Der Dirigent

Roman

(9)
Die Symphonie des Winters

Es ist eine Zeit, in der alle Musik gefriert. Doch im Kopf eines Mannes entsteht eine Symphonie, die den Menschen im belagerten Leningrad Mut und Hoffnung geben kann. Allerdings bedarf es eines todesmutigen Dirigenten, damit das Werk erklingen kann. - Ein ergreifender Roman über den Sieg der Kunst über die Barbarei.

"Natürlich habe ich kein Herz! Ich habe es vor vielen Jahren, auf jener Treppe in Leningrad, Schostakowitsch geschenkt."

Im Sommer 1941 verlassen die deutschen Soldaten klammheimlich Leningrad. Eine Katastrophe naht: Die Stadt wird belagert, soll dem Erdboden gleichgemacht wer-den. Der Großteil der Künstler und Kulturschaffenden wird evakuiert. Bis auf Dmitri Schostakowitsch, den wohl berühmtesten russischen Komponisten. Er bleibt, um seine Stadt zu verteidigen. Am Tage hebt er Gräben aus, des Nachts arbeitet er an einem neuen, unerhörten Werk. Doch ein anderer wird zum eigentlichen Helden: Karl Eliasberg, Dirigent eines zweitklassigen Radioorchesters und ebenso glühen-der wie hasserfüllter Bewunderer Schostakowitschs. Hungernd und im Angesicht des Todes wird Eliasberg mit seinem Orchester Schostakowitschs »Siebte Sympho-nie« aufführen. - Ein hochmusikalischer, bewegender Roman über zwei beseelte wie getriebene Männer, die der Kälte einen humanen Klang abringen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 398
Erscheinungsdatum 20.06.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7466-3021-2
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 19/11,5/3,2 cm
Gewicht 317 g
Originaltitel The Conductor
Auflage 1
Übersetzer Bettina Abarbanell
Buch (Taschenbuch)
12,99
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„Die Entstehung einer Symphonie unter widrigsten Umständen“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Sarah Quigley ist eine neuseeländische Autorin, die seit 2000 in Berlin lebt und arbeitet. „Der Dirigent“ ist ihr erster Roman, den sie auf Deutsch geschrieben hat. Herausgekommen ist ein ergreifendes Buch über ein dunkles Kapitel der deutsch-russischen Geschichte, bei dem ich niemals gemerkt habe, dass Deutsch nicht die Muttersprache der Autorin ist.

Sie erzählt in diesem Buch die Geschichte der Entstehung der 7. Symphonie von Schostakowitsch. Aber sie erzählt auch die Geschichte der Stadt Leningrad in der Zeit von Frühling 1941 bis zum 09. August 1942. Die Hauptpersonen des Romans sind Schostakowitsch, der russische Pianist und Komponist, Karl Iljitsch Eliasberg, ursprünglich Pianist, nach einem schweren Unfall ebenfalls Dirigent und Nikolai Nikolajew, der 1. Geiger am Symphonieorchester in Leningrad. Nur Nikolai Nikolajew ist eine fiktive Figur. Im Frühling 1941 verlassen plötzlich die befreundeten Deutschen Leningrad und Hitler greift Russland an. Die Elite der Leningrader Bürger (das Kirow Ballett und das Leningrader Symphonieorchester) werden ausgeflogen, damit sie in Sicherheit sind. Aber Schostakowitsch, der gerade an seiner 7. Symphonie arbeitet, die unmittelbar mit Leningrad verbunden ist, bleibt sehr zum Entsetzen seiner Frau. In der Zeit vom 08. September 1941 bis zum 27. Januar 1944 wird die Stadt von deutschen und finnischen Truppen eingeschlossen. Es gibt nur noch einen Zugang über den Ladogasee. Und die Bevölkerung leidet bitterste Not. Schostakowitsch hat das Glück, das er mit seiner Familie doch noch Leningrad verlassen kann. Er beendet seine Symphonie im Exil und dort wird sie auch uraufgeführt. Doch um die Moral der Stadt Leningrad zu stärken, haben die obersten Sowjets die Idee, dass diese Symphonie auch direkt in Leningrad aufgeführt und in alle Welt übertragen werden soll. Die Aufgabe dies zu bewerkstelligen erhält der Dirigent des Leningrader Rundfunkorchesters Karl Iljitsch Eliasberg. Und er setzt alles daran, dass diese Aufführung stattfinden kann. Dies ist die eigentliche Geschichte des Romans. Aber sie lebt natürlich von den Schilderungen der Menschen, die in dieser Stadt leben und arbeiten.

Unglaublich - wie können Menschen, die fast schon verhungert sind, noch so viel Kraft aufbringen um diese mächtige Musik zu spielen. Und wie kommt überhaupt jemand auf die Idee so etwas von ihnen zu verlangen? Der Erstauflage dieses Romans in Printform lag eine CD mit der die Symphonie Nr. 7 „Leningrad“ vom russischen Philharmonischen Orchester unter der Leitung von Dmitri Jablonsky eingespielt bei. Leider kann ich nicht erkennen, ob auch die e-book-Version die Musik enthält. Da bekommt man dann erst Recht einen Eindruck, was diese Musiker damals geleistet haben müssen.

Mich hat dieses Buch zutiefst berührt. Die Autorin beschreibt das Leben dieser Menschen in dieser schrecklichen Situation so selbstverständlich. Es ist ungeheuerlich, was Menschen ertragen und überleben können. Eine zugleich schreckliche und wunderschöne Geschichte, ergreifend erzählt, die mich ehrfürchtig zurücklässt.
Sarah Quigley ist eine neuseeländische Autorin, die seit 2000 in Berlin lebt und arbeitet. „Der Dirigent“ ist ihr erster Roman, den sie auf Deutsch geschrieben hat. Herausgekommen ist ein ergreifendes Buch über ein dunkles Kapitel der deutsch-russischen Geschichte, bei dem ich niemals gemerkt habe, dass Deutsch nicht die Muttersprache der Autorin ist.

Sie erzählt in diesem Buch die Geschichte der Entstehung der 7. Symphonie von Schostakowitsch. Aber sie erzählt auch die Geschichte der Stadt Leningrad in der Zeit von Frühling 1941 bis zum 09. August 1942. Die Hauptpersonen des Romans sind Schostakowitsch, der russische Pianist und Komponist, Karl Iljitsch Eliasberg, ursprünglich Pianist, nach einem schweren Unfall ebenfalls Dirigent und Nikolai Nikolajew, der 1. Geiger am Symphonieorchester in Leningrad. Nur Nikolai Nikolajew ist eine fiktive Figur. Im Frühling 1941 verlassen plötzlich die befreundeten Deutschen Leningrad und Hitler greift Russland an. Die Elite der Leningrader Bürger (das Kirow Ballett und das Leningrader Symphonieorchester) werden ausgeflogen, damit sie in Sicherheit sind. Aber Schostakowitsch, der gerade an seiner 7. Symphonie arbeitet, die unmittelbar mit Leningrad verbunden ist, bleibt sehr zum Entsetzen seiner Frau. In der Zeit vom 08. September 1941 bis zum 27. Januar 1944 wird die Stadt von deutschen und finnischen Truppen eingeschlossen. Es gibt nur noch einen Zugang über den Ladogasee. Und die Bevölkerung leidet bitterste Not. Schostakowitsch hat das Glück, das er mit seiner Familie doch noch Leningrad verlassen kann. Er beendet seine Symphonie im Exil und dort wird sie auch uraufgeführt. Doch um die Moral der Stadt Leningrad zu stärken, haben die obersten Sowjets die Idee, dass diese Symphonie auch direkt in Leningrad aufgeführt und in alle Welt übertragen werden soll. Die Aufgabe dies zu bewerkstelligen erhält der Dirigent des Leningrader Rundfunkorchesters Karl Iljitsch Eliasberg. Und er setzt alles daran, dass diese Aufführung stattfinden kann. Dies ist die eigentliche Geschichte des Romans. Aber sie lebt natürlich von den Schilderungen der Menschen, die in dieser Stadt leben und arbeiten.

Unglaublich - wie können Menschen, die fast schon verhungert sind, noch so viel Kraft aufbringen um diese mächtige Musik zu spielen. Und wie kommt überhaupt jemand auf die Idee so etwas von ihnen zu verlangen? Der Erstauflage dieses Romans in Printform lag eine CD mit der die Symphonie Nr. 7 „Leningrad“ vom russischen Philharmonischen Orchester unter der Leitung von Dmitri Jablonsky eingespielt bei. Leider kann ich nicht erkennen, ob auch die e-book-Version die Musik enthält. Da bekommt man dann erst Recht einen Eindruck, was diese Musiker damals geleistet haben müssen.

Mich hat dieses Buch zutiefst berührt. Die Autorin beschreibt das Leben dieser Menschen in dieser schrecklichen Situation so selbstverständlich. Es ist ungeheuerlich, was Menschen ertragen und überleben können. Eine zugleich schreckliche und wunderschöne Geschichte, ergreifend erzählt, die mich ehrfürchtig zurücklässt.

Kundenbewertungen

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Übersicht
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"Musik ist eine Reflexion der Zeit, in der sie entsteht." Diana Ross
von Nina Brennecke aus Bielefeld am 17.04.2013
Bewertet: Buch (gebunden)

Eine neuseeländische Autorin, die in Oxford promovierte und ihren ersten deutschsprachigen Roman, der in Russland spielt, veröffentlicht? Besseres hätte dieser Idee, die schließlich zum Roman wurde, nicht passieren können! Sarah Quigley schafft eine unglaubliche Atmosphäre. Im Kopf eines Mannes entsteht eine Symphonie, die den Menschen im Krieg um Leningrad Mut und... Eine neuseeländische Autorin, die in Oxford promovierte und ihren ersten deutschsprachigen Roman, der in Russland spielt, veröffentlicht? Besseres hätte dieser Idee, die schließlich zum Roman wurde, nicht passieren können! Sarah Quigley schafft eine unglaubliche Atmosphäre. Im Kopf eines Mannes entsteht eine Symphonie, die den Menschen im Krieg um Leningrad Mut und Hoffnung geben kann, aber diese muss von einem zähen, todesmutigen Dirigenten geführt werden. Diesen Part übernimmt Karl Eliasberg - ein Dirigent eines zweitklassigen Orchesters. Ihm gelingt das scheinbar Unmögliche: Schostakowitschs "Siebte Symphonie" aufzuführen, so dass sie in den Menschen entflammt wie ein inneres Lagerfeuer. Musik ist eben eine Geheimwaffe, der sich keiner entziehen kann.

Sehr gut!!
von einer Kundin/einem Kunden am 16.10.2012
Bewertet: Buch (gebunden)

Selten habe ich einen Roman in der Hand, der mich so sehr berührt hat wie Sarah Quigleys Dirigent. In einer wunderschönen Sprache lässt sie uns eintauchen in das Leningrad 1941 kurz vor und während der Belagerung. Durch ihre lebendigen Beschreibungen ist es fast so, als könnten wir, genauso wie... Selten habe ich einen Roman in der Hand, der mich so sehr berührt hat wie Sarah Quigleys Dirigent. In einer wunderschönen Sprache lässt sie uns eintauchen in das Leningrad 1941 kurz vor und während der Belagerung. Durch ihre lebendigen Beschreibungen ist es fast so, als könnten wir, genauso wie Schostakovic in seinem Kopf, die Musik hören und die Kälte des russischen Winters spüren. Karl Eliasberg ist der zweite Held des Romans, der allein zum Schluss die größte Verantwortung trägt. Allein an ihm liegt es Schostakovics größte Symphonie mit einem halb verhungerten, zweitklassigen Orchester aufzuführen um den Truppen Kampfgeist einzuflößen. Ein genialer Roman und noch dazu unglaublich toll geschrieben. Kann ich sehr empfehlen!

Ein Roman wie eine Symphonie!
von Monika Schulte aus Hagen am 03.10.2012
Bewertet: Buch (gebunden)

Es ist Krieg. Leningrad wird belagert. Die Menschen leiden an Hunger. Viele Künstler werden evakuiert. Der Komponist Dmitri Schostakowitsch weigert sich jedoch zuerst. Er will helfen Leningrad zu verteidigen. Er arbeitet bis zum Umfallen. Tagsüber hebt er Gräben aus, nachts arbeitet er an der Siebten Symphonie. Auch wenn die... Es ist Krieg. Leningrad wird belagert. Die Menschen leiden an Hunger. Viele Künstler werden evakuiert. Der Komponist Dmitri Schostakowitsch weigert sich jedoch zuerst. Er will helfen Leningrad zu verteidigen. Er arbeitet bis zum Umfallen. Tagsüber hebt er Gräben aus, nachts arbeitet er an der Siebten Symphonie. Auch wenn die Sirenen heulen und die Bomben fallen, er schreibt an seinem Werk. Nichts kann ihn davon abhalten, doch schließlich wird auch er zusammen mit seiner Familie evakuiert. Karl Eliasberg bleibt zurück. Er ist der Dirigent des Radioorchesters. Gleichzeitig bewundert und neidet er den Komponisten Schostakowitsch. In der belagerten Stadt gibt es immer weniger zu essen. Die Menschen leiden bittere Not. Die zugeteilten Essensrationen werden immer kleiner. Die Menschen fallen einfach um, sind tot. In dieser scheinbar aussichtslosen Situation, umgeben von Hunger und Tod, Elend und Auszehrung, bekommt Karl Eliasberg den Befehl, Schostakowitschs Siebte Symphonie in Leningrad aufzuführen. Die Musik, die Kunst soll die Moral und das Durchhaltevermögen fördern und sie soll dem Feind zeigen, dass Leningrad unbesiegbar ist. Mit einem stark minimierten Ensemble beginnt Eliasberg mit den Proben. Anfangs sind diese die reinste Katastrophe, können die Musiker vor Hunger und Kraftlosigkeit die Instrumente kaum halten. Doch sie halten durch und sie schaffen es die Symphonie aufzuführen! Ein grandioser Roman! Ein Roman selbst wie eine Symphonie! Sehr ausdrucksstark und sehr bildhaft geschrieben. Unbedingt empfehlenswert: Beim Lesen die Siebte Symphonie Schostakowskis anhören. Umso deutlicher kann man sich das Geschriebene vorstellen. Eine gelungene Komposition der Autorin, die Grauen und Schrecken des Krieges zu beschreiben und dann wieder die Musik und die Kunst hervorzuheben. Ein Roman, dramatisch, tief berührend und dies umso mehr, da die Personen Schostakowitsch und Eliasberg reale Personen sind. Ein Roman, der hoffentlich ganz viele Menschen begeistern wird. Ein Roman, den ich nicht vergessen werde!