Kein Ort. Nirgends

Bibliothek Suhrkamp 1479

(2)
Im Juni 1804 sind Karoline von Günderrode und Heinrich von Kleist zu einer Teegesellschaft in Winkel am Rhein eingeladen – eine fiktive Begegnung: Christa Wolf lässt die empfindsamen Dichter, beides Außenseiter, aufeinandertreffen, lässt sie nachdenken über fehlende Freiräume, über das nicht lebbare Leben und zeigt die Parallelen zu ihrer eigenen Gegenwart.

1979 erschienen, bringt das Buch uns zwei Menschen nahe, die an dem System, in dem sie stecken, zu verzweifeln drohen und die doch wissen: »Wenn wir zu hoffen aufhören, kommt, was wir befürchten, bestimmt.«

Längst ist der Titel dieses modernen Klassikers zum geflügelten Wort geworden: In ›Kein Ort. Nirgends‹ erzählt Christa Wolf vom Lebensgefühl derjenigen, die mit dem Rücken zur Wand stehen, und entwirft gleichzeitig die Vision eines Daseins, in dem die Grenzen zwischen den Einzelnen, den Geschlechtern, zwischen Realität und Utopie überschritten sind.
Portrait

Christa Wolf, geboren 1929 in Landsberg/Warthe (Gorzów Wielkopolski), lebte in Berlin und Woserin, Mecklenburg-Vorpommern. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Preisen, darunter dem Georg-Büchner-Preis, dem Thomas Mann Preis und dem Uwe-Johnson-Preis, ausgezeichnet. Sie verstarb am 1. Dezember 2011 in Berlin.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 109
Erscheinungsdatum 10.03.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-22479-3
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 21,8/13,6/1,5 cm
Gewicht 296 g
Auflage 1
Buch (gebundene Ausgabe)
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„Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei“

Barbara Mahlkemper, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

Der Titel: Eine direkte Übersetzung des Wortes "Utopie".
Das fiktive Zusammentreffen zweier Personen, die als Künstler ihrer Zeit weit voraus waren.
Die in ihrer Zeit nicht leben konnten und an sich und an den Menschen zerbrachen.
Sie finden in diesem aus wirklichen Zitaten zusammengesetzen Dialog endlich ein menschliches Gegenüber, einen "Mit-Menschen".
Die Sprache ist sehr poetisch, die Suche nach der eigenen Wahrheit sehr existenziell.
Ein faszinierendes Buch!
Der Titel: Eine direkte Übersetzung des Wortes "Utopie".
Das fiktive Zusammentreffen zweier Personen, die als Künstler ihrer Zeit weit voraus waren.
Die in ihrer Zeit nicht leben konnten und an sich und an den Menschen zerbrachen.
Sie finden in diesem aus wirklichen Zitaten zusammengesetzen Dialog endlich ein menschliches Gegenüber, einen "Mit-Menschen".
Die Sprache ist sehr poetisch, die Suche nach der eigenen Wahrheit sehr existenziell.
Ein faszinierendes Buch!

Kundenbewertungen

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Einzigartig im Stil
von Steppenwölfin am 16.11.2008
Bewertet: Taschenbuch

Die Sprache der Christa Wolf erreicht in "Kein Ort.Nirgends" einen ihrer Höhepunkte im bitter-realistischen Stil. Das "Günderrödchen" oder "Lina", wie sie sich von engen Freunden nennen lässt, wird hier in einer einzigartigen Weise beschrieben. Christa Wolf erstellt hier ein Seelenbild ohnegleichen, das uns den Atem gefrieren lässt.