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Die Sonnenposition

(5)
Der rundliche Rheinländer Altfried Janich findet nach der Wiedervereinigung eine Stelle im »Ostschloss«, einem alten Barockbau, der neuerdings eine psychiatrische Anstalt beherbergt. Hier hält er es für seine Aufgabe, seinen Patienten gegenüber die Sonnenposition einzunehmen, ihnen eine Orientierung zu geben. Als sein Freund Odilo durch einen rätselhaften Autounfall zu Tode kommt, gerät er selbst auf die Nachtseite der Dinge. Patienten rücken ihm zu nahe, Erinnerungen bedrängen ihn, seine Familiengeschichte holt ihn ein. Alle Geschichten seines Lebens scheinen hier zu enden, und bald stellt sich die Gewissheit ein, dass er aus dem Schloss nicht mehr wegkommen wird.
Ein Roman über die Macht der Zeit, über Erinnerung und zeitlose Verbundenheit. Ein Roman über fragile Identitäten, über den schönen Schein und die Suche nach dem inneren Licht – funkelnd, glasklar und von subtiler Spannung.
Portrait

Marion Poschmann, 1969 in Essen geboren, studierte Germanistik und Slawistik und lebt heute in Berlin. Für ihre Prosa und Lyrik wurde sie vielfach ausgezeichnet. Zuletzt erhielt sie den Peter-Huchel- Preis und den Ernst-Meister-Preis für Lyrik; ihr Roman Die Sonnenposition stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und gewann den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis 2013.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 337 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 19.08.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783518734605
Verlag Suhrkamp
Dateigröße 1513 KB
Verkaufsrang 27.393
eBook
10,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

Katrin Schlüter, Thalia-Buchhandlung Essen

Anspruchsvoller Roman über Leben und Vergehen. Schwer lesbar. Anspruchsvoller Roman über Leben und Vergehen. Schwer lesbar.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
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Ein poetisches Meisterwerk
von einer Kundin/einem Kunden aus Langenselbold am 15.11.2015
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Inhalt: Altfried betreut in einer Anstalt auf einem Schloss seine Patienten psychologisch. Er ist die Sonnenposition seiner Patienten, die Konstante, der Trost. Doch eines Tages stirbt Altfrieds Freund Odilo, und seitdem ist alles anders, Odilo geistert in seinen Gedanken herum und plötzlich muss Altfried sein ganzes Leben noch einmal aufwühlen.... Inhalt: Altfried betreut in einer Anstalt auf einem Schloss seine Patienten psychologisch. Er ist die Sonnenposition seiner Patienten, die Konstante, der Trost. Doch eines Tages stirbt Altfrieds Freund Odilo, und seitdem ist alles anders, Odilo geistert in seinen Gedanken herum und plötzlich muss Altfried sein ganzes Leben noch einmal aufwühlen. Tagsüber ist er für die Patienten da, nachts muss er selbst Dinge verarbeiten. Meinung: Zunächst ist das Cover wunderschön mit den zwei Händen, die man primär nicht entdeckt und den vielen Blumen. Ich habe mich für dieses Buch entschieden, weil ich einfach mal etwas anderes lesen wollte, etwas tiefsinniges, was mich nachdenklich stimmt. Und gleich am Anfang hatte ich das Gefühl, auch genau das zu bekommen, was ich erwartet habe. Der Anfang ist wortgewandt und stimmungsvoll. Sogleich hat mich das Buch um einige Zitate bereichert. Der einmalig außergewöhnliche Sprachstil der Autorin hat mich in den Bann gezogen. Ich war fasziniert von dieser Eloquenz und Wortgewalt, die in mir eine tiefsinnige Nähe zu dem Protagonisten ausgelöst haben. In dem Buch geht es nicht darum eine Geschichte zu erzählen und diese ist möglichst spannend, nein, die Autorin erzählt die Geschichte so als würde sie ein barockes Kunstwerk malen. es sind nicht nur Worte, die eine Geschichte vorantreiben, sondern eine Kunst, die mich tief berührt hat. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie fasziniert ich von der Konstellation der Sätze war..von der Wortwahl...dem Tempo. Ich habe mich gefühlt, wie ein Passant, der fasziniert einen Künstler beobachtet. So ein Buch habe ich noch nie gelesen, in dem die Poesie nicht nur lesbar und bemerkbar war, sondern auch spürbar. Nicht nur hochpoetisch ist dieses Werk, sondern es regt dazu an sich Gedanken zu machen über die menschliche Psyche und über sich selbst. Teilweise waren Wahrheiten und Gedankengüter dabei, über die ich nicht nachgedacht habe. Man spricht hier von einer Bereicherung. Der Protagonist ist zwar nicht der glänzende Held der Geschichte, er ist mir jedoch sehr sympathisch gewesen. besonders seine Studentenzeit hat mich an meine erinnert, zwar nicht alles, aber vieles. Das Buch hat somit all meine Erwartungen übertroffen. Es hat mich tiefer berührt, als ich gedacht habe und mich sehr beeindruckt ob des wunderschönen Schreibstils. Einen negativen Punkt habe ich anzumerken: die Handlung ist eher stockend und teilweise hat man das Gefühl, sie sei gar nicht vorhanden, aber das ist bei diesem Werk vollkommen egal, denn das Hauptaugenmerk lag bei mir eher bei dem Genuss der Worte. In den verschiedenen Kapiteln werden Dinge in eine gewisse logische Reihenfolge gebracht, also Einteilung der Patienten oder die Phasen des Lebens anhand von Tapeten etc. Dies fand ich einerseits sehr klug gewählt, da man ohne groß eine Geschichte drum herum zu bauen, einfach die Dinge erzählen kann, die man möchte. Dafür geht natürlich eine flüssige Handlung verloren, da diese Dinge nun mal aufgezählt werden hat man als Leser einen informativen Input, dafür ist es schwierig eine Handlung zu zu ordnen. Ein wunderschönes, poetisches Werk. Tiefsinnig und ein Kunstwerk. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

Poetische Sprache, vielschichtige Charaktere und ein faszinierender Blick in die Vergangangenheit!
von warmerSommerregen aus Essen am 07.03.2015
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Der 32jährige rundliche Rheinländer Altfried Janich ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Nach der Wiedervereinigung findet er eine Anstellung im Ostschloss, welches ein alter und heruntergekommener Barockbau ist, der nun als psychiatrische Anstalt dient. Dort sieht er es als seine Aufgabe an, den Patienten Orientierung zu schenken und für sie... Der 32jährige rundliche Rheinländer Altfried Janich ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Nach der Wiedervereinigung findet er eine Anstellung im Ostschloss, welches ein alter und heruntergekommener Barockbau ist, der nun als psychiatrische Anstalt dient. Dort sieht er es als seine Aufgabe an, den Patienten Orientierung zu schenken und für sie die Sonnenposition einzunehmen. Doch nach dem rätselhaften Autounfall seines Freundes Odilo, bei dem dieser tödlich verunglückt, beginnt Altfried auf die Nachtseite der Dinge zu geraten. Er kann die Nächte über nicht schlafen, geisert durch die Gänge, denn er wohnt in dem Ostschloss. Er fühlt sich von den Patienten bedrängt und bemerkt den Zerfall des Gebäudes. Es werden auch ein paar Patienten und deren Geschichten vorgestellt, zum Beispiel die zweifache Mutter, die nun ihre Schwangerschaften verheimlicht und ihre gerade geborenen Kinder ertränkt, erfriert oder stranguliert.. Oder auch den Mann, der alles mindestens in doppelter Ausführung besitzen muss, damit er, falls das eine Produkt kaputt geht, sofortigen Ersatz hat und nicht Angst haben muss, dass sein Gerät oder Kleidungsstück nicht mehr zu haben ist. Altfried denkt nach und nach immer mehr über seine eigene Vergangenheit nach, auch daran, wie er Odilo kennen lernte. Er erinnert sich an Odilo, den erfolgreichen Freund, der im Labor arbeitete, an Biolumineszenz forschte und versuchte, per Genmanipulation Mäuse leuchten zu lassen. Doch was Altfried zunächst verwundert ist, dass seine Schwester Mila von dem Tod Odilos ebenfalls betroffen ist und als er von ihrer Beziehung erfährt, weiß er zunächst nicht, wie er damit umgehen soll. Altfried wundert sich, was Odilo ihm bedeutet hat. Schließlich war dieser kein richtiger Freund, oder etwa doch? Es war schwieig, Odilo nahe zu sein.. Er war konservativ und verklemmt, er war Karrietist und Einzelkind.. Nach und nach beginnt Altfried zu verstehen, die Erinnerungen führen in das Schloss und er beginnt sich sicher zu sein, nie mehr aus dem Schloss heraus zu kommen. Marion Poschmann, die Germanistik, Philosophie und Slawistik studierte, hat mit ihrem Roman “Die Sonnenposition” ein außergewöhnliches Werk geschaffen. Poetisch beschreibt sie Altfrieds Gefühle, sodass man sie sehr gut nachvollziehen, ja, nachfühlen kann. Die Beschreibungen des Ostschlosses und der Patienten haben mich sehr beeindruckt. Auch wie sie die verschiedenen Handlungen und Personen miteinander verwoben hat, war für mich sehr faszinierend. Auch, wie der Umgang mit den Insassen beschrieben wird, war sehr interessant für mich. Odilos Experimente mit Biolumineszenz konnten auch meine Neugierde wecken und ich bleibe beeindruckt zurück, von dieser poetischen Sprache, dieser Art sich auszudrücken und die vielschichtigen Charaktere mit Leben zu füllen. Es hieß, dieses Buch würde von der Macht der Zeit, der Erinnerung und der zeitlosen Verbundenheit, sowie über fragile Identitäten, den schönen Schein und der Suche nach dem innreren Licht berichten. Dieses Versprechen wurde gehalten! Ich kann dieses Buch wirklich weiterempfehlen, nur sollte man sich beim Lesen Zeit nehmen, um die Sprache, die Metaphern und Vergleiche und eingeflochtenen Theorien, zum Beispiel zu Ort und Zeit, wirklich verstehen und über sie nachdenken zu können. Denn dieses Buch regt zum Nachdenken an und lässt den Leser lange nicht los.

Poetische Sprache, vielschichtige Charaktere und ein faszinierender Blick in die Vergangangenheit!
von einer Kundin/einem Kunden aus Essen am 07.03.2015
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Der 32jährige rundliche Rheinländer Altfried Janich ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Nach der Wiedervereinigung findet er eine Anstellung im Ostschloss, welches ein alter und heruntergekommener Barockbau ist, der nun als psychiatrische Anstalt dient. Dort sieht er es als seine Aufgabe an, den Patienten Orientierung zu schenken und für sie... Der 32jährige rundliche Rheinländer Altfried Janich ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Nach der Wiedervereinigung findet er eine Anstellung im Ostschloss, welches ein alter und heruntergekommener Barockbau ist, der nun als psychiatrische Anstalt dient. Dort sieht er es als seine Aufgabe an, den Patienten Orientierung zu schenken und für sie die Sonnenposition einzunehmen. Doch nach dem rätselhaften Autounfall seines Freundes Odilo, bei dem dieser tödlich verunglückt, beginnt Altfried auf die Nachtseite der Dinge zu geraten. Er kann die Nächte über nicht schlafen, geisert durch die Gänge, denn er wohnt in dem Ostschloss. Er fühlt sich von den Patienten bedrängt und bemerkt den Zerfall des Gebäudes. Es werden auch ein paar Patienten und deren Geschichten vorgestellt, zum Beispiel die zweifache Mutter, die nun ihre Schwangerschaften verheimlicht und ihre gerade geborenen Kinder ertränkt, erfriert oder stranguliert.. Oder auch den Mann, der alles mindestens in doppelter Ausführung besitzen muss, damit er, falls das eine Produkt kaputt geht, sofortigen Ersatz hat und nicht Angst haben muss, dass sein Gerät oder Kleidungsstück nicht mehr zu haben ist. Altfried denkt nach und nach immer mehr über seine eigene Vergangenheit nach, auch daran, wie er Odilo kennen lernte. Er erinnert sich an Odilo, den erfolgreichen Freund, der im Labor arbeitete, an Biolumineszenz forschte und versuchte, per Genmanipulation Mäuse leuchten zu lassen. Doch was Altfried zunächst verwundert ist, dass seine Schwester Mila von dem Tod Odilos ebenfalls betroffen ist und als er von ihrer Beziehung erfährt, weiß er zunächst nicht, wie er damit umgehen soll. Altfried wundert sich, was Odilo ihm bedeutet hat. Schließlich war dieser kein richtiger Freund, oder etwa doch? Es war schwieig, Odilo nahe zu sein.. Er war konservativ und verklemmt, er war Karrietist und Einzelkind.. Nach und nach beginnt Altfried zu verstehen, die Erinnerungen führen in das Schloss und er beginnt sich sicher zu sein, nie mehr aus dem Schloss heraus zu kommen. Marion Poschmann, die Germanistik, Philosophie und Slawistik studierte, hat mit ihrem Roman “Die Sonnenposition” ein außergewöhnliches Werk geschaffen. Poetisch beschreibt sie Altfrieds Gefühle, sodass man sie sehr gut nachvollziehen, ja, nachfühlen kann. Die Beschreibungen des Ostschlosses und der Patienten haben mich sehr beeindruckt. Auch wie sie die verschiedenen Handlungen und Personen miteinander verwoben hat, war für mich sehr faszinierend. Auch, wie der Umgang mit den Insassen beschrieben wird, war sehr interessant für mich. Odilos Experimente mit Biolumineszenz konnten auch meine Neugierde wecken und ich bleibe beeindruckt zurück, von dieser poetischen Sprache, dieser Art sich auszudrücken und die vielschichtigen Charaktere mit Leben zu füllen. Es hieß, dieses Buch würde von der Macht der Zeit, der Erinnerung und der zeitlosen Verbundenheit, sowie über fragile Identitäten, den schönen Schein und der Suche nach dem innreren Licht berichten. Dieses Versprechen wurde gehalten! Ich kann dieses Buch wirklich weiterempfehlen, nur sollte man sich beim Lesen Zeit nehmen, um die Sprache, die Metaphern und Vergleiche und eingeflochtenen Theorien, zum Beispiel zu Ort und Zeit, wirklich verstehen und über sie nachdenken zu können. Denn dieses Buch regt zum Nachdenken an und lässt den Leser lange nicht los.