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Imperium

Roman. Ausgezeichnet mit dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis der Stadt Braunschweig und des Deutschlandfunks 2012

(21)
Eine deutsche Südseeballade

In 'Imperium' erzählt Christian Kracht eine Aussteigergeschichte in den deutschen Kolonien der Südsee, indem er virtuos und gut gelaunt mit den Formen des historischen Abenteuerromans eines Melville, Joseph Conrad, Robert Louis Stevenson oder Jack London spielt.

Die Welt wollte er retten, eine neue Religion stiften, gar ein eigenes Reich gründen – eine Utopie verwirklichen, die nicht nur ihn selbst, sondern die Menschheit erlöst, fernab der zerstörerischen europäischen Zivilisation, die gerade aufbricht in die Moderne und in die Katastrophen des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Doch in der Abgeschiedenheit der Südsee, in einer Kolonie des wilhelminischen Deutschland, gerät ein von einem vegetarischen Spleen besessener Sonnenanbeter in eine Spirale des Wahnsinns, die die Abgründe des 20. Jahrhunderts ahnungsvoll vorwegnimmt. In seinem vierten Roman zeichnet Christian Kracht die groteske, verlorene Welt von Deutsch-Neuguinea, eine Welt, die dem Untergang geweiht ist und in der sich doch unsere Gegenwart seltsam spiegelt. Zugleich aber ist Christian Krachts 'Imperium' eine erstaunliche, immer wieder auch komische Studie über die Zerbrechlichkeit und Vermessenheit menschlichen Handelns.
Portrait
In Saanen in der Schweiz wurde Christian Kracht am 29. Dezember 1966 geboren. Nach der Schule nahm er in den USA das Studium der Filmwissenschaften auf, arbeitete bei verschiedenen Presseerzeugnissen und begann dann zu reisen - durch Asien ebenso wie nach Schwarzafrika oder durch den Südpazifik. Er zählt zu den modernen deutschsprachigen Schriftstellern. Seine Werke sind in 30 Sprachen übersetzt. 2012 erhielt Christian Kracht den Wilhelm-Raabe-Preis, für den Roman 'Die Toten' 2016 den Schweizer Buchpreis sowie den Hermann-Hesse-Literaturpreis.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 24.04.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-51292-8
Reihe Fischer TaschenBibliothek
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 14,4/9/2 cm
Gewicht 162 g
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 40.918
Buch (gebundene Ausgabe)
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„ein spleeniger Außenseiter“

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August Engelhart verläßt das wilhelmische Deutschland um in der Südsee eine Kolonie zu gründen. Dieses Werk ist so unglaublich verrückt und zeigt die Vermessenheit eines Besessenen der dort das Leben eines Einsiedlers führt und an seinem Wahn zerbricht. In großartiger Sprache erzählt, abenteuerlich und unfassbar spannend. Dieser Roman gehört unbedingt zu meinen Lieblingsbüchern. Bitte auf jeden Fall lesen.
August Engelhart verläßt das wilhelmische Deutschland um in der Südsee eine Kolonie zu gründen. Dieses Werk ist so unglaublich verrückt und zeigt die Vermessenheit eines Besessenen der dort das Leben eines Einsiedlers führt und an seinem Wahn zerbricht. In großartiger Sprache erzählt, abenteuerlich und unfassbar spannend. Dieser Roman gehört unbedingt zu meinen Lieblingsbüchern. Bitte auf jeden Fall lesen.

Kai Ortel, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein brillantes Sittengemälde der Kolonialzeit, verfasst in herrlich altmodischem, aber genau auf die Epoche passendem Deutsch. Fast wähnt man sich vor über 100 Jahren mit an Bord. Ein brillantes Sittengemälde der Kolonialzeit, verfasst in herrlich altmodischem, aber genau auf die Epoche passendem Deutsch. Fast wähnt man sich vor über 100 Jahren mit an Bord.

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Auch zu Kolonialzeiten gab es Vegetarier und Menschen, die sich Irrsinniges vornehmen .... Ein grandioses Buch! Auch zu Kolonialzeiten gab es Vegetarier und Menschen, die sich Irrsinniges vornehmen .... Ein grandioses Buch!

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„Bitte anschieben“

Florian Kuhrt, Thalia-Buchhandlung Ingolstadt

Das Beste an "Imperium" von Christian Kracht findet sich auf den Seiten 52/53, auf denen eloquent beschrieben wird, wie "das Schwarzwasserfieber in den Gouverneuer gekommen war". Das war dann für mich aber leider auch der Höhepunkt des Buches.
Die Geschichte um den Fruktarier aus dem Westen, der sich einbildet, einen Kokosnusskult in der Südsee zu etablieren, scheint zunächst ganz interessant, entbehrt aber entgegen den Werken klassischer Abenteuerromanciers einer Entwicklung und eines Spannungsbogens, was auch mit einer gelungenen Adaption der Sprache des 19.ten Jahrhunderts nicht auszugleichen ist.
Eine Aneinanderreihung von verschiedenen, in ihrer Chronologie für einen Handlungsfortschritt nahezu irrelevanten Ereignisse, die wenig bis garnicht aufeinander aufbauen, macht noch keine Geschichte. Das gewagte Auslassen jeglicher wörtlicher Rede wirkt in diesem Fall zusätzlich kontraproduktiv, weil die ohnehin unsympathischen Figuren dadurch noch leb- und seelenloser erscheinen. Was man zunächst für den humorvollen Aufhänger hielt für eine dann greifende, tiefergehende Erzählung, IST schon die ganze Geschichte. Das Konzept oder gar ein Ziel des Buches erschließt sich mir nicht. Trotz allem: Schöne Sprache, ungewohntes Setting.
Das Beste an "Imperium" von Christian Kracht findet sich auf den Seiten 52/53, auf denen eloquent beschrieben wird, wie "das Schwarzwasserfieber in den Gouverneuer gekommen war". Das war dann für mich aber leider auch der Höhepunkt des Buches.
Die Geschichte um den Fruktarier aus dem Westen, der sich einbildet, einen Kokosnusskult in der Südsee zu etablieren, scheint zunächst ganz interessant, entbehrt aber entgegen den Werken klassischer Abenteuerromanciers einer Entwicklung und eines Spannungsbogens, was auch mit einer gelungenen Adaption der Sprache des 19.ten Jahrhunderts nicht auszugleichen ist.
Eine Aneinanderreihung von verschiedenen, in ihrer Chronologie für einen Handlungsfortschritt nahezu irrelevanten Ereignisse, die wenig bis garnicht aufeinander aufbauen, macht noch keine Geschichte. Das gewagte Auslassen jeglicher wörtlicher Rede wirkt in diesem Fall zusätzlich kontraproduktiv, weil die ohnehin unsympathischen Figuren dadurch noch leb- und seelenloser erscheinen. Was man zunächst für den humorvollen Aufhänger hielt für eine dann greifende, tiefergehende Erzählung, IST schon die ganze Geschichte. Das Konzept oder gar ein Ziel des Buches erschließt sich mir nicht. Trotz allem: Schöne Sprache, ungewohntes Setting.

„Ein richtig schöner altmodischer Abenteuerroman“

Axel Korinth, Thalia-Buchhandlung Erlangen

In seinem wunderbaren Werk „Imperium“ erzählt Christian Kracht die wundersame Geschichte des Nürnbergers August Engelhardt. Engelhardt, seines Zeichens Anhänger des Kokovorismus, reist in die Kolonie Deutsch-Guinea um dort seine Vision eines Sonnenkultes, verbunden mit der Bewirtschaftung einer Kokosnussplantage zu verwirklichen. Während er auf seiner kleinen südpazifischen Insel nackt vor sich hinwirtschaftet, wird er zunehmend verwirrter und weltfremder, seine Anhänger indes zahlreicher. Spätestens als die damaligen Weltmächte mit ihrem Säbelrasseln beginnen ist das Unternehmen dem Untergang geweiht.

Ein durch und durch lesenwertes Buch, das den zweifellos zweifelhaften Zeitgeist dieser Epoche geradezu erschreckend wiedergibt.
In seinem wunderbaren Werk „Imperium“ erzählt Christian Kracht die wundersame Geschichte des Nürnbergers August Engelhardt. Engelhardt, seines Zeichens Anhänger des Kokovorismus, reist in die Kolonie Deutsch-Guinea um dort seine Vision eines Sonnenkultes, verbunden mit der Bewirtschaftung einer Kokosnussplantage zu verwirklichen. Während er auf seiner kleinen südpazifischen Insel nackt vor sich hinwirtschaftet, wird er zunehmend verwirrter und weltfremder, seine Anhänger indes zahlreicher. Spätestens als die damaligen Weltmächte mit ihrem Säbelrasseln beginnen ist das Unternehmen dem Untergang geweiht.

Ein durch und durch lesenwertes Buch, das den zweifellos zweifelhaften Zeitgeist dieser Epoche geradezu erschreckend wiedergibt.

„Ein Wahnsinnsbuch“

Ulrike Seine, Thalia-Buchhandlung Lingen

Dieses Buch verfügt über das Potential zum Bestseller. Die durchgeknallten Typen, das Leben in einer deutschen Kolonie, ich konnte nicht aufhören zu lesen. Die Geschichte, die Christian Kracht erzählt, hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, und das geschieht nicht oft. Dieses Buch verfügt über das Potential zum Bestseller. Die durchgeknallten Typen, das Leben in einer deutschen Kolonie, ich konnte nicht aufhören zu lesen. Die Geschichte, die Christian Kracht erzählt, hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, und das geschieht nicht oft.

„Ein humorvoller und grotesker Abenteuerroman“

Andreas Hack, Thalia-Buchhandlung Bonn

"Imperium“ erzählt vom Aussteiger August Engelhardt, der sich 1902 in die Südsee einschiffte, um sich auf einer kleinen Insel in der Kolonie Deutsch-Neuguinea ungestört der Kokosnuss, der Freikörperkultur und der Sonne zu widmen ...
In der Geschichte des August Engelhardts geht es um Fanatismus, Verblendung und Einsamkeit.
All dies wird vom Autor Christian Kracht sehr sprachgewandt, humorvoll und mit starker Ironie erzählt.
Krachts Roman besticht auch durch seine intensive Atmosphäre, die mich stark an klassische Abenteuerbücher Mark Twains, Jack Londons und Joseph Conrads erinnerte.
Für mich ist Christian Krachts "Imperium" bislang der beste deutschsprachige Roman des Jahres 2012.
"Imperium“ erzählt vom Aussteiger August Engelhardt, der sich 1902 in die Südsee einschiffte, um sich auf einer kleinen Insel in der Kolonie Deutsch-Neuguinea ungestört der Kokosnuss, der Freikörperkultur und der Sonne zu widmen ...
In der Geschichte des August Engelhardts geht es um Fanatismus, Verblendung und Einsamkeit.
All dies wird vom Autor Christian Kracht sehr sprachgewandt, humorvoll und mit starker Ironie erzählt.
Krachts Roman besticht auch durch seine intensive Atmosphäre, die mich stark an klassische Abenteuerbücher Mark Twains, Jack Londons und Joseph Conrads erinnerte.
Für mich ist Christian Krachts "Imperium" bislang der beste deutschsprachige Roman des Jahres 2012.

„Wahnwitzig gut“

Christian Schumacher, Thalia-Buchhandlung Siegburg

Die Sprache und Erzählkraft von Christian Kracht machen dieses Buch zu einem Lesegenuss. Ein Buch voller Anspielungen und Kritik an gestrigen wie alltäglichen Denkgebaren, vollgestopft mit quergeistigem Kalkül, wahnwitzig und herrlich amüsant.

Sie merken, dieses Buch ist schwer zu beschreiben, aber wunderbar zu lesen!
Die Sprache und Erzählkraft von Christian Kracht machen dieses Buch zu einem Lesegenuss. Ein Buch voller Anspielungen und Kritik an gestrigen wie alltäglichen Denkgebaren, vollgestopft mit quergeistigem Kalkül, wahnwitzig und herrlich amüsant.

Sie merken, dieses Buch ist schwer zu beschreiben, aber wunderbar zu lesen!

„Ein spannender Blick!“

Stephan Hüllmann, Thalia-Buchhandlung Magdeburg

Dem wundersamen Werdegang des -mit Verlaub- schrägen Naturapostels und Weltverbesserers folgt man
gerne bis in die tiefste deutsche Kolonial-Provinz vor dem
ersten Weltkrieg. Und ganz nebenbei streift man die jungen Dichter Hesse, Mann und Kafka auf sehr ungewöhnliche Weise. Das ist wahrhaft kurzweiliger Tiefsinn!
Dem wundersamen Werdegang des -mit Verlaub- schrägen Naturapostels und Weltverbesserers folgt man
gerne bis in die tiefste deutsche Kolonial-Provinz vor dem
ersten Weltkrieg. Und ganz nebenbei streift man die jungen Dichter Hesse, Mann und Kafka auf sehr ungewöhnliche Weise. Das ist wahrhaft kurzweiliger Tiefsinn!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
21 Bewertungen
Übersicht
13
7
0
1
0

Wunderbare Seiten eloquenter Wahnsinn
von einer Kundin/einem Kunden aus Bremen am 08.10.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Gemeinsam mit dem Protagonisten August Engelhardt begibt sich der Leser auf eine abenteuerliche Reise, die mit atemberaubenden Tempo bereits nach einigen Seiten an Grenzen stoßen lässt.

Ein guter alter Abenteuerroman
von einer Kundin/einem Kunden am 10.11.2013
Bewertet: Einband: Taschenbuch

In "Imperium" erzählt Chrisian Kracht eine Aussteigergeschichte in den deutschen Kolonien der Südsee. Aber auch eine Geschichte von den Anfängen des Vegetarismus. Durch Christian Krachts bildhafter Sprache entdeckt der Leser den klassischen Abenteuerroman neu. Es war an der Zeit, dass ein Werk wie dieses am Markt erscheint. Fasst war... In "Imperium" erzählt Chrisian Kracht eine Aussteigergeschichte in den deutschen Kolonien der Südsee. Aber auch eine Geschichte von den Anfängen des Vegetarismus. Durch Christian Krachts bildhafter Sprache entdeckt der Leser den klassischen Abenteuerroman neu. Es war an der Zeit, dass ein Werk wie dieses am Markt erscheint. Fasst war der Abenteuerroman in Vergessenheit geraten, doch Christian Kracht hat dem entgegen gewirkt.

Man wird in eine andere Welt und Zeit entführt
von einer Kundin/einem Kunden am 01.09.2013
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Christian Kracht nimmt den Leser mit auf die Insel Kabakon. Diese hat der junge Vegetarier August Engelhardt gekauft, um einen Sonnenorden zu gründen, dessen Vorsatz es ist, lediglich von Kokosnüssen und ihren Erzeugnissen, wie Ölen, zu leben. Einige Männer folgen dieser Idee, allerdings nicht nur zu Engelhardts Gunsten. "Imperium" ist... Christian Kracht nimmt den Leser mit auf die Insel Kabakon. Diese hat der junge Vegetarier August Engelhardt gekauft, um einen Sonnenorden zu gründen, dessen Vorsatz es ist, lediglich von Kokosnüssen und ihren Erzeugnissen, wie Ölen, zu leben. Einige Männer folgen dieser Idee, allerdings nicht nur zu Engelhardts Gunsten. "Imperium" ist eine kurzweilige Geschichte, die den Leser auf wenigen Seiten in ihren Bann zieht. Die Begegnungen und Einfälle des, doch recht schrulligen, Protagonisten werden auf amüsante Weise geschildert. Gute Unterhaltung!