Der kopf des vitus bering

Österreichs Eigensinn. Eine Bibliothek Band 7

Konrad Bayer

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Beschreibung

Vitus Bering, Entdecker dänischer Herkunft, Marineoffizier in russischen Diensten, bricht Mitte des 18. Jahrhunderts auf, das östlichste Ende des Zarenreichs zu erkunden, um zu beweisen, dass Asien und Amerika nicht zusammenhängen. Auf seiner letzten Expeditionsfahrt entdeckt er Alaska, strandet auf dem durch Stürme abgeschnittenen Rückweg nach Kamtschatka an einer unbewohnten Insel, wo er beim Versuch, über den Winter zu kommen, mit Teilen seiner Mannschaft an Skorbut stirbt. Soweit die Legende, das biografische Substrat einer Geschichte, aus deren Versatzstücken und Motiven Konrad Bayer mit den Mitteln der Textmontage und unter Verarbeitung einer Vielzahl unterschiedlichster Quellen ein Sprachkunstwerk schuf, das zu den wichtigsten Hervorbringungen der österreichischen Avantgarde nach 1945 zählt. Vitus Bering dient dabei nur als Vehikel, ist Standort für eine literarisch abenteuerliche Erkundung in den entlegenen Bereichen extremer Wahrnehmung von Welt und Ich, weit jenseits der Grenzen von Verständigung, wo das Ganze, um es mit Konrad Bayer zu sagen, gegen Ende auch sprachlich vereist.

KONRAD BAYER, 1932 in Wien geboren, Schriftsteller, und Dandy, bildete mit Oswald Wiener, H.C. Artmann, Friedrich Achleitner und Gerhard Rühm die legendäre 'Wiener Gruppe'. Er nahm sich am 10. Oktober 1964 das Leben.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Bernhard Fetz, Günther Eisenhuber
Seitenzahl 100
Erscheinungsdatum 22.09.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-99027-007-3
Verlag Jung u. Jung
Maße (L/B/H) 19/12,1/1,7 cm
Gewicht 176 g
Auflage 1

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