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Die Franken

Geschichte, Gesellschaft, Kultur

Beck Reihe Band 2799

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Dieser Band informiert knapp, kompetent und anschaulich über Geschichte und Kultur der fränkischen Gesellschaft von der Völkerwanderungszeit bis zu dem unspektakulären Ende des letzten Nachfahren Karls des Großen im 10. Jahrhundert. Schwerpunkte liegen auf dem Erbe des Imperium Romanum, das die Franken sehr erfolgreich ausgestalteten, sowie auf den poli-tischen und sozialen Strukturen. Die kleine Einführung erhellt zudem die Entstehung der christlichen Kultur, die Wissensorganisation und die wirtschaftlichen Verhältnisse in der fränkischen Gesellschaft.
Portrait
Bernhard Jussen lehrt als Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Goethe Universität zu Frankfurt am Main. Frühmittelalterliches Europa, politische Sprache, Verwandtschaft im Kulturvergleich, historische Semantik und visuelle Kultur des Mittelalters sind seine Forschungsthemen.
2007 wurde er mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen For-schungsgemeinschaft ausgezeichnet.
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  • I. Was gehen uns "Die Franken" an?





    Ab wann
    und bis wann sind "Die Franken" ein relevanter historischer Gegenstand?





    II. Koordinaten – Bedingungen
    – Vorgeschichten





    1. Mangelgesellschaften
    drängen in eine bessere und sicherere Welt


    Von "Völkerwanderung" zu "Migrationsbewegungen"

    Römische Identität verschwindet von den Leibern der Romanen


    2. Postimperiale Räume – Wie endet das
    Imperium?


    Voraussetzungen: Imperiales und postimperiales Gallien

    Vor den fränkischen Königen: Gallische Aristokraten
    erfinden das neue politische System

    Selektionsvorteil der Franken: Einheimische unter Einheimischen


    III. Politische Ereignisse:
    Von Arbogast dem General zu Ludwig dem Nichtstuer





    1. Ereignisse im postimperialen
    Raum


    Trier, 390 – Arbogast entmachtet den Kaiser

    Tournai, um 481 – Ein Herrscherbegräbnis ohne Zukunft

    Tours, 498, 500, 503 oder 508 – Chlodwig lädt zur
    Taufe


    2. Macht und Medien in der Hand der Karolinger


    Verberie, 752 – Die Königsstürzer
    hinterlassen keine Spuren

    Rom, 755 – Ein neues Arsenal diplomatischer Druckmittel

    Köln, 798 – Übergabe des Kaisertums an König Karl


    3. Der "rex
    Francorum" wird Geschichte


    Paris, 888 – Das dynastische Argument verschwindet

    Senlis, 987 – Ludwig der Nichtstuer fällt vom Pferd


    IV. Politische und soziale
    Strukturen, Administration und Wissenskulturen





    1. Formen des Politischen
    (1): Kein Staat, kein Reich, kein Lehnswesen


    Kein "Staat", kein "Reich"

    Kein "Lehnswesen"


    2. Formen des Politischen (2): Gott, sein
    königlicher Diener und das kollektive Seelenheil


    Eine hochentwickelte, abstrakte politische Theorie

    Die büßende Gesellschaft


    3. Formen des Politischen (3): Eine
    Gesellschaft ohne Ahnenkult


    "Was Gott verbunden hat …": Umbau des Ehe- und Verwandtschaftssystems

    "Lass die Toten ihre Toten begraben": Der Umbau der Gedächtniskultur


    4. Kulturen des Wissens: Eine Buchgesellschaft


    Von der Buchrolle zum Buchkodex

    Die Bildungs- und Bücherkampagne

    Kodifizierung der Sprache und der Schrift

    Die Befreiung der Kunst

    Die Karriere der Musik


    5. Ökonomische Verhältnisse: Betriebssysteme
    und Arbeitsorganisation


    Vergetreidung

    Grundherrschaft


    V. Qarlush
    bin Ludhwiq, malik al-
    Faranj: Epilog





    Weiterführende Literatur

    Bildnachweis

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 128
Erscheinungsdatum 10.03.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-66181-5
Verlag C. H. Beck
Maße (L/B/H) 18/11,8/1,2 cm
Gewicht 119 g
Abbildungen mit 13 Abbildungen
Auflage 1
Verkaufsrang 73308
Buch (Taschenbuch)
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Keine Erzählung für den interessierten Laien, sondern eine soziopolitische Analyse für Studenten der Geschichtswissenschaft.
von einer Kundin/einem Kunden aus Naumburg am 21.10.2017

Selten habe ich mit einem Buch so gehadert wie mit den „Franken“ von Bernhard Jussen. Habe ich es gern gelesen? Nein! – Habe ich viel gelernt? Ja! – Jussen hat mit „Die Franken“ keine Geschichtserzählung für den interessierten Laien vorgelegt, sondern eine soziopolitische Analyse für Studenten der Geschichtswissenschaft. Das Buc... Selten habe ich mit einem Buch so gehadert wie mit den „Franken“ von Bernhard Jussen. Habe ich es gern gelesen? Nein! – Habe ich viel gelernt? Ja! – Jussen hat mit „Die Franken“ keine Geschichtserzählung für den interessierten Laien vorgelegt, sondern eine soziopolitische Analyse für Studenten der Geschichtswissenschaft. Das Buch wäre besser bei UTB erschienen. Wer eine fesselnde Einführung in die rund sechshundertjährige Geschichte dieses germanischen Volkes erwartet, sollte vom Buch die Finger lassen. Vermutete Herkunft der Franken, ihre ersten Siedlungsgebiete? – Fehlanzeige! Auch mit dem „Reich des Syagrius“, dem ersten großen Beutestück, das sich die Franken aneigneten, und das dem einen oder der anderen aus dem Geschichtsunterricht noch in Erinnerung ist, hält sich Jussen nicht auf. Stattdessen pickt er einzelne historische Ereignisse heraus, die er sozial- und politikwissenschaftlich seziert. Das ist hochgradig interessant, überfordert den Laien aber, da er die Zusammenhänge nicht kennt, und die große ‚historische Linie‘ diesem Büchlein abgeht. Und: eine Antwort auf seine eigene Frage „Wozu ‚Die Franken‘?“, bleibt der Autor bis zum Ende schuldig. --x-- Jussen beginnt sein kleines Werk mit einem faszinierenden Blick in das dahinsiechende spätantike Römische Reich. Unter Zuhilfenahme von Theorien Herfried Münklers („Imperien“) schildert er anschaulich das Erschlaffen der kaiserlichen Autorität, und wie nun die regionalen Statthalter Roms in dieses Machtvakuum eindringen – darunter eben auch die in römischen Diensten befindlichen fränkischen Militärführer. Da sie romanisiert sind, gelingt es den Franken (im Gegensatz zu den streng auf ‚Apartheid‘ ggü. den Römern bedachten und ebenfalls germanisch-stämmigen Goten) schnell, ein politisches System zu etablieren. Die Instrumente dafür (Schriftlichkeit, Rechtsordnung usw.) ‚leiht‘ ihnen die christliche Kirche. Jussen räumt ganz nebenbei mit – wie er wohl findet – geschichtswissenschaftlichen Mythen auf: Die Franken hätten keinen „Staat“ und kein „Reich“ im eigentlichen Sinne gehabt. Auch die Annahme, die fränkische Herrschaft habe auf dem Lehnswesen beruht, sei Unfug. --x-- Das Büchlein hat, wie für diese Reihe üblich, um die 120 Seiten. Es enthält einige Bilder, nicht alle passen zum verhandelten Gegenstand. Auf Karten hat Jussen verzichtet, er hält sie für Quatsch, wie er gleich im Auftakt klarmacht. Die einzelnen Abschnitte sind wiederum mit fett gedruckten Einschüben untergliedert, was recht hektisch wirkt. Jussen versucht zudem, seinem Text mit sprachlichen Kunstgriffen Würze zu verleihen (z. B.: „Formen des Politischen (2): Gott, sein königlicher Diener und das kollektive Seelenheil“) – was den Leser aber nur verwirrt. Denn das klingt zwar gut, aber was sagt es schon? Hier wäre weniger mehr gewesen. Bernhard Jussen ist Professor für „Mittelalterliche Geschichte und ihre Perspektiven in der Gegenwart“ an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main.