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Platzspitzbaby

Meine Mutter, ihre Drogen und ich

Michelle Halbheers Mutter gehört der Platzspitz-Generation an; schwerst drogenabhängig vernachlässigte und gefährdete sie nicht nur sich selber, sondern auch ihr Kind. Michelle ist knapp zehn, als sich ihre Eltern scheiden lassen und sie in die Obhut ihrer heroin- und kokainabhängigen Mutter kommt. Die folgenden Jahre werden für das Mädchen derart bedrohlich, dass es nur knapp überlebt. Das Elend dringt, auch über den besorgten Vater, immer wieder nach draußen. Aber Behörden, Ärzte, Polizeibeamte und zufällig involvierte Erwachsene bleiben untätig. Als Michelle endlich über das Unfassbare spricht, ist sie bereits ein Teenager. Sie wird umplatziert. Doch der Neuanfang bei den Pflegeeltern gerät, im dort streng religiösen Umfeld, zu einer weiteren Katastrophe. Als Michelle mit sechzehn ihr Leben selbst in die Hand nimmt, weiß sie noch immer nicht, was Normalität bedeutet. Etwas anderes jedoch weiß sie ganz genau: dass sie niemals so enden will wie ihre Mutter. Mit großer Willensanstrengung setzte die heute 28-Jährige in den folgenden Jahren um, was viele andere Kinder aus Drogenfamilien leider nicht schaffen: Sie machte eine Ausbildung und – sie blieb suchtfrei. Mit dem jetzt vorliegenden Buch will Michelle allen anderen »vergessenen Kindern«, die noch heute zu Tausenden in Suchtfamilien aufwachsen, eine Stimme geben. Ihre.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 22.11.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-03763-035-8
Verlag Wörterseh Verlag
Maße (L/B/H) 21,8/14,4/2,2 cm
Gewicht 381 g
Buch (gebundene Ausgabe)
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Überlebt
von einer Kundin/einem Kunden am 29.11.2013

Michelle Halbheer's Kinder-und Jugendzeit ist erschütternd, nicht nur wegen der Tatsache, dass sie in der Obhut ihrer schwerst drogensüchtigen Mutter aufwachsen musste sondern auch deshalb, weil die Behörden bei der Scheidung der Eltern nicht richtig hingeschaut und die Misstände falsch beurteilt und zu wenig ernst genommen habe... Michelle Halbheer's Kinder-und Jugendzeit ist erschütternd, nicht nur wegen der Tatsache, dass sie in der Obhut ihrer schwerst drogensüchtigen Mutter aufwachsen musste sondern auch deshalb, weil die Behörden bei der Scheidung der Eltern nicht richtig hingeschaut und die Misstände falsch beurteilt und zu wenig ernst genommen haben. Somit bekam nicht der Vater das Sorgerecht für das kleine Mädchen, der nichts mit Drogen am Hut hatte, ein rechtschaffendes Leben führte und verantwortungsbewusst seiner Arbeit nachging sondern die Mutter, die nicht mal für sich selber sorgen konnte. Michelle Halbheer ist unter schlimmsten Umständen aufgewachsen, verwahrlost, vernachlässigt und meistens am Hungertuch nagend. Dem Kind hätte viel Leid und Schmerz erspart werden können. Es grenzt an ein Wunder, dass sie überlebt hat und ist dem Tod mehrmals von der Schippe gesprungen. Ihre persönliche Berichterstattung und Aufarbeitung ist nicht im Sinne einer kaltblütigen Abrechnung sondern dient vielmehr dem Fokus, dass die Behörden und Umwelt darauf aufmerksam gemacht werden, was es für ein Kind bedeutet, wenn es bei einem herorinsüchtigen Elternteil aufwachsen muss. Ihre Geschichte wühlt auf, schmerzt und regt zum Nachdenken an. Besonders gut geeignet auch für Gespräche und Austausch mit Jugendlichen, damit sie besser bewahrt und geschützt werden können. Prävention und Schutz soll immer an erster Stelle stehen. Michelle Halbheer hat's geschafft, sie hat überlebt und ist bis heute drogenfrei geblieben und steht nun als junge Frau auf eigenen Füssen. Sie lässt den Leser teilhaben an ihren Kämpfen, Enttäuschungen aber auch an ihrem Mut, sich durch die Umstände nicht unterkriegen zu lassen. Ich kann diese Lektüre wärmstens weiterempfehlen.