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Der Sieg des Kapitals

Wie der Reichtum in die Welt kam: Die Geschichte von Wachstum, Geld und Krisen

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Es mangelt nicht an Büchern, die die Wirtschaft erklären wollen. Aber offenbar verfehlen die allermeisten das Ziel, wirklich aufzuklären, denn die Ratlosigkeit wird ja nicht kleiner. Hier will Ulrike Herrmann Abhilfe schaffen. Sie liefert nicht nur eine ökonomische Analyse, sondern beschreibt, wie sich unser Wirtschaftssystem historisch entwickelt hat. Die anschaulichen Beispiele aus der Geschichte helfen nicht nur, aktuelle Probleme zu verstehen. Sie zeigen auch, dass viele Debatten, die heute als ganz neu gelten, uralt sind. Darüber hinaus arbeitet sie heraus: Wir leben nicht in einer Marktwirtschaft, sondern im Kapitalismus - was nicht das Gleiche ist. Dieser Kapitalismus ist zwar sehr dynamisch, aber ohne den Staat nicht lebensfähig. Solche Zusammenhänge werden jedoch von Wählern, Unternehmern und Politikern permanent missverstanden, was zu dramatischen Fehlentscheidungen führt, die uns alle betreffen. Deswegen gilt: Nur wer weiß, wie der "Sieg des Kapitals" verlaufen ist und verläuft, kann die Lügen der Lobbyisten entlarven.
Portrait
Ulrike Herrmann, geboren 1964, ist Wirtschaftskorrespondentin der Tageszeitung taz. Sie ist ausgebildete Bankkauffrau und hat Geschichte und Philosophie studiert. 2010 erschien von ihr bei Westend "Hurra, wir dürfen zahlen. Der Selbstbetrug der Mittelschicht".
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 288 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 17.09.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783864895050
Verlag Westend Verlag
Dateigröße 644 KB
Verkaufsrang 55.442
eBook
8,99
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Kundenbewertungen

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Kapitalismus hat keine Wahrheit
von einer Kundin/einem Kunden aus Werdau am 30.09.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Das Buch von Ulrike Herrmann ist, wie ich finde, eine angenehm strukturierte Arbeit, die versucht ?Licht ins Dunkle? unserer Marktwirtschaft zu bringen. Besonders hervorheben möchte ich die vielen Informationen, die den meisten Bürgern und auch der Politik nur selten bzw. oberflächlich bekannt sind. Das ist aber auch schon alles,... Das Buch von Ulrike Herrmann ist, wie ich finde, eine angenehm strukturierte Arbeit, die versucht ?Licht ins Dunkle? unserer Marktwirtschaft zu bringen. Besonders hervorheben möchte ich die vielen Informationen, die den meisten Bürgern und auch der Politik nur selten bzw. oberflächlich bekannt sind. Das ist aber auch schon alles, was ich daran ?gut? finde. Inhaltlich formuliert es ? wie z. B. auch Sarrazins ?Deutschland schafft sich ab? ? Wahrheitsansprüche für viele selbst formulierte Aussagen. Konkret wird oft aus zwei Annahmen, z. B. Kapitalismus ist ungleich Marktwirtschaft, zunächst eine Definition der Marktwirtschaft benannt und dann festgestellt, dass diese nicht gleich dem Begriff Kapitalismus ist. Das Kapitalismus eigentlich mehr ein ?Kampfbegriff? ist, geht Herrmann nicht ein. Das ?Sparen? gesamtgesellschaftlich unsinnig sei ist schlicht falsch. Im System der kreditfinanzierten Marktwirtschaft kommt es auf das richtige Gleichgewicht zwischen ?Sparen? und ?Konsumieren? sowie die Ausgestaltung der Kapitalbereitstellung durch z. B. die Zentralbank an. Insofern ist es auch falsch, dass aus herumliegendem Geld kein Fortschritt entsteht, langfristige und größere Kaufabsichten/Investitionen sollte eine ?Sparphase? vorausgehen, sonst könnte es jeder und das System ?Marktwirtschaft? würde kollabieren (vgl. z. B. die aktuelle Immobilienblase). Auch sehe ich den Automobilmarkt nicht als geschlossenen Markt ohne Marktzugang für Neue, eher als klassisches Beispiel des Oligopolmarktes, in der das Prinzip der Konkurrenz noch weitgehend funktioniert, nur leider die Gesellschaft den Managern die Verantwortlichkeit zum Handeln weitgehend abgenommen hat ? Stichgedanke ?Gewinnmaximierung um jeden Preis? - da es ?cool? ist und gesellschaftlich besser anerkannt wird ?andere in die Pfanne zu hauen?; da lobe ich mir doch eher das jüdisch-christliche Prinzip des ehrbaren Kaufmanns, das in unserem Handelsgesetzbuch Eingang z. B. in Form des ?vorsichtigen Kaufmanns? gefunden hat. Ein weiteres Beispiel ist der Begriff ?Spekulation?, der philosophisch als ?nicht bewiesene Hypothese? gilt, also noch untersucht bzw. empirisch überprüft werden muss. Richtig ist die Aussage, jeder Unternehmer spekuliert, jedoch handelt es sich hier nach Karl Popper um die Notwendigkeit der Theorieüberzeugung und nicht um den gesellschaftlich negativ besetzen Begriff der ?Spekulation? z. B. am Kapitalmarkt. Insgesamt scheint die gesamte wirtschaftspolitische Diskussion zu fehlen, die zumindest in Ansätzen notwendig wäre, wenn ich eine (durchaus richtige) Aussage treffe, wie dass Marktwirtschaft die Tendenz zum Machtmonopol einzelner Unternehmen hat. Schlicht falsch sind aber Aussagen, dass Kapitalismus Wachstum oder technische Entwicklung braucht; Dies ist zwar wünschenswert, doch theoretisch scheint es möglich, Inflation und Deflation in einem System ohne Wachstum oder technischen Fortschritt zu kontrollieren. Die an den Hochschulen und Universitäten geschulten (Berechnungs-)Modelle sind in sich nämlich tautologisch, d. h. aus der Annahme der technischen Entwicklung wird geschlussfolgert, dass es deren positiver Entwicklung bedarf, was mich dazu führt über die Vorbildung der Autorin zu sinnieren: Bedingt durch die Aussagen würde ich diese im Bereich der Ökonomie, durchaus mit wissenschaftlicher oder an Wissenschaft interessierter Bildung zu verorten, allerdings eben nicht ganzheitlich sondern rein ökonomisch. Es fehlen mir sozialwissenschaftliche Aspekte, die Erwartungen und gesellschaftliche Entscheidungspsychologie, philosophische Diskussionen über ?richtiges Verhalten? oder kriminologische Punkte ?white-crime? beinhalten, die eben genau den Begriffe ?ungezügelter Kapitalismus? von gesellschaftlich gewünschter ?sozial-adäquater Marktwirtschaft? unterscheiden. Zudem fehlt mir deutlich die Selbstkritik sowie die Klarstellung vieler Aussagen als Hypothesen und eben nicht als (wissenschaftlich) erwiesene Tatsachen. Die Arbeit erinnert mich im Inhalt daher an vielen Stellen an eine Tautologie der Wahrheitsüberzeugung ? typisch übrigens für viele wissenschaftlichen Ausführungen der Ökonomie, der ich selbst angehöre ? und nicht einer Argumentationsformulierung mit offenem oder gerne auch (deutlich gekennzeichnetem) geschlossener Ergebnisformulierung. Ohne auf Verschwörungstheorien eingehen zu wollen, sehe ich hier deutliche Bezüge zu Bilderbergerargumenten oder für uns Deutsche konkreter zu McKinsey-Strategiegrundlagen und Bertelsmann-Untersuchungsaxiom. Bedingt durch die Annahmen werden Ergebnisse prognostiziert, die zutreffen können aber nicht müssen und sich schlicht in Geld/Einfluss oder Macht umsetzen lassen. Insgesamt finde ich meine Meinung bestätigt; das System (kapitalistische) Wirtschaft (dies gilt z. B. auch für die sozialistische, in der lediglich die Schwerpunkte der Macht von verschiedenen ?Währungen? verschoben zu sein scheinen) bedingt z. B. durch seine Interaktionen und Erwartungshaltungen von Subjekte und Entwicklungen innerhalb und außerhalb dieser, kaum exakt erfasst oder erklärt werden kann; es ist schlicht zu komplex um Entwicklungen als ?logisch? vorherzusagen, daher sollten wir (Ökonomen) uns eher auf die Ursachenforschung von Entwicklungen beschränken und vor möglichen Auswüchsen und Gefahren ? im Kontext unseres beschränkten Wissens ? warnen. Die Interaktionen machen Marktwirtschaft zu einem chaotischen System, aus die Politik sich im Idealfall heraus halten sollte, unerwünschten Entwicklungen vorzubeugen hat und Anreize für gewünschte Veränderungen schaffen kann. Sorry Ulrike, schönes Buch mit wirklich guten Ansätzen und Erläuterungen aber im Kontext der gesamtheitlichen kritischen Bildung gegenüber Kapitalismus weitgehend ungeeignet, da es zu einseitig ist. Sorry auch der Sprache und Rechtschreibung, meine Zeit ist beschränkt und es ist Sonntag. Lg, C. Warum dennoch 5 Punkte: Ich finde es unglaublich wichtig, dass jemand den Mut hat darüber zu schreiben um die Diskussion der "Ungerechtigkeit in der Gesellschaft" von der Straße zurück in die Köpfe zu holen.