Thomas Kling. Zur Leitcodierung

Manhattan Schreibszene

Eine Sendung an den Autor Thomas Kling verfehlt ihren Adressaten auf der Raketenstation und wird der Leitcodierung zugeführt. Wo aber findet die Leitcodierung literarischer Sendungen statt? Ist Leitcodierung überhaupt Teil des philologischen Ethos? Ein Fundstück aus Klings Archiv provoziert, ein Umschlag, den die Künstlerin Ute Langanky, Frau von Thomas Kling, aufbewahrt und für dieses Buch fotografiert hat. Welche Rolle spielt das Archiv als Speicher für die Materialität einer literarischen Sendung zwischen Schreibszene und Publikation? Ein Archiv, das in »seltener Vollständigkeit« (Alena Scharfschwert) die Nachlassdokumente und Nachlassbibliothek auf der Raketenstation Hombroich an dem Ort versammelt, an dem der Dichter in den letzten zehn Jahren seines Lebens gelebt und gearbeitet hat?Nach dem vorläufigen Abschluss der Erschließungsphase des Thomas-Kling-Archivs wird zum ersten Mal dessen Materialreichtum in einer Faksimileedition der Arbeitshandschriften von einem der zentralen Gedichtkomplexe in Klings Werk sondiert: »Manhattan Mundraum« und »Manhattan Mundraum Zwei«.»Manhattan Mundraum« eröffnet den ersten Gedichtband, »morsch« (1996), der nach Klings Umzug auf die Raketenstation Hombroich erscheint. »Manhattan Mundraum Zwei« bildet den Auftakt seines Gedichtbands »Sondagen« (2002).
Portrait
Kerstin Stüssel ist Professorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft. Zahlreiche Arbeiten zur deutschen Literatur des 17.-21. Jahrhunderts. Schwerpunkte in der Realismus- und der Gegenwartsliteraturforschung sowie im Spannungsfeld zwischen Literatur und Museum (Schiller in Dresden. Dauerausstellung im Schillerhäuschen, Dresden-Loschwitz, 2005). Veröffentlichungen u.a. Museumsarbeit und geisteswissenschaftliches Studium (2006), Magie der Geschichten. Weltverkehr und Literatur, hg. mit M. Neumann (2010), Entlegene Orte, verschollene Subjekte, verdichtetes Wissen: Problematisches Erzählen zwischen Literatur und Massenmedien (2013).

Gabriele Wix, 2007 promoviert über Max Ernst, arbeitet als Lehrbeauftragte an der Schnittstelle von Literatur-/Editionswissenschaft und Kunstgeschichte. Sie ist Herausgeberin der englisch-deutschen Sprachskulpturen des amerikanischen Konzeptkünstlers Lawrence Weiner und Kuratorin einer Ausstellungsreihe zum Künstlerbuch. Veröffentlichungen u.a.: Max Ernst. Maler, Dichter, Schriftsteller (2009), Nach bildende Kunst/After Fine Art. Lawrence Weiner (2012), Lektüren. Zu den Künstlerbüchern des Schweizer Malers Stefan Steiner (2013).
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Herausgeber Kerstin Stüssel, Gabriele Wix
Seitenzahl 96
Erscheinungsdatum 01.10.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8353-1375-0
Verlag Wallstein Verlag
Maße (L/B/H) 25,1/20/1,2 cm
Gewicht 370 g
Abbildungen ca. 50 Abbildungen, z. T. farbige
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