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Tricks

Acht Erzählungen

(3)

Nobelpreis für Literatur 2013

Tricks, acht meisterliche Erzählungen von Alice Munro: Geschichten über Ausreißer, Entscheidungen, Leidenschaften und Verfehlungen.
Wieder beweist Alice Munro besonderes Gespür für das Geheimnis ihrer Figuren, jenen rätselhaften Bereich, wo Selbstbetrug auf Hoffnungen, gefährliche Illusionen auf die kleinen Tricksereien des Alltags treffen. Der Leser kommt in ihren Geschichten seinem eigenen Leben so nah, dass er schwindlig wird vor Herzleid und Glück.

Portrait

Alice Munro, geboren 1931 in Wingham, Ontario, ist eine der bedeutendsten Autorinnen der Gegenwart. Sie erhielt 2013 die höchste Auszeichnung für Literatur, den Nobelpreis. Ihr umfangreiches erzählerisches Werk wurde bereits zuvor mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Giller Prize, dem Book Critics Circle Award und dem Man Booker International Prize. Alice Munro lebt in Ontario, Kanada. Im Fischer Taschenbuch Verlag liegen vor: ›Himmel und Hölle‹, ›Die Liebe einer Frau‹, ›Der Traum meiner Mutter‹, ›Tricks‹, ›Wozu wollen Sie das wissen?‹, ›Zu viel Glück‹, ›Tanz der seligen Geister‹, ›Offene Geheimnisse‹, ›Glaubst du, es war Liebe?‹, ›Das Bettlermädchen‹, ›Der Mond über der Eisbahn‹, ›Liebes Leben‹, ›Was ich dir schon immer sagen wollte‹, ›Die Jupitermonde‹ und Munros einziger Roman ›Kleine Aussichten‹

Literaturpreise:

(Auswahl:)
Canada-Australia Literary Prize (1977)
Commonwealth Writers' Prize (1991)
Giller Prize for Fiction (1998 und 2004)
Man Booker International (2009)
Trillium Award (2013)
Nobelpreis für Literatur (2013)

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 384 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 29.05.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783104026053
Verlag Fischer E-Books
Dateigröße 1092 KB
Übersetzer Heidi Zerning
Verkaufsrang 15.406
eBook
9,99
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Buchhändler-Empfehlungen

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Oldenburg

Diese Erzählungen sind leise und die Autorin lasst dem Leser Zeit, ihre Figuren kennen zu lernen. Phantastisch. Grosse Literatur in kleiner Form. Diese Erzählungen sind leise und die Autorin lasst dem Leser Zeit, ihre Figuren kennen zu lernen. Phantastisch. Grosse Literatur in kleiner Form.

„Literatur Nobelpreis 2013“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Die kanadische Autorin Alice Munro habe ich immer schon mal wieder umkreist, doch irgendwie hat es zwischen uns nie geklappt. Doch als sie jetzt den Literatur Nobelpreis erhalten hat, habe ich mich endlich an sie herangewagt. Und das Wagnis war ein Gewinn für mich.

Alice Munro erzählt in acht Kurzgeschichten Schicksale von Frauen. Sie macht dies sehr geschickt. Die Geschichten fangen meist ganz langsam an, doch so nach und nach wird man immer tiefer in die Psyche der weiblichen Hauptpersonen hinein gezogen, und häufig überrascht das Ende. Es sind Frauen, die versuchen ihren eigenen Weg zu gehen, doch dabei zumeist an ihre persönlichen Grenzen und an die Grenzen der Gesellschaft in der jeweiligen Zeit stoßen. Dabei muss man natürlich bedenken, dass die Autorin Jahrgang 1931 ist und das Buch ursprünglich 2004 erschienen ist. Viele Stories spielen in den sechziger Jahren, manche sogar noch früher. Es geht in diesen Geschichten um Liebe, Verlust, Pflichtgefühl, Schuld, Geheimnisse und Einsamkeit. Manchen Frauen begegnet man in verschiedenen Stories wieder wie z.B. Juliet. Andere verliert man nach nur einer Geschichte aus den Augen, wie z. B. Carla aus der ersten Geschichte. Gerade bei ihr hätte ich gerne gewusst, ob sie mit ihrer Entscheidung glücklich geworden ist. Und manche Geschichten sind sogar kleine Romane, denn sie bestehen aus mehreren Kapiteln. Die Autorin packt in ihre Geschichten so viel rein, wofür andere Autoren ganze Romane gebraucht hätten. Sie macht dies sehr geschickt in einer kurzen prägnanten Sprache. Häufig gibt es in ihren Geschichten große Zeitsprünge, so dass die Geschichten erst nach Jahren zum Abschluss gebracht werden.

Mich haben diese Geschichten sehr fasziniert. Sie hat so einen guten Blick in die weibliche Psyche und die Gabe, dies sehr klar herauszuarbeiten. Herausgekommen sind kleine Juwelen, gestochen scharf und sehr präzise herausgearbeitet. Ich war erstaunt, wie gut sie mir gefallen haben, denn normalerweise bin ich kein Fan von Kurzgeschichten. Aber diese waren richtig gut! Immer genau die richtige Länge, ein wenig melancholisch und ein wenig zum Nachdenken anregend. Ich kann sie nur empfehlen.
Die kanadische Autorin Alice Munro habe ich immer schon mal wieder umkreist, doch irgendwie hat es zwischen uns nie geklappt. Doch als sie jetzt den Literatur Nobelpreis erhalten hat, habe ich mich endlich an sie herangewagt. Und das Wagnis war ein Gewinn für mich.

Alice Munro erzählt in acht Kurzgeschichten Schicksale von Frauen. Sie macht dies sehr geschickt. Die Geschichten fangen meist ganz langsam an, doch so nach und nach wird man immer tiefer in die Psyche der weiblichen Hauptpersonen hinein gezogen, und häufig überrascht das Ende. Es sind Frauen, die versuchen ihren eigenen Weg zu gehen, doch dabei zumeist an ihre persönlichen Grenzen und an die Grenzen der Gesellschaft in der jeweiligen Zeit stoßen. Dabei muss man natürlich bedenken, dass die Autorin Jahrgang 1931 ist und das Buch ursprünglich 2004 erschienen ist. Viele Stories spielen in den sechziger Jahren, manche sogar noch früher. Es geht in diesen Geschichten um Liebe, Verlust, Pflichtgefühl, Schuld, Geheimnisse und Einsamkeit. Manchen Frauen begegnet man in verschiedenen Stories wieder wie z.B. Juliet. Andere verliert man nach nur einer Geschichte aus den Augen, wie z. B. Carla aus der ersten Geschichte. Gerade bei ihr hätte ich gerne gewusst, ob sie mit ihrer Entscheidung glücklich geworden ist. Und manche Geschichten sind sogar kleine Romane, denn sie bestehen aus mehreren Kapiteln. Die Autorin packt in ihre Geschichten so viel rein, wofür andere Autoren ganze Romane gebraucht hätten. Sie macht dies sehr geschickt in einer kurzen prägnanten Sprache. Häufig gibt es in ihren Geschichten große Zeitsprünge, so dass die Geschichten erst nach Jahren zum Abschluss gebracht werden.

Mich haben diese Geschichten sehr fasziniert. Sie hat so einen guten Blick in die weibliche Psyche und die Gabe, dies sehr klar herauszuarbeiten. Herausgekommen sind kleine Juwelen, gestochen scharf und sehr präzise herausgearbeitet. Ich war erstaunt, wie gut sie mir gefallen haben, denn normalerweise bin ich kein Fan von Kurzgeschichten. Aber diese waren richtig gut! Immer genau die richtige Länge, ein wenig melancholisch und ein wenig zum Nachdenken anregend. Ich kann sie nur empfehlen.

Kundenbewertungen

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Bis an den Rand
von Polar aus Aachen am 21.08.2008
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Wo andere Schriftsteller Erzählungen bis auf wenige Seiten kürzen, testet Alice Munro ihre Geschichten bis an die Grenze zur Novelle, zum Roman hin aus. In ihnen fasst sie ganze Leben in Abschnitte zusammen, wechselt die Perspektiven und behält doch eines im Blick: Das Schicksal. Dies mag ein altmodischer... Wo andere Schriftsteller Erzählungen bis auf wenige Seiten kürzen, testet Alice Munro ihre Geschichten bis an die Grenze zur Novelle, zum Roman hin aus. In ihnen fasst sie ganze Leben in Abschnitte zusammen, wechselt die Perspektiven und behält doch eines im Blick: Das Schicksal. Dies mag ein altmodischer Begriff sein, doch in Tricks folgt sie den feinfühligen Windungen von Ehen, Aufbrüchen und ungewolltem Scheitern. Was sich auf dem Papier anfühlt, als stände das Glück kurz bevor, erweist sich im Alltag als nicht lebensfähig: Lügen wie Betrug erwachsen dem Nichts, fußen fast immer in Verblendung, Verklärung, dem Versuch, einem Leben zu entfliehen. Eine Tochter fühlt sich in „Verfehlungen“ angesichts des Dauerstreits ihrer Eltern adoptiert, bis das schreckliche Geheimnis in Gestalt von Delphine, der Beinah-Mutter, aufkreuzt, die hellseherischen Kräfte von Tessa in „Kräfte“ bringen sie an der Seite eines Geschäfte witternden Mannes direkt in die Anstalt, wo sie ausgerechnet ihre Freundin Nancy ausfindig macht, die die beiden zusammengebracht hat, oder in „Leidenschaft“ endete ein flackernde Liebe in einem Unfall und der Erkenntnis, dass eine Frau den Bruder besser nicht heiraten sollte. Allesamt brüchige, fragile Geschichten, auf ein Mindestmaß reduziert, was ihren besonderen Reiz ausmacht, da der Leser mehr hinter den Erzählungen entdeckt, als Alice Munro preisgeben will. Ganz wie das Titelbild verspricht. Geschichten von Frauen, die ihren Schatten berühren.