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Marcel Reich-Ranicki

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Beschreibung

Ein epochales Buch

»Du fährst, mein Sohn, in das Land der Kultur«, gibt seine Lehrerin dem kaum neun Jahre alten Marcel auf den Weg, als er seine polnische Heimat verlässt, um nach Berlin zu gehen. Doch dieses Land ist auch eines der Barbarei und Dunkelheit. Auf die Schulzeit im »Dritten Reich« folgen 1938 die Deportation nach Polen und das demütigende Leben im Warschauer Getto. 1958 kehrte Reich-Ranicki nach Deutschland zurück und seine beispiellose Karriere als Kritiker begann.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 576 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 23.09.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783641135508
Verlag Random House ebook
Dateigröße 719 KB
Verkaufsrang 12207

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Der berühmt-bissige Kritiker ganz verwundbar
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim-Kärlich am 05.09.2017

Verwundbar macht sich Reich-Ranicki hier auf doppelte Weise. Zum Einen zeigt er im schonungslosen Rückblick auf sein bewegtes Leben, dass er kein Mensch ohne Fehler ist. Ungerechtigkeiten wie Momente der Untreue werden nicht verschwiegen, auch stellt er seine Entscheidungen im Leben keineswegs als unfehlbar hin. Und zum Anderen ... Verwundbar macht sich Reich-Ranicki hier auf doppelte Weise. Zum Einen zeigt er im schonungslosen Rückblick auf sein bewegtes Leben, dass er kein Mensch ohne Fehler ist. Ungerechtigkeiten wie Momente der Untreue werden nicht verschwiegen, auch stellt er seine Entscheidungen im Leben keineswegs als unfehlbar hin. Und zum Anderen eröffnet der einstige Literaturpapst seine eigene Schwäche im Schreiben. Aber wer zu Lebzeiten genau hingehört hat, weiß auch, dass er daraus nie ein Geheimnis gemacht hat. Trotz des "gehobenen Durchschnitts" seines eigenhändigen Werks ist diese Autobiografie von vorn bis hinten lesenswert. Nicht nur, weil er eine schillernde Persönlichkeit war. Sondern weil man sein Leben von der Jugend, über die bedrückende Ghettosituation zur Zeit der NS-Besatzung, bis hin zu seinen ersten Stellen in der deutschen Presse verstehen muss, um zu verstehen, wie ein Mensch sein Verhältnis zur Literatur unter solchen Bedingungen erarbeitet und erkämpft hat. Eine der wenigen Autobiografien, die vor Gehalt nur so strotzen und damit ihr Dasein auch verdient haben.

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