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In 80 Fettnäpfchen um die Welt

Womit man sich im Ausland so richtig blamiert

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Wer die Suppe schlürft, beweist in Deutschland mangelnde Kinderstube - und in Japan perfekte Tischmanieren. Der Handkuss gilt in Österreich als charmant, in Saudi-Arabien ist er jedoch ein Garant für den Rausschmiss. Und wer weiß bei uns schon, dass man in China Geschenke niemals im Beisein des Schenkenden auspacken darf? Françoise Hauser versammelt Fettnäpfchen aus aller Welt und zeigt auch, wie sie sich umgehen lassen. Ein ebenso unterhaltsames wie aufschlussreiches Buch, das in keinem Reisegepäck fehlen sollte.

Das erfolgreiche Buch erscheint bereits in der 6. Auflage.
Rezension
"Sehr vergnüglich, aber auch sehr lehrreich ist diese interkulturelle Lektüre, die man sich am besten vor der nächsten Reise hineinziehen sollte.", Schaufenster (Die Presse) (A), 31.03.2017
Portrait
Hauser, Françoise
Françoise Hauser, geboren 1967, hat in Erlangen, Nanjing/China und Tainan/Taiwan Sinologie studiert. Sie arbeitet als Journalistin mit Reise- und Asien-Schwerpunkt und ist als Buchautorin sowie Trainerin für interkulturelle Themen tätig. Bei National Geographic erschien von ihr "In 80 Fettnäpfchen um die Welt".
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  • Fettnäpfchen: Wo sie herkommen und wie man sie zielsicher ansteuert

    Wer sich jemals in China bei Tisch geschnäuzt, in Indien die linke Hand zur Begrüßung ausgestreckt oder in den USA einen richtig dreckigen Witz erzählt hat, der weiß: Interkulturelle Begegnungen haben viel mit der letzten Fahrt der Titanic gemeinsam. Wartet man mit den Kurskorrekturen, bis die Spitze des Eisbergs sichtbar ist, hat man sich längst an dessen unsichtbaren Unterwasserausläufern den Rumpf aufgeschlitzt. Und mal ehrlich: Jeder, der bereits im Ausland unterwegs war, hat wohl schon mal die heiße Erkenntnis verspürt, gerade kapital einen versenkt zu haben. Wenn sich eben noch herzlich nette Menschen scheinbar grundlos zurückziehen, die neuen und wirklich freundlichen Bekannten auf einmal einen angeekelten Gesichtsausdruck bekommen, wenn der Kellner schlagartig unhöflich wird oder die potenziellen Geschäftspartner keinerlei Willen mehr zum Vertragsabschluss zeigen dann hat man sich wohl ungewollt kolossal danebenbenommen.
    Alternativ ist es auch ein unglaublich peinliches Erlebnis, anderen beim zielsicheren Endspurt aufs Fettnäpfchen zuzusehen: Der wird doch nicht wirklich in China einen Schlitzaugenwitz erzählen? Hat der jetzt allen Ernstes den Amerikaner zwischen Vorsuppe und Hauptspeise in die Nacktsauna eingeladen? Es schmerzt, anderen dabei zuzuschauen, wie sie in Korea nach einem üppigen Mahl penibel getrennt die Rechnung begleichen, in Dubai Luftküsschen an die weib lichen Angestellten verteilen oder in Italien an der Rezeption mal so richtig dozieren, wie sich aus dem Saftladen noch ein ordentliches Hotel machen ließe.
    Die Möglichkeiten, sich im Ausland zu blamieren, sind vielfältig, und selbst wer meint, sich vor der Reise gut auf die Besonderheiten des Ziellandes vorbereitet zu haben, ist vor peinlichen Benimm-Ausrutschern nicht gefeit. Doch warum eigentlich? Können wir uns nicht einfach die Grundlagen einer anderen Kultur aneignen und damit solcherlei Fehltritte von vornherein verhindern? Denn dass Kulturen unterschiedlich sind und in anderen Ländern auch andere Regeln gelten, wissen wir schließlich alle.

    Kultur! Kultur?
    Doch was bedeutet Kultur in diesem Zusammenhang? Ab wann befindet man sich in einer anderen Kultur und wo genau liegen ihre Grenzen?
    An diesem Begriff arbeiten sich seit vielen Jahrzehnten Sozialwissenschaftler, Anthropologen, Kulturwissenschaftler, Psychologen und wer nicht noch alles ab, sodass es eine Vielfalt von verschraubten Definitionen gibt. Tatsache ist aber: So ganz genau lässt sich eine Kultur nicht abgrenzen weder gefühlt noch wissenschaftlich. Es geht schon damit los, dass sich jede Kultur in Unterkulturen spaltet, und das nicht zu knapp. Vergleichen Sie doch mal das korrekte Begrüßungsritual unter bayrischen Stammtischmitgliedern mit dem einer Gruppe Berliner Punker. Auch das unterschichtige Offenbacher "Wos ged, Alder" lässt die Passanten nur wenige Straßenzüge weiter im Frankfurter Speckgürtel die Augenbrauen nach oben ziehen. Wissenschaftler differenzieren daher gerne nach Alter, Geschlecht, Einkommen, Herkunft und vielen anderen Kriterien. Im Alltag ist das allerdings weniger praktikabel. De facto würde das bedeuten, immer erst nach Ausbildung und Kontostand fragen zu müssen, bevor man sich die Hände reicht (oder eben nicht).
    Nicht minder schwierig ist die Frage: Wo liegen die Grenzen zwischen individuellen Marotten und der gemeinsamen Kultur? Und vor allem: Woran erkennt man sie? Je fremder die Kultur, desto eher tappt der Fremde in die Kulturfalle und schreibt alles Ungewohnte und Unverständliche, jede skurrile Verhaltensweise der lokalen Kultur zu: So geht das hier also! Wer zu schnelle Rückschlüsse zieht, schlürft in Frankreich fortan die Suppe, nur weil er beim ersten Restaurantbesuch in Paris neben einem Rüpel gesessen hat, oder er liegt regional richtig, aber sozial total daneben: Wer die komplizierten Handschlag-Rituale der Gangs von New York beherrsch

  • Fettnäpfchen: Wo sie herkommen und wie man sie zielsicher ansteuert

    Globetrottel aller Welt, blamiert euch  !

    Du und ich: Die erste Begegnung

    Gib mir schmutzige Namen  !

    Verbal ins Abseits: Heikle Themen für unterwegs

    Hallo, Fettnapf  ?

    Von Kopf bis Fuß: Böse Körperteile

    Du bist, was du trägst

    Herrgott-Scheiß-Fettnapf noch mal !

    Können diese Hände lügen  ?

    Sprachlich voll daneben

    Digitale Fettnäpfchen

    Gut geschmiert ist halb gewonnen

    Götter, Geister und Dämonen: Blamage im Jenseits

    Nett gemeint und doch daneben

    Wo die Uhren anders ticken

    Tretminen bei Tisch

    In die Pfanne gehauen

    International absaufen

    Sag niemals Nein

    Blamage mit Anfassen

    Gut gespült

    Gekachelte Fettnäpfchen

    Fettnapf auf Rollen

    In die Vollen: Der Kulturschock

    Fettnapf vom Spezialisten

    Nachwort

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 208
Erscheinungsdatum 10.03.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-30368-2
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 19/12,1/2 cm
Gewicht 200 g
Buch (Taschenbuch)
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K. Meyer, Thalia-Buchhandlung Halle

Für alle die viel Reisen. Viele Info's über gutes Benehmen im Ausland. Fehltritte in dem man sich wieder finden kann. Ein humorvoller Blick auf die eigene und fremde Kulturen.

Nicole Hoffstaetter, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Brüllend komisch und äußerst informativ zugleich. Im Zweifelsfall macht sich diese kleine Auflistung beim nächsten Auslandsaufenthalt sicher gut im Handgepäck.

Kundenbewertungen

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"Wenn einer eine Reise tut ..."
von solveig am 10.04.2014

„… dann kann er viel erzählen“. Das hat schon Matthias Claudius vor mehr als 200 Jahren erkannt und die Reise-Missgeschicke seines „Urian“ geschildert. Da geht es dem modernen Reisenden doch viel besser. Er hat immerhin die Möglichkeit, mit Hilfe eines Reiseratgebers die zahlreichen Benimmfallen, die überall in der Welt ... „… dann kann er viel erzählen“. Das hat schon Matthias Claudius vor mehr als 200 Jahren erkannt und die Reise-Missgeschicke seines „Urian“ geschildert. Da geht es dem modernen Reisenden doch viel besser. Er hat immerhin die Möglichkeit, mit Hilfe eines Reiseratgebers die zahlreichen Benimmfallen, die überall in der Welt auf ihn lauern, weiträumig zu umgehen - zumindest die meisten von ihnen. Die „80 Fettnäpfchen“, die hier in 26 kurzen Kapiteln von Francoise Hauser erläutert werden, stellen natürlich nur eine Auswahl dar. Aber sie geben Geschäftsreisenden und Touristen eine Orientierungshilfe, vor allem für Reisen in asiatische Länder. In sehr humorvoller Form und gut verständlich bringt die Autorin dem Leser mögliche und unmögliche Verhaltensweisen nahe. Aufgeteilt in 26 kurze Kapitel, informiert das Buch über die wichtigsten Regeln in diversen Ländern, sowohl Europas als auch anderer Kontinente. Welche Unterschiede bestehen eigentlich beim geselligen Zusammensein in Deutschland im Vergleich zu China? Was muss ich beachten, wenn ich mich mit Handzeichen verständlich machen will? Die Autorin gibt Ratschläge, wie der (Welt-) Reisende sich korrekt verhält, etwa beim Essen, der Konversation oder in der Freizeit, ja, sogar Gastgeschenke können sozialen Sprengstoff enthalten. Natürlich kann man vieles mit Taktgefühl und Intuition vermeiden. Aber, andere Länder andere Sitten: da wir stets unsere eigene Kultur als Ausgangspunkt nehmen, bleiben genug Gelegenheiten für Fehltritte. Das belegen die angeführten Beispiele recht eindrucksvoll. Wer sich aber so richtig blamieren möchte, der beachte die entsprechend gekennzeichneten, kursiv gedruckten Abschnitte! Mein Fazit: ein unterhaltsam geschriebener „Knigge“, der bequem in jede Handtasche passt, ein launiger Ratgeber für das Verhalten in anderen Kulturen.