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Nackt unter Wölfen

Roman

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Ein Welterfolg in neuem Licht

Diese Geschichte hat Generationen bewegt: Im Frühjahr 1945 wird ein dreijähriger Junge in das KZ Buchenwald eingeschleust. Wenn die SS ihn findet, ist ihm der Tod ebenso gewiss wie seinen Beschützern. Gegen alle Vernunft verstecken zwei Häftlinge das Kind, obwohl sie damit die Vorbereitungen des illegalen Lagerkomitees für einen Aufstand gefährden. Das Überleben des Jungen wird zum Sinnbild für den Überlebenswillen der Häftlinge. Der Roman entstand frei nach Motiven einer wahren Begebenheit. Man rezipierte ihn jedoch als Tatsachenbericht, und die Geschichte der Rettung des Kindes wurde in der DDR zum Symbol des antifaschistischen Widerstandskampfes. Was bisher nicht bekannt war: Apitz hatte die Rolle der Kommunisten ursprünglich viel konfliktreicher angelegt.

„In ‚Nackt unter Wölfen’ triumphiert die einfache Menschlichkeit.“ Marcel Reich-Ranicki
Rezension
"In 'Nackt unter Wölfen' triumphiert die einfache Menschlichkeit." (Marcel Reich-Ranicki)
Portrait
Bruno Apitz, 1900 als zwölftes Kind einer Leipziger Proletarierfamilie geboren, lernte Stempelschneider, kam 1917 wegen Antikriegspropaganda ins Gefängnis, begann eine Buchhändlerlehre und war u. a. Schauspieler. Seit 1927 Mitglied der KPD, wurde er 1933 inhaftiert, war in mehreren KZ, einem Zuchthaus und ab 1937 bis zur Befreiung 1945 im KZ Buchenwald. Danach arbeitete er als Redakteur, Verwaltungsdirektor der Städtischen Bühnen Leipzig und Dramaturg bei der DEFA. Ab 1955 freier Autor in Berlin. Er starb 1979.Sein erster Roman „Nackt unter Wölfen“ (1963 verfilmt von Frank Beyer, u. a. mit Erwin Geschonneck und Armin Mueller-Stahl) wurde zu einem Welterfolg.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 586
Erscheinungsdatum 20.06.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7466-3026-7
Verlag Aufbau TB
Maße (L/B/H) 19/11,3/4,5 cm
Gewicht 464 g
Auflage 3. Auflage
Verkaufsrang 15081
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Eric Rupprecht, Thalia-Buchhandlung Berlin

Bedrückend schwer und bedrückend gut erzählt Apitz die Geschichte eines kleinen Jungen im KZ Buchenwald und gibt dem Leser Einblicke in die Grausamkeiten des NS-Regimes.

Maja Günther, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein Klassiker, den man gelesen haben sollte. Gnadenlose Darstellung der Grausamkeit im KZ. Gegen das Vergessen!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden aus Hagen am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

DDR Darstellung aus den 1960er. Nicht leicht zu lesen, aber dafür umso interessanter und spannender. Bitte lesen.

von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Ein berührendes und bewegendes Werk über die Menschlichkeit auch zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges.

Wie bleibt man Mensch?
von einer Kundin/einem Kunden am 17.04.2015

Bruno Apitz erzählt in "Nackt unter Wölfen" von den letzten Wochen im Konzentrationslager Buchenwald, kurz vor der Befreiung durch die Amerikaner im April 1945. Unter den Gefangenen hat sich hinter dem Rücken der Nazis eine Gruppe zum Widerstand formiert. Geplant ist ein bewaffneter Aufstand zur Selbstbefreiung, sobald die ... Bruno Apitz erzählt in "Nackt unter Wölfen" von den letzten Wochen im Konzentrationslager Buchenwald, kurz vor der Befreiung durch die Amerikaner im April 1945. Unter den Gefangenen hat sich hinter dem Rücken der Nazis eine Gruppe zum Widerstand formiert. Geplant ist ein bewaffneter Aufstand zur Selbstbefreiung, sobald die Alliierten nah genug zum Lager vorgerückt sind. Doch der Plan gerät in Gefahr, als ein kleiner 3-jähriger Junge nach Buchenwald geschmuggelt wird, und dort gegen den Willen der Anführer des Widerstands von einigen Insassen versteckt gehalten wird. Durch das unerwartete Ereignis werden Dinge in Gang gesetzt, die die Geheimhaltung immer schwieriger machen. Nichts scheint mehr sicher, es geht nun mehr denn je um (Über)Leben und Tod. Auf sprachlich packende und erschreckend ehrliche Weise erzählt Apitz von den Vorgängen und Geschehnissen im Lager. Der kleine Junge, der für die Gefangenen zum Symbol für Freiheit und Menschlichkeit wird, kann tatsächlich gerettet werden und überlebt. "Nackt unter Wölfen" basiert frei auf wahren Begebenheiten im Lager Buchenwald. Das Buch wird ergänzt durch umfassende Ergänzungen, wodurch es auch in seiner geschichtlichen Relevanz kritisch diskutiert wird. Bei der hier vorliegenden Version handelt es sich um eine rekonstruierte Urfassung, und nicht um die Verkürzte, vom DDR-Regime vor allem als Schullektüre instrumentalisierte. "Nackt unter Wölfen" sollte man gelesen haben, denn es erzählt vom Versuch Mensch zu bleiben, unter den unmenschlichsten Umständen.