt noch irgend etwas andere... "Als ihm die Sache mit der Taube widerfuhr, die seine Existenz von einem Tag zum anderen aus den Angeln hob, war Jonathan Noel schon über fünfzig Jahre alt, blickte auf eine wohl zwanzigjährige Zeitspanne von vollkommener Ereignislosigkeit zurück und hätte niemals mehr damit gerechnet, dass ihm überhaupt noch irgend etwas anderes Wesentliches würde widerfahren können als dereinst der Tod." Mit diesem langen, ersten Satz beginnt das kleine Meisterwerk "Die Taube". Als ich diesen Satz gelesen hatte, konnte ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Ich wollte unbedingt wissen, was ihm da wohl widerfahren war und las es in einem durch. Was auch nicht besonders schwierig ist, da das Buch gerade mal 100 Seiten lang ist. Auf diesen 100 Seiten beschreibt Süskind packend die Gedankenwelt eines einsamen Mannes, und zwar so packend und detailliert, dass man gar den Regen riechen kann und die Sonne reflektieren sieht.

Was eine Taube so anrichten kann
von Sandra Enzler aus Bern am 13.10.2010
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Einfach nur komisch. Wunderbar wie die Situation eines Herrn beschrieben wird, als eines Tages eine Taube vor der Türe sitzt und er weder ein noch aus weiss. Achtung, Sie könnten vom Grinsen Muskelkater kriegen!