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Meister Eckhart

Beck Reihe Band 6131

Dietmar Mieth

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Beschreibung

Meister Eckharts Faszination ist nicht nur für diejenigen spürbar, die sich mit neuen religiösen oder interreligiösen Impulsen beschäftigen. Er stößt auch darüber hinaus auf geistiges, literarisches und religionskritisches Interesse. Der Dominikaner Meister Eckhart (ca. 1260?1328) lehrte wie Albertus Magnus am Studium Generale der Dominikaner in Köln, aber auch zweimal, wie Thomas von Aquin, auf dem theologischen Lehrstuhl in Paris (1303/04 und 1311?1313). Man zählt ihn als Philosophen zu der Deutschen Albert-Schule, die eine Reihe von vorzüglichen Denkern hervorgebracht hat. Eckhart, der ?magister sacrae scripturae? (Professor der Heiligen Schrift), hat eine eigenständige Philosophie und Theologie entwickelt, die schon damals viele faszinierte und immer wieder neu entdeckt wurde. Seine letzten Jahre in Köln waren von einem Inquisitionsprozess überschattet, der gegenüber einem derart renommierten Lehrer der Theologie einzigartig war. Denn es ging dabei nicht primär um akademische Streitigkeiten, sondern um die pastorale Wirkung seiner deutschen Predigten und Schriften im Zusammenhang mit der Verfolgung von sog. ?Freigeistern?, aber auch der ?Beginen?, also religiös lebender Frauengemeinschaften. Dietmar Mieth versucht, Eckharts Profil als Denker, als Prediger und als Lebenslehrer darzustellen. Er sieht in ihm nicht einfach ein historisches Phänomen, sondern einen Vorausdenker. Zudem bezieht Mieth soziale Zusammenhänge, insbesondere die damaligen religiösen Frauenbewegungen, mit ein. Und nicht zuletzt nimmt er Stellung zu Eckharts Lehrkonflikt.

Dietmar Mieth war Professor für Katholische Theologie an der Universität Tübingen. Seit 2009 ist er Fellow am Max Weber Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien an der Universität Erfurt. Seit 2008 ist er Präsident der Meister Eckhart Gesellschaft.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 298
Erscheinungsdatum 09.05.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-65986-7
Verlag C.H.Beck
Maße (L/B/H) 19,3/12,6/2,3 cm
Gewicht 298 g
Auflage 1

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  • Vorwort



    Einleitung


    "Gott
    ist unser Anfang": Michelangelos "Erschaffung

    Adams"
    und Eckharts Schöpfungslehre


    "Das
    Leben schenkt die edelste Erkenntnis":

    Eine
    praktische Metaphysik


     



    I. Gott und Mensch


    1.
    "Mit den natürlichen Gründen erkennen": Philosophie und Theologie

    2.
    "Ich bin, der Ich bin": Gottes-Aufweis aus dem "Ich"


    3.
    "Gott wirkt, und ich werde": Der innerliche Gott


    4.
    Die Fülle Gottes als Trinitätsargument:

    "Die
    Erkenntnis geht aus und kehrt als Liebe zurück"


    5.
    "In unaufhörlichem Fluss": Geschehen, Beziehung, prozessuale Struktur,
    Perspektivismus

    6.
    "Der gerechte Mensch ist frei", aber "nicht oberhalb der Gnade": Gnade und
    Freiheit

    7.
    "Gott ist Denken": Eine intellektuelle "Wirklichkeit"


    8.
    "Der Leib ist in der Seele": Leib und Seele


     



    II. Einheit im Wort, im Denken und im Bild


    9.
    Sprache, Exegese, Handlung: im Dienst einer praktischen Metaphysik

    10.
    "Gleich bei Gott, weder darunter noch darüber": Einheit, Univozität
    und Analogie – Angriff und Verteidigung

    11.
    "Wer im Bild ist, ist nicht außerhalb": Die Bildlehre



    III. Offenbarung, Wahrheit und Gewissheit



     


    12.
    "Goldener Apfel im silbernen Netz": Das bibeltheologische Auslegungsprogramm

    13.
    "Alles Wissen ist um seiner selbst, nicht um eines anderen willen": Die
    Wahrheit und die Freiheit der Wissenschaft im Horizont der Weisheit

    14.
    "Der wahrhaft freie Geist wird in die Ewigkeit

    entrückt":
    Abstraktion, Abgeschiedenheit, Überlassenheit,

    Armut,
    ohne Worumwillen – Eckharts Lebenslehre im Vergleich
    mit seiner Zeitgenossin Marguerite Porete

    15.
    "Alle können es erfahren": Die Gewissheit und der Durchbruch von innen

     


    IV. Gottesgeburt und Gottesentzug


    16.
    "Im Anfang war das Wort": Christologie und Menschwerdung

    17.
    "Auch im Sünder bleibt die Frucht des Werkes":

    Kontingenz
    und Aposteriorität, das Nicht und die Sünde

    18.
    "Die stille Wüste": Dunkel, Gottesentzug und Schweigen

    19.
    "Ihr sollt derselbe Sohn sein": Innere Gottesgeburt – eine spezifisch
    christliche Erfahrung des Religiösen

     


    V. Spiritualität, Ethik, Mystik


    20.
    Aktion und Kontemplation: "Da ist nichts anderes als eines"

    21.
    "Der edle Mensch": Ethik als Aufwertung der individuellen Menschenwürde

    Exkurs:
    Eckhart und Luther – ein Versuch der Annäherung und Differenzierung

    22.
    Zwischen Glauben und Religion – Eckharts Zuordnung zur "Mystik"

    23.
    "Wie ein Tropfen im Meer": Interreligiöse Akzente


     



    VI. Häresie im Widerstreit


    24.
    "Häresie ist eine Frage des Willens": Leben und Prozess im Überblick

    25.
    "Einer, der mehr wissen wollte, als nötig ist": Die verurteilten Sätze

    26.
    "Wie es dem Leser nützlich erscheint": Zur Geschichte und zum Widerstreit der
    Interpretationen

     


    Schluss: Meister Eckhart heute verstehen?



     



    Anhang


    Abkürzungen



    Literaturverzeichnis



    Namenregister



    Sachregister