Alles - worum es geht

Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2014.

Reihe Hanser Band 62606

Janne Teller

(4)
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Beschreibung

Was bringt einen jungen Mann dazu, grundlos Gewalt anzuwenden? Kann man Intoleranz und Extremismus verstehen? Ist Rache ein gutes Motiv? Können gute Absichten einen Mangel an Verständnis ausgleichen? In ihrem neuen Jugendbuch stellt Janne Teller wieder unbequeme Fragen und führt unsere Vorstellungskraft dahin, wo es wehtut. Mit eindrücklicher Schärfe und Intensität, knapper Syntax und assoziativer Kraft erzählt sie acht Kurzgeschichten über Vorurteile und Intoleranz, Mord und Todesstrafe, Identität und geistige Behinderung, Integration und kulturelle Unterschiede, Träume und Irrtümer. Sie zwingt uns, Stellung zu beziehen, und fordert zum Nachdenken und Diskutieren über unsere Gesellschaft auf.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 144
Altersempfehlung 13 - 16 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 26.08.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-24317-0
Verlag Hanser, Carl
Maße (L/B/H) 21,3/14,1/1,7 cm
Gewicht 272 g
Auflage 3. Auflage
Übersetzer Sigrid Engeler, Birgitt Kollmann
Verkaufsrang 105759

Weitere Bände von Reihe Hanser

Buchhändler-Empfehlungen

I. Schulz, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein beeindruckendes, kurzweiliges und lange nachklingendes Lesevergnügen. Teller bringt den Leser dazu sich mit schwierigen Themen auseinander zu setzen, sie im Großen Ganzen zu betrachten, sowie zwischen den Zeilen zu lesen. Am liebsten würde man noch lange darüber diskutieren.

Ein Buch zum Nachdenken

Iris Rosenthal, Thalia-Buchhandlung Braunschweig

Mit diesem Buch schafft es Janne Teller, den Leser zum Nachdenken anzuregen. Die Kurzgeschichten beinhalten aktuelle Themen, wie Vorurteile, Rassismus und Gewalt. Empfehlenswert als Klassenlektüre durch den aktuellen Bezug, aber natürlich auch für Erwachsene, die sich mit gesellschaftlichen und kulturellen Problemen auseinandersetzen möchten.

Kundenbewertungen

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Übersicht
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Eine Sammlung von Kurzgeschichten.
von kvel am 29.10.2015
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Inhalt und meine Meinung: Dieses Büchlein enthält eine Sammlung von ganz unterschiedlichen Kurzgeschichten, die im wesentlichen das „Alles“ thematisieren. Am besten hat mir gleich der erste Text mit dem Titel „Warum?“ gefallen. Eigentlich war diese Geschichte von allen die am schwersten Verständliche und machte mir somit de... Inhalt und meine Meinung: Dieses Büchlein enthält eine Sammlung von ganz unterschiedlichen Kurzgeschichten, die im wesentlichen das „Alles“ thematisieren. Am besten hat mir gleich der erste Text mit dem Titel „Warum?“ gefallen. Eigentlich war diese Geschichte von allen die am schwersten Verständliche und machte mir somit den Einstieg in das Büchlein nicht leicht. Es wird ein Dialog geschildert, in dem eigentlich kaum etwas gesprochen wird. Und es geht auch aus den Dialogen kaum hervor, wer da mit wem spricht. Aber im Laufe des Textes klärt sich das Bild, so dass dies meiner Vermutung nach ein Patientengespräch einer Psychologin mit einem Jugendlichen ist, der eine Gewalttat begangen hat, in dem sie versucht das Motiv für diese Tat zu erfragen. Die begangene Gewalttat war, dass er genervt von einer brennenden Straßenlaterne jemanden mit einer herumliegenden Eisenstange zusammengeschlagen hat. Beispielzitat (S. 16): “Also bin ich nicht schuld?“ „ ... Nein, eigentlich nicht … “ “Du an meiner Stelle hättest das selbe getan?“ „Äh … das weiß ich nicht … “ „Du bist natürlich nie in meiner Situation gewesen. Aber mal angenommen …?“ „Mal angenommen … Vielleicht ja … “ „Du verstehst es also?“ „ … “ „Auf jeden Fall findest du es nicht merkwürdig, dass jemand in meiner Situation so was gemacht hat? […] Wenn man an die fehlenden Grenzen denkt, an das Licht der Straßenlaterne, den Rost der Eisenstange, dann ist es durchaus verständlich, dass ich das getan habe?“ „ … Ja-a … “ Diese Warum-Geschichte mit ihrem rudimentären Gespräch zeigt die Sprachlosigkeit und Hilflosigkeit von Tätern zu ihren Motiven. Und die immerwährende Güte und positive Grundhaltung, um nicht zu sagen „Verständnis“, von Psychologen gegenüber Gewalttätern, obwohl sie das zugrundeliegende Motiv nicht verstehen. Fazit: Die Texte sollen meiner Meinung nach nicht gefallen, sondern sie sollen berühren und zum Nachdenken anregen.

Worum geht es?
von einer Kundin/einem Kunden aus Leer (Ostfriesland) am 16.09.2013

Egal welches Thema sie anspricht, Janne Teller zwingt ihre Leser immer dazu, nachzudenken. Über unsere Gesellschaft und unsere eigene Rolle darin. Keine einfache, leichte Lektüre, sondern Texte, die man nicht so zur Seite legen kann. Man muss sich schon damit auseinandersetzen. Sie konfrontiert, provoziert auch. Sie zwingt uns h... Egal welches Thema sie anspricht, Janne Teller zwingt ihre Leser immer dazu, nachzudenken. Über unsere Gesellschaft und unsere eigene Rolle darin. Keine einfache, leichte Lektüre, sondern Texte, die man nicht so zur Seite legen kann. Man muss sich schon damit auseinandersetzen. Sie konfrontiert, provoziert auch. Sie zwingt uns hinzuschauen, wo wir eigentlich lieber wegschauen würden. Sie ermutigt zum Handeln, wo wir eigentlich meinen, das müssten wir nicht tun. Dafür braucht sie nicht viele Worte. Ihre Geschichten sind dafür nicht weniger intensiv. „Nichts“ fand ich ziemlich schockierend. „Alles“ schien dies auf den ersten Blick nicht zu sein, bis die volle Wirkungskraft der Texte sich entfaltete. Wer dieses Buch gelesen hat, wird womöglich seine Meinung über einige gesellschaftliche Themen ändern müssen. Aber Lesen heißt zum Glück nicht immer nur Unterhaltung! Gut gemacht, Janne Teller.


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