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Die Deutschen und der Kapitalismus

Essays zur Geschichte

Beck Reihe Band 6137

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Hans-Ulrich Wehler hat mit seinem Buch ?Die neue Umverteilung. Soziale Ungleichheit in Deutschland? im vergangenen Frühjahr Stoff für Diskussionen geliefert und einen Bestseller vorgelegt. Der Historiker, dessen Deutsche Gesellschaftsgeschichte zu den herausragenden Werken der jüngeren Geschichtsschreibung gehört, versammelt in regelmäßigen Abständen seine wichtigsten Essays und Aufsätze. Einen Schwerpunkt des neuen Bandes bildet die Frage nach den historischen Erfahrungen der Deutschen mit dem Kapitalismus. Aber auch die Sarrazin-Debatte, die Zukunft der Sozialgeschichte und ein kritischer Rückblick auf die Generation 45 gehören zu den Themen, denen sich Wehler diesmal widmet.
Portrait
Hans-Ulrich Wehler, geb. 1931, war bis zu seiner Emeritierung Professor für Allgemeine Geschichte an der Universität Bielefeld.
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  • Vorwort

    I.

    1. Die Deutschen und der Kapitalismus

    2. Die Vollendung des Rechtsstaats – Bewunderung und Sorgen eines Nichtjuristen

    3. Die SPIEGEL-Affäre: 50 Jahre danach

    4. Das Hitler-Regime: charismatische Herrschaft oder manipuliertes
    Propagandaprodukt?

    5. Der miserable Stil der Sarrazin-Debatte

    6. Wie hoch ist Europas "Preis der Freiheit"?

    II.

    7. Globalgeschichte ante portas: neue Herausforderungen für die
    Sozialgeschichte

    8. Geschichtswissenschaft und Sozialwissenschaften

    9. Rückblick und Ausblick: Politikwissenschaft und Geschichtswissenschaft

    10. Eine Glanzleistung der modernen Kriegsgeschichte

    11. Ehrung für Fritz Stern

    12. Verhängnisvolle Attacke auf das Leistungsprinzip

    III.

    13. Nur ein Mythos des Neuanfangs? Die Generation ’45

    14. Die Mauer und die Jahre danach

    15. Aufstiegsmobilität und Soziale Ungleichheit in der Bundesrepublik

    16. Der Pyrrhussieg der Quotengegner

    17. Forsthoff etwas konkreter

    18. Alys neuer Irrweg

    19. Gilt der "Primat der Sicherheit"?

    20. Die neue Umverteilung – wachsende Ungleichheit in Deutschland

    Anmerkungen

    Bibliographische Notiz

    Personenregister

     

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 174
Erscheinungsdatum 12.02.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-65945-4
Verlag C. H. Beck
Maße (L/B/H) 19,2/12,4/1,3 cm
Gewicht 176 g
Auflage 1
Buch (Taschenbuch)
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14,95
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Essays zu geschichtlichen Entwicklungen
von Michael Lehmann-Pape am 03.03.2014

Der Titel dieses Bandes spiegelt bei weitem nicht den gesamten Inhalt wieder, sondern benennt nur eines der Themen, denen sich Wehler zuwendet. 20 kurze Texte. Kleine Feinheiten, Einblicke im Rahmen vieler verschiedener Themen findet der Leser zur Lektüre vor. Vom titelgebenden Essay über den „miserablen Stil der Sarrazin-D... Der Titel dieses Bandes spiegelt bei weitem nicht den gesamten Inhalt wieder, sondern benennt nur eines der Themen, denen sich Wehler zuwendet. 20 kurze Texte. Kleine Feinheiten, Einblicke im Rahmen vieler verschiedener Themen findet der Leser zur Lektüre vor. Vom titelgebenden Essay über den „miserablen Stil der Sarrazin-Debatte“, von der Frage nach „Europas Preis der Freiheit“ zu einer „Ehrung für Fritz Stern“, von einer Betrachtung der „Generation `45“ über die „soziale Ungleichheit in der Bundesrepublik“ bis hin zur „neuen Umverteilung“ reicht dabei die Palette an Themen. Themen, die einerseits Historisches behandeln (wie die „Spiegel Affäre“, die „Vollendung des Rechtstaates“ oder auch „Das Hitler-Regime“) und andererseits ganz aktuelle Themen mit aufgreifen (Quoten Regelung, Primat der Sicherheit u.a.). Ebenso Themen, die einerseits teils ein „großes Ganzes“ in den Blick nehmen (Das Verhältnis zum Kapitalismus, das Hitler Regime im Gesamten, die Verhältnisse von Geschichtswissenschaft und Sozialwissenschaft und Geschichtswissenschaft und Politikwissenschaft) und Themen, die sich sehr konkret einer sehr eingegrenzten Frage zuwenden (nicht, ohne dabei allgemeine Rückschlüsse zu ziehen) wie in Bezug auf die Debatte im Thilo Sarrazin oder eben die Quote. Essays und Aufsätze in einem breiten Spektrum somit, welche das Buch dem Leser nahebringt. Texte in denen selbstverständlich die pointierte und dezidierte Meinung Wehlers deutlich erkennbar, teils durchaus auch als polemisch vom Autor selbst benannt, nach vorne tritt. Das Ganze thematisch grob geordnet nach „Problemen der deutschen Politikgeschichte“ (erster Hauptteil), nach „Problemen der modernen Geschichtswissenschaft“ (zweiter Hauptteil“ und „Verschiedenes“ im dritten Hauptteil. So findet der Leser, sprachlich nachvollziehbar und durchaus mit gewichtigen Argumenten versehen, von der Forderung der „Abkehr neoklassischen Wirtschaftsverständnis“ hin zur Renaissance der „deutschen Denkschule der Verbindung von Herrschaftsverband und Wirtschaftsverlauf“, über die Reflektion von Max Webers „Lehre von der charismatischen Herrschaft“ in Verbindung gebracht zu Hitlers „charismatischer Herrschaft“, hin zu einem „Plädoyer für die Quote“ ein vielfaches an reflektierten Themen, die sicherlich gerade in der Breite der Themen auf unterschiedliches Interesse stoßen werden. Gerade der zweite Hauptteil zu Grundfragen der Geschichtswissenschaft dürfte die Breite der Leserschaft nicht unbedingt interessieren, während die aktuellen Themen des dritten Hauptteils doch für die aktuelle Diskussion (gerade auch im Blick auf die zunehmende „Ungleichheit“) pointiert nachdenkenswerte Betrachtungen in sich vereint. Klar verständlich, teils polemisch, in der Meinung entschieden auftretend, schafft Wehler durchaus einen „Mehrwert“ an Meinung, der durchaus lesenswert, wenn auch nicht durchweg die gleichen Interessenten ansprechend, in diesem schmalen Band nun vorliegt.