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Gesichertes

Stories

(5)
»Übrigens hat Papa mich letztens angerufen«, sagte Georg mit einem kleinen Lachen. »Er hat gefragt, ob ich das Elterngeld überhaupt noch bräuchte oder ob ich inzwischen anderweitig ein gesichertes Einkommen hätte.«
»Und, was hast du gesagt?«, fragte ich.
Georg antwortete nicht. »Das fand ich nett, wie er das gesagt hat«, sagte er nur. »Anderweitig ein gesichertes Einkommen.«
Nichts ist gesichert in diesen Geschichten, die Hanna Lemke in »Gesichertes« versammelt hat, die Liebe nicht und schon gar nicht das Einkommen. Die jungen Frauen und Männer ziehen durch die Clubs und Kneipen der Städte genauso wie durch ihre Wohngemeinschaften und Jobs. Zu jung, um etabliert, zu alt, um sorglos zu sein, lassen sie sich treiben durch eine Welt voll verbrauchter Gesten und beobachten dabei mit verstörender Empfindsamkeit sich selbst und die anderen.
Alles, was Georg besitzt, passt in eine Reisetasche, und wenn ihm langweilig wird, zieht er wieder aus. Doch solange er da ist, ist es schön. Katrin sieht überall Idioten, eigentlich müsste sie immer eine Knarre dabei haben. Und das Glück, das Milan immer hatte, auch bei seinem Autounfall, wollte er vermutlich gar nicht.
In einer eindringlich konzentrierten Sprache erkundet Hanna Lemke die zufälligen Begegnungen und brechenden Beziehungen, die Stimmungen, Spannungen und Unsicherheiten an den Randgebieten einer Jugend, die nicht enden will, und erzählt von der existenziellen Suche nach einer Haltung, die keine Pose ist.
Portrait
Hanna Lemke, geboren 1981 in Wuppertal, studierte von 2002 bis 2006 am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Sie lebt in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 192 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 15.11.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783888976735
Verlag Verlag Antje Kunstmann GmbH
Dateigröße 1051 KB
eBook
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Erstaunliches Debüt !“

Georg Grätz, Thalia-Buchhandlung Wuppertal

Hanna Lemke erzählt Geschichten von jungen
Menschen an der Schwelle zum Erwachsensein.
Es geht um Beziehungen und Haltungen. Die
Handlungsorte sind Clubs und Kneipen,
Wohngemeinschaften oder Urlaubsorte.
Momentaufaufnahmen.Fast alles ist in der
Schwebe,nichts gesichert.Die Autorin skizziert eher, deutet an, schafft den Rahmen, die Stimmung, die Atmosphäre. Zu wenig, um leicht unterhalten zu
werden, aber genug, um beim Leser die
Fantasie in Gang zu setzen: über das Woher und Wohin der Akteure und das Warum bestimmter Verhaltensweisen. Eine verknappte, konzentrierte
Sprache mit Sogwirkung. Der bemerkenswerte
Debütroman einer jungen Wuppertalerin !!!
Hanna Lemke erzählt Geschichten von jungen
Menschen an der Schwelle zum Erwachsensein.
Es geht um Beziehungen und Haltungen. Die
Handlungsorte sind Clubs und Kneipen,
Wohngemeinschaften oder Urlaubsorte.
Momentaufaufnahmen.Fast alles ist in der
Schwebe,nichts gesichert.Die Autorin skizziert eher, deutet an, schafft den Rahmen, die Stimmung, die Atmosphäre. Zu wenig, um leicht unterhalten zu
werden, aber genug, um beim Leser die
Fantasie in Gang zu setzen: über das Woher und Wohin der Akteure und das Warum bestimmter Verhaltensweisen. Eine verknappte, konzentrierte
Sprache mit Sogwirkung. Der bemerkenswerte
Debütroman einer jungen Wuppertalerin !!!

„Ungesichertes“

Ulrike Seine, Thalia-Buchhandlung Lingen

Mit- und Endzwanziger auf der Suche, wonach eigentlich? Sie haben Ausbildung oder Studium abgeschlossen oder stecken noch mittendrin, aber das scheint nicht ihr Problem, das liegt auf der zwischenmenschlichen Ebene. Auch wenn es nach außen hin feste Beziehungsstrukturen gibt, kann dies die Leere in den Beziehungen nicht verdecken.
Hanna Lemke ist ein eindrucksvoller Kurzgeschichtenband gelungen.
Mit- und Endzwanziger auf der Suche, wonach eigentlich? Sie haben Ausbildung oder Studium abgeschlossen oder stecken noch mittendrin, aber das scheint nicht ihr Problem, das liegt auf der zwischenmenschlichen Ebene. Auch wenn es nach außen hin feste Beziehungsstrukturen gibt, kann dies die Leere in den Beziehungen nicht verdecken.
Hanna Lemke ist ein eindrucksvoller Kurzgeschichtenband gelungen.

„Lakonisch“

Christina Nolte, Thalia-Buchhandlung Wuppertal

Ich bin kein großer Freund von Kurzgeschichten – dachte ich…
Hanna Lemke macht mich aber vielleicht zu einem!
Sie schreibt über ein Segment ihrer Generation, das nach Abitur, Studium und mit einem Umfeld aus Freunden, Familie und (potentiellen) Liebhabern, eigentlich zufrieden sein müsste. Man ist es aber nicht. Man sucht nach dem Vertrauten im Unbekannten, nach der Fremde im Selbst und lässt sich fallen in einem Leben, das Alles und Nichts zu bieten scheint.
Einige ihrer Stories sind herrlich verspielt und kurzweilig, nach anderen habe ich eine Nachdenk-Pause gebraucht.
Außergewöhnlich an Hanna Lemkes Schreibstil ist, dass sie die Kunst des Weglassens beherrscht; Reduktion, die es uns ermöglicht zwischen den Zeilen zu lesen und die somit Platz lässt, um jede einzelne Geschichte individuell zu interpretieren.
Kleine Texte ganz groß!!
Ich bin kein großer Freund von Kurzgeschichten – dachte ich…
Hanna Lemke macht mich aber vielleicht zu einem!
Sie schreibt über ein Segment ihrer Generation, das nach Abitur, Studium und mit einem Umfeld aus Freunden, Familie und (potentiellen) Liebhabern, eigentlich zufrieden sein müsste. Man ist es aber nicht. Man sucht nach dem Vertrauten im Unbekannten, nach der Fremde im Selbst und lässt sich fallen in einem Leben, das Alles und Nichts zu bieten scheint.
Einige ihrer Stories sind herrlich verspielt und kurzweilig, nach anderen habe ich eine Nachdenk-Pause gebraucht.
Außergewöhnlich an Hanna Lemkes Schreibstil ist, dass sie die Kunst des Weglassens beherrscht; Reduktion, die es uns ermöglicht zwischen den Zeilen zu lesen und die somit Platz lässt, um jede einzelne Geschichte individuell zu interpretieren.
Kleine Texte ganz groß!!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
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Sicher nichts Gesichertes
von K. Beetz aus Reutlingen am 31.08.2010
Bewertet: Buch (gebunden)

Nichts ist sicher im Leben, schon gar nicht in den Kurzgeschichten von Hanna Lemke. Sie erzählen von jungen Menschen, die nicht genau zu wissen scheinen, was sie wollen und wohin sie gehören, oft erstaunt über sich und ihre eigenen Handlungen, ihr provisorisches kleines Leben führend. Mit einfacher, aufs Wesentliche... Nichts ist sicher im Leben, schon gar nicht in den Kurzgeschichten von Hanna Lemke. Sie erzählen von jungen Menschen, die nicht genau zu wissen scheinen, was sie wollen und wohin sie gehören, oft erstaunt über sich und ihre eigenen Handlungen, ihr provisorisches kleines Leben führend. Mit einfacher, aufs Wesentliche konzentrierter Sprache und genauer Beobachtungsgabe, leise und eindringlich zugleich erzählt, lässt Hanna Lemke ihre Geschichten meist als offene Frage enden, die dem Leser genug Raum für eigene Gedanken lässt. Vielleicht nicht jedermanns Sache – aber Blockbuster gibt es ja schon genug.

Gesichert - Ja, was denn?
von Katja Burke aus Lingen (Lookentor-Passage am 07.05.2010
Bewertet: Buch (gebunden)

Hanna Lemke, die junge Autorin dieser Kurzgeschichten, hat hier etwas geschaffen, das nicht leicht verständlich, nicht festzumachen ist. Die Leere in einem Leben, in dem alles gesichert und doch nichts sicher ist. Die Leere im Leben einer Generation, nach der Schule, nach oder während des Studiums, ohne das Wissen,... Hanna Lemke, die junge Autorin dieser Kurzgeschichten, hat hier etwas geschaffen, das nicht leicht verständlich, nicht festzumachen ist. Die Leere in einem Leben, in dem alles gesichert und doch nichts sicher ist. Die Leere im Leben einer Generation, nach der Schule, nach oder während des Studiums, ohne das Wissen, was, wieso, warum und überhaupt. Es sollte doch alles gut sein, es sollte doch alles spitze sein - aber irgendetwas fehlt. Nichts kann die Protagonisten aus dieser Leere hinaus helfen, keine Extravaganz, keine Experimente. Was ist passiert, das all der Enthusiasmus der Abiturzeit verloren gegangen ist? Die Begegnungen, von denen hier erzählt wird, sind ebenso kurz und unbedeutend, ebenso bedeutend und nachwirkend wie die Storys an sich.