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Die letzten Glühwürmchen

Japan 1945. Das Land steht kurz vor der Kapitulation, Hungersnöte und Bombenangriffe kosten viele Leben unter der Bevölkerung. Zwei Waisenkinder, der 14jhährige Seita und seine kleine Schwester Setsuko, versuchen verzweifelt, in dieser Welt zu überleben - ein Ding der Unmöglichkeit. Aus dem gleichen Studio wie "Prinzessin Mononoke" stammend, beeindruckt dieser Film durch die gnadenlose Darstellung des Leids und der Hoffnungslosigkeit im Krieg.
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  • - Interview mit Isao Takahata

    - Making-of

    - Gespräch mit dem Filmstab

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Beschreibung

Produktdetails

Medium Blu-ray
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 6 Jahren
Erscheinungsdatum 27.09.2013
Regisseur Isao Takahata
Sprache Deutsch, Französisch, Japanisch (Untertitel: Deutsch)
EAN 7640105233045
Genre Anime
Studio AV Visionen
Originaltitel Hotaru no haka
Spieldauer 88 Minuten
Bildformat 16:9, HD (1080p)
Tonformat Deutsch: DTS HD 2.0, Japanisch: DTS HD 2.0
Produktionsjahr 1989
Film (Blu-ray)
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26,99
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Warnung: Nichts für Kinder und/oder nah' am Wasser gebaute
von einer Kundin/einem Kunden am 14.06.2019
Bewertet: Medium: DVD

Es war einmal vor Urzeiten, an einem regnerischen Sommertag als ich noch jung und mein Leben noch unbeschwert war, da zappte ich durchs Fernsehprogramm und dieser Film hier lief. Ich muss erklären, dass es zur damaligen Zeit kaum Animefilme im Fernseher spielte. Sobald also irgendwas gezeigt wurde, musste ich es in - meiner Bese... Es war einmal vor Urzeiten, an einem regnerischen Sommertag als ich noch jung und mein Leben noch unbeschwert war, da zappte ich durchs Fernsehprogramm und dieser Film hier lief. Ich muss erklären, dass es zur damaligen Zeit kaum Animefilme im Fernseher spielte. Sobald also irgendwas gezeigt wurde, musste ich es in - meiner Besessenheit, was Animes anging - natürlich sofort sehen. Und der Film war großartig, genial, atemberaubend. Leider aber auch traurig, herzzerreißend - einfach gesagt nicht für Kinder geeignet. Der Film spielt während des zweiten Weltkrieges in Japan- Er zeigt was Krieg, in all seinen Facetten, besonders den unschuldigsten – den Kindern – antut. Kurz gesagt, als meine Mutter von der Arbeit kam, fand sie mich vorm Fernseher sitzen, wie ich mir die Seele aus dem Leib heulte und ich muss gestehen, dass ich es bis heute nicht geschafft habe, diesen Film ein zweites Mal zu sehen ohne kurz zu unterbrechen, weil ich ihn so “schwer“ finde. Nichtsdestotrotz, kann ich jedem diesen Film nur nahe legen. Er ist mehr als nur sehenswert; er ist belehrend und augenöffnend.

Ein weiteres Ghibli Meisterwerk
von einer Kundin/einem Kunden aus Stralsund am 04.12.2016
Bewertet: Medium: DVD

Egal welches Alter, diese Filme gehen immer. Besonders dieser hat es mir angetan, die vielen Emotionen und die Reichweite dieser Geschichte ist einfach unfassbar toll. Ich bin ein sehr großer Miyazaki Fan.

ergreifend, bewegend u. (un)menschlich ~ Eine emotionale Intensität
von Miss Anonym aus Gotha am 01.04.2016

...aber definitiv nicht für Kinder ab 6 Jahren geeignet!!! Schon immer ein Hang zu Japan, wie auch der damaligen Animewelt verfallen, sah ich den Film erstmals in den späten Neunzigern. Generell ein begeisterter Anhänger von den Chibli-Produktionen. Zwei große Namen sind hiermit verbunden: H. Miyazaki & I. Takahata - wobei e... ...aber definitiv nicht für Kinder ab 6 Jahren geeignet!!! Schon immer ein Hang zu Japan, wie auch der damaligen Animewelt verfallen, sah ich den Film erstmals in den späten Neunzigern. Generell ein begeisterter Anhänger von den Chibli-Produktionen. Zwei große Namen sind hiermit verbunden: H. Miyazaki & I. Takahata - wobei erster vielen von uns Älteren gut durch die WMT-Serien geläufig sein dürfte. Egal ob noch bei Toei beschäftigt oder später mit eigenem Studio etabliert, dürften Serien wie ,,Eine fröhliche Familie``, ,,Wunderbare Pollyanna``, ,,Biene Maia``, ,,Rascal, der Waschbär``, ,,Heidi``, ,,Das Mädchen von der Farm``, ,,Anne mit den roten Haaren``, ,,Die kleine Prinzessin Sara`` u.v.m. bekannt sein. Selbst Alltagsgeschichten der Chibli-Filme begeisteren sehr (sogar mehr als einige fiktive Umsetzungen), können diese unbekümmert und freudig verzückt angesehen werden. Ausnahme: ,,Die letzten Glühwürmchen`` (originales Ausstrahlungsjahr: 1988). Recht schleierhaft ist die hiesige Altersfreigabe bei diesem Erwachsenenthema - auch wenn es aus Sicht von Kindern berichtet wird. Schon damals schluckte ich schwer, allein bei der abgehandelten Thematik und vereinzelten Szenenbildern, die dem ein oder anderen Kind Albträume bescheren könnten bzw. werden. (Ich denke u.a. am den von Maden zerfressene Körper der gefundenen Mutter oder die aufgereihten Leichen. Generell die Lazarettszenen.) Japaner gehen mit diesem Thema freilich anders um, wollen aus ihrer Sicht den Nachkommen einen prägenden Stempel aufsetzen. Darum scheinen oftmals einige jap. Jugendliche beizeiten abgestumpft oder - oft wahrscheinlicher bzw nachgewiesen - simpel unaufgeklärt. Und wie auch schon Charles Solomon schrieb, verliert auch der Film ,Die letzten Glühwürmchen' kein Wort über Japans Rolle als Aggressor; dafür die Darstellung des Leids der japanischen Bevölkerung. Kurzum: eine Vereinnahmung der alleinigen Opferrolle. Tja. Ein Tabuthema, was bis Heute für die japanische Obrigkeit besteht. Der Film basiert - wie fast alle Chibli-Filme oder WMT (World Masterpiece Theater)-Serien - auf einer von 1967 veröffentlichten Romanvorlage: ,,Das Grab der Leuchtkäfer''. Deutsche Publikationen sind leider vergriffen und eher in Bibliotheken auffindbar. Mittlerweile gibt es nebst Roman auch Studienlektüre zum Film: Hotaru no Haka. Die Darstellung von Gewalt im Anime "Die letzten Glühwürmchen" sowie eine andere Filmanalyse v. Anne Abendroth. Wie einst, packt der Film an den Nieren, sicher auch wegen des wirklich gelungenen Aufbaus, der mit einer Off-Stimme (Monolog) Seitas' beginnt und endet. Hand in Hand gehen der Tod und das Leben. Noch heute muß ich in richtiger Stimmung sein, weiß ich was mich erwartet, kämpfen sich unermüdlich die Tränen hoch. Ums nackte Überleben kämpfend, wird ungeschönt der negative Aspekt des menschlichen Daseins abgehandelt. Jede nur für sich: auch unter Blutsverwandtschaft. Es ist grausam und bitter zu sehen wie langsam diese zwei Kinder dahinsichen. Immer wieder zurückblickend (per inneren Monolog), stellt sich der aktuelle Geschehensprozess der Story parallel zum Ausgang gegenüber. Von unbeschwert, noch mit einem Elternteil verbunden, schwenkt man schnell zur Katastrophe um. Mutter verloren, der Vater - wie recht spät schriftlich eintraf - im Krieg gefallen. Hilfe der Verwandtschaft? Nada. 2005 brachte der Sender Nippon Television eine Realverfilmung aus der Sicht der Tante ins Rennen. Geschunden durch Unterernährung, mangelnde Hygiene, einhergehenden Krankheiten, sozialem Ausstoß, führt uns der Film durch ein Gefühlsansturm bis zum unaufschiebbaren Ende. Wer Chibli mag sollte den Film mindestens einmal gesehen haben. Ansonsten bekannt u. punktend, arbeitet Chibli mit viel Gefühl, liebevollen Details u. moralischer Botschaft (selbst in simpelsten Produktionen). Groß und Klein schauen diese pädagogischen Werke - allerdings würde ich Kindern, allein wegen der Themenverständlichkeit & Szenen, den Film erst ab frühstens (!) 10 Jahre zeigen. Nebst ,,Die letzten Glühwürmchen'', favorisiere ich die Produktionen ,,Stimme des Herzens`` (Mimi o Sumase ba), ,, Erinnerungen an Marnie'' (Omoide no Mani), ,,Kikis kleiner Lieferservice`` (Majo no Takkyûbin), ,,Ponyo`` (Gake no Ue no Ponyo), ,,Der Mohnblumenberg`` (Kokurikozaka kara) und ,,Mein Nachbar Totoro`` (Tonari no Totoro). Bekannter dürften einigen Zuschauern ,,Prinzessin Mononoke`` (Mononoke Hime) und der Oscar-Animegewinner ,,Chihiros Reise ins Zauberland`` (Sen to Chihiro no Kamikakushi) sein. Immer wenn ich diesen Film mit Chihiro vergleiche, hinterfrage ich hier die Bewertung; da liegen Welten dazwischen. Nicht umsonst wird dieser Anime als ,,Bester Kriegsfilm aller Zeiten'' deklariert. Ein absolutes Meisterwerk. Wird gelegentlich auch auf 3Sat oder Arte ausgestrahlt. Mittlerweile habe ich meine damals zusätzlich angeschaffte VHS weggesemmeln müssen. Erstaunlich ist, wie man im Gegensatz zu anderen Chibli-Movies, Vorliegenden in der DVD Fassung derart überteuert verkauft u. nur selten in örtlichen Geschäften vorfindet. Ein wirklich zeitloser u. beherzter Film. Fünf von fünf Sternen.