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Intrige

(21)
Die größte Verschwörung der Moderne – der neue große Politthriller des Bestsellerautors

Am 22. Dezember 1894 wird der französische Hauptmann Alfred Dreyfus wegen Landesverrat zu lebenslanger Haft verurteilt und verbannt. Ein Justizirrtum, wie er beteuert und wovon auch der neue Geheimdienstchef Picquart zunehmend überzeugt ist. In den Wirren der Dreyfus-Affäre, die ganz Europa erschüttert, rollt er den Fall neu auf. Weshalb er bald selbst zwischen die Mühlräder der Macht gerät und das Ziel dunkler Machenschaften wird …

Der elsässische Offizier Alfred Dreyfus, einziger Jude im französischen Generalstab, soll Militärgeheimnisse verraten haben. Von einem geheimen Militärgericht wird er zu Unrecht verurteilt, und die Degradierung wird mit viel Pomp und Getöse öffentlich zelebriert. Nur wenige wittern den Skandal, während die Massen von der Presse aufgehetzt werden. Krawalle, Intrigen, Fälschungen, Ministerstürze, Attentate, versuchte Staatsstreiche sind die Folgen. Die Französische Republik stürzt in eine tiefe Krise. Der offene Antisemitismus bricht sich Bahn. Zu den wenigen, die von Dreyfus’ Unschuld überzeugt sind, gehört der neue Geheimdienstchef Picquart. Mit dem Kampf für die Rehabilitierung von Dreyfus setzt er allerdings das eigene Leben aufs Spiel.

Es wäre kein Roman von Robert Harris, ginge er nicht sehr aktuellen Fragen nach: Was passiert, wenn Geheimdienste außer Kontrolle geraten, wenn der Staat geheime Gerichte zulässt, wenn Minderheiten zum Sündenbock gemacht werden, wenn Politiker ihre Verbrechen zu vertuschen suchen?

Rezension
"Robert Harris ist der Meister des Historischen Romans."
Portrait
Robert Harris wurde 1957 in Nottingham geboren und studierte in Cambridge. Seine Romane Vaterland, Enigma, Aurora, Pompeji, Imperium, Ghost, Titan, Angst, Intrige, Dictator und zuletzt Konklave wurden allesamt internationale Bestseller. Seine Zusammenarbeit mit Roman Polański bei der Verfilmung von Ghost (Der Ghostwriter) brachte ihm den französischen »César« und den »Europäischen Filmpreis« für das beste Drehbuch ein. Robert Harris lebt mit seiner Familie in Berkshire.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 624 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 28.10.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783641108113
Verlag Heyne
Übersetzer Wolfgang Müller
Verkaufsrang 4.103
eBook
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Geschichte kann auch spannend wie ein Thriller sein,Robert Harris hat es bewiesen,alle Fakten und Hintergruende der sogenannten Dreyfus Affäre ergeben diese packende Story ! Geschichte kann auch spannend wie ein Thriller sein,Robert Harris hat es bewiesen,alle Fakten und Hintergruende der sogenannten Dreyfus Affäre ergeben diese packende Story !

Thomas Neumann, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Brillant aufgearbeitet Geschichte der (vermeintlichen) Verurteilung eines französischen Offiziers und Spions. Brillant aufgearbeitet Geschichte der (vermeintlichen) Verurteilung eines französischen Offiziers und Spions.

Nicole Treuholz, Thalia-Buchhandlung Wildau

Sehr spannende Story, gut recherchierte Hintergründe und super umgesetzt. Unbedingt lesen! Sehr spannende Story, gut recherchierte Hintergründe und super umgesetzt. Unbedingt lesen!

„Großartig recherchiert“

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Norderstedt

Kein Krimi diesmal - stattdessen legt Harris einen fulminanten, großartig recherchierten historischen Roman vor, der vor allem durch seine Präzision und Detailgenauigkeit besticht. Er haucht den Figuren Authentizität und Leben ein und schafft so mit "Intrige" ein großartiges Lesevergnügen für jeden, der historisches Interesse hat.

Kein Krimi diesmal - stattdessen legt Harris einen fulminanten, großartig recherchierten historischen Roman vor, der vor allem durch seine Präzision und Detailgenauigkeit besticht. Er haucht den Figuren Authentizität und Leben ein und schafft so mit "Intrige" ein großartiges Lesevergnügen für jeden, der historisches Interesse hat.

„Vom Aktengeraschel zum Justizthriller (eBook)“

Violetta Hofmann, Thalia-Buchhandlung Dresden

Ob man dieses Buch als historischen Roman oder Spionagethriller liest, Tatsache ist, dass er wieder sehr gut recherchiert und von beklemmender politischer Aktualität ist.
Im Jahre 1894 steht fest, dass es einen Spion in der französischen Armee geben muss. Ein Schuldiger scheint schnell gefunden: Der junge jüdische Hauptmann Alfred Dreyfus wird nach einem Geheimprozess öffentlich degradiert und auf der sogenannten Teufelsinsel inhaftiert. Doch damit beginnt die Geschichte erst. Schnell steht fest, dass Dreyfus unschuldig war, ein Fakt, der bereits während des laufenden Prozesses vom Militär vertuscht wurde. Als schließlich doch der frisch ernannte Leiter der Statistikabteilung, quasi des Geheimdienstes der französischen Armee, auf immer mehr Ungereimtheiten stößt und Nachforschungen anstellt, sticht er dabei in ein Wespennest voller Intrigen und Spionage.
Im aktuellen Kontext gelesen, ist dieser Roman, welcher sich mit einer der bekanntesten Politaffären des 19. Jahrhunderts befasst, doppelt brisant.
Der erste Teil des Buches ist noch viel „Aktengeraschel“ doch spätestens in der zweiten Hälfte, wenn die Geschichte Richtung Justizthriller kippt, kommen dann vor allem Leser von John Grisham etc. auf ihre Kosten.
Wer einen anspruchsvollen historischen Roman sucht, der sollte sich diesen neuen „Harris“ nicht entgehen lassen.
Ob man dieses Buch als historischen Roman oder Spionagethriller liest, Tatsache ist, dass er wieder sehr gut recherchiert und von beklemmender politischer Aktualität ist.
Im Jahre 1894 steht fest, dass es einen Spion in der französischen Armee geben muss. Ein Schuldiger scheint schnell gefunden: Der junge jüdische Hauptmann Alfred Dreyfus wird nach einem Geheimprozess öffentlich degradiert und auf der sogenannten Teufelsinsel inhaftiert. Doch damit beginnt die Geschichte erst. Schnell steht fest, dass Dreyfus unschuldig war, ein Fakt, der bereits während des laufenden Prozesses vom Militär vertuscht wurde. Als schließlich doch der frisch ernannte Leiter der Statistikabteilung, quasi des Geheimdienstes der französischen Armee, auf immer mehr Ungereimtheiten stößt und Nachforschungen anstellt, sticht er dabei in ein Wespennest voller Intrigen und Spionage.
Im aktuellen Kontext gelesen, ist dieser Roman, welcher sich mit einer der bekanntesten Politaffären des 19. Jahrhunderts befasst, doppelt brisant.
Der erste Teil des Buches ist noch viel „Aktengeraschel“ doch spätestens in der zweiten Hälfte, wenn die Geschichte Richtung Justizthriller kippt, kommen dann vor allem Leser von John Grisham etc. auf ihre Kosten.
Wer einen anspruchsvollen historischen Roman sucht, der sollte sich diesen neuen „Harris“ nicht entgehen lassen.

„Whistleblower“

B. Maxeiner, Thalia-Buchhandlung Sulzbach (Taunus)

Georges Picquart ist ein ranghoher Geheimdienstmitarbeiter als er über Ungereimtheiten im Fall Dreyfus stolpert. Neugierig fängt er an zu ermitteln und gerät immer tiefer in die Kreise von Intrigen, Verrat und Vertuschung. Dann steht er vor der Entscheidung, seinen Befehlen zu folgen oder seinem Gewissen.

"Intrige" ist ein gut recherchierter historischer Roman mit erschreckend aktuellen Bezug. Spannend wie immer versteht es Robert Harris, die Vergangenheit in die Gegenwart zu transportieren. Unbedingt Lesen!
Georges Picquart ist ein ranghoher Geheimdienstmitarbeiter als er über Ungereimtheiten im Fall Dreyfus stolpert. Neugierig fängt er an zu ermitteln und gerät immer tiefer in die Kreise von Intrigen, Verrat und Vertuschung. Dann steht er vor der Entscheidung, seinen Befehlen zu folgen oder seinem Gewissen.

"Intrige" ist ein gut recherchierter historischer Roman mit erschreckend aktuellen Bezug. Spannend wie immer versteht es Robert Harris, die Vergangenheit in die Gegenwart zu transportieren. Unbedingt Lesen!

„Die Dreyfus-Affäre zum hören.“

Saidjah Hauck, Thalia-Buchhandlung Köln, Rhein-Center

Dreyfus, einziges jüdisches Mitglied des Generalstabs der französischen Armee, soll den Deutschen, Militärgeheimnisse verraten haben. Unter Ausschuss der Öffentlichkeit wird ihm den Prozess gemacht. Er wird öffentlich degradiert, der Armee verwiesen und in die Verbannung auf der Teufelsinsel geschickt. Der Antisemitismus tritt in der französischen Öffentlichkeit immer stärker in Erscheinung und Oberstlieutnant Picquart, neuer Chef des Geheimdienstes, gerät in Gefahr weil er die Ungereimtheiten des Prozesses öffentlich machen will um den Prozess neu aufzurollen. Robert Harris, der Meister des historischen Spannungsromans, ist wieder ein hervorragendes Buch gelungen. Wie immer gut recherchiert und spannend bis zur letzten Seite, zeigt es, dass man jede Wahrheit ignorieren oder verdrehen kann, bei den Geheimdiensten erst recht. Da hat sich bis heute nicht viel geändert. Tolle Einblicke in einer düsteren Geschichte!

Hannes Jaennicke liest die leicht gekürtzte version der Geschichte und seine tiefe und angenehme Stimme passt hervorragend dazu.
Dreyfus, einziges jüdisches Mitglied des Generalstabs der französischen Armee, soll den Deutschen, Militärgeheimnisse verraten haben. Unter Ausschuss der Öffentlichkeit wird ihm den Prozess gemacht. Er wird öffentlich degradiert, der Armee verwiesen und in die Verbannung auf der Teufelsinsel geschickt. Der Antisemitismus tritt in der französischen Öffentlichkeit immer stärker in Erscheinung und Oberstlieutnant Picquart, neuer Chef des Geheimdienstes, gerät in Gefahr weil er die Ungereimtheiten des Prozesses öffentlich machen will um den Prozess neu aufzurollen. Robert Harris, der Meister des historischen Spannungsromans, ist wieder ein hervorragendes Buch gelungen. Wie immer gut recherchiert und spannend bis zur letzten Seite, zeigt es, dass man jede Wahrheit ignorieren oder verdrehen kann, bei den Geheimdiensten erst recht. Da hat sich bis heute nicht viel geändert. Tolle Einblicke in einer düsteren Geschichte!

Hannes Jaennicke liest die leicht gekürtzte version der Geschichte und seine tiefe und angenehme Stimme passt hervorragend dazu.

„Stimmiges Paket“

Florian Kuhrt, Thalia-Buchhandlung Ingolstadt

Das Hörbuch ist relativ stark-, aber gekonnt gekürzt. Ohne das Buch gelesen zu haben, hatte ich nicht den Eindruck, handlungsrelevante Passagen verpasst zu haben.
Großartig, wie Harris historische Fakten und Fiktion vermengt und daraus einen sehr plausiblen, nachvollziehbaren Plot kreiert, noch dazu den damaligen Akteuren Persönlichkeit einhaucht.
Feinsinnig auch der Kunstgriff, die Geschichte aus der Sicht des Oberstleutnant Picquart zu schildern, eine Hintergrundfigur, der eine Schlüsselrolle im Aufklärungsprozess zukam.
Obwohl es im Buch um die Aufdeckung eines politischen Skandals geht, kann man den gut strukturierten Geschehnissen relativ leicht folgen. Da es um eine historische Begebenheit geht, begleiten wir den Erzähler durch das Ende des 19.ten Jahrhunderts - wovon man aber zumindest in der Hörbuchfassung relativ wenig merkt, da die Verschwörung im Vordergrund steht und Harris auf ausgiebige Detailschilderungen von Äußerlichkeiten verzichtet. Wer sich also einen satten klassischen Schmöker wie Gordons Medikus oder Folletts Säulen der Erde vorstellt, ist hiermit falsch beraten. Dies ist mehr Detektiv- und Verschwörungsthriller als Epos.
Sprecher ist übrigens Hannes Jaennicke. der sich nach einem etwas holperigen Start recht gut in die Sprecherrolle einfindet. Die Stimme ist gewöhnungsbedüftig mit Betonung an ungewohnten Stellen, und außerdem wird nicht jedes Küchenradio dem stellenweise durchschimmernden Bass standhalten, aber insgesamt ist es solide und angenehm gelesen.
Das Hörbuch ist relativ stark-, aber gekonnt gekürzt. Ohne das Buch gelesen zu haben, hatte ich nicht den Eindruck, handlungsrelevante Passagen verpasst zu haben.
Großartig, wie Harris historische Fakten und Fiktion vermengt und daraus einen sehr plausiblen, nachvollziehbaren Plot kreiert, noch dazu den damaligen Akteuren Persönlichkeit einhaucht.
Feinsinnig auch der Kunstgriff, die Geschichte aus der Sicht des Oberstleutnant Picquart zu schildern, eine Hintergrundfigur, der eine Schlüsselrolle im Aufklärungsprozess zukam.
Obwohl es im Buch um die Aufdeckung eines politischen Skandals geht, kann man den gut strukturierten Geschehnissen relativ leicht folgen. Da es um eine historische Begebenheit geht, begleiten wir den Erzähler durch das Ende des 19.ten Jahrhunderts - wovon man aber zumindest in der Hörbuchfassung relativ wenig merkt, da die Verschwörung im Vordergrund steht und Harris auf ausgiebige Detailschilderungen von Äußerlichkeiten verzichtet. Wer sich also einen satten klassischen Schmöker wie Gordons Medikus oder Folletts Säulen der Erde vorstellt, ist hiermit falsch beraten. Dies ist mehr Detektiv- und Verschwörungsthriller als Epos.
Sprecher ist übrigens Hannes Jaennicke. der sich nach einem etwas holperigen Start recht gut in die Sprecherrolle einfindet. Die Stimme ist gewöhnungsbedüftig mit Betonung an ungewohnten Stellen, und außerdem wird nicht jedes Küchenradio dem stellenweise durchschimmernden Bass standhalten, aber insgesamt ist es solide und angenehm gelesen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
21 Bewertungen
Übersicht
14
6
1
0
0

Hochspannung Ende 19. Jahrhundert
von einer Kundin/einem Kunden aus Interlaken am 13.10.2015
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Extrem spannende und fesselnde Geschichte, geschrieben aus der Sicht der Hauptperson in der Ich-Form. Dies führt zum Gefühl, mitten in der Geschichte zu stecken. Der Leser erfährt auch sehr viel über die Lebensweise und Gepflogenheiten der damaligen Zeit. Einmal mehr ein super Buch von Robert Harris, dass sich in... Extrem spannende und fesselnde Geschichte, geschrieben aus der Sicht der Hauptperson in der Ich-Form. Dies führt zum Gefühl, mitten in der Geschichte zu stecken. Der Leser erfährt auch sehr viel über die Lebensweise und Gepflogenheiten der damaligen Zeit. Einmal mehr ein super Buch von Robert Harris, dass sich in die Reihe von "Aurora" und "Vaterland" einreiht.

Plötzlich verstehe ich die Zusammenhänge!
von Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 16.04.2015
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Beim Lesen dieses Taschenbuchs begreife ich plötzlich alle Zusammenhänge und Hintergründe der "Dreyfus-Affaire"! (Frankreich 1894). Wie Politiker und Geheimdienst in diesen Justizskandal verstrickt waren, das erzählt der Krimi von Harris ganz klar und sehr spannend.

Militärisch perfekt!
von einer Kundin/einem Kunden am 21.01.2014
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Harris erzählt aus der Sicht von Marie-Georges Piquart, späterer Kriegsminister von Frankreich. Piquart ist Hauptmann, als Dreyfus vor seinen Augen degradiert wird. Plötzlich in den Major-Stand gehoben, mit dem Leiterposten der Statistikabteilung versehen, erkennt er worin er verwickelt wurde; leise hegt sich ein Verdacht, als er anfängt gegen seine... Harris erzählt aus der Sicht von Marie-Georges Piquart, späterer Kriegsminister von Frankreich. Piquart ist Hauptmann, als Dreyfus vor seinen Augen degradiert wird. Plötzlich in den Major-Stand gehoben, mit dem Leiterposten der Statistikabteilung versehen, erkennt er worin er verwickelt wurde; leise hegt sich ein Verdacht, als er anfängt gegen seine Vorgesetzten zu recherchieren. Was dann geschieht, ist in der - damaligen - Geschichte einzigartig. In Frankreich entlädt sich der gesamte Hass gegen den Juden Dreyfus, der in der reinrassigen Armee nichts zu suchen hat. Obwohl die Obrigkeit von seiner Unschuld weiß, verurteilen sie den armen Mann auf die Teufelsinsel, die damals schon verwaist war. 8 Jahre braucht Piquart, bis er Dreyfus rausholen kann. Piquart selbst im Prinzip ein Mann der Ehre, der Wandlung seines Paris mit wachsendem Unmut sieht, Lebemann, untreuer Geliebter, kann diese Schmach der französischen Armee nicht ertragen und erntet dafür selbst den größten Hass, Gefängnis, Duell, Verhöhnung und - aber auch - Applaus. Namhafte Namen wie Zola, Proust, Georges Clémenceau, Madame Bizet (Witwe von Georges Bizet) und andere wohlklingende Namen der damaligen Zeit helfen Piquart auf seinem steilen Weg. Harris drillt seinen Leser in die französische Militärgeschichte. Wer sich für diese nicht interessiert, wird sich in dem Roman nur sehr schwer einfinden. Ohne Vorkenntnisse über die Kriegsgeschichte und/oder Interesse am Militär ist dieses Buch nicht empfehlenswert. Harris bleibt miltitärisch, strategisch, steif. Nur selten gibt es Private Augenblicke oder Einblicke; Piquart war nicht nur ein Querdenker, sondern auch ein freiheitsliebender Mann. Zeit seines Lebens hat er seine Geliebte Pauline nicht geheiratet. Der Heyne Verlag hat - wie auch bei Stephen King - in mancherlei Hinsicht in der Grammatik wieder geschlampt; anscheinend ist es nicht mehr möglich so teure Bücher fehlerfrei zu korrigieren. Ein Lesebändchen fehlt auch diesmal wieder. Weiters hätte ein Glossar nicht geschadet. Nicht jeder wird sämtliche französische Ausdrücke kennen oder erkennen; Erklärungen dazu gibt es nicht. Das Namensverzeichnis ist unvollständig. Im Nachhinein wäre auch eine Art von Lebenslauf von Dreyfus und Piquart wünschenswert gewesen. Der Roman endet 1906; was danach mit Dreyfus oder Piquart passiert, muss sich der interessierte Leser selbst zusammensuchen. Gerade bei so wichtigen Personen, bei so einer Geschichte, wünscht man sich solche Begebenheiten erklärt. Interessant fand ich, dass Roman Polanski derjenige war, der Robert Harris auf die Geschichte brachte. Fazit: Militärisch gut konstruierter Fall der Affäre Alfred Dreyfus, beginnend mit 1894 - 1906. Die Sichtweise von Georges Piquart ist nachvollziehbar, perfekt und spannend erzählt. Es ist aber wirklich davor zu warnen, sich diesem Roman zu nähern, wenn man sich nicht in die französische (Armee)Geschichte einfinden möchte oder kann; der Roman bleibt und ist komplett auf die Armee abgestimmt. Auf alle Fälle hat Robert Harris hier ein Thema aufgegriffen, das kaum noch wer kennt bzw. so typisch ein Vorläufer für die weitere Entwicklung des Europa des 20. Jahrhunderts war. Alfred Dreyfus und Marie-Georges Piquart, werden mich noch lange Zeit begleiten. Viel Spaß!