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Teufelskreis

Mein bitteres Leben mit dem Zuckerbäcker

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Es gab sie, die guten Zeiten. Die Zeit der Verliebtheit, die Zeit des Respekts füreinander, die Märchenhochzeit. Aber schon kurz nach dem Jawort zeigte sich, dass Louise Hills Mann neben seiner extrem charmanten eine ebenso gewalttätige Seite hatte. Der erfolgreiche Zuckerbäcker schlug sie, er schrie sie an, beschimpfte und demütigte sie. Wegen Nichtigkeiten. Aus heiterhellem Himmel. Meist begleitet von massiven Drohungen. Trotz allem: Louise blieb. In der ersten Zeit noch aus Liebe. Später aus Hoffnung. Schließlich aus purer nackter Angst um die gemeinsamen drei Kinder. Was ihre Situation noch schwieriger machte: Niemand in ihrem beruflichen oder privaten Umfeld hätte vermutet, dass die Familie hinter ihrer vordergründig schillernden Fassade in einem Teufelskreis gefangen war. Denn so schnell, wie Louises Mann wütend werden konnte, so schnell konnte er sich, wenn es darauf ankam, wieder beruhigen. Erst als Louise ins Frauenhaus flüchtete und ihr Mann daraufhin drei Grabkreuze mit den Namen seiner Kinder bestellte, wurden die Ämter aktiv, was zu einem hoffnungsvollen Neustart der Familie führte. Nicht lange aber, da begann eine erneute Abwärtsspirale, aus welcher sich Louise letztlich nur mit größter Willenskraft und dem Wohl ihrer Kinder vor Augen befreien konnte.
Portrait
Louise Hill, geb. 1966, wuchs zusammen mit ihrer jüngeren Schwester in der Nähe von Bristol auf. Sie studierte in London Sprachen: Deutsch, Französisch und Russisch. 1986 lernte sie bei einem Sprachaufenthalt im französischen Tours ihren späteren Ehemann, einen Zuckerbäcker, kennen. Drei Jahre später heiratete sie ihn und zog zu ihm in seine Heimat, die Schweiz, wo sie gemeinsam ein florierendes Zuckerartistikgeschäft aufbauten und schließlich eine Familie gründeten. 1994 kam ihre Tochter zur Welt, 1997 und 2002 ihre beiden Söhne. 2009 trennte sich Louise Hill nach vielen gescheiterten Versuchen definitiv von ihrem gewalttätigen Ehemann. Heute arbeitet sie als Sprachlehrerin und ist dankbar, dass sie in einem neuen, angstfreien Leben sich selber wiederfinden und ihren Kindern das Lachen zurückbringen konnte.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 192 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 23.09.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783037635407
Verlag Wörterseh Verlag
Dateigröße 1641 KB
eBook
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Ein Buch, das sehr betroffen macht
von peedee am 17.09.2015
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Am Anfang steht eine Liebesgeschichte, die dann aber schnell zu einem Albtraum wird. Louise Hill erzählt von den Jahren der Angst, der Verzweiflung, unterbrochen von Phasen der Hoffnung und Liebe. Aber diese guten Phasen werden immer weniger. Eins ist klar: Wenn ein Mann drei Grabkreuze mit den Namen seiner... Am Anfang steht eine Liebesgeschichte, die dann aber schnell zu einem Albtraum wird. Louise Hill erzählt von den Jahren der Angst, der Verzweiflung, unterbrochen von Phasen der Hoffnung und Liebe. Aber diese guten Phasen werden immer weniger. Eins ist klar: Wenn ein Mann drei Grabkreuze mit den Namen seiner Kinder bestellt, kann dies kein gutes Ende nehmen. Erster Eindruck: Ein schlichtes Cover mit einem goldenen Ring; Innengravur „Teufelskreis“. „Es gab sie, die guten Zeiten. Die Zeit der Verliebtheit, die Zeit des Respekts für einander, die Märchenhochzeit.“ Mit diesen Worten fängt der Klappentext an und ich bin froh, das dem so ist, denn ohne diese Einleitung wäre das ganze Buch noch viel schwerer zu erfassen. Wie kann eine Frau bei einem Mann bleiben, wenn dieser sich so aufführt und in den schlechten Phasen die Frau verbal und auch körperlich so nieder macht? Sie in Todesangst um die Kinder versetzt? Wahrscheinlich wird sich das jeder Leser fragen – so auch ich. Aber es ist nicht an mir, zu richten, denn leider hört man immer wieder von ähnlichen Fällen, die sich über viele Jahre erstrecken – wirklich traurig. Die Autorin hat sich die gleiche Frage selbst gestellt und wie folgt beantwortet: Sie blieb zuerst aus Liebe, dann aus Hoffnung und zuletzt aus Angst um die Kinder. Hier ein paar für mich sehr bedrückende Textpassagen, die nachdenklich machen: < „Aber es reichte alles nicht. Es reichte nicht, um ihn glücklich zu machen.“ < „Du bist nichts. Du taugst nichts. Du kannst nichts.“ < „Der Fehler musste also bei mir liegen. Ich musste mich nur bemühen.“ < „Ich wollte das nicht. Es tut mir fürchterlich leid!“ Schockierend fand ich zum Beispiel auch die Aussage gegenüber seiner Schwiegermutter, dass man alle über 65-jährigen Menschen einschläfern sollte! Ein Leben unter diesen Verhältnissen muss sehr schwer sein… Erst nach vielen Jahren erhält sie endlich die Hilfe, die nötig ist. Und bei ihrem Mann, der gerne seine Frau als eine psychisch Kranke hinstellt, wird eine bipolare Störung mit narzisstischen Tendenzen diagnostiziert. Dies ist behandelbar, aber der Patient muss auch mitmachen. Natürlich verspricht er alles, aber vergisst seine Zusagen auch schnell wieder. Eine solche Geschichte kann ja leider nur tragisch enden, denn alles andere wäre wahrscheinlich zu naiv, zu märchenhaft. Ich hoffe sehr, dass die Autorin und ihre Kinder nun ohne Angst leben können. Von meiner Seite die besten Wünsche.