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Gegen den Strom

Für eine säkulare Republik Europa

(1)
Europa bricht auseinander. Nur über die Suche nach den Gründen des Scheiterns lassen sich die Bedingungen des Gelingens finden. Das erfordert, so zeigt dieses Buch, historische Rückbesinnung, nicht zuletzt auf die hellenischen Grundlagen unserer Kultur: Niemals kann ein freiheitliches Gemeinwesen sich gründen auf religiöse Gebote oder ökonomische Interessen, sondern einzig auf den politischen Willen seiner Bürger. Unverzichtbar ist ein kulturelles Gedächtnis, welches jene universalistische und menschenrechtliche Orientierung stabilisiert, der sich die westlichen Demokratien verpflichtet wissen. Denn nur diese vermag zu garantieren, dass die historische Wahrheit eine verbindliche Leitidee bleibt und die globalen Zukunftsentwürfe auf allgemeiner Vernunft basieren.
Andernfalls, so zeigt der Autor, sind gefälschte Vergangenheiten und daraus abgeleitete Ansprüche nicht zurückweisbar und die Feinde der Freiheit nicht benennbar, sind die parallelgesellschaftlichen Zerrissenheiten nicht zu überwinden und die theokratischen Drohungen nicht zu parieren.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Herausgeber Anne Hamilton
Kopierschutz Nein i
Seitenzahl 256 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 16.09.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783866742024
Verlag Zu Klampen
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Gegen den Strom zurück zu den Quellen - für ein Europa freier Bürger
von Dr. M. am 31.08.2018
Bewertet: gebundene Ausgabe

Die europäischen Völker werden von ihren selbsternannten Eliten auf einen gefährlichen Irrweg geführt. Es droht der Verlust demokratischer Errungenschaften, die sich die Völker des Kontinents über viele Jahrhunderte unter großen Opfern erkämpft haben. "Das erste Gesetz der Geschichte lautet: Alles ist verlierbar. Die Verlierbarkeit rührt aus dem kulturellen Wandel. Menschliche... Die europäischen Völker werden von ihren selbsternannten Eliten auf einen gefährlichen Irrweg geführt. Es droht der Verlust demokratischer Errungenschaften, die sich die Völker des Kontinents über viele Jahrhunderte unter großen Opfern erkämpft haben. "Das erste Gesetz der Geschichte lautet: Alles ist verlierbar. Die Verlierbarkeit rührt aus dem kulturellen Wandel. Menschliche Gesellschaften wandeln sich unablässig; dieser Wandel geschieht zwangsläufig und ist von niemanden zu verhindern. Wandel kann >>Gutes>Verbesserungen>Populist<< mit Stolz erfüllen". Im ersten Abschnitt befasst sich Flaig mit der völligen Überforderung des Staates. Thomas Hobbes füllte einst seinen Gesellschaftsvertrag nur damit, dass der in den Vertrag eintretende Mensch und sein Eigentum geschützt werden. Doch inzwischen würde dieser Gesellschaftsvertrag mit wertbezogenen Rechts- und Gerechtigkeitsvorstellungen und entsprechenden materiellen Gewährleistungen völlig überladen. Nicht mehr das Volk herrsche, sondern das Gute. Und das Gute sei für die Durchsetzung ideologischer oder politisch-religiöser Zielsetzung ein flexibles Transportmittel. Es diene zum Beispiel sehr gut dazu, die deutschen Staatsbürger entlang der Religionsgrenze und ihrer ethnischen Herkunft zu spalten. Ganz im Sinne von Erdogan, der einst meinte, dass "Demokratie nur der Zug sei, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind" (S.53). Im zweiten Abschnitt erklärt Flaig, warum er den Islam für den gefährlichsten Rechtsextremismus der Gegenwart hält. Der Islam sei diejenige unter den Weltreligionen, die sich vor allem durch kriegerische Expansion ausgedehnt hat. Und das ist keineswegs ein Zufall, sondern resultiere aus der im Koran formulierten Pflicht zum Heilgen Krieg gegen die Ungläubigen. Wer das nicht weiß oder aus Naivität oder Kalkül verdrängt, kann auch nicht verstehen, dass der politische Islam sich niemals in ein anderes System integrieren wird. Und erst recht nicht in eine Demokratie, denn das ist ihm wesensfremd und widerspricht dem Willen des Propheten. Dieser Abschnitt in Flaigs Buch sollte jedem die Augen öffnen, der sich ernsthaft mit den Problemen einer sogenannten multikulturellen Gesellschaft beschäftigt. Integration bedeutet nach Flaig eine Umorientierung und ein Einordnen in ein bestehendes System und keineswegs die Akzeptanz von Beliebigkeit. Flaig beschäftigt sich dann im nächsten Abschnitt mit dem Abbau der politischen Kultur. Statt eines politischen Zusammenhalts würde in Deutschland eine Wohlfahrtsideologie herrschen, die das Gemeinwohl in lauter Tarifverträge einzelner Sektoren parzelliert. Das Volk würde zur Bevölkerung mutieren. Und eine Bevölkerung könne keine Demokratie schultern. Demokratien seien Wertegemeinschaften, in denen der Gedanke der Volkssouveränität und des gemeinsamen Handelns auf der Basis kollektiver Willensentscheide trotz Pluralität den Zusammenhalt garantiert. Einem Wertewandel Grenzen zu setzen sei Angelegenheit der Leitkultur eines Gemeinwesens. Doch diese Leitkultur würde in unserem Gemeinwesen durch die politische Korrektheit und die sogenannte öffentliche Meinung ersetzt. Flaig fordert nun nicht etwa eine deutsche Leitkultur oder eine an jüdisch-christlichen Traditionen orientierte, sondern eine republikanische. Der Wille des Volkes könne sich nur durch Mitreden und Mitentscheiden verwirklichen. Ein Parteiensystem sei dazu nicht in der Lage, weil es dazu tendieren würde, das Volk als Souverän in lauter Interessensgruppen zu zerteilen. Das republikanische Gemeinwesen braucht auch eine "Gedächtnispolitik", damit diese Werte nicht verlorengehen. Wer in "geschwätziger Ahnungslosigkeit" über die christlich-jüdische Leitkultur in Europa redet, der benutze damit einen Kampfbegriff, der sich frontal gegen die Aufklärung richten würde, so Flaig. Europa könne man nicht auf Religionen aufbauen. Wer das versuche, der riskiere in Deutschland eine "zerbröselnde Souveränität und eine Libanisierung der Bundesrepublik". Man könne die Anfänge dafür bereits sehen. Europa könne nur auf der antiken republikanischen Kultur aufgebaut werden. Flaig beschreibt dazu "12 Landmarken". Europa würde seine politische Identität einem griechischen Gründungsakt verdanken. Dieser vollzog sich vor mehr als 2600 Jahren als ein Prozess den man "solonische Reformen" nennt. Darauf müsse man sich in Europa zurückbesinnen. Anderenfalls drohe ein Scheitern mit verheerenden Konsequenzen. "Es hilft uns nichts, wenn wir Weltbürger werden, wenn in dieser Welt die Rechte und der Raum des Bürgers verlorengehen." Flaigs Buch hilft enorm dabei, Klarheit über die gegenwärtig ablaufenden Prozesse in Europa zu gewinnen. Da es sich um einen wissenschaftlichen Beitrag zur politischen Philosophie handelt, der auch in einer entsprechenden Sprache verfasst wurde, wird es dieser Text vielleicht nicht zu einem Bestsellerstatus bringen. Bei seiner politischen Brisanz hätte er es jedoch zweifellos verdient.