Posthumanismus

Leben jenseits des Menschen

Rosi Braidotti

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Beschreibung

Genetik und künstliche Befruchtung, Robotik, Implantate und Computertechnologie haben nicht nur in der Science-Fiction Cyborgs, Zombies und Klone hervorgebracht. Auch in der Philosophie und in den Humanwissenschaften hat sich seit einigen Jahren eine lebendige Diskussion über die Grenzen und Möglichkeiten des Menschen angesichts moderner Technologien entwickelt. Rosi Braidotti unternimmt eine faszinierende Tour de Force vom Humanismus zum Zeitalter des Posthumanismus, in das technologischer Fortschritt und Kapitalismus uns katapultiert haben: Der humanistische Mensch – männlich, weiß, rational, selbstbewusst, eurozentrisch – ist nicht mehr Maß aller Dinge und hat heute, so Braidotti, einem nomadischen, nicht-individuellen Subjekt Platz gemacht. Vor der Folie postkolonialer und feministischer Theorie legt das Buch die Grundlage für eine neue Theorie dieses posthumanen Subjekts: Nicht mit sich selbst identisch, kollektiv und kosmopolitisch ist es vielfältig mit anderen Subjekten vernetzt – mit Menschen wie mit Tieren und Dingen. So birgt für Braidotti das Ende des Humanismus eine Utopie: Es eröffnet neue soziale Bindungen und Gemeinschaftlichkeit im globalen Maßstab.

Rosi Braidotti ist Professorin für Philosophie an der Universität Utrecht (Niederlande) und dort Gründungsdirektorin des »Centre for the Humanities and Gender Studies«.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 215
Erscheinungsdatum 15.05.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-593-50031-7
Verlag Campus
Maße (L/B/H) 21,3/14,1/1,5 cm
Gewicht 280 g
Originaltitel The Posthuman
Abbildungen 5 Abbildungen
Übersetzer Thomas Laugstien

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  • Inhalt

    Einleitung7

    Erstes Kapitel

    Posthumanismus: Leben jenseits des Selbst 19

    Antihumanismus 22

    Tod "des" Menschen, Dekonstruktion der Frau31

    Die postsäkulare Wende36

    Die posthumane Herausforderung42

    Kritischer Posthumanismus50

    Schluss55

    Zweites Kapitel

    Post-Anthropozentrismus: Leben jenseits der Art61

    Global Warning63

    Das Posthumane als Tierwerdung72

    Kompensatorischer Humanismus81

    Das Posthumane als Erdwerdung85

    Das Posthumane als Maschinenwerdung 94

    Differenz als Prinzip des Nicht-Einen 100

    Schluss 105

    Drittes Kapitel

    Das Inhumane: Leben jenseits des Todes 109

    Formen des Sterbens114

    Jenseits der Biopolitik 119

    Forensische Gesellschaftstheorie123

    Zur heutigen Nekropolitik125

    Posthumane Theorie des Todes 133

    Tod eines Subjekts 136

    Unwahrnehmbarwerden139

    Schluss: Zur posthumanen Ethik141

    Viertes Kapitel

    Posthumane Humanwissenschaften: Leben jenseits der Theorie 147

    Institutionelle Dissonanzen154

    Die Geisteswissenschaften im 21. Jahrhundert157

    Posthumane kritische Theorie 167

    Das "wirkliche" Subjekt der Geisteswissenschaften ist nicht "der Mensch" 172

    Die globale "Multiversität"176

    Schluss189

    Posthumane Subjektivität190

    Posthumane Ethik 193

    Affirmative Politik 195

    Postmenschlich, allzu menschlich197

    Literatur201

    Dank215