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Der Sternengarten

Historischer Roman

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Schloss Gottorf bei Schleswig, 1640: Die junge Sophie kommt an den Hof des Herzogs, um das Gartenhandwerk zu erlernen - ebenso wie der junge Perser Farid, ein Souvenir der letzten fürstlichen Orient-Expedition. Sophie und Farid finden zueinander, doch die Wirrnisse der Zeit gefährden ihr Glück. Denn beider Schicksal verknüpft sich immer enger mit den tollkühnen Plänen des Fürsten, in seinen Gärten das achte Weltwunder zu erbauen. Immer wieder nimmt Sophies Leben dramatische Wendungen, bis sie schließlich erkennt: Für die Liebe ist kein Weg zu weit.
Rezension
»Tolle Mischung aus Historie und Drama.«, Tina, Anke Gappel, 09.10.2013
Portrait
Katrin Burseg lebt als Journalistin und Autorin mit ihrer Familie in Hamburg. Schon während ihres Studiums der Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft beschäftigte sie sich mit dem römischen Barock und arbeitete für mehrere Zeitungen. Später ging sie für ein halbes Jahr nach Rom, wo sie auch den Spuren Christinas von Schweden begegnete. Nach mehreren Stationen in der deutschen Pressebranche ist sie heute Geschäftsführerin der Redaktionswerft, einem Verlag, der Zeitschriften im Entertainmentbereich puliziert. Die Autorin hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht, "Die Rebellin des Papstes" ist ihr zweiter historischer Roman.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 656 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 13.08.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783827076359
Verlag EBook Berlin Verlag
Dateigröße 1058 KB
eBook
13,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Der Sternengarten
von dorli am 16.01.2014
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Schleswig 1640. Nachdem ihr Vater und ihr Bruder Christian von einem Ochsentrieb nicht zurückgekehrt sind, lässt die 12-jährige Sophie ihre kleine Schwester Melissa bei der Kräuterfrau Johanna Michels zurück und macht sich in der Kleidung ihres Bruders auf den Weg nach Gottorf, um als Gartenjunge zu arbeiten. In "Der Sternengarten"... Schleswig 1640. Nachdem ihr Vater und ihr Bruder Christian von einem Ochsentrieb nicht zurückgekehrt sind, lässt die 12-jährige Sophie ihre kleine Schwester Melissa bei der Kräuterfrau Johanna Michels zurück und macht sich in der Kleidung ihres Bruders auf den Weg nach Gottorf, um als Gartenjunge zu arbeiten. In "Der Sternengarten" entführt Katrin Burseg den Leser in die Zeit der Regentschaft des Herzogs Friedrich III. nach Gottorf. Nach einem kurzen Prolog beginnt die eigentliche Geschichte mit der öffentlichen Hinrichtung des für die fehlgeschlagene Orientexpedition verantwortlich gemachten Otto Brüggemann. Herzog Friedrich hat nach dem Debakel der Persienreise seine Handelspläne aufgegeben und wendet sich nun anderen Ideen und Träumen zu. Friedrich lässt nördlich des Gottorfer Schlosses den Neuwerk-Garten angelegen und plant hier den Bau eines Globushauses mit einem begehbaren Riesenglobus. Es ist Katrin Burseg hervorragend gelungen, Sophies Geschichte in diese historischen Begebenheiten einzubetten. Fiktive und historische Figuren werden einleuchtend miteinander kombiniert, das Zusammenspiel ist gut durchdacht und ausgeklügelt. Man kann Sophies Lebensweg und ihren Werdegang in Gottorf von der Gartenarbeit über die Blütenmalerei für den Gottorfer Codex bis hin zu ihrer Mithilfe an den Plänen für den Globus sehr gut verfolgen und lernt dabei auch historische Persönlichkeiten wie den Hofmathematiker Adam Olearius oder den Kunstschmied Andreas Bösch gut kennen. Die lebendige, flüssige Schreibstil und besonders das anschauliche Erzählen haben mich begeistert. So lässt die Autorin den Perser Farid ganz farbenprächtig seine Heimatstadt Istefan beschreiben oder Olearius sehr detailliert von der Planung und dem Bau des Globusses berichten und dessen genaue Funktion erklären, so dass man sich ein sehr gutes Bild von diesem technischen Wunderwerk der damaligen Zeit machen kann. Katrin Burseg lässt auch die politischen Verwicklungen und die Schwierigkeiten in der von Kriegen strapazierten Region nicht aus. Seine kostspieligen Vorhaben will der Herzog mittels Steuererhöhungen finanzieren. Eine Maßnahme, die der Ritterschaft ein Dorn im Auge ist, da Friedrich die erforderliche Zustimmung der Ritter bei Steuerbewilligungen außer Acht lassen will. Es kommt zu Unruhen. Die Autorin hat den Ritter Christian Rantzau als Bösewicht für ihren Roman auserkoren, hat aber im Nachwort erklärt, ihm mit dieser Rolle Unrecht zu tun. Nichtsdestotrotz spielt Rantzau den ihm zugedachten Part mehr als gut – er ist brutal und grausam und sieht sich selbst mit seinem Tun völlig im Recht, er ist der Meinung, Gott wäre auf seiner Seite. Besonders Sophie muss durch Rantzau sehr viel Leid erfahren. Der Roman spielt in der Zeit von 1640 bis 1658. Eine recht große Zeitspanne. Ich hatte manchmal das Gefühl, als würde ich von einem großen Ereignis zum nächsten hüpfen und die Geschehnisse dazwischen würden viel zu schnell an mir vorbeiziehen. Hier und da hätte ich gerne noch mehr über Sophies Alltag gelesen. Aber das hätte dann wohl den Rahmen dieses ohnehin schon über 600 Seiten starken Romans gesprengt.